Leberkäseland" erzählt eine untypische Integrationsgeschichte, die in den 1960ern beginnt. Nicht als Gastarbeiter, sondern als Zahnarztfamilie kommen die Maleks nach Deutschland. Reaktionäre Lehrer, spießige Nachbarn und überall Schlagermusik - nur der Leberkäse ist eine erfreuliche Entdeckung.
Latife Malek ist Professorin für Mathematik, bekennende Kemalistin und Frauenrechtlerin sowie Ehefrau und Mutter. Das alles gleichzeitig zu leben, ist auch für eine starke Frau wie sie schwer. Ihre Lebensgeschichte und Schicksalsschläge haben sie hart gemacht. Das entlädt sich anfangs im Streit mit ihrer ältesten Tochter Lale, der sie gerade den Besuch der Schwiegereltern in spe verpfuscht hat. Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: Ausgelassen feiert Latife ihre bestandene Aufnahmeprüfung zum Mathematik-Studium in Istanbul. Dass sie eine der ersten Frauen in dieser Männer-Domäne ist, macht sie und ihren Ehemann Burhan besonders stolz. Doch aus ihrer Abmachung, dass nach der Geburt der drei Kinder nun ihre Karriere an der Reihe ist, wird dennoch nichts. Nach dem überraschenden Tod seines Vaters muss Burhan dessen Zahnarztpraxis im fernen Deutschland übernehmen. Dort wird Latife von Schwiegermutter Seyran erwartet, die von ihren akademischen Ambitionen nichts hält. Die Ankunft im niederrheinischen Moers ist ein Kulturschock: Latife gerät in die erzkonservative Gesellschaft des Wirtschaftswunders und wird dort zur Hausfrau wider Willen. Nur am Leberkäse, einer kulinarischen Zufallsentdeckung, findet sie Gefallen. Während Latife sich wenig begeistert einlebt, werden die Töchter über die Jahre hinweg immer heimischer. So sind die Mädchen glücklich, dass es nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul wieder zurück nach Deutschland geht. Denn Burhan tritt in Köln eine lukrative Zahnarztstelle an.
Als Latife klar wird, dass es die ersehnte Rückkehr nicht geben wird, ergreift sie die Chance, endlich an sich zu denken: Lale, Nihal und Peyda sind zu eigenständigen jungen Frauen herangewachsen, nun kann Latife ihre akademische Laufbahn wieder aufnehmen. Studium, Promotion und nun Professur - sie hat einiges nachzuholen. Nicht nur ihr wissenschaftlicher Ehrgeiz, sondern auch die Avancen des smarten Professors Martin bringen ihre Ehe zunehmend in Gefahr. Doch Latife und Burhan haben schon vieles miteinander durchgestanden. Als alles gut zu werden scheint, folgt ein weiterer Schicksalsschlag.
Peyda/Kind (Anna Shirin Habedank) Lale (Helen Woigk) Nihal (Derman Deniz) Peyda (Kristin Hunold) Eda (Naima Fehrenbacher) Makbule (Schirin Brendel) Latife (Neda Rahmanian) Burhan (Murathan Muslu) Semra (Sascha Ö. Soydan) Onkel Ismail (Mansur Ajang) Frau Breuer (Katja Studt) Herr Breuer (Felix Klare) Herr Dober (Peter Jordan) Prof. Martin (Johannes Zirner) Kind) (Elyna Donchev) Kind) (Ronja Russow)
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Leberkäseland" erzählt eine untypische Integrationsgeschichte, die in den 1960ern beginnt. Nicht als Gastarbeiter, sondern als Zahnarztfamilie kommen die Maleks nach Deutschland. Reaktionäre Lehrer, spießige Nachbarn und überall Schlagermusik - nur der Leberkäse ist eine erfreuliche Entdeckung.
Latife Malek ist Professorin für Mathematik, bekennende Kemalistin und Frauenrechtlerin sowie Ehefrau und Mutter. Das alles gleichzeitig zu leben, ist auch für eine starke Frau wie sie schwer. Ihre Lebensgeschichte und Schicksalsschläge haben sie hart gemacht. Das entlädt sich anfangs im Streit mit ihrer ältesten Tochter Lale, der sie gerade den Besuch der Schwiegereltern in spe verpfuscht hat. Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: Ausgelassen feiert Latife ihre bestandene Aufnahmeprüfung zum Mathematik-Studium in Istanbul. Dass sie eine der ersten Frauen in dieser Männer-Domäne ist, macht sie und ihren Ehemann Burhan besonders stolz. Doch aus ihrer Abmachung, dass nach der Geburt der drei Kinder nun ihre Karriere an der Reihe ist, wird dennoch nichts. Nach dem überraschenden Tod seines Vaters muss Burhan dessen Zahnarztpraxis im fernen Deutschland übernehmen. Dort wird Latife von Schwiegermutter Seyran erwartet, die von ihren akademischen Ambitionen nichts hält. Die Ankunft im niederrheinischen Moers ist ein Kulturschock: Latife gerät in die erzkonservative Gesellschaft des Wirtschaftswunders und wird dort zur Hausfrau wider Willen. Nur am Leberkäse, einer kulinarischen Zufallsentdeckung, findet sie Gefallen. Während Latife sich wenig begeistert einlebt, werden die Töchter über die Jahre hinweg immer heimischer. So sind die Mädchen glücklich, dass es nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul wieder zurück nach Deutschland geht. Denn Burhan tritt in Köln eine lukrative Zahnarztstelle an.
Als Latife klar wird, dass es die ersehnte Rückkehr nicht geben wird, ergreift sie die Chance, endlich an sich zu denken: Lale, Nihal und Peyda sind zu eigenständigen jungen Frauen herangewachsen, nun kann Latife ihre akademische Laufbahn wieder aufnehmen. Studium, Promotion und nun Professur - sie hat einiges nachzuholen. Nicht nur ihr wissenschaftlicher Ehrgeiz, sondern auch die Avancen des smarten Professors Martin bringen ihre Ehe zunehmend in Gefahr. Doch Latife und Burhan haben schon vieles miteinander durchgestanden. Als alles gut zu werden scheint, folgt ein weiterer Schicksalsschlag.
Peyda/Kind (Anna Shirin Habedank) Lale (Helen Woigk) Nihal (Derman Deniz) Peyda (Kristin Hunold) Eda (Naima Fehrenbacher) Makbule (Schirin Brendel) Latife (Neda Rahmanian) Burhan (Murathan Muslu) Semra (Sascha Ö. Soydan) Onkel Ismail (Mansur Ajang) Frau Breuer (Katja Studt) Herr Breuer (Felix Klare) Herr Dober (Peter Jordan) Prof. Martin (Johannes Zirner) Kind) (Elyna Donchev) Kind) (Ronja Russow)
"Die Deutschen sterben aus, Hildchen", sagt Paul Krüger am Grab seiner vor 30 Jahren verstorbenen Ehefrau, mit der er viele Jahre glücklich verheiratet war. Inzwischen lebt der ehemalige Profiringer alleine in Berlin. Um ihn herum zunehmend Fremde, mit denen er sich nicht anfreunden will. Seine Tochter Susanne ist politisch und beruflich sehr eingespannt. Für den Papa und Enkelin Annie bleibt da nicht viel Zeit.
Und so hat Krüger sich eingerichtet - mit seinen Stammtischfreunden und seinen Vorurteilen. Nun aber erreicht ihn die Nachricht, dass Annie sich in der Türkei verloben will - mit einem Türken, was aus Krügers Welt-Sicht natürlich gar nicht geht. Da Susanne wieder mal keine Zeit findet, macht Krüger sich auf den Weg, um seiner Enkelin die Flausen auszutreiben. Zusammen mit Karin, der Wirtin seines Stammlokals, bucht er eine Pauschalreise und landet in dem Hotel, in dem Annie und Deniz ihrer Verlobung entgegenfiebern.
Nach anfänglicher Freude, den Opa wiederzusehen, merkt die Enkelin schnell, dass der nur gekommen ist, um ihr die Verlobung auszureden. Enttäuscht zeigt sie ihm die kalte Schulter. Von der Enkelin ignoriert und von Karin, die inzwischen dem Charme eines russischen Kavaliers erlegen ist, alleine gelassen, vertreibt Krüger sich widerwillig die Zeit mit touristischem Sightseeing. Und während seine Mitreisenden sich von einem antiken Highlight zum nächsten transportieren und mit Souvenirs eindecken lassen, geht Krüger auf der Fahrt durchs Land verloren.
Gut, dass ihn ein freundlicher Türke aufliest, der dank 30 Jahren Opel, Rüsselsheim auch Deutsch spricht. Ahmed lässt Krüger bei sich übernachten, so lernt dieser inmitten von Ahmeds großer Familie türkische Gastfreundschaft in ihrer ganzen Ursprünglichkeit kennen, was ihn nicht ganz unbeeindruckt lässt. Eindruck auf Krüger machen auch seine Begegnungen mit Omar, einem kleinen, verloren erscheinenden syrischen Jungen, dem Krüger in Antalya wiederholt begegnet und dem er gerne helfen möchte. Und seine Hilfe braucht nun überraschend auch Annie, denn Deniz ist scheinbar doch nicht Manns genug, die Verlobung mit einer Deutschen gegen seine eigene, traditionell türkische Familie durchzusetzen.
Da lässt Krüger seine Enkelin nicht hängen, und findet überraschend eine Sprache, um mit Deniz' Großonkel zu einer Einigung zu kommen. Geheiratet wurde schließlich schon immer auch über Grenzen hinweg.
Paul Krüger (Horst Krause) Karin (Marie Gruber) Annie (Anna Unterberger) Deniz (Karim Günes) Omar (Caspar Fischer-Ortman) Eckhardt (Jörg Gudzuhn) Bernd (Fritz Roth) Dimitri (Pjotr Olev) Frau Merseburger (Victoria Trauttmansdorff) Herr Merseburger (Gilbert von Sohlern) Susanne (Floriane Daniel) Ahmed (Ramin Yazdani) Großonkel (Beyazit Gülercan) Merzad (Emin Önal) Murat (Tim Seyfi)
Kenan und Lissi leben Zaun an Zaun in einem Münchner Doppelhaus - und doch in verschiedenen Welten. Er ist ein ordnungsliebender Kleinbürger, der kein Staubkorn in seinem Haus duldet und sich akribisch der Rosenzucht im Garten widmet. Kein Wunder, dass sie, eine Bestsellerautorin und Lebenskünstlerin, mit dem Spießer von nebenan herzlich wenig anfangen kann.
