Planet Deutschland erzählt die dramatische Ursprungsgeschichte dieses Landes - vom Karbon bis in unsere Tage. Die Reise führt von den höchsten Alpengipfeln bis zu den rauen Nordseeküsten, von den Kratern der Eifel bis in das Flusslabyrinth des Spreewaldes. Alles beginnt mit einem glühenden Feuerball. Vor vier Milliarden Jahren ist die junge Erde vom sogenannten blauen Planeten noch weit entfernt. Als sich die ersten Gesteine unseres Landes aus dem Meer erheben, liegt Deutschland noch Tausende Kilometer weiter südlich - am Äquator. Das tropische Klima lässt Farnwälder in die Höhe schießen und Riesentausendfüßler bis zu zwei Meter heranwachsen. Zu dieser Zeit türmt sich ein gigantisches, heute verschwundenes Gebirge in der Mitte Deutschlands auf. Im Süden ziehen ganze Herden von Sauriern durch Schwaben während Bayern einem Urlaubsparadies gleicht. Es liegt damals noch am Rande eines Meeres. Flache Lagunen säumen die Ufer und unter Wasser ziehen sich Korallenriffe entlang der Küste. Im Laufe der Zeit wird das Land von Meeren überflutet, dann herrschen wieder Wüstentemperaturen. Doch so vielfältig die Anpassungen auch sind, die Tiere und Pflanzen hervorbringen, immer wieder wird die Natur weit zurück geworfen. Wie vor 65 Millionen Jahren, als ein kosmischer Unfall einen großen Teil des Lebens auf der Erde zerstört, auch das der Dinosaurier. Damit ist der Weg frei für unsere Geschichte und es beginnt die Zeit der Säugetiere.
In den kommenden 65 Millionen Jahren begleiten die Säugetiere die Geschichte unseres Landes. Meeressäuger erobern die Ozeane und Herden großer Pflanzenfresser die Wälder und Ebenen. Wir starten am höchsten Punkt des heutigen Deutschland - in den Alpen. Mit der Entstehungsgeschichte des gewaltigen Gebirges entspringt auch der längste Fluss unseres Landes, der Rhein. Wir reisen mit ihm vom Bodensee zum Niederrhein. Auf der Strecke passieren wir den Rheingraben, wo sich auf erloschenen Vulkanen das Leben entfaltet, treiben durch einen Urwald und beobachten Seekühe beim Weiden und Haie auf ihren Laichwanderungen an den geschützten Ufern der Mainzer Bucht. Ein Abstecher zum Weltkulturerbe und Fossilienfundort Grube Messel lässt Schicht für Schicht eine Momentaufnahme der Erdgeschichte vor unseren Augen Wirklichkeit werden. Dann verändern sich ganz plötzlich die Lebensbedingungen. Vor 2,6 Millionen Jahren beginnt eine neue Ära. Über große Teile von Deutschland legt sich eine Schicht aus Eis. Im Norden aus Skandinavien kommend, schieben sich die Gletscher bis nach Berlin, im Süden von den Alpen bis an den Chiemsee. In den kurzen Warmzeiten, wenn sich die Gletscher zurückziehen, breitet sich wieder Wald aus. Dann leben hier Hirsche und auch Flusspferde. Aber die Tiere sind nicht mehr allein. Vor 600.000 Jahren geht Homo Heidelbergensis zum ersten Mal auf die Jagd. Mit ihm ist das Zeitalter des Menschen in Deutschland angebrochen. Und ihm folgen andere Menschen: der Neandertaler taucht auf. Heute wissen wir: Er war handwerklich geschickt, konnte gerben und trug Kleidung aus Häuten und Fellen. Doch im Wechsel von Kalt- und Warmzeiten war das Überleben nicht leicht und die Neandertaler verschwanden wieder - aus heute noch nicht geklärter Ursache. Auf der Reise hat sich Deutschland gewaltig verändert. Menschen streifen jetzt durch die Wälder. In nur wenigen tausend Jahren werden sie dem Land den letzten Schliff geben.
Folge 3: Nie mehr meckern übers Essen! Björn Freitags Kochkurs für die ganze Familie
Sechsteilige Reihe
Ein Film von Johanna Icks und Katrin Mehnert
www.verbraucher.wdr.de
- Nie mehr meckern übers Essen! Björn Freitags Kochkurs für die ganze Familie Heimspiel für Profikoch Björn Freitag! In seiner Heimatstadt Dorsten lebt Familie Nehmer, die sich beim Thema Essen gerne kabbelt - das Problem: Jeder mag etwas anderes. Mutter Kim wünscht sich mehr Fisch statt Fleisch. Das geht gar nicht, finden die Söhne Phillip und Florian, die auch sonst einiges an den Kochkünsten ihrer Eltern zu bemängeln haben. Vater Christoph wiederum braucht Tipps für leckere Gerichte im Nachtdienst. Ob Björn Freitag all diese Wünsche unter einen Hut bekommt? Unterstützung erhält er von Ernährungsexpertin Anja Tanas, die Tipps und Tricks rund um die richtige Ernährung im Schichtdienst beisteuert - leckere und gesunde Rezepte inklusive. Auf einem Rinderhof und in der Metzgerei gibt's Nachhilfe zum Thema bewusster Konsum. Kühe füttern und Fleisch schneiden - die Jungs müssen kräftig mit anpacken. Aber auch in Björns Küche wartet Arbeit auf die Jugendlichen. Denn "machen statt meckern" ist heute die Devise. Welche Schlüsse ziehen Phillip und Florian aus dem Ernährungscrashkurs? Gibt es endlich Fisch für Kim? Und kommt das Familienessen endlich bei allen an? Es wird spannend.
Alle Frauen sind jahrzehntelang davon betroffen und doch herrschen beim Thema Menstruation viele Mythen und auch Unwissen, Vorurteile und Tabus. Die Regelblutung ist alltäglich und trotzdem schambehaftet bei Frauen wie Männern. Wir in "Planet Wissen" sprechen darüber. Wir zeigen verschieden Möglichkeiten der Monatshygiene, reden über hormonelle Schwankungen, den Zyklus, free bleeding und die Frage, ob Frauen heutzutage überhaupt noch menstruieren müssen. Wir fragen was die menschliche Menstruation von der tierischen unterscheidet. Und wir sprechen mit unseren Gästen über prämenstruelle Beschwerden sowie Erkrankungen wie Endometriose und das Polyzystische Ovarsyndrom.