Es gibt nur eine Sache, die beide verbindet: Lissi ist die Vermieterin von Kenans Doppelhaushälfte. Als ihr die Bank wegen ausstehender Ratenzahlungen mit der Zwangsversteigerung droht, betrifft das natürlich auch ihn. Umziehen möchte der Witwer auf keinen Fall. Also muss er Lissi bei ihren Problemen helfen und sie nach einem Wohnungsbrand sogar bei sich aufnehmen. Kenan, von Beruf Bauleiter, sieht nur eine Lösung für das gemeinsame Problem: Lissi muss so schnell wie möglich den letzten Teil ihrer Liebesroman-Trilogie abliefern. Sie leidet jedoch unter einer Schreibblockade, dem Ergebnis der Trennung von ihrem untreuen Exmann und Verleger Wolfgang. Ihm nun ein Happy End in Buchform zu liefern - daran möchte Lissi nicht einmal denken.
Ausgerechnet durch Kenan, den seine erwachsenen Kinder Aysel und Can mit einer türkischen Frau verkuppeln wollen, kommt nun Bewegung in Lissis versteinerte Gefühlswelt. Das gefällt ihrer Tochter Sofie ebenso wenig wie Kenans Sohn. Sie wollen dafür sorgen, dass aus der Zweckgemeinschaft nicht mehr wird.
Kenan Ataman (Adnan Maral) Lissi Weidinger (Esther Schweins) Can Ataman (Aram Arami) Aysel Ataman (Gizem Emre) Sofie Weidinger (Jeanne Goursaud) Wolfgang Weidinger (Richy Müller) Bea Esswein (Juliane Köhler) Bankdirektor Schneider (Stefan Wilkening) Sekretärin Christina (Franziska Maral) Gül Özbek (Berivan Kaya) Bauarbeiter Günter (Konstantin Moreth) Brandmeister Franz (Jochen Strodthoff)
Leberkäseland" erzählt eine untypische Integrationsgeschichte, die in den 1960ern beginnt. Nicht als Gastarbeiter, sondern als Zahnarztfamilie kommen die Maleks nach Deutschland. Reaktionäre Lehrer, spießige Nachbarn und überall Schlagermusik - nur der Leberkäse ist eine erfreuliche Entdeckung.
Latife Malek ist Professorin für Mathematik, bekennende Kemalistin und Frauenrechtlerin sowie Ehefrau und Mutter. Das alles gleichzeitig zu leben, ist auch für eine starke Frau wie sie schwer. Ihre Lebensgeschichte und Schicksalsschläge haben sie hart gemacht. Das entlädt sich anfangs im Streit mit ihrer ältesten Tochter Lale, der sie gerade den Besuch der Schwiegereltern in spe verpfuscht hat. Die Geschichte beginnt im Jahr 1962: Ausgelassen feiert Latife ihre bestandene Aufnahmeprüfung zum Mathematik-Studium in Istanbul. Dass sie eine der ersten Frauen in dieser Männer-Domäne ist, macht sie und ihren Ehemann Burhan besonders stolz. Doch aus ihrer Abmachung, dass nach der Geburt der drei Kinder nun ihre Karriere an der Reihe ist, wird dennoch nichts. Nach dem überraschenden Tod seines Vaters muss Burhan dessen Zahnarztpraxis im fernen Deutschland übernehmen. Dort wird Latife von Schwiegermutter Seyran erwartet, die von ihren akademischen Ambitionen nichts hält. Die Ankunft im niederrheinischen Moers ist ein Kulturschock: Latife gerät in die erzkonservative Gesellschaft des Wirtschaftswunders und wird dort zur Hausfrau wider Willen. Nur am Leberkäse, einer kulinarischen Zufallsentdeckung, findet sie Gefallen. Während Latife sich wenig begeistert einlebt, werden die Töchter über die Jahre hinweg immer heimischer. So sind die Mädchen glücklich, dass es nach einem kurzen Zwischenstopp in Istanbul wieder zurück nach Deutschland geht. Denn Burhan tritt in Köln eine lukrative Zahnarztstelle an.
Als Latife klar wird, dass es die ersehnte Rückkehr nicht geben wird, ergreift sie die Chance, endlich an sich zu denken: Lale, Nihal und Peyda sind zu eigenständigen jungen Frauen herangewachsen, nun kann Latife ihre akademische Laufbahn wieder aufnehmen. Studium, Promotion und nun Professur - sie hat einiges nachzuholen. Nicht nur ihr wissenschaftlicher Ehrgeiz, sondern auch die Avancen des smarten Professors Martin bringen ihre Ehe zunehmend in Gefahr. Doch Latife und Burhan haben schon vieles miteinander durchgestanden. Als alles gut zu werden scheint, folgt ein weiterer Schicksalsschlag.
Peyda/Kind (Anna Shirin Habedank) Lale (Helen Woigk) Nihal (Derman Deniz) Peyda (Kristin Hunold) Eda (Naima Fehrenbacher) Makbule (Schirin Brendel) Latife (Neda Rahmanian) Burhan (Murathan Muslu) Semra (Sascha Ö. Soydan) Onkel Ismail (Mansur Ajang) Frau Breuer (Katja Studt) Herr Breuer (Felix Klare) Herr Dober (Peter Jordan) Prof. Martin (Johannes Zirner) Kind) (Elyna Donchev) Kind) (Ronja Russow)
Im Herbst strahlen die faszinierenden Waldlandschaften im Siegerland in vielen herrlichen Farben: Anne Willmes wandert vom Ort Ginsburg aus über den Rothaarsteig, einer der schönsten Wanderwege Deutschlands und begegnet einem Hirschrufer. Der Weg führt rund um die Ginsberger Heide bei Lützel. Wenige Kilometer weiter liegt eine ganze besondere Straße: die historische Eisenstraße. Sie verläuft geradeaus über den Kamm des Rothaargebirges. Auf dieser Handelsstraße transportierte man früher Holzkohle und Roheisen, denn im Siegerland wurde im großen Stil Eisenerz abgebaut. Heute kommen hier Ausflügler und Sportler zum Trainieren hin, wie Tina Willert, ehemalige Rollski Meisterin, die mit Anne Willmes auf die Bretter steigt. Neben der jahrhundertealten Tradition des Haubergs und der Kohlenmeilerei lernt Anne auch das Brotbacken in einem Backes, einem alten traditionellen Backhaus kennen. Hier dreht sich alles um das Siegerländer Nationalgericht: die Sejerländer Duffel. In Siegen besucht Anne Willmes einen ganz besonderen Ort: das kleinste Beatles Museum der Welt. In einer Wohnung hat Harold Krämer über 2.000 Erinnerungsstücke der Beatles gesammelt und ausgestellt. In Freudenberg und Müsen lernt sie die Bergwerk-Vergangenheit des Siegerlandes kennen und mit einem Waldexperten erkundet sie das Quellmoorgebiet Ederbruch.
- Wandern über den Rothaarsteig und Forsthaus Hohenroth Ein Teil des insgesamt 156 Kilometer langen Fernwanderwegs geht durch das Siegerland. Am Forsthaus Hohenroth, einem Wald-Begegnungszentrum, zeigt ihr Waldexperte Dieter Altrogge den "Seelenwald", in dem die Natur sich selbst überlassen wird. Hier erlebt Anne Willmes magische Momente. Nicht weit davon entfernt liegt der "Kyrillpfad". In der Nacht vom 18. auf den 19. Januar 2007 hinterließ das Orkantief Kyrill in Südwestfalen eine Spur der Verwüstung. Allein im Forstamt Siegen-Wittgenstein fielen in dieser Nacht rund 2,5 Millionen Bäume dem Orkan zum Opfer.
- Universitätsstadt Siegen, Freudenberg "Alter Flecken", Stahlbergmuseum Müsen In Siegen besucht Anne das Beatles Museum, das es als kleinstes Beatles Museum der Welt ins Guinnessbuch der Rekorde geschafft hat. Ganze 27 qm groß! Außerdem entdeckt sie mit einem Hobbyhistoriker die Siegener Unterwelten. Sehenswert und einmalig in Deutschland ist der "Alte Flecken" in Freudenberg, ein Stadtkern mit symmetrisch angeordneten Fachwerkhäusern. In Altenberg bei Müsen wurde früher Eisenerz abgebaut. Der Bergbau hat eine lange Tradition im Siegerland. Im Stahlbergmuseum Müsen geht Anne "unter Tage".
- Historischer Hauberg in Fellinghausen, Dilldappen in Herzhausen, Ederquelle, Walpersdorf Kohlemeiler Im Hauberg wurde und wird heute noch Holz gemacht. Früher war das Holz wichtig für die Holzkohle, mit der das Erz in den Hochhöfen geschmolzen wurde. Anne versucht sich als Holzhackerin. In Herzhausenwird man am Ortseingang von einem freundlichen Wesen, eine Art Nashornhamster mit Irokesenschnitt begrüßt. "Dilldappen" heißen diese Siegerländer Fabelwesen. Anne besucht den Erschaffer der Karikaturen, die im Siegerland Kultstatus haben. Auf dem Rothaarsteig entspringen gleich drei Flüsse: die Quellen der Eder, Lahn und Sieg. Anne Willmes wandert durch das Quellmoorgebiet Ederbruch. In Walpertsdorf hilft sie mit beim Bau eines Kohlemeilers und stellt fest: ganz schön viel Arbeit für 30 Kilo Holzkohle, die am Ende dabei herauskommen.
- Folge 3: Gänsemama und Zahlenmeisterin vom Niederrhein
Der "Land und lecker"-Bus rollt wieder durchs Land - an Bord sechs gut gelaunte Bäuerinnen, die sich gegenseitig auf ihre Höfe einladen. Auf ihrer kulinarischen Reise genießen sie Köstlichkeiten aus der Region und das, was die Landküche so zu bieten hat. Und am Ende der Reise steht die Frage aller Fragen: Wer hat das beste Menü gekocht? Wer holt den Titel nach Hause?