Gäste im Studio: Franka Frei, Autorin Prof. Dr. Brigitte Leeners, Direktorin der Klinik für Reproduktions-Endokrinologie am Universitätsspital Zürich
Angeln im Krokodilsee Große Zähne, großer Hunger - Kurzbeschreibung der Krokodilseebewohner. Bisher bekamen Rhaja und seine Damen das Futter immer an Land serviert. Das soll sich jetzt ändern: Dr. Guido Westhoff hat ein Gerät entworfen, mit dem er die Nilkrokodile auch im Wasser füttern kann. Das Ding sieht aus wie eine Mischung aus Angel und kaputtem Stock und wird nun zum ersten Mal erprobt. Nach anfänglichem Zaudern schnappen die Krokos die Fische vom Gestänge - Guido Düsentrieb ist begeistert.
Gassi gehen mit Nasenbären Evi und Bärli dürfen heute 'ne Runde im Tierpark drehen. Thomas Günther und Ina Gooßen legen den beiden Nasenbären Geschirr an und los geht's, immer der Nase nach. Was mit einem Hund recht einwandfrei funktioniert, gilt aber noch längst nicht für Nasenbären: Gassi gehen ist gar nicht so einfach, wenn aus jeder Ecke, Nische und Hecke tausende Düfte die Aufmerksamkeit erfordern. Der Bär zieht in die eine Richtung, der Pfleger in die andere - da kann so ein kleiner Spaziergang schon mal recht lange dauern.
Besuch bei den Seebären Wegen der Renovierung des Eismeerreviers wurde Tierpfleger Dirk Stutzki zu den Nichtschwimmern versetzt. Seine Pinguine kann er ja noch täglich bei Uwe Fischer besuchen - seine Seebären hingegen sind weit, weit weg in Halle. Doch Dirk ist ein Mann der Tat - an seinem freien Tag fährt er los, um Diego und Poldi zu besuchen. Die sind zunächst ganz verwirrt. Stimme und Geruch kennen sie ja, aber warum hat der Mann nicht wie sonst Fisch dabei? Mit dem Futtern kommt die Erinnerung, und Dirk darf bewundern, welchen neuen Trick die Seebären in Halle gelernt haben.
Frühlingsgefühle bei Schildkröte Leopold Der erste Ausflug des Jahres! Uwe Fischer lässt die Riesenschildkröten ins Freie. Bis die erst mal in die Gänge kommen, dauert es ein Weilchen, doch bald sind alle an der frischen Luft. Sonne, Wärme, Blumenwiese - Leopold findet es draußen höchst romantisch. Der knapp hundertjährige Alte bekommt Frühlingsgefühle wie ein junger Hüpfer und bandelt mit Schildkrötenfrau Romina an. Der Rest ist nicht ganz jugendfrei.
Pony Balou beim Zahnarzt Das Leben ist kein Ponyhof - vor allem nicht für Shetlandpony Balou: Es muss zum Zahnarzt. Dr. Flügger befürchtet, dass sich Haken an den Zahninnenseiten gebildet haben und Balou deshalb nicht gut frisst. Der kleine Gaul hat aber gar keine Lust auf Zahnkontrolle und lässt sich partout nicht ins Maul schauen.
Pfleger Walter Arlt aus dem Frankfurter Zoo kennt seine Kamele sehr gut. So gut, dass er sogar den Kot der einzelnen Tiere unterscheiden kann - behauptet er. Als er für eine medizinische Routineuntersuchung Kotproben einsammeln soll, kann er den Beweis antreten.
Im Kronberger Opelzoo machen die kleinen Roten Pandas Sorge, weil sie plötzlich ihr Futter verschmähen. Selbst sonst so geliebte Leckerli wie frische Bambusblätter oder Äpfel und Bananen werden kaum angerührt. Da macht Pfleger Stefan von Gemünden eine überraschende Entdeckung, die alles erklärt.
Seltener Nachwuchs im Tierpark Berlin: Das Montana Puma-Mädchen Missoula. Nach 22 Jahren ist sie das erste Puma-Jungtier im Alfred-Brehm-Haus. Weil Mutter Cheyenne sich nicht ausreichend um sie gekümmert hat, wird sie von den Tierpflegern aufgezogen.
Bei den Humboldt-Pinguinen sind Cindy und Jürgen vor sieben Wochen Eltern geworden. Sie versorgen ihren Sprössling vorbildlich. Die Pflegerinnen wollen wissen, wie viel es genau wiegt und mit einer Federprobe das Geschlecht bestimmen.
Babyboom auf der Reptilienstation: Nach über zwanzig Jahren ist es gelungen, kleine Schlangenhalsschildkröten nach zu züchten. Tierpfleger Ronny Kessner ist mächtig stolz auf die winzigen gepanzerten Fischfresser. Doch sie sind nicht die einzigen neuen Bewohner im Aquarium.
Sehr bemüht um die Gunst des Nachwuchses ist auch Reviertierpfleger Mario Grüßer bei den Nachtaffen. Seit einem halben Jahr ist die Familie hier zu dritt. Doch das kleine Affen-Kind ist immer noch sehr schüchtern. Mit einem leckeren Eiweißsnack und viel Geduld versucht der Pfleger das Jungtier an Menschen-Kontakt zu gewöhnen.
In Berlin gibt es zwei Oasen für Tiere. Den artenreichen Zoo Berlin. Und den Tierpark Berlin - der größte Landschaftstiergarten Europas. In diesem Paradies kommen unzählige Zoobabies auf die Welt.
Ralf Gerlach, der seit 19 Jahren im Koma liegt, soll in der Sachsenklinik eine neue Magensonde bekommen. Da klar zu sein scheint, dass Ralf nicht mehr aufwachen wird, hat sich seine Frau Julia emotional Stück für Stück abgenabelt und sich schließlich neu verliebt - in Ralfs jüngeren Bruder Sönke. Jetzt, als sie sich scheiden lassen will, um Sönke zu heiraten, passiert das Wunder: Ralf wacht auf. Schweren Herzens entscheidet sich Julia, ihrer Verantwortung als Ehefrau gerecht zu werden und die Beziehung zu Sönke zu beenden. Doch Ralf findet in einem Fotoalbum Bilder von Julia und Sönke innig vereint.
Unverhofft taucht Kathrin Globischs Mutter Eva in der Sachsenklinik auf, um Kathrin die Nachricht vom Tod ihres Vaters persönlich zu überbringen. Eva Globisch wirkt sehr verwirrt, doch mit dieser Nachricht im Gepäck wundert sich niemand. Kathrin wird bewusst, wie wenig Zeit sie in den letzten Jahren mit ihren Eltern verbracht hat. Da Hanna sich über den Besuch ihrer Großmutter freut, bietet Kathrin ihrer Mutter an, die nächsten Wochen bei ihr zu verbringen.