Zwei Herzen schlagen in ihrer Brust: Waltraud Hoffmann liebt ihren Job als Steuerberaterin und als Bäuerin. Aufgewachsen ist sie auf einem Hof in Franken und kam während ihrer Ausbildung nach Kaarst. Hier lernte sie ihren Mann Josef kennen und zog zu ihm auf den Bauernhof. Neben grunzenden Schweinen und gackernden Hühnern schnattern im Herbst auch 1000 Gänse auf der Weide. In jedem Jahr tüftelt sie zu Sankt Martin neue Rezepte aus und verteilt sie an ihre Kunden. Diesmal möchte sie die Landfrauen mit einem sehr ausgefallenen Gänse-Gericht begeistern.
Aber es geht nicht nur ums Kochen und die "Landlust". Die Filme erzählen auch spannende Familiengeschichten. Die modernen Landfrauen sind Unternehmerinnen, die "um ihre Scholle kämpfen" und dabei spannende und kreative Wege einschlagen. Alle Frauen gewähren einen Einblick in ihren Arbeitsalltag und erzählen ihre ganz persönliche Geschichte, die jede mit dem Leben auf dem Land verbindet. Garniert wird das Ganze mit leckeren Gerichten, die Lust auf gute Landküche machen.
Roher Schinken mit Tradition - Wie gut ist die deftige Delikatesse aus dem Westen?
Ein Film von Jochen Klöck
www.vorkoster.wdr.de
- Roher Schinken mit Tradition - Wie gut ist die deftige Delikatesse aus dem Westen? Der Vorkoster schneidet ein pikantes Thema an: Roher Schinken aus Nordrhein-Westfalen. Eine Spezialität, die den Vergleich zu Parma- oder Serrano-Schinken nicht zu scheuen braucht. Bei einem Metzger und echten Schinken-Sommelier erkundet Björn Freitag die kleinen und feinen Geschmacksunterschiede diverser Sorten von geräuchert bis luftgetrocknet, gepökelt und ungepökelt. So wird roher Schinken nur noch sehr selten hergestellt: Im Familienbetrieb mit eigener Mast produziert Christian Engels echten westfälischen Knochenschinken. Eine Delikatesse, die so besonders und arbeitsintensiv ist, dass er sie nur zu Feiertagen verkauft. Aber muss es immer der teuerste Schinken sein oder schmecken günstige Sorten aus dem Discounter genauso gut? Familie Deinert aus Oelde macht die Geschmacksprobe und lässt sich überraschen. Aber wie entsteht die deftige Delikatesse? Welchen Preis bezahlen die Tiere? Wie sieht artgerechte Schweinehaltung aus und auf welche Siegel kann sich der Verbraucher beim Schinkenkauf verlassen? Eine Tierschutzexpertin gibt Auskunft und zeigt direkt im Stall, was Schweine wirklich glücklich macht. Und: Klassiker mit einem würzigen Touch. Profikoch Björn Freitag lässt sich inspirieren und bereitet herzhafte Gerichte mit rohem Schinken zu.
- Kohlrouladen und Krautwickel - herzhaft, würzig und extrafein Es wird ja gern abfällig über "Kraut und Rüben" gelästert, die den deutschen Speisezettel bestimmen. Tatsächlich ist zur kalten Jahreszeit in der Gemüseabteilung oder auf dem Markt die Auswahl in Sachen Kohl groß, bunte Köpfe beherrschen das Bild. Da stapeln sich prall und dick der Weißkohl bzw. Kappes, der dunkelgrüne Wirsing, Rotkohl mit seinem blassen Blau und der schlanke, kräuselige Chinakohl. Gemüse, das die Zeit nach der Ernte monatelang im kühlen Keller bestens übersteht und auch dann noch für Vitamine sorgt - vor allem für das dann rare Vitamin C -, wenn es sonst nicht viel Frisches gibt. Diese verschiedenen Kohlarten bieten nicht nur einen schönen Anblick, sondern stehen auch für eine Vielzahl von fabelhaften Gerichten. Natürlich die geliebten Kohlrouladen, auch Krautwickel genannt. Omas Klassiker - wann haben Sie sie zum letzten Mal gegessen? Die WDR-Fernsehköche Martina und Moritz haben sie wieder mal auf den Plan gesetzt und zusätzlich noch ein paar neue Rezepte ausgetüftelt: Aus Wirsing machen sie 'Südtiroler Laubfrösch', aus Chinakohl gibt's chinesische Hühnerpäckchen und griechische Röllchen, eine ganz und gar vegetarische Variante. Und schließlich servieren die beiden noch gelegtes Kraut, wie man es in Ungarn liebt. Martina und Moritz nehmen dafür aber Rotkohl und verpassen ihm eine feine Füllung aus Wild. Pfiffige Ideen, die zeigen, wie man aus "gewöhnlichem" Kohl etwas richtig Gutes machen kann.
- 60 Jahre Anwerbeabkommen - zu Besuch in der Keupstraße in Köln Es war eine unspektakuläre Vereinbarung mit weitreichenden Folgen. Am 30. Oktober 1961 unterzeichnete das Auswärtige Amt ein Anwerbeabkommen mit der türkischen Botschaft. Es machte den Weg frei für Hunderttausende, die aus der Türkei zum Arbeiten nach Deutschland kamen. Obwohl sie als "Gastarbeiter" zunächst nur auf Zeit erwünscht waren, blieben viele für immer. Sie haben mit ihren Familien unser Land bunter und offener gemacht, aber auch Missachtung und Ausgrenzung erlebt. Wie sehr die Zuwanderung unseren Alltag geprägt hat, dafür steht die Keupstraße in Köln-Mülheim. Mit ihren zahlreichen Restaurants, Läden und Bäckereien ist sie eine typische Geschäftsstraße in einem Einwandererviertel. Deutschlandweit bekannt wurde sie 2004 durch das Nagelbombenattentat des NSU. An den rechtsextremen Terror erinnert die bundesweite Aktion "Kein Schlussstrich", an der sich das Kölner Schauspielhaus mit mehreren Veranstaltungen beteiligt. Bei ihrem Rundgang durch die quirlige Straße trifft Westart-Moderatorin Siham El-Maimouni auch den Musiker und Autor Nedim Hazar. Er stellt sein Buch und seine Konzertreihe "Deutschlandlieder. Almanya Türküleri" vor, mit denen er die Kultur der türkeistämmigen Community in Deutschland feiert.
- Debatte über den Muezzin-Ruf in Köln Die Kirchen laden mit Glockengeläut zu Gottesdienst oder Messe. In den Moscheen ruft der Muezzin zum Gebet. So jedenfalls ist es in muslimischen Ländern. In Deutschland war das bisher nur an wenigen Orten erlaubt. Anfang Oktober startete in Köln ein Modellprojekt. Seither dürfen muslimische Gemeinden die Gläubigen über Lautsprecher zum Freitagsgebet einladen. Doch das Projekt ist umstritten - unter Nicht-Muslimen ebenso wie unter Muslimen. Ist es Ausdruck von Toleranz oder stärkt es den konservativen Islam, wie ihn der türkische Muslim-Verband Ditib vertritt? Westart über eine Debatte, die nicht nur in Köln die Gemüter bewegt.
- Erschreckende Zukunft: Der WDR-Thriller "ZERO" mit Heike Makatsch Datenkrake werden sie genannt: die großen Internetkonzerne wie Facebook & Co. Aber wie viel Macht über unser Leben wollen wir den Onlinediensten und ihren Algorithmen tatsächlich einräumen? Diese Frage steht auch im Zentrum des Thrillers "ZERO". Im Berlin der nahen Zukunft kämpft die Netzaktivistengruppe "ZERO" für Datenschutz und gegen die Allmacht der Onlinekonzerne. Der Verfassungsschutz stuft sie als Terrororganisation ein. Doch wer genau hinter "ZERO" steckt, ist unbekannt. Die Journalistin Cynthia Bonsant (Heike Makatsch) soll die Hintergründe der Gruppe recherchieren. Dabei taucht sie immer tiefer ein in ein Komplott des marktbeherrschenden Konzern "Freeme" und der Regierung. Ziel ist die Totalüberwachung und Manipulation aller Bürger. Die aufwändige WDR-Produktion mit Starbesetzung ist am 3. November um 20.15 Uhr im Ersten zu sehen und Teil der "Near-Future"-Reihe, die im Dezember fortgesetzt wird.
- Berlin der 30er Jahre: Volker Kutschers neues Buch "Mitte"
- Medienkunst in Düsseldorf: Julia Stoschek Collection eröffnet Forschungszentrum
Christoph Maria Herbst Aktuell mit dem Kleinkunstpreis für sein Lebenswerk ausgezeichnet hat der Schauspieler in der Pandemie nicht nur das deutsche Infektionsschutzgesetz eingelesen, sondern auch fleißig gedreht. Zu sehen ist er nun in zwei gänzlich unterschiedlichen Rollen auf der Kinoleinwand. Zum einen spielt er einen zynischen Hochschulprofessor, der seinen privaten Frust an einer Studentin auslässt. Zum anderen einen Mann in der Midlife-Crisis, dessen Ehe in die Krise gerät. "Meiner Meinung scheitern Ehen an der klassischen Zahnpastatube oder der Schokolade, die man nicht teilen will. Da beuge ich zuhause vor: meine Frau und ich haben getrennte Tuben und das letzte Stück Schokolade schnappe ich mir."
Katharina Thalbach Die Pandemie Zeiten stellten das Leben vieler Künstler:innen auf den Kopf - und förderten dabei bemerkenswerte Erkenntnisse zutage. So hat Katharina Thalbach, als Schauspielerin und Regisseurin eine feste Größe der Theater- und Filmlandschaft, entdeckt, dass ein Leben ohne Musik für sie nur noch schwer vorstellar ist! Gut, dass sich der Zuschauerliebling demnächst in einem Bühnenprogramm mit der Geschichte des Schlagers befassen und zudem eine Oper von Verdi inszenieren wird. Von ihrer großen Liebe zur Musik erzählt Katharina Thalbach im Kölner Treff.
Christian Kahrmann Seine Narben im Gesicht lassen erahnen, was er durchgemacht hat. Christian Kahrmann liegt Anfang des Jahres wegen einer Corona-Erkrankung mehr als zwei Wochen im künstlichen Koma. Als er aufwacht, erfährt er, dass sein Vater an der Krankheit gestorben ist. Zwei Monate später verliert er seine Mutter an Krebs. Der Ex-Lindenstraßen-Star leidet seitdem an Long Covid. Im Kölner Treff sprechen wir mit ihm über harte Schicksalsschläge, über Optimismus und warum er anderen Menschen Mut machen möchte, die wie er unter der Krankheit zu leiden haben.
Haya & Nuriel Molcho Seit mehr als 10 Jahren prägt die Köchin Haya Molcho das kulinarische Wien. Das pulsierende Leben in der sich ständig verändernden Metropole hat auch ihre Küche beeinflusst: Sie kombiniert die außergewöhnlichen Aromen ihrer Heimat Tel Aviv mit dem Rezeptschatz der Donaumonarchie. Im Jahr 2009 erfüllte sich Haya ihren Traum und eröffnete gemeinsam mit ihren Söhnen ihr erstes eigenes Restaurant. Nuriel Molcho ist Hayas ältester Sohn. Wie sein Vater - der legendäre Pantomime und Körpersprach-Experte Samy Molcho -, ist auch Nuriel ein Ästhet, der Architektur, Kunst Mode und die Fotografie liebt. Eine seiner vielen Leidenschaften ist zudem das Reisen. Im Kölner Treff geben Mutter und Sohn Einblicke in ihr ganz besonderes Familienleben!
Salwa Houmsi Die Tochter eines Syrers und einer Deutschen wuchs im multikulturellen Kosmos Berlin Kreuzbergs auf und wusste schon früh, was sie später werden wollte: Karla Kolumna, die rasende Reporterin aus Bibi Blocksberg war für die kleine Salwa berufliches Vorbild - bis sie das Radio für sich entdeckte. Schon als Jugendliche moderierte sie bei einem freien Kanal ihre eigene Musik-Sendung. Gleich nach dem Abi begann sie beim Berliner Kultsender Radio Fritz. Heute zählt die preisgekrönte Journalistin und Moderatorin zu den wichtigsten jungen Stimmen Deutschlands.
Papis Loveday Mit 25 steht er erstmals als Model vor der Kamera. Durch eine Mode-Kampagne wird Papis Loveday über Nacht zum internationalen Star! Lange gilt er als weltweit erfolgreichstes Schwarzes Männermodel. Dabei träumte der gebürtige Senegalese als kleiner Junge von einer Karriere als Läufer. Die Chancen dafür standen nicht schlecht, doch ein Unfall machte den Traum von der Sportlerkarriere zunichte. Wie er den Weg aus dem Senegal über die Laufstege der Welt zu sich selbst fand ist nicht nur eine spannende Geschichte - Papis Loveday verknüpft damit auch eine Botschaft: Glaub an dich, kämpfe falls nötig und hör nicht auf zu hoffen.
Hier wurde der Natur ein Haus gebaut - und was für eins! Das Forschungsmuseum Koenig in Bonn ist eines der größten Naturkundemuseen Deutschlands. Gerne und oft besucht von den Schulklassen in NRW. Und wer die majestätischen Dinosaurier-Skelette aus nächster Nähe gesehen hat, der vergisst sie nie wieder. Die riesige Sammlung zählt zu den bedeutendsten weltweit und beherbergt über sieben Millionen Tierpräparate, davon allein 75.000 Säugetiere. Ein Schatz voller Geschichten rund um die Natur, der noch längst nicht gehoben ist. Das Museum ist darüber hinaus eines der führenden Forschungsinstitute, das wie ein Magnet auf Wissenschaftler aus der ganzen Welt wirkt. Es ist eines der wichtigsten Zentren für die Erforschung des Lebens und der Artenvielfalt auf unserer Erde. Von Bonn aus starten Expeditionen mit dem Ziel der Entdeckung und Beschreibung faszinierender und bis dato noch unbekannter Arten. Es ist der Traum eines jeden Forscherlebens. Die Arbeit des Museums ist entscheidend für die Zukunft der Welt, denn neben dem Klimawandel stellt das fortschreitende Artensterben die größte Bedrohung für die Menschheit dar. Die gigantische Sammlung und die akribische Arbeit der Forscher helfen dabei, dieses Phänomen besser zu verstehen. Der Film taucht ein in die geheimnisvollen Keller und Korridore des Naturkundemuseums, die lange Zeit nur Wissenschaftler und Forscher betreten durften und deren lange Tradition noch in jedem Winkel atmet. Von Löwen, Tigern und Bären, der gewaltigen Waran-Sammlung und den zauberhaften Schmetterlingen geht es auf Expedition in unerforschte Höhlen und auf die Suche nach der großen Wespenspinne - immer der geheimnisvollen Welt der Natur auf der Spur.
Eine Straße in einer kleinen Stadt am Rhein - nicht mehr. Doch hierhin richteten sich 40 Jahre lang die Augen der Welt. Denn hier wurde die Bundesrepublik aus der Taufe gehoben, hier gab sie sich ihr Grundgesetz und von hier aus wurde sie regiert: die Adenauerallee in Bonn. Königin Elisabeth, John F. Kennedy und Michail Gorbatschow fuhren sie entlang, sechs Kanzler bestimmten hier die Politik - und eine halbe Million Menschen demonstrierten rund um die benachbarte Hofgartenwiese für den Frieden und gegen die atomare Aufrüstung.
Knapp zwei Kilometer führt die Adenauerallee schnurgerade durch das ehemalige Regierungsviertel. Die Dokumentation folgt der Straße - und begibt sich auf eine spannende Reise in die Zeit der jungen Bundesrepublik. Sie beginnt im alten Museum König, wo in Anwesenheit einer ausgestopften Giraffe der Parlamentarische Rat über das Grundgesetz debattierte. "Die einzige Giraffe der Welt die anwesend war beim Entstehen einer neuen Verfassung" - betont der Bonner Zoologe Wolfgang Böhme. Auch Bundeskanzler Adenauer hatte hier sein Büro; bis ihm angeblich der strenge Geruch der präparierten Vögel im Nachbarsaal zu viel wurde - immerhin 90.000 Exemplare.
Adenauer zog ins frisch renovierte Palais Schaumburg, Bundespräsident Theodor Heuss bezog einen Steinwurf weiter die Villa Hammerschmidt. Beide Häuser waren im 19. Jahrhundert von reichen Kaufleuten und Fabrikanten erbaut worden. Andere hatten es weniger komfortabel. Im kleinen Bonn herrschte Raumnot. Es war schwierig, alle Behörden und Parlamentarier unterzubringen. So musste das neu gebaute Auswärtige Amt so schnell bezogen werden, dass die Mitarbeiter es mehr oder weniger "trocken gewohnt" hätten, erzählt Hannelore Siegel. Sie arbeitete damals als Sekretärin im Außenministerium und später für Konrad Adenauer.
Das Gebäude gilt als typischer Bau der Bonner Republik: funktional und wenig repräsentativ. Man wollte nicht für die Ewigkeit bauen, denn Bonn sollte nur provisorische Hauptstadt sein - so lange bis Ost und West wieder vereint sein würden. Doch das Provisorium hatte fast ein halbes Jahrhundert Bestand. Die Dokumentation erzählt, wie aus einem einfachen Feldweg am Rhein, eine Straße der Millionäre mit prachtvollen Villen und schließlich die Straße der politischen Macht wurde.
Ein Architekt, der sich den Bauplan des berühmten Klosters Eberbach auf den Körper tätowieren lässt. Eine Affineurin, die in uralten Weinkellern gereifte Käse mit Schokolade oder Lakritz veredelt und als "fucking good cheese" vermarktet. Oder ein paar zum Teil in die Jahre gekommene Jungs, die alles stehen und liegen lassen, wenn der Wind stimmt, ihre Surfbretter packen und auf dem dichtbefahrenen Rhein nach der perfekten Welle suchen.
Die Rheingauer sind wilder und unkonventioneller als man es in einer Region für möglich hält, die für Tradition und große Geschichte steht und mit Rheinromantik und Weinseligkeit wie eh und je Besucherscharen aus aller Welt anzieht. Doch Drosselgasse und Rock 'n' Roll scheinen hier gut zusammenzugehen.
Als Bäckermeister Stefan Dries und seine Motorrad-begeisterten Freunde vor 15 Jahren zum ersten Mal andere Biker zu einem Treffen nach Rüdesheim einluden, um ihnen ihre Heimat zu zeigen, verrammelten noch manche Geschäftsleute ihre Läden aus Angst vor den "Rockern". Heute lockt Magic Bike mehrere 10.000 Harley-Fans in den Rheingau und ist dort nicht mehr wegzudenken.
Klein angefangen hat auch das Heimspiel des Musikers Gisbert zu Knyphausen im elterlichen Weingut in Eltville-Erbach. Die Premiere fand noch vor Verwandten und alten Freunden auf Paletten in der Abfüllhalle statt. Mittlerweile ist daraus ein dreitägiges Festival geworden mit vielen bekannten Bands und Musikfans aus ganz Deutschland. Zwischen Reben und dem fast tausend Jahre alten Familiensitz. Tradition und Rock 'n' Roll - im Rheingau ist das kein Widerspruch.
Fahr mal hin unterwegs im Grenzland von Breisach nach Colmar. Gerade einmal gut 20 Kilometer trennen die beiden Städte links und rechts des Oberrheins und im vereinigten Europa ist die Grenze kaum zu spüren. Auf der deutschen Seite gibt ein französisch geprägtes Lebensgefühl Breisach seine ganz besondere Note. Diese Leichtigkeit ist auch beim großen Stadtfest zu spüren wenn Hochseilartist Falko Traber auf seinem Motorrad in luftiger Höhe die Menschen auf dem Marktplatz verzaubert.