Julia Gerlach (Julia Jäger) Ralf Gerlach (Robert Glatzeder) Sönke Gerlach (Raphael Vogt) Eva Globisch (Heidemarie Wenzel) Hanna Globisch (Helene Burczik) Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann) Prof. Dr. Gernot Simoni (Dieter Bellmann) Oberschwester Ingrid Rischke (Jutta Kammann) Barbara Grigoleit (Uta Schorn) Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) Pia Heilmann (Hendrikje Fitz) Dr. Philipp Brentano (Thomas Koch) Schwester Arzu (Arzu Bazman) Charlotte Gauss (Ursula Karusseit) Otto Stein (Rolf Becker) Schwester Yvonne (Maren Gilzer) Hans-Peter Brenner (Michael Trischan) Dr. Elena Eichhorn (Cheryl Shepard) Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk)
Antonia Roth wird mit einer Unterschenkelfraktur in die Sachsenklinik eingeliefert. Schnell wird klar, dass der Unfall bei einem Streit mit ihrer Schwester Lucy passiert ist. So unterschiedlich die Schwestern sind, verhalten sie sich auch mit dem Erbe ihrer kürzlich verstorbenen Mutter. Antonia, die erfolgreiche, scheinbar emotionslose Anwältin will das elterliche Haus verkaufen. Die eher mittellose Lucy versteht nicht, warum ihre Schwester noch mehr Geld braucht und versucht den Verkauf mit allen Mitteln zu verhindern. Antonia verheimlicht ihrer Schwester die wahren Gründe und Lucy ahnt nicht, wie wenig sie von ihrer Schwester tatsächlich weiß.
Philipp Brentano kümmert sich liebevoll um seine kleine Familie. Außerdem schiebt er neben seinen normalen Schichten noch Extradienste, um den Kredit für den Wohnungskauf abzubezahlen. Nach einer schlaflosen Nacht mit Oskar verschläft Philipp und Roland Heilmann muss in der Klinik für ihn einspringen. Roland redet ihm ins Gewissen, dass er mit seinem Verhalten seine Karriere aufs Spiel setzen würde. Auch Arzu, die von Philipps Extraschichten nichts wusste, stellt ihn zur Rede. Hat Philipp sich mit dem Wohnungskauf verspekuliert?
Antonia Roth (Caroline Scholze) Lucy Lange (Theresa Scholze) Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann) Prof. Dr. Gernot Simoni (Dieter Bellmann) Oberschwester Ingrid Rischke (Jutta Kammann) Barbara Grigoleit (Uta Schorn) Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) Pia Heilmann (Hendrikje Fitz) Dr. Philipp Brentano (Thomas Koch) Schwester Arzu (Arzu Bazman) Charlotte Gauss (Ursula Karusseit) Otto Stein (Rolf Becker) Schwester Yvonne (Maren Gilzer) Hans-Peter Brenner (Michael Trischan) Dr. Elena Eichhorn (Cheryl Shepard) Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk)
Große Hitze, extreme Unwetter: keine Frage, der Klimawandel ist da. Wir müssen unseren CO2-Ausstoß jetzt reduzieren - aber wie? Klar ist: es geht nicht um individuelle Konsumentscheidungen, sondern um das große Ganze. Brauchen wir eine CO2-Steuer und kann die sozial gerecht sein? Quarks begleitet eine Familie in ihrem Alltag und zeigt, was ein CO2-Preis für sie bedeuten würde. Wie teuer wird das tägliche Pendeln, welcher Urlaub ist noch möglich? Oder könnten sie am Ende sogar mehr Geld zu Verfügung haben?
Welche Hebel können wir umlegen, um wirklich einen Unterschied zu machen bei unseren Treibhausgas-Emissionen? Wie werden wir klimaneutral? Fachleute haben die fünf Sektoren mit dem größten Einsparpotential identifiziert: Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude, Landwirtschaft. Die schauen wir uns an und fragen, wie das genau funktionieren soll.
Klimaneutral Benzin tanken? Zu schön um wahr zu sein: Ein Liter Benzin verursacht fast zweieinhalb Kilogramm CO2. Im Quarks-Experiment an einer Tankstelle testen wir, ob Autofahrer bereit wären, das Treibhausgas in Flaschen mitzunehmen.
Sie ist ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Tier- und Pflanzenarten und die größte Heidelandschaft in Nordrhein-Westfalen - doch so gut wie niemand kennt sie: die Senne. Zwischen Bielefeld, Detmold und Paderborn gelegen, bietet die Senne eine Heimat für seltene Insekten und Vögel, vom Aussterben bedrohte Amphibien und große Damwild-Rudel. Nirgendwo sonst in NRW gibt es so viele Zauneidechsen. Dass dieses Naturparadies nur wenigen bekannt ist, liegt an seiner speziellen Geschichte: Seit 130 Jahren dienen große Teile der Senne als Truppenübungsplatz. Für Zivilisten ist das Betreten streng verboten. Britische Soldaten machen hier Schießübungen und Leopard-Panzer der Bundeswehr durchpflügen das Gelände.
Die militärische Nutzung der Senne ist für die Natur kein Nachteil, sondern ein Glück. Denn auf dem abgesperrten Truppenübungsplatz leben Wildtiere die meiste Zeit völlig ungestört von Spaziergängern, Radfahrern oder Hunden. Ansonsten eher scheue Dachse verlassen hier mitten am Tag ihre Verstecke. In den Spuren der "Leopard 2"-Panzer bilden sich kleine Tümpel - Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Kreuzkröten. Die schweren Kettenfahrzeuge halten Sandflächen offen, auf denen ganz besondere Insekten jagen: flinke Laufkäfer und Ameisenlöwen, die im Sand trichterförmige Fallen für andere Insekten graben. In der Senne leben hochspezialisierte Arten, die andernorts durch Landwirtschaft und Wälder zurückgedrängt wurden.
Der Film von Heike Grebe führt den Zuschauer in eine bezaubernde Welt, die Zivilisten normalerweise verschlossen bleibt. Er zeigt, dass Truppenübungsplätze in unserer ansonsten dicht besiedelten und intensiv genutzten Landschaft für Pflanzen und Tiere ein wichtiges Refugium sein können - ein Naturparadies in der Spur der Leoparden.