Und genauso wie sich unter den Besuchern des Stadtfestes viele Gäste aus Frankreich finden, wimmelt es an den Wochenenden in der Colmarer Altstadt nur so von deutschen Touristen. Bis die Menschen im Grenzland aber ihre doppelte Kultur so selbstverständlich leben können wie heute war es ein weiter Weg. Und noch immer gibt es einiges zu tun. So ist die Zugverbindung zwischen Breisach und Colmar bis heute nicht wiederhergestellt. Der junge Journalist Patrick Kerber kämpft mit mehr als 400 Mitstreitern in Deutschland und Frankreich dafür, dass die Eisenbahnen schon bald wieder über den Rhein rattern werden. Und die Menschen im Grenzland am Oberrhein so noch näher zusammenbringt.
Damit der Camper glänzt! Steffi reist mit ihrem neunjährigen Sohn im Wohnmobil. Mit dem Hochdruckreiniger wäscht sie das verschmutzte Gefährt. Ihre Platznachbarn am Tennsee haben einen Profiputzer engagiert, um die Ferienzeit ohne Putzen zu genießen.
Pferdeglück im Südsee-Camp. Auf Luna warten im Campingplatz-Reitstall ein Pferd und eine neue Aufgabe. Die 15-jährige Luna möchte an einer "Schleppjagd" teilnehmen. Dazu müssen sich Pferd und Reiter an die laute Hundemeute gewöhnen.
Brandgefahr am Bergwitzsee. Seit Wochen herrscht höchste Alarmstufe auf dem Campingplatz. Hitze und Trockenheit haben die Feuergefahr extrem erhöht. Deshalb muss Werkstattleiter Sven immer wieder das Gras kurz halten. Eine schweißtreibende Arbeit.
Enkelbesuch am Wohnwagen. Charly und seine Frau lieben die Ruhe hinter dem Deich. Doch damit ist es heute vorbei: die drei Enkel sind zu Besuch. Also wagt sich Charly zum Standup-Paddling mit auf die Nordsee.
Sommerfest am Bergwitzsee. Der ganze Campingplatz macht mit. Werkstattleiter Sven und sein Freund Siggi sind für das Feuerwerk verantwortlich. Eine heikle Aufgabe. Die Plattform mit den Raketen muss weit draußen im See verankert werden.
Schatzsuche im Südseecamp. Familie Schlinger geht auch im Urlaub ihrem Hobby nach. Die Familie aus dem Ruhrgebiet liebt Geo-Caching. Dabei suchen die Drei nach versteckten Schätzen in Plastikdosen. Gibt es die auch "in der Südsee"?
Urlaub mit Herz. Camper Fred schwört auf die besondere Atmosphäre zwischen den Campern und den Beschäftigten in Neuharlingersiel. Er selbst streicht schon mal die Orientierungsschilder. Und am Sonntag ist er Gast im Zelt-Gottesdienst an der Nordsee.
Ein Silvestermenü im Sommer. Chefkoch Sascha muss sich jetzt schon Gedanken über das Menü zum Jahreswechsel machen. Schließlich ist der Caravanpark am Tennsee bekannt für seine gute Küche. Sascha testet deshalb das Menü schon heute - mit seiner Frau Peggy.
Eine Fahrschülerin rammt bei einer Übungsfahrt eine Statue - und beschuldigt ihren Fahrlehrer der sexuellen Belästigung. Henker nimmt die Anschuldigungen der jungen Frau sehr ernst, wird aber im Laufe der Ermittlungen zunehmend skeptisch. Hier steht Aussage gegen Aussage und die Fahrschule Rheinfeld gerät zunehmen unter öffentlichen Druck.
Wagenführ macht sich Sorgen um seine Tochter Nadine, schließlich hat diese auch den Führerschein bei Rheinfeld gemacht.
Auch Oma versucht es mit dem Führerschein. Sie will ihrer Enkelin beweisen, dass sie noch lange nicht zum alten Eisen gehört.
Eine für Büdringhausen äußerst wertvolle Reliquie wurde aus dem örtlichen Heimatmuseum entwendet, sehr zum Entsetzen von Johannes Bulitta, dem Vorsitzenden des Fördervereins. Da gerät Museumsdirekter Klink ins Visier, der bei einem Streit mit Eva Mundus, der Enkelin des verstorbenen Stifters, beobachtet wird. Auch ein sonderlicher Adeliger, der seit Jahren die Reliquie als Familieneigentum einfordert, wird verdächtigt. Und dann taucht auch noch Wagenführs Exfrau Karin auf, was bei Saskia Henker gemischte Gefühle hervorruft. Karin möchte als Mutter über Nadines Zukunft mit entscheiden. Hedwig glaubt, aufgrund eines Missverständnisses, dass Saskia sie bald ins Heim abschieben will - und Saskia muss jetzt anfangen, sich Gedanken um ihre Zukunft zu machen.
Saskia Henker (Rike Schmid) Klaus Wagenführ (Martin Lindow) Johannes Bulitta (Moritz Lindbergh) Peter Schulte jr. (Golo Euler) Hedwig Holtkamp (Dorothea Walda) Wirt (Jürgen Rißmann) Rentner Guntmar (Josef Quadflieg) Polizist Pötschke (Peter Frohnert) Konrad Klink (Ulrich Cyran) Achim von Holst (Horst-Günter Marx) Darin Drechsler (Beate Maes) Eva Mundus (Bettina Lamprecht)
Susannes Leben wird nicht ruhiger: Zum einen setzt sie sich für ihre Mitarbeiter ein, die immer mehr unter dem Druck des neuen Zoodirektors leiden. Zum anderen schluckt sie ihren Ärger hinunter und ist um Ausgleich und Sachlichkeit bemüht. Auch als es Roman Blum gelingt, dass ihr Vater seine Stelle als Kurator aufgibt. Doch irgendwann platzt ihr der Kragen und es kommt zu einem offenen Schlagabtausch zwischen ihr und Blum. Zusätzlich spürt sie, dass ihr neuer Chef etwas verheimlicht. Vorerst kommt aber nur Christoph dahinter, da er im selben Hotel wie Blum wohnt: Blum leidet an Multipler Sklerose, deren Symptome er so gut es geht zu verheimlichen versucht.
Doch auch Jonas ist auf Konfrontationskurs und Luisa leidet so sehr unter der Trennung ihrer Pflegeeltern, dass es sich negativ auf ihre schulischen Leistungen auswirkt. Sie hat Angst vor dem Umzug, ist launisch und verbarrikadiert sich hinter Unnahbarkeit, besonders gegenüber Christoph.
Ähnlich abweisend verhält sich auch ein kleiner Junge, dem seine Mutter ihren neuen Lebensgefährten vorstellen will. In einem spontanen Wutanfall schleudert er die Autoschlüssel mitten in die Savanne, wo sie ausgerechnet von einem Straußenweibchen verschluckt werden. In einer Notoperation kann Susanne das Tier in letzter Sekunde retten, doch ausgerechnet Anett spielt Blum vertrauliche Unterlagen über den riskanten Eingriff in die Hände.
Dr. Susanne Mertens (Elisabeth Lanz) Dr. Roman Blum (Ralph Herforth) Dr. Christoph Lentz (Sven Martinek) Prof. Georg Baumgart (Gunter Schoß) Charlotte Baumgart (Ursela Monn) Conrad Weidner (Thorsten Wolf) Anett (Anna Bertheau) Jonas Mertens (Lennart Betzgen) Luisa Mertens (Deborah Mary Schneidermann) Frau Weber (Marina Krogull) Oberbürgermeister Herrenbrück (Frank Sieckel) Tierpfleger Frank Milan (Marcel Glauche) Leon (David Schlichter) Maja (Soma Pysall) Mutter Jeanette (Elena Uhlig) Pit (Bülent Sharif)
Die Region um Italiens zweitgrößten See wird als "Tor des Südens" bezeichnet. Mit mediterraner Vegetation und botanischen Gärten liegt der Lago Maggiore eingebettet in einer atemberaubenden Bergwelt. Judith Rakers entdeckt ein Urlaubsparadies, das Wassersport auf dem See und Wandern in der Bergwelt verbindet.
Sehnsuchtsort von Urlaubern und Auswanderern Auf ihrer Reise trifft sie Einheimische und Auswanderer die das "Dolce Vita" am Lago Maggiore genießen. Im schweizerischen Ascona mit seiner malerischen Seepromenade trifft sie Segellehrer Tony Meier, der ihr bei der Fahrt über den See das Steuer überlässt. Judith Rakers' nächstes Ziel ist das "Campingparadies" Cannobio. In zweiter Generation hat eine schweizerisch-deutsche Familie hier ein kleines Campingimperium aufgebaut, das seit Jahrzehnten zahlreiche Stammgäste auf die günstigere italienischen Seite des Sees lockt. Seinen Traum hat sich auch der deutsche Auswanderer Günter Erhart am Lago Maggiore erfüllt: seinen außergewöhnlichen Doppeldeckerbus mit riesigen Panoramafenstern und aufklappbarem Sonnendeck hat er in 20 Jahren Tüftlerarbeit selbst gebaut.
Natur und Kultur um und auf dem See Bei einer Wanderung durch das wunderschöne Maggiatal mit seinen zahlreichen Kastanienbäumen macht Judith Rast in einem Grotto, einem in den Fels gebauten Restaurant, und lernt dort, wie die für die Region typische Polenta gemacht wird. Außerdem besucht sie in der marmorreichen Gegend die Steinmetzschule von Alex und Almute Neaf. Weiter geht es über Cannero Riviera, dem nördlichsten Punkt Europas, an dem Zitronen angebaut werden, auf die Insel Isola Bella, dem Ziel und Höhepunkt der Reise. Der prunkvolle Palast mit seiner exotischen Gartenanlage ist einer der größten Attraktionen am Lago Maggiore.
Judith Rakers wunderschöne Reisen Seit 2021 verstärkt Judith Rakers das "Wunderschön"-Team. Nach einer Donau-Reise von Passau nach Wien und einem Ausflug in Spaniens grünen Norden, steht jetzt der Lago Maggiore auf ihrem Reiseplan. Außerdem steht Sie für Wunderschön noch in der Lüneburger Heide und in Polens Seenlandschaft Masuren vor der Kamera. Die Sendungen sind eine Koproduktion von WDR und NDR und werden dort zeitgleich am Sonntagabend um 20.15 Uhr sowie in der ARD-Mediathek ausgestrahlt.