Buch und Regie: Heike Grebe Kamera: Ralph Schieke, Robin Jähne Schnitt: Maximilian Narkovic Produzenten: Thomas Weidenbach, Sarah Zierul Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth
Hergestellt von der Längengrad Filmproduktion im Auftrag des WDR
- Jung, deutsch, jüdisch - Esther erzählt aus ihrem Alltag Darüber möchte sie offen sprechen und engagiert sich bei "Meet a Jew". Sie besucht Schulklassen oder Gruppen, weil sie will, dass man Juden nicht nur mit dem Holocaust verbindet, sondern auch sieht, dass sie hier leben und dass sie genau wie alle anderen Leute hier einen Job haben, Kinder haben, ne Wohnung, ja und ganz normal sind. Und viele Leute in Deutschland keine Juden kennen. (Autorin: Anke Wolf-Graaf)
- Liebe Politik ... - Zwei Frauen und ein Mädchen reden Klartext Alles, was die "große" Politik entscheidet und oft auch nicht entscheidet, schlägt sich im Alltag ganz "normaler" Frauen nieder und die wollen auch mal sagen, was sie davon halten. (Autorin: Mareen Janssen)
- Was war da nochmal mit Cytotec? - Die Geschichte einer langen Recherche Wir blicken zurück, auf die Geschichte von zwei Journalistinnen, die monatelang Nachforschungen zu einem Medikament anstellen. Das Medikament heißt Cytotec. Es ist eigentlich ein Magenmittel, wird aber auch seit Jahren in Geburtskliniken genutzt, um Wehen einzuleiten. Die Journalistinnen recherchieren monatelang, sprechen mit betroffenen Müttern, Hebammen, Ärzten. Was sie herausfinden, ist ungeheuerlich. (Autorin: Tina Srowig)
Theo (69) kann nichts dafür. Die Corona-Krise traf ihn ohne Vorwarnung. Schon im Sommer 2020 bedroht sie sein berufliches Lebenswerk. Theo ist Schausteller in Köln. In sechster Generation. Er hat sich auf Gastronomie spezialisiert: Café, Bistro, Biergarten. Seine Frau Elke (59) und Enkel Marcel (23) helfen mit im Familienbetrieb. Doch der steht nun seit Monaten still. Soll Theo aufgeben - oder kämpfen? "Mein Leben war eine Achterbahn. Ich bin immer wieder auf die Füße gefallen. Ich werde eine Lösung finden!"
Daniel (40) hat seine gemütliche Gastwirtschaft in Köln zum beliebten Treffpunkt im Viertel gemacht. "Dafür musst Du geboren sein", sagt er. "Das ist mein Leben!" Doch seit Beginn der Pandemie schreibt er rote Zahlen. Seine Partnerin Bianca erwartet gerade ihr erstes Kind. Soll Daniel irgendwie durchhalten? Oder eine neue berufliche Perspektive suchen? "Ich frage mich jetzt: Was kann ich eigentlich anderes als Bier zapfen?"
"Menschen hautnah" hat Daniel und Theo mit ihren Familien ein Jahr lang begleitet. Auf dem Weg in eine ungewisse Zukunft.
Isabelle war Jakobs Jugendliebe. Als er erfährt, dass sie zu der Vernissage einer gemeinsamen Berliner Freundin kommen wird, bittet er seinen Freund Hans, seinen Geschäftstermin in New York zu übernehmen. Beide arbeiten sehr erfolgreich in derselben Anwaltskanzlei. Der 11. September 2001 verändert Jakobs Leben. Er gewinnt die Frau seines Lebens und verliert seinen besten Freund. Hans kommt beim Terroranschlag auf das World Trade Center ums Leben. Zwei Jahre später versuchen Isabelle und Jakob in einem viktorianischen Reihenhaus in London einen Neustart, doch das Glück will sich nicht einstellen. Das Gefühl, schuldig zu sein, frisst unmerklich ihre Beziehung auf. Jakob arbeitet inzwischen für ein angesagtes New Yorker Anwaltsunternehmen, er vertritt jüdische Klienten, die in Europa ihr Eigentum zurücklassen mussten. Jakob stürzt sich in diese Arbeit, als könnte sie seine Schuld abtragen. Isabelle, die bisher als Grafikerin gearbeitet hatte, findet in der fremden Stadt keinen Job. Sie ist einsam, um ihrem eintönigen Leben zu entkommen, beginnt sie einen Flirt mit Jim, der in ihrer Straße dealt. Er ist ganz anders als Jakob, ruppig, direkt, gewalttätig. Es passiert am See. Jakob hat ein lange geplantes, gemeinsames Wochenende platzen lassen, weil er eine Klientin nach Deutschland begleiten wollte. Isabelle hat es in dem leeren Haus nicht mehr ausgehalten und ist Jims Einladung gefolgt. Es war romantisch. Jim ist ein guter Liebhaber. Isabelle nimmt ihn mit zu sich nach Hause. Doch der junge Mann will nicht mehr gehen, er erpresst, bedroht, schlägt sie. Isabelle hat Todesangst. Jakob rettet sie im letzten Moment. Atemlos stehen sich die beiden unglücklich Liebenden gegenüber, unverstellt, zum ersten Mal seit diesem schicksalhaften Tag.
Isabelle (Julia Jentsch) Jakob (Sebastian Zimmler) Jim (Guy Burnet) Ginka (Bibiana Beglau)
"Diese Bilder - nichts ist mehr, wie es war, aber ich habe meinen Frieden damit gemacht. Ich will gute Erinnerungen an meinen Vater haben. Ich müsste lügen, wenn ich sage, diese Bilder verfolgen mich nicht bis in meine Albträume. Damit muss ich leben, es ist Teil des Überlebens. Es ist die Wirklichkeit."
Matthew war ein Kind, 9 Jahre, als sein Vater am 11. September 2001 im 105. Stockwerk des Nordturms des World Trade Centers starb. Matthew hat jahrelang versucht herauszufinden, ob er einer der "jumper" war, der Menschen, die in ihrer Verzweiflung aus den oberen Stockwerke gesprungen sind. Für ihn führten Trauer und Entsetzen in einen Abgrund aus Drogen und Sucht. Seine lange Reise zu sich selbst hat ihn fast das Leben gekostet. Erst heute, mit 29 Jahren, ist Matthew clean und mit sich im Reinen. Er hat ein Buch über seinen Kampf mit den Drogen, mit Missbrauch und mit der Erinnerung an 9/11 und den Tod seines Vaters geschrieben, um andere zu ermutigen.
Lenard Jr. und sein Bruder Anthony waren 7 und 9 Jahre alt, als ihr Leben sich für immer veränderte. Sie verloren ihren Vater Lenard, den Feuerwehrmann, als er in die Türme rannte, um zu helfen. Im Nordturm wurde er von den Trümmern des einstürzenden Gebäudes begraben. Mit ihm starben 14 weitere Feuerwehmänner aus seiner Brigade. Es sollte Wochen dauern, bis die sterblichen Überreste von Lenard und seinen Kollegen geborgen werden konnten. Und doch gab es für die Söhne keinen Zweifel: sie wollten in die Fußstapfen des Vaters treten, der für sie ein Held ist. Leonard Jr. arbeitet in derselben Feuerwache wie sein Vater. "Wenn das nochmal geschehen würde, dann würde ich dasselbe tun. Es ist unser Job, Menschen zu retten", sagt Lenard Jr. heute.