Rebellisch, bunt... und vor allem laut - die Achtziger. Mädels und Jungs trugen komische Frisuren, schrille Klamotten und hörten neue Musik. Als Jugendlicher in den 80ern hat man alles ausprobiert: Wir waren Popper, Punker, Ökos und Friedensaktivisten. Die Neue Deutsche Welle macht Nobodys über Nacht zu Superstars und Deutsch plötzlich zur Popsprache Nummer eins. Modern Talking, Michael Jackson und Madonna machen die Hitparaden unsicher, die Mode mit Schulterpolstern und Neon-Farben ist ein Hingucker, der Walkman - für uns eine Sensation! Doch dieses Jahrzehnt war auch ernst: Aids macht uns Angst, die Atomkraft auch. Deshalb gehen wir auf die Straße, demonstrieren für Frieden. Zum Ende der 80er fällt die Mauer - Deutschland ist friedlich vereint. Diese berührenden und außergewöhnlichen Erlebnisse und Momente tragen wir in uns. In dieser Sendung werden die Erinnerungen wachgeküsst - eine Zeitreise zurück in die 80er und wir fühlen uns wieder jung! Denn das, was wir in dieser wichtigen Zeit in unserem Leben erlebt haben, vergessen wir nie - es prägt uns bis heute. Deshalb treffen wir die Punker, Popper und Friedensaktivisten aus den 80ern wieder und erfahren, ob sie immer noch für Ihre Ideale und Visionen aus der Zeit brennen oder sich rückblickend eher peinlich finden. Inspirierende Menschen, mit ganz eigenen Lebensgeschichten und Träumen - ganz unterschiedlich aber trotzdem mit einer Botschaft: Sei mutig, glaub an dich und mach dein Ding. Danke, ihr tollen 80er!
Kommentiert wird die Sendung von Moderatorin Anastasia Zampounidis, Autor Frank Goosen, Schauspielerin Elena Uhlig, dem Musikexperten und ehemaligen Chefredakteur der BRAVO - Alex Gernandt und den Journalisten Anna Planken und Sven Lorig. Auch sie nehmen uns mit auf ihre ganz persönliche Zeitreise zurück in die 80er. Zusammen mit Ihnen lassen wir dieses rebellische Jahrzehnt noch einmal lebendig werden.
Schrill, laut, bunt und lustig - dafür steht die Neue Deutsche Welle. Songs wie "Ich will Spaß", "Sternenhimmel" oder "99 Luftballons" dürfen bis heute auf keiner guten Party fehlen. Dabei sind die Lieder schon über 30 Jahre alt - genau wie die Bewegung selbst.
Ende der 70er schwappt die Welle nach Deutschland. Lange Zeit kopieren deutsche Musiker das, was in den USA oder Großbritannien passiert. Deutschsprachige Popstars gibt es damals kaum. Inspiriert vom Punk, fangen dann Anfang der achtziger Jahre doch auch deutsche Musiker an zu experimentieren: Anfangs ist die Musik noch geprägt von coolen Synthesizer-Klängen und provokanten Texten. Mit der zunehmenden Kommerzialisierung der NDW werden dann auch andere Töne angeschlagen - die Titel werden bunter, eingängiger und vor allem partytauglicher. Der Neuen Deutschen Welle ist es zu verdanken, dass sich endlich auch deutsch singende Musiker in den Charts etablieren können. Alles ist damals möglich, denn alles ist neu und deutsch.
NDW-Ikonen wie Markus, IXI, Geier Sturzflug, aber auch prominente Zeitzeugen wie Lisa Feller, Ingolf Lück, Aleksandra Bechtel und viele mehr tauchen mit uns ein, in eine der kreativsten aber auch umstrittensten Phasen der deutschen Musikgeschichte. 90 Minuten lassen wir das Jahrzehnt zwischen Leopardenhosen, Schweißbändern und Nato Doppelbeschluss Revue passieren und zwar völlig losgelöst!
Diese Sendung ist auch eine Erinnerung an die 2018 viel zu früh verstorbene Moderatorin und Musik-Journalistin Stefanie Tücking, die in dieser Sendung einen ihrer letzten TV-Auftritte hatte.
Ein neues Jahrtausend beginnt: wir werden Weltmeister der Herzen, der Euro löst die D-Mark ab und im Fernsehen sind Castingshows das neue heiße Ding. Willkommen in den 2000ern! Es ist das Jahrzehnt des digitalen Wandels, neuer Musik und fragwürdiger Mode. Ein Turbojahrzehnt. Was in den 90ern bereits begonnen hat, wird nach der Jahrtausendwende zur allumfassenden Realität: Am Ende des Jahrzehnts hat praktisch jeder Jugendliche einen Computer zu Hause, fast alle haben Internet und die ganze Welt vernetzt sich.
Den Soundtrack zu diesem Jahrzehnt liefern uns die ersten Castingstars der Republik - die No Angels, BroSis, aber auch der erste DSDS-Gewinner Alexander Klaws. Sie begeistern die Jugendlichen, jeder hat plötzlich die Möglichkeit, Superstar zu werden und alle wollen dabei sein. Die Musik hören wir dann auch auf unserem neuen iPod, CDs werden in den 2000ern nämlich überflüssig. Die Zeit der digitalen Musik beginnt und unsere Handys entwickeln sich rasant weiter. Wir simsen wie die Weltmeister und als dann die ersten Smartphones erschwinglich werden, fühlen wir uns in andere Welten gebeamt.
Doch auch schreckliche Ereignisse gehören in die 2000er. Viele wissen auch 18 Jahre danach noch genau, was sie am 11. September 2001 gemacht haben, als sie erfuhren, was gerade passiert: Zwei Flugzeuge fliegen in die Türme des World Trade Center in New York, eins ins Pentagon und ein viertes stürzt auf einem Feld ab. Tausende Menschen sterben - nichts ist mehr, wie es war.
Ein Jahrzehnt mit Höhen und Tiefen - ein rasantes Jahrzehnt - in dem wir viel ausprobiert haben und das uns in neue Sphären geführt hat.
Wer das miterlebt hat, wird es nie vergessen. Deshalb treffen wir die ersten Casting-Stars, YouTube-Größen und Sport-Helden. Erfahren, ob sie immer noch für ihre Ideale und Visionen aus der Zeit brennen oder sich rückblickend eher peinlich finden. Inspirierende Menschen, mit ganz eigenen Lebensgeschichten, Empfindungen und Emotionen - ganz unterschiedlich, aber trotzdem mit einer Botschaft: Mutig sein und Einfach machen!
Kommentiert wird die Sendung von Musiker Alexander Klaws, Schauspielerin Elena Uhlig, dem Model Jana Ina und ihrem Ehemann, dem Musiker Giovanni Zarrella, der Moderatorin Sabine Heinrich und dem Fußballspieler Gerald Asamoah. Auch sie nehmen uns mit auf ihre ganz persönliche Zeitreise zurück in die 2000er. Zusammen mit Ihnen lassen wir dieses rasante Jahrzehnt noch einmal lebendig werden und sind für 90 Minuten noch einmal jung in den 2000ern.
The Band Of Heathens gelten als ein Juwel des Roots-Rock. Das in Austin, Texas, beheimatete Quintett reüssiert mit ländlich geprägtem, von schwüler Südstaatenatmosphäre durchzogenem Americana-Rock, der sich durch besonders herausragende Lied-Fähigkeiten auszeichnet. Wechseln sich doch mit Ed Jurdi, Gordy Quist und Colin Brooks gleich drei gestandene Singer-Songwriter und exzellente Gitarristen als Frontmänner ab. Daraus erwächst eine innerhalb des Genres einzigartige Vielfalt. Aus vielen Einzelteilen erwachsen hier wuchtige Bilder voller Rock'n'Roll-Dynamik, Gospel-Flair, balladesker Kraft und Americana-Wissen. Oft zitierte Vergleichsgrößen sind nicht von ungefähr die frühen Little Feat, The Band, Ry Cooder oder Van Morrison.
Die Region um Italiens zweitgrößten See wird als "Tor des Südens" bezeichnet. Mit mediterraner Vegetation und botanischen Gärten liegt der Lago Maggiore eingebettet in einer atemberaubenden Bergwelt. Judith Rakers entdeckt ein Urlaubsparadies, das Wassersport auf dem See und Wandern in der Bergwelt verbindet.
Sehnsuchtsort von Urlaubern und Auswanderern Auf ihrer Reise trifft sie Einheimische und Auswanderer die das "Dolce Vita" am Lago Maggiore genießen. Im schweizerischen Ascona mit seiner malerischen Seepromenade trifft sie Segellehrer Tony Meier, der ihr bei der Fahrt über den See das Steuer überlässt. Judith Rakers' nächstes Ziel ist das "Campingparadies" Cannobio. In zweiter Generation hat eine schweizerisch-deutsche Familie hier ein kleines Campingimperium aufgebaut, das seit Jahrzehnten zahlreiche Stammgäste auf die günstigere italienischen Seite des Sees lockt. Seinen Traum hat sich auch der deutsche Auswanderer Günter Erhart am Lago Maggiore erfüllt: seinen außergewöhnlichen Doppeldeckerbus mit riesigen Panoramafenstern und aufklappbarem Sonnendeck hat er in 20 Jahren Tüftlerarbeit selbst gebaut.
Natur und Kultur um und auf dem See Bei einer Wanderung durch das wunderschöne Maggiatal mit seinen zahlreichen Kastanienbäumen macht Judith Rast in einem Grotto, einem in den Fels gebauten Restaurant, und lernt dort, wie die für die Region typische Polenta gemacht wird. Außerdem besucht sie in der marmorreichen Gegend die Steinmetzschule von Alex und Almute Neaf. Weiter geht es über Cannero Riviera, dem nördlichsten Punkt Europas, an dem Zitronen angebaut werden, auf die Insel Isola Bella, dem Ziel und Höhepunkt der Reise. Der prunkvolle Palast mit seiner exotischen Gartenanlage ist einer der größten Attraktionen am Lago Maggiore.