Taylors Vater starb erst vor zwei Jahren an den Folgen des vergifteten Staubes, den er als Polizist und Ersthelfer im September 2001 wochenlang einatmete. "Man hat uns gesagt, dass er etwas Heroisches tut, als er wochenlang nicht zu Hause war." Jeffrey gilt jetzt ebenfalls als Opfer des 11. September. Taylor musste ihm jahrelang beim Sterben zusehen. Es hat sie nicht wütend gemacht, sondern kämpferisch." Mein Vater war ein etwas ungewöhnlicher Polizist. Er hat mir Würde und Güte beigebracht. Dieses Vermächtnis wird mich für immer begleiten." Heute versucht Taylor ihre eigenen Geschäftsideen umzusetzen, aber auch das Vermächtnis ihres Vater zu leben und anderen zu helfen.
Auch das Leben der jungen Muslima Adama hat sich für immer verändert. Sie geriet in den politischen Strudel der Anti-Terrorgesetze und kämpft bis heute um ihre Einbürgerung. Sechs Wochen verbrachte sie als 16-Jährige im Gefängnis, weil sie zu Unrecht als Selbstmord-Bomberin beschuldigt wurde. Traumatisiert und mit einer elektronischen Fußfessel wurde sie nach Hause entlassen. Eine Anklage wurde nie erhoben. Als der Staat ihren Vater nach Guinea auswies, verließ sie die High School, um sich um die jüngeren Geschwister zu kümmern, die in den USA geboren waren. Aber Adama hat nicht aufgegeben und will endlich Amerikanerin werden.
"Die Story" von Christiane Meier folgt den Kindern von damals, deren Lebenswege durch die Anschläge des 11. September plötzliche und dramatische Wendungen genommen haben. Bei aller Tragik und Trauer eint sie eines: der Wille, das alles zu überwinden und ein friedliches glückliches Leben zu leben. Auch wenn der Schatten der Türme sie für immer begleiten wird.
Ein vorerst letztes Mal hat die Kälte der Eiszeit das Land im Griff. Es ist die Zeit der großen Weidetiere: Mammut, Moschusochsen und Rentiere durchwandern die Weiten. Mitten in die Kälte zieht der moderne Mensch aus den Savannen Afrikas nach Deutschland. Als Jäger und Sammler bestimmt der Zug der Herden sein Leben. Mit dem Abschmelzen der Gletscher entwickelt sich der Norden Deutschlands zu dem Land, das wir heute kennen. Ein völlig neues Ökosystem entsteht: Das Wattenmeer. Aus der einstigen Eiswüste ist ein reicher Lebensraum geworden. Haarquallen, Seehasen und das giftige Petermännchen tummeln sich hier. Über der Wasseroberfläche leben bis zu zwölf Millionen Vögel im Laufe eines Jahres. Das Wattenmeer gilt als das vogelreichste Gebiet Europas. Die Menschen, die bisher nur als Jäger und Sammler unterwegs waren, lassen sich jetzt nieder und passen den Lebensraum zum ersten Mal gezielt ihren Bedürfnissen an. 5.500 v. Chr. beginnt mit der sogenannten Neolithischen Revolution die Landwirtschaft. Die ersten Bauern finden in der Rheinebene und nördlich der Mittelgebirge besonders fruchtbaren Lössboden. Von nun an frisst sich die Zivilisation immer weiter in die Natur. Nachdem die Römer Teile des Landes erobert haben, fangen sie gleich damit an ein Versorgungs- und Straßennetz zu bauen. Aus ihren Lagern entwickeln sich später Städte wie Köln, Mainz und Koblenz. Angesichts der geologischen Dimensionen prägt der Mensch dieses Land erst seit einem winzigen Augenblick, aber in dieser kurzen Zeit hat er es gründlich umgestaltet. Flüsse wurden begradigt, Wälder gerodet und Straßen durchziehen heute nahezu jeden natürlichen Lebensraum von Tieren. Der Mensch verändert und verbraucht, was über Millionen Jahre entstanden ist. Wäre das Land heute noch sich selbst überlassen, es wäre fast ganz von Wald bedeckt.
Seit 30 Jahren suchen Wissenschaftler aus der ganzen Welt vergebens nach einem mysteriösen Vulkan, der bei seinem Ausbruch die größte Katastrophe der vergangenen 10.000 Jahre ausgelöst haben soll. Die Forscher wissen, dass das Ereignis im 13. Jahrhundert stattfand und das Klima des ganzen Planeten durcheinanderbrachte. Den Supervulkan fanden sie bisher allerdings ebenso wenig wie die Spuren seiner Eruption oder Anzeichen darauf, wie diese die umliegenden Ökosysteme und menschlichen Gesellschaften beeinflusst hat.
- Wahlkampfthema Klimapolitik: Das Versprechen vom grünen Wachstum Jahrzehntelang war das Streben nach Wirtschaftswachstum die Hauptursache für Umweltzerstörung und Klimawandel. Trotzdem halten die Parteien im Wahlkampf am Wachstumsversprechen fest und wollen mit "grünem Wachstum" den Klimawandel bekämpfen. Kritiker halten das für eine Scheinlösung: Insbesondere die Industriestaaten müssten weniger Wachstum anstreben, um Ressourcenverbrauch und CO2-Ausstoß soweit abzusenken, dass die Pariser Klimaziele eingehalten werden können.
- Klimasünder Landwirtschaft: Das Ende des Wachstums? Der Weltklimarat hat zuletzt erneut die Bedeutung der Landwirtschaft für den Klimawandel deutlich gemacht: Insbesondere die Klimagase aus Viehhaltung und Düngung müssten deutlich reduziert werden. Mit fast 370 Milliarden Euro unterstützt die EU bis 2027 den Agrarsektor und spricht dabei von einer neuen, angeblich grünen Agrarpolitik. Landwirtschaftsministerin Julia Klöckner spricht von einem Systemwechsel. Doch Expert:innen warnen: Die zentralen Probleme würden durch die Reform kaum angepackt.
- Die Hintermänner von 9/11: Welche Rolle spielte Saudi-Arabien? 15 der 19 Attentäter vom 11. September 2001 stammten aus Saudi-Arabien. Ebenso der mutmaßliche Drahtzieher Osama bin Laden. Doch bis heute ist nicht umfassend aufgeklärt, welche Rolle der saudische Geheimdienst, die Botschaft in Washington und das Königshaus in Riad bei den Anschlägen spielten. Ehemalige FBI-Ermittler sprechen gegenüber MONITOR von einem Netzwerk, das zumindest zwei Attentäter unterstützte. Doch die US-Regierung hält zentrale Dokumente und Beweismittel unter Verschluss.
- Gefangen in Kabul: Das Versagen der deutschen Behörden Noch immer verstecken sich viele ehemalige Ortskräfte der Bundeswehr in Afghanistan vor den Taliban. Hinzu kommen Tausende Menschen mit Angehörigen in Deutschland, bei denen deutsche Behörden den Rechtsanspruch auf Familiennachzug oft monatelang verzögert haben. Kritiker geben der Bundesregierung und Ausländerbehörden eine Mitschuld an der Gefährdung Tausender Menschen, die nun in Afghanistan um ihr Leben fürchten.
Die Affäre um den CDU-Bundestagsabgeordneten Philipp Amthor sorgte im Juni 2020 für Schlagzeilen. Wieder einmal stand der Verdacht im Raum, dass Unternehmen, Wirtschaftsverbände und andere Interessengruppen unbemerkt und unkontrolliert die Politik beeinflussen. Der Ruf der Lobbyist:innen ist schlecht: Sie gelten als Strippenzieher, die im Hinterzimmer der Politik die Gesetze diktieren. Dabei ist Lobbyismus grundsätzlich ein wichtiger Baustein in einer Demokratie, der möglich macht, dass Themen aus der Gesellschaft von der Politik bemerkt und berücksichtigt werden. Das zeigt nicht zuletzt die Bewegung Fridays for Future, die es schaffte, "Klimaschutz" weltweit wieder zum Thema zu machen. Planet Wissen zeigt, wie Lobbying funktioniert, wo die größten Probleme liegen und was geändert werden müsste.
Gäste im Studio: Nina Katzemich, EU-Campaignerin bei LobbyControl e.V. Dr. Florian Spohr, Politikwissenschaftler, Ruhr-Universität Bochum
Sie ist ein bedeutendes Rückzugsgebiet für Tier- und Pflanzenarten und die größte Heidelandschaft in Nordrhein-Westfalen - doch so gut wie niemand kennt sie: die Senne. Zwischen Bielefeld, Detmold und Paderborn gelegen, bietet die Senne eine Heimat für seltene Insekten und Vögel, vom Aussterben bedrohte Amphibien und große Damwild-Rudel. Nirgendwo sonst in NRW gibt es so viele Zauneidechsen. Dass dieses Naturparadies nur wenigen bekannt ist, liegt an seiner speziellen Geschichte: Seit 130 Jahren dienen große Teile der Senne als Truppenübungsplatz. Für Zivilisten ist das Betreten streng verboten. Britische Soldaten machen hier Schießübungen und Leopard-Panzer der Bundeswehr durchpflügen das Gelände.
Die militärische Nutzung der Senne ist für die Natur kein Nachteil, sondern ein Glück. Denn auf dem abgesperrten Truppenübungsplatz leben Wildtiere die meiste Zeit völlig ungestört von Spaziergängern, Radfahrern oder Hunden. Ansonsten eher scheue Dachse verlassen hier mitten am Tag ihre Verstecke. In den Spuren der "Leopard 2"-Panzer bilden sich kleine Tümpel - Lebensraum für vom Aussterben bedrohte Kreuzkröten. Die schweren Kettenfahrzeuge halten Sandflächen offen, auf denen ganz besondere Insekten jagen: flinke Laufkäfer und Ameisenlöwen, die im Sand trichterförmige Fallen für andere Insekten graben. In der Senne leben hochspezialisierte Arten, die andernorts durch Landwirtschaft und Wälder zurückgedrängt wurden.
Der Film von Heike Grebe führt den Zuschauer in eine bezaubernde Welt, die Zivilisten normalerweise verschlossen bleibt. Er zeigt, dass Truppenübungsplätze in unserer ansonsten dicht besiedelten und intensiv genutzten Landschaft für Pflanzen und Tiere ein wichtiges Refugium sein können - ein Naturparadies in der Spur der Leoparden.
Buch und Regie: Heike Grebe Kamera: Ralph Schieke, Robin Jähne Schnitt: Maximilian Narkovic Produzenten: Thomas Weidenbach, Sarah Zierul Redaktion: Klaus Kunde-Neimöth
Hergestellt von der Längengrad Filmproduktion im Auftrag des WDR
Im Kronberger Opelzoo wird Jagd auf kleine Enten gemacht - um sie zu retten. Denn in der neuen Großvoliere hat der Wasservogelnachwuchs natürliche Feinde zu fürchten: Großvögel könnten die putzigen Entenküken als leckeres Futter "missverstehen". Also müssen die Pflegerinnen und Pfleger bei einer großen Fangaktion den neuesten Wurf von Mutter Ente einsammeln und in ein anderes Revier bringen, bis die Küken groß genug sind, sich gegen Ibis und Co. zu behaupten.
Vor den Mishmi-Takins haben die Tierpfleger im Frankfurter Zoo großen Respekt. Die Bergziegen aus dem Himalaya besitzen kräftige, spitze Hörner und sind oft "schlecht gelaunt". Deshalb sind einige Sicherheitsmaßnahmen zu beachten, wenn den Tieren frisches Grünfutter in die Anlage gebracht wird.
Vier Wochen ist Giraffenkind Eric alt. Mutter Lotti und ihr Sohn leben noch getrennt vom Rest der Herde. Tagsüber darf Eric schon mit seiner Mutter ins Vorgehege. Nur mit dem Folgen hat der kleine Giraffenbulle noch so seine Schwierigkeiten...
Weißborsten-Gürteltierjunge Oskar ist eine Handaufzucht. Mittlerweile ist der quirlige Südamerikaner drei Monate alt und groß genug, um mit einem anderen Gürteltier-Mädchen zusammen in eine WG zu ziehen. Einzelgängerisch wie Gürteltiere normalerweise sind, geht jeder erst einmal seine eigenen Wege.
Das sechs Wochen alte Elefantenmädchen Anchali entdeckt jeden Tag etwas Neues. Ob beim Wassertrinken oder Pellets aufsammeln: die verlängerte Nase ist überall sehr nützlich.
Entgegen aller Erwartungen gab es bei Familie Warzenschwein erneut Nachwuchs. Die Schweine-Eltern kommen so langsam in die Jahre, doch ihrer Zeugungslust scheint das keinen Abbruch zu tun. Diesmal kamen gleich vier Ferkel auf die Welt. Entsprechend ihrem Ruf als Allesfresser versuchen sich die afrikanischen Schweinekinder bereits an allem, was Reviertierpfleger Uwe Fritzmann ihnen auf die Anlage wirft. Ganz ohne Rangeleien geht das bei den wehrhaften Vierlingen allerdings nicht von statten...
In Berlin gibt es zwei Oasen für Tiere. Den artenreichen Zoo Berlin. Und den Tierpark Berlin - der größte Landschaftstiergarten Europas. In diesem Paradies kommen unzählige Zoobabies auf die Welt.
Die 14-jährige Lilly Brückner ist seit ihrer Geburt gehörlos. Auf Betreiben ihres Vaters wird sie in der Sachsenklinik untersucht, ob sie für ein Innenohrimplantat infrage käme. Mit diesem Implantat könnte Lilly zum ersten Mal in ihrem Leben hören. Lilly aber wehrt sich vehement dagegen. Sie fühlt sich wohl in ihrer Gehörlosenwelt und hat Angst, ihre Freunde und all das zu verlieren, was sie kennt. Doch dann muss sie feststellen, dass ihr Vater in seiner Sorge um sie vergessen hat, auf sein eigenes Wohl zu achten.