Judith Rakers wunderschöne Reisen Seit 2021 verstärkt Judith Rakers das "Wunderschön"-Team. Nach einer Donau-Reise von Passau nach Wien und einem Ausflug in Spaniens grünen Norden, steht jetzt der Lago Maggiore auf ihrem Reiseplan. Außerdem steht Sie für Wunderschön noch in der Lüneburger Heide und in Polens Seenlandschaft Masuren vor der Kamera. Die Sendungen sind eine Koproduktion von WDR und NDR und werden dort zeitgleich am Sonntagabend um 20.15 Uhr sowie in der ARD-Mediathek ausgestrahlt.
- Energiepreisschock und Klimaschutz: Wie teuer wird's noch?
Die Preise für Öl, Gas und Kohle galoppieren davon und mit ihnen die Energiekosten: Die Folge: Die Inflationsrate steigt seit Monaten und hat im Oktober mit 4,5 % den höchsten Stand seit 28 Jahren erreicht. Preistreiber ist der weltweite Energiehunger nach der Coronapandemie. Verbraucher und Unternehmen schlagen Alarm. Dabei ist bei den Energiepreisen das Ende der Fahnenstange noch gar nicht erreicht. Denn die politisch gewollte Verteuerung fossiler Energien für den Klimaschutz schlägt noch gar nicht voll zu Buche. Nicht nur der ambitionierte europäische Green Deal der Europäischen Union basiert auf einer kontinuierlichen Steigerung des C02-Preises, sondern auch die deutschen Klimaschutzpläne. Steht uns also eine lange Phase der Hochpreisenergie bevor? Muss die Regierung eingreifen, um soziale und wirtschaftliche Verwerfungen zu verhindern? Oder sind die hohen Preise auf fossile Energie richtig und wichtig, um die lebensbedrohliche globale Erwärmung der Erde in den Griff zu bekommen? Vor dem Weltklimagipfel in Glasgow zeigt sich, dass der Anspruch zwischen den ambitionierten Klimaschutzplänen auf dem Papier und dem tatsächlichen Energieverbrauch weit auseinanderklaffen. Auch in Deutschland, denn der Ausbau der Erneuerbaren Energien stockt, weshalb wir wohl noch länger von fossilen Brennstoffen abhängig sein werden. SPD-Kanzlerkandidat Scholz setzt auf Gas als Brückentechnologie, bis unser Bedarf vollständig aus grüner Energie gedeckt werden kann. Deshalb sollen hier neue Gaskraftwerke entstehen, was unsere Abhängigkeit von Russland aber verstärken wird. Einen anderen Weg schlägt Frankreich ein. Macron will neue, kleinere und sichere Atomkraftwerke bauen lassen, weil Kernkraft C02-neutral ist. Welcher Weg führt uns am besten zum Ziel der Klimaneutralität ab 2045? Und wie können wir Verbraucher und Unternehmen mitnehmen?
Darüber diskutiert WDR-Programmdirektor Jörg Schönenborn mit den Gästen: Heike Göbel, Frankfurter Allgemeine Zeitung Uwe Jean Heuser, DIE ZEIT Annika Joeres, freie Journalistin Klaus Stratmann, Handelsblatt
Louisa steht kurz davor, die wichtigste Entscheidung ihres Lebens zu treffen: Sie möchte als Novizin in ein Kloster gehen. Nach dem Tod ihrer Eltern war sie mit fünf Jahren in ein klösterliches Kinderheim gekommen, wo sie unter der Obhut der Nonne Barbara liebevoll aufgezogen wurde. Nun möchte Louisa ihre Dankbarkeit zeigen, indem sie sich dem Konvent anschließt. Schon bald soll die Entscheidung darüber fallen, ob man sie aufnehmen wird - denn sowohl Schwester Barbara als auch die Priorin Dorothea sind nicht sicher, ob die eigenwillige, freigeistige Louisa wirklich für das Klosterleben geschaffen ist. In dieser schwierigen Situation erhält Louisa die Nachricht, dass ihr Onkel Theodor verstorben ist und ihr die Hälfte des Erbes zusteht. Zunächst möchte Louisa mit dem Nachlass des ungeliebten Onkels, der sie damals in das Heim abschob, nichts zu tun haben. Andererseits kommt die Aussicht auf einen Geldsegen wie ein Geschenk des Himmels: Mit der Erbschaft könnte Louisa das baufällige Kinderheim des Klosters retten, dem ansonsten die endgültige Schließung droht.
Mit Barbaras Unterstützung und der Fürsprache der Priorin reist sie auf das Landgut ihres Onkels. Hier trifft sie ihren Bruder Danio wieder, der bei Onkel Theodor aufwuchs und von dem genialischen Parfümeur zu seinem Nachfolger ausgebildet wurde. 20 Jahre lang haben die beiden sich nicht gesehen und Danio zeigt sich vom plötzlichen Auftauchen seiner Schwester und ihren Erbschafts-Ansprüchen wenig begeistert - zumal Theodor außer dem Landgut, nunmehr Danios Zuhause, über keinerlei geldwerten Besitz verfügte. Da Louisa ihrem Bruder ihre Beweggründe ebenso verschweigt wie ihr Vorhaben, Nonne zu werden, hält er sie für eine skrupellose Erbschleicherin.
Danios bester Freund und Geschäftspartner Fabian ahnt ebenfalls nichts von Louisas Zukunftsplänen und beginnt ohne Umschweife mit der hübschen Besucherin zu flirten. Während Schwester Barbara im Kloster die Sanierung des Kinderheims plant, lässt Louisa sich auf dem malerischen Landgut verzaubern, von der Welt der Parfümherstellung, von der Magie der Düfte und von Fabian. So kommt es, wie es kommen muss: Der weitgereiste Parfüm-Hersteller und die schöngeistige Noviziat-Anwärterin verlieben sich ineinander. Doch dies will Louisa sich nicht eingestehen. Zu sehr fühlt sie sich ihrem Versprechen dem Konvent gegenüber verpflichtet.
Schwester Barbara kennt diesen Gewissenskonflikt nur zu gut: Vor vielen Jahren trennte sie sich von ihrem Freund Alfons, um sich ganz in den Dienst Gottes zu stellen. Sie weiß aber auch, dass sie ihrem Schützling zwar mit Rat und Hilfe zur Seite stehen kann - dass letztlich jedoch Louisa selbst entscheiden muss, auf welchem Weg sie ihr persönliches Glück finden möchte.
Im Jahre 1967 führt das Schicksal an einem norddeutschen Deich den Schwarzwälder Kuckucksuhrenbauer Gottlieb Dobisch auf wundersame Weise mit seiner Auserwählten Leonore zusammen. Die beiden heiraten, gründen eine Familie und eröffnen die erste Kuckucksuhrenfabrik des Nordens, die durch das Firmenmotto "Pünktlichkeit, Präzision, Perfektion" zu beachtlichem Erfolg gelangt.
Gute 40 Jahre später ist Gottlieb längst verstorben, doch seine Familie - allen voran Leonore - führt die Geschäfte in seinem Sinne weiter. Gottliebs lang gehegter Wunsch, in den Verband der Schwarzwälder Kuckucksuhrenhersteller aufgenommen zu werden, blieb indessen bislang unerfüllt. Jetzt naht eine neue Chance: Eine Delegation aus Süddeutschland hat sich angekündigt, das Anliegen ein weiteres Mal zu prüfen. Um den besten Eindruck zu machen, beauftragt Leonore ihre verlässliche Schwiegertochter Katrin, die Empfangsrede zu halten. Katrin jedoch, verheiratet mit Anton, dem jüngeren der beiden Dobisch-Söhne, übermannen angesichts dieser Aufgabe Selbstzweifel und Versagensängste, die schon lange an ihr zehren. Der befreundete Hausarzt Dr. Ingo Leuwerik, dem die Familie Dobisch - und vor allem Leonore - sehr am Herzen liegen, schlägt ihr vor, heimlich in Hamburg einen Rhetorikkurs zu besuchen. Katrin willigt ein und landet ausgerechnet bei dem labilen Sprachtrainer Hubertus Hobbs, der seine privaten Probleme allabendlich im Alkohol ertränkt.
Eine Verkettung unglücklicher Umstände führt dazu, dass sie mit Hobbs einen spontanen, unüberlegten Seitensprung begeht, der nicht ohne Folgen bleibt. Denn Schwägerin Greta, die voller Neid und Eifersucht auf Katrins profilierte Stellung in der Familienhierarchie blickt, hat ihren Mann, Antons älteren Bruder Lothar, damit beauftragt, ihrer Konkurrentin hinterherzuspionieren. Als Katrins Fehltritt schließlich auffliegt, steht alles auf dem Spiel: Familienehre, Eheglück und die weitere Zukunft der Kuckucksuhrenfabrik.
Katrin Dobisch (Bernadette Heerwagen) Hubertus Hobbs (Jan-Gregor Kremp) Dr. Ingo Leuwerik (Rüdiger Vogler) Leonore Dobisch (Rita Russek) Anton Dobisch (Johann von Bülow) Greta Dobisch (Elena Uhlig) Lothar Dobisch (Stephan Grossmann) jung) (Moritz Grabbe) jung) (Dorothee Sturz) Ingrid Piffl (Brigitte Janner) Alexander Brecht (Björn Grundies) Gerd Schaller (Alexander Wüst) Killian Karras (Johannes Nehlsen)
Machthungrig, trinkfest und siegessicher: Ursel Piepenkötter, amtierende Bürgermeisterin von Lautringen, steht kurz davor, für ihre Partei in die kommende Bürgermeisterwahl zu ziehen. Doch die türkische Gemeinde der Stadt will endlich ihre neue Moschee bauen. Was deren Geistlichen, den neuen Hodscha, erfreut, bringt die Piepenkötter parteipolitisch enorm in die Bredouille. Es bleibt ihr nichts übrig, als die Pläne des Hodschas zu durchkreuzen. Doch dabei hat sie ihre Rechnung ohne Nuri Hodscha gemacht, der es mindestens genauso faustdick hinter den Ohren hat wie sie. Das Duell zweier hinterlistiger Dick- und Hitzköpfe nimmt seinen Lauf. Dazwischen versuchen Ursels pubertierender Sohn Patrick und Nuris jugendliche Tochter Hülya sich von dem auf allen Ebenen eskalierenden Streit fern zu halten...