Schwester Yvonne kämpft immer noch mit den Folgen ihrer Trennung von Steffen Frahm. Da kommt es im Krankenhaus zu einer erneuten Begegnung zwischen den beiden, die alte Wunden und Gefühle wieder aufreißt.
Sarah Marquardt glaubt schon, ihrem Sohn Bastian ginge es besser, da erleidet er wieder einen epileptischen Anfall. Die Suche nach einem geeigneten Medikament geht also weiter. Dr. Lorenz empfiehlt Bastian, fürs Erste einen Helm zu tragen, der ihn bei erneuten Anfällen vor Verletzungen schützen soll. Als Bastian dies verweigert, ist Sarah der Verzweiflung nahe.
Patrick Brückner (Harald Burmeister) Lilly Brückner (Johanna Ingelfinger) Steffen Frahm (Moritz Lindbergh) Dr. Frank Lorenz (Max Gertsch) Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann) Prof. Dr. Gernot Simoni (Dieter Bellmann) Oberschwester Ingrid Rischke (Jutta Kammann) Barbara Grigoleit (Uta Schorn) Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) Pia Heilmann (Hendrikje Fitz) Dr. Philipp Brentano (Thomas Koch) Schwester Arzu (Arzu Bazman) Charlotte Gauss (Ursula Karusseit) Otto Stein (Rolf Becker) Schwester Yvonne (Maren Gilzer) Hans-Peter Brenner (Michael Trischan) Dr. Elena Eichhorn (Cheryl Shepard) Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk)
Michaela Fritsche, die leitende Angestellte einer Krankenkasse, ist eine einsame Frau: Während der Osterfeiertage verkriecht sie sich in ihrem Büro. Ihr einziger sozialer Kontakt ist ein Unbekannter, mit dem sie im Internet chattet. Was Michaela nicht ahnt: Ihr Chatpartner ist Julian Groß, der Pförtner der Krankenkasse. Julian ist durchaus klar, mit wem er sich online so gut unterhält. Doch da Michaela ihm im "wahren Leben" kaum Beachtung schenkt, scheut er davor zurück, sich ihr zu offenbaren. An diesem Abend jedoch erleidet Michaela eine Lungenembolie und bricht vor Julians Augen zusammen. Er alarmiert den Krankenwagen. Als "Retter" besucht er Michaela in der Sachsenklinik. Der Zeitpunkt scheint günstig, ihr endlich zu sagen, wer er ist.
Pia Heilmann ist seit längerem mit ihrer Ehe unzufrieden. Deshalb möchte sie die Osterfeiertage nutzen, um sich mit Roland auszusprechen, und hat einen Aufenthalt zu zweit in einem Wellness-Hotel geplant. Roland jedoch hat keine Lust auf eine eheliche Auseinandersetzung. Er versucht alles, um sich davor zu drücken. So kommt es ihm nur zupass, als sich ein alter Bekannter, Udo von Wackerstein, zu ihnen gesellt.
Otto Stein und Charlotte Gauss passen über das Osterwochenende auf Jonas und Lisa auf und erleben unvergessliche Stunden, als die Kinder Charlottes selbstgemachten Eierlikör entdecken und eine wahre Schnapsidee haben.
Michaela Fritsche (Anna Böttcher) Julian Groß (Volker Zack Michalowski) Udo von Wackerstein (Dirk Schoedon) Jonas Heilmann (Anthony Petrifke) Dr. Roland Heilmann (Thomas Rühmann) Dr. Kathrin Globisch (Andrea Kathrin Loewig) Dr. Martin Stein (Bernhard Bettermann) Prof. Dr. Gernot Simoni (Dieter Bellmann) Oberschwester Ingrid Rischke (Jutta Kammann) Barbara Grigoleit (Uta Schorn) Sarah Marquardt (Alexa Maria Surholt) Pia Heilmann (Hendrikje Fitz) Dr. Philipp Brentano (Thomas Koch) Schwester Arzu (Arzu Bazman) Charlotte Gauss (Ursula Karusseit) Otto Stein (Rolf Becker) Schwester Yvonne (Maren Gilzer) Hans-Peter Brenner (Michael Trischan) Dr. Elena Eichhorn (Cheryl Shepard) Dr. Rolf Kaminski (Udo Schenk)
"Den Haag ist mit 538.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt der Niederlande. Hier sitzt nicht nur die niederländische Regierung, sondern hier residiert auch die königliche Familie und der Internationale Gerichtshof der Vereinten Nationen. Was aber hat die Stadt touristisch zu bieten? In der neuen Folge "2 für 300 - Den Haag" wollen Lisa Kestel und Davide Castellana das an zwei Tagen herausfinden. Die Herausforderung: Sie dürfen dabei nicht mehr als 300 Euro ausgeben.
Auf ihrer Tour lässt sich das Duo von Tipps von Einheimischen leiten: So entdecken sie in Mariannes Bookstore, wie man Leidenschaft für guten Kaffee mit dem Verkauf von Second Hand Büchern verbindet und sogar individulle Stadtführungen per Bike und Boot anbietet. Dass auch Den Haag mit Grachtenfahrt um die Stadt aufwartet, überrascht die beiden Stadtentdecker genauso wie das architektonische Nebeneinander von Jugendstilbauten, futuristischer Skyline sowie die moderne Fassaden im alten Stil. Im "Haagsche Bluf", einem modernisierten Quartier mitten im Zentrum der Stadt, finden sie auch ein hippes Hotel für urbane Menschen. Getreu nach dem Motto "Der sportliche Weg ist das Ziel" radeln Lisa und Davide auf dem Tandem durch die Weiten und das internationale Flair der Stadt und lassen ihr Stadt-Abenteuer "like a local" am Scheveniger Strand ausklingen.
"Den Haag braucht sich überhaupt nicht hinter Amsterdam zu verstecken", fasst Lisa ihren Städte-Trip abschließend zusammen, "und bietet unfassbar viele Highlights zum kleinen Preis". "Und den schönen Strand gibt's gratis on top", fügt Davide hinzu.
"Wohlstand für alle!" heißt die Devise Ende der fünfziger Jahre. Konrad Adenauer hatte mit seinem Slogan "Keine Experimente!" das höchste Ergebnis für die Union bei einer Bundestagswahl eingefahren. Mit absoluter Mehrheit konnte er weiterregieren. Sein gleichnamiger ältester Enkel erinnert sich lebhaft an die Zeit, als vom beschaulichen Rhöndorf aus Weltpolitik gemacht wurde.
Es wurde investiert, entwickelt und konsumiert. Die Städte bekamen das Aussehen, das sie bis heute prägt. Die Kölner Seilbahn wurde zur ersten Bundesgartenschau in Nordrhein-Westfalen über den Rhein gespannt. In Dortmund entstand der Fernsehturm und das Mannesmann-Hochhaus in Düsseldorf verströmte als höchstes Gebäude im Land einen Hauch von Manhattan am Rhein.
Amerika war das große Vorbild: von dort schwappte die Rock'n'Roll-Welle über den großen Teich. Alice Schwarzer wäre für Elvis Presley bis ans Ende der Welt gegangen, sagt sie in der Dokumentation und erinnert sich gut an die Schwärmerei und erste Erfahrungen in der Tanzschule ihrer Wuppertaler Heimat. Kein Wunder, dass sich die erste Nachkriegsgeneration von Krieg und Muff der Wiederaufbaujahre befreien wollten. Auto, Fernseher und Waschmaschine, das waren die neuen Statussymbole.
Die Krefelderin Wiltrud Urselmann schwamm zahlreiche Rekorde und war 1957 Sportlerin des Jahres. Kaum eine Zeitschrift, die nicht mit ihr auf der Titelseite aufmachte. Schmunzelnd erzählt sie von ganz besonderen Kontrollen der Wettkampfgerichte. Im Fußball machten in dieser Zeit die Vereine im Ruhrgebiet den Titel unter sich aus. Deutscher Meister 1956 und 1957 wurde Borussia Dortmund. Und ganz Gelsenkirchen feierte 1958 die Helden von Schalke 04.
Mit Fortschrittsglauben und Zuversicht entstanden große Bauwerke wie die Kölner Severinsbrücke. Wie kaum ein anderes Bauwerk steht sie symbolisch für eine moderne Rampe hinüber in ein neues Jahrzehnt: Auf in die Sechziger!
Das WDR Fernsehen widmet den 50er Jahren eine eigene vierteilige Reihe. Erzählt werden die vier Filme von Schauspieler Joachim Król.
Die Reihe "Unser Land in den 50ern" wurde von der Kölner Firma "BROADVIEW TV" produziert, die schon in den vergangenen Jahren Dokumentationsreihen zu den 60er, 70er, 80er und 90er Jahren geliefert hat.
Teresa Enke Sie musste den Tod zweier geliebter Menschen verkraften. Der Suizid von Torwart Robert Enke vor elf Jahren schockierte nicht nur die Fußball-Szene. Drei Jahre zuvor war die gemeinsame Tochter Lara an einem Herzfehler gestorben. Teresa Enke geht auf ihre persönliche Weise mit der Trauer um: Als Vorsitzende der Robert-Enke-Stiftung setzt sie sich für die Aufklärung über die Volkskrankheit Depression ein, außerdem unterstützt sie herzkranke Kinder. In der Pandemie bietet sie mit ihrer Stiftung zudem Angebote, um Menschen aus der Isolation zu holen. "Ich will die unsichtbare Krankheit sichtbar machen!"
Gesine Schwan Zweimal wollte sie die erste Bundespräsidentin werden. Zweimal verlor sie. Trotz einer erfolgreichen Akademikerlaufbahn musste Professorin Gesine Schwan ihr ganzes Leben lang lernen, mit Rückschlägen zurecht zu kommen. Als Kind einer manisch-depressiven Mutter, verfiel Schwan nach dem Tod ihres ersten Mannes selbst in eine tiefe Depression. Durch ihren Glauben schaffte sie es, Gedanken an Selbstmord zurückzuhalten. Aber erst mit Hilfe eine Psychoanalyse überwand sie die Krankheit. Über Gründe für und Wege aus der Depression, sprechen wir mit ihr im Kölner Treff!
Rocko Schamoni Er ist Musiker, Autor, Theatermacher, Clubbetreiber und vieles mehr - einfach ein "Künstler", wie er sich selbst beschreibt. Und er ist an Depressionen erkrankt, seit über 25 Jahren. Rocko Schamoni hat immer wieder depressive Phasen in seinem Leben, die unterschiedlich stark ausgeprägt sind und bis zu suizidalen Gedanken führen können. Mittlerweile hat er gelernt, mit dieser Krankheit zu leben. Und er ist sich sicher: Ohne seine Depressionen wäre er nicht der Künstler geworden, der er heute ist.
Dr. Julia M. Nonn Julia Nonn ist leitende Ärztin der Abteilung für Psychiatrie und Psychotherapie sowie der Klinikambulanz der Klinik Wittgenstein in Bad Berleburg. Es gehört zu ihren täglichen Aufgaben, Menschen mit Depressionen zu behandeln. Auch Dr. Nonn merkt, dass Depressionen immer noch ein Tabu-Thema sind. Sie appelliert an Betroffene, sich nicht zu scheuen, professionelle Hilfe in Anspruch zu nehmen: "Depression ist eine schwere Erkrankung - aber sie ist gut behandelbar!"
Fabian Nießl Er wollte immer der Beste sein - egal, ob in der Schule, im Beruf oder beim Sport. Scheitern kam für ihn nicht in Frage. Und so versuchte er lange im Stillen gegen seine Ängste und Depression anzukämpfen. Erst die Einsicht, dass er Hilfe braucht und die Einweisung in eine psychosomatische Klinik brachten die Wende. Heute spricht Fabian Nießl offen über seine Krankheit und möchte anderen Menschen Mut machen. Er weiß nun, auch ein starker Mann darf schwach sein.
David Mayonga In der Musik und Hip-Hop-Szene ist der studierte Sozialpädagoge David Mayonga eher unter seinem Künstlernamen Roger Rekless bekannt. Seit 2019 ist der Radio-Moderator, Autor, Rapper und Musikproduzent zudem Mitglied des Künstlerkollektivs "Deichkind". Klingt wie ein tolles Musikerleben, zu dem gehört aber auch: David Mayonga ist zwar in München geboren aber schwarz. Als Sohn einer weißen Mutter und eines aus dem Kongo stammenden Vaters sammelt er bereits im Kindergartenalter erste Erfahrungen mit Rassismus. Ausgrenzungserfahrungen begleiten den 40-Jährigen bis heute.; was das für ihn und seine psychische Gesundheit bedeutet, erklärt der Vater einer kleinen Tochter im Kölner Treff.
Elisabeth Raffauf Wenn Eltern nicht mehr weiterwissen, wenn Kinder Hilfe brauchen, ist sie die richtige Ansprechpartnerin. Als Diplom-Psychologin und Erziehungsberaterin hat sie unzähligen Kindern, Jugendlichen und Familien bei der Gesundung geholfen. Nach den Erfahrungen der letzten Monate geht sie davon aus, dass Depressionen in der "Generation Corona" ein großes Thema werden. Denn die Einsamkeit und der fehlende Austausch sei für Heranwachsende ein unterschätztes Problem.