Hodscha (Hilmi Sözer) Ursel Piepenkötter (Anna Stieblich) Hülya (Yeliz Simsek) Patrick (Damian Hardung) Osman (Hasan Ali Mete) Cicek (Sermin Kayik) Meyer (Eric Klotzsch) Kira (Julia Goldstern) Ines Wagner (Sybille J. Schedwill) Dr. Schadt (Fabian Busch) Udo (Axel Häfner) Ada (Emine Kaya) Nazan (Xenia Töws)
Susannes Leben wird nicht ruhiger: Zum einen setzt sie sich für ihre Mitarbeiter ein, die immer mehr unter dem Druck des neuen Zoodirektors leiden. Zum anderen schluckt sie ihren Ärger hinunter und ist um Ausgleich und Sachlichkeit bemüht. Auch als es Roman Blum gelingt, dass ihr Vater seine Stelle als Kurator aufgibt. Doch irgendwann platzt ihr der Kragen und es kommt zu einem offenen Schlagabtausch zwischen ihr und Blum. Zusätzlich spürt sie, dass ihr neuer Chef etwas verheimlicht. Vorerst kommt aber nur Christoph dahinter, da er im selben Hotel wie Blum wohnt: Blum leidet an Multipler Sklerose, deren Symptome er so gut es geht zu verheimlichen versucht.
Doch auch Jonas ist auf Konfrontationskurs und Luisa leidet so sehr unter der Trennung ihrer Pflegeeltern, dass es sich negativ auf ihre schulischen Leistungen auswirkt. Sie hat Angst vor dem Umzug, ist launisch und verbarrikadiert sich hinter Unnahbarkeit, besonders gegenüber Christoph.
Ähnlich abweisend verhält sich auch ein kleiner Junge, dem seine Mutter ihren neuen Lebensgefährten vorstellen will. In einem spontanen Wutanfall schleudert er die Autoschlüssel mitten in die Savanne, wo sie ausgerechnet von einem Straußenweibchen verschluckt werden. In einer Notoperation kann Susanne das Tier in letzter Sekunde retten, doch ausgerechnet Anett spielt Blum vertrauliche Unterlagen über den riskanten Eingriff in die Hände.
Dr. Susanne Mertens (Elisabeth Lanz) Dr. Roman Blum (Ralph Herforth) Dr. Christoph Lentz (Sven Martinek) Prof. Georg Baumgart (Gunter Schoß) Charlotte Baumgart (Ursela Monn) Conrad Weidner (Thorsten Wolf) Anett (Anna Bertheau) Jonas Mertens (Lennart Betzgen) Luisa Mertens (Deborah Mary Schneidermann) Frau Weber (Marina Krogull) Oberbürgermeister Herrenbrück (Frank Sieckel) Tierpfleger Frank Milan (Marcel Glauche) Leon (David Schlichter) Maja (Soma Pysall) Mutter Jeanette (Elena Uhlig) Pit (Bülent Sharif)
Die Gruppe der Hirschziegenantilopen im Kronberger Opelzoo soll erweitert werden. Sechs neue Tiere sind eingetroffen und sollen heute erstmals auf die Anlage zu den alten Antilopen gelassen werden. Wie werden sich die beiden Böcke vertragen?
Im Frankfurter Zoo steht die Fütterung der Raubtiere auf dem Programm. Löwe Kashi mag sich dabei allerdings nicht gerne filmen lassen. Was ist größer, der Hunger oder die Scheu vor der Kamera?
Galapagos-Schildkröte Tom ist ein stürmischer Liebhaber. Von Tomasa, dem Schildkröten-Weibchen, kann er gar nicht genug bekommen. Doch weil Tom zu ungestüm und auch noch zu schwer ist, hat er seiner Geliebten einige Verletzungen am Panzer zugefügt. Deswegen erholt sich Tomasa in einer Außenstation des Parks. Ob sie jemals wieder zu Tom zurück kann, müssen die Tierärztinnen Sarah und Kirstin entscheiden.
Biologe Rafael Zamora will Datteln für die Vögel auf der Zuchtstation ernten. Dort hat nämlich die Paarungszeit begonnen und die süßen Früchte sollten sie Vögel dazu bringen, sich zu vermehren. Aber leider balzen die Vögel derzeit nur Rafael an, wenn er ihnen diese "Liebesperlen" bringt. So wird das mit dem Nachwuchs schwierig.
Dunkel und undurchdringlich? Der Schwarzwald ist eine vielfältige Landschaft in Veränderung. Kreative Tüftler, Bauern oder Biologen bieten einen neuen Blick auf die Region.
In allen europäischen Sprachen ist der Schwarzwald mit einem einzigen Bild verknüpft: dem des dunklen und undurchdringlichen Waldes. Der Film "Der Schwarzwald rund ums Jahr" hinterfragt das Klischee vom Schwarzwald und stellt Menschen vor, die sich den Herausforderungen der Zukunft stellen: kreative Tüftler:innen, Naturwissenschaftler:innen, Landwirt:innen und Start-up-Gründer:innen. Durch die Jahreszeiten hindurch begleitet der Film weltoffene Menschen in ihrem Alltag, öffnet Fenster in die Geschichte des Schwarzwalds und richtet den Blick in die Zukunft des größten Mittelgebirges Deutschlands.
Die Schwarzwälder Landschaft aus Wald und Weiden, Hochmooren und Feucht-Heiden, Streuobstwiesen und Rebhängen ist vielerorts geschützt und überall in Veränderung. Angesichts des Klimawandels gilt es, diese Kulturlandschaft für Tourismus und Waldbau, für wirtschaftliche Entwicklung und Naturschutz gleichermaßen zukunftstauglich zu machen. Ein Holzbauer erklärt, was für ihn Nachhaltigkeit bedeutet. Junge Biolog:innen erforschen, wie sich Wildtiere und zunehmender Tourismus vertragen können und ein Bergretter ist am Feldberg im Einsatz. Ein Erdbebenforscher testet die weltweit empfindlichsten Seismometer in einem abgeschiedenen Schwarzwaldtal. Und ein Biowinzer setzt angesichts des Klimawandels auf neue Rebsorten - und auf Trüffel.
Der Herbst, die bunte Jahreszeit! Die Natur strahlt in allen Farben. Der Herbst ist Übergangszeit. Menschen, Tiere und Vegetation bereiten sich auf den Winter vor. Ruhe kehrt ein.
In Telgte im Münsterland findet immer am Anfang des Herbsts ein großer Pferdemarkt statt. Seit Generationen. Solche Viehmärkte waren für die Bauern ein wichtiges Ereignis: Die Felder waren bestellt, für die Tiere gab es nichts mehr zu tun. Sie wurden verkauft, um sie nicht durch den Winter füttern zu müssen. Franz Lürwer ist schon als kleiner Junge mit seinem Vater jedes Jahr nach Telgte gezogen, um Pferde zu verkaufen: "Das war genauso wichtig wie Weihnachten!", erinnert er sich. Inzwischen zieht der Pferdemarkt vor allem Reitsportler und Reitstallbesitzer an, aber Franz Lürwer ist bis heute jedes Jahr dabei, um per Handschlag Ponys, Kutsch- oder Reitpferde zu verkaufen.
Der Herbst ist auch die Zeit der Ernte. Im Siebengebirge beginnt die Traubenlese, im "Kappesland" - so heißt die Anbau-Region um Krefeld - der Kohlschnitt. Frank Stieger leitet eine der letzten Sauerkraut-Fabriken im Kappesland. Sein Vater und sein Sohn arbeiten mit, versetzen den geraspelten Weißkohl mit Salz und lassen ihn fermentieren. Das Rezept ist einfach und uralt.
Sauerkraut ist besonders vitaminreich, wichtig in den dunklen Monaten. Die Menschen wussten es schon immer zu schätzen. Sauerkraut vom Niederrhein, so heißt es, sei schon auf der Weltumseglung von James Cook im 18. Jahrhundert dabei gewesen, um die Mannschaft vor Skorbut zu bewahren.
Anfang November holt Tobias Köhler seine Kühe von der Weide. Das Gras im Sauerland reicht nicht mehr, um die Herde zu ernähren. Der Viehtrieb hat es in sich, Familie und Freunde müssen helfen und aufpassen, dass die 20 Kühe auf ihrem Weg nicht ausreißen. Tobias Köhler fährt mit dem Fahrrad vorneweg und geleitet seine Tiere sicher in den Winterstall.
Der Herbst ist auch die Zeit der Bräuche. Mitte November finden überall in Nordrhein-Westfalen Martinsumzüge mit selbstgebastelten Laternen statt. Für die Kinder einer katholische Grundschule in Köln ist der Martinszug der Höhepunkt des Jahres. Am Ende des Zugs wird ein riesiges Feuer entzündet, während Sankt Martin seinen Mantel teilt.
Viele Menschen genießen den Herbst trotz der kalten Witterung. Ein Verein im Tecklenburger Land lässt jetzt die Drachen steigen . Und auf der Bislicher Insel, einem Naturschutzgebiet am Niederrhein, gehen Ricarda Sahl und Stefan Wenzel aus Düsseldorf schon seit Jahren mit der Fotokamera auf die Suche nach seltenen Wasservögeln. Der Herbst draußen in der Natur ist ein Erlebnis - Ausgleich für stressiges Leben und Arbeiten in der Stadt.
Für Norbert Stock in Oelde im Münsterland bedeutet der Herbst jede Menge Arbeit. Er und seine Frau stellen Holzspielzeug her, Puppenwiegen, Ritterburgen, Bauernhöfe. Schon in wenigen Wochen werden sie als Geschenke unter dem Weihnachtsbaum liegen.
Das Brausepulver knistert im Mund, den Walkman immer dabei, Schlümpfe im Setzkasten: Kind-Sein in den 80ern - eine herrliche Supersorgloszeit, zumindest in der Rückschau! Mit der ganzen Familie die große Samstagabendshow gucken, mit dem Auto in den Urlaub fahren - ganz ohne Anschnallen, dafür aber mit Zigarettenqualm. So war es in den 80ern ...
Prominente wie Mimi Fiedler, Tamina Kallert, Oli P, Angelo und Joey Kelly und viele mehr nehmen uns mit, auf eine Zeitreise in die 80er - in ihre Kindheit. Erzählen uns von ihren ganz persönlichen Erlebnissen - wie war der erste Kuschel-Blues zum 80er Klassiker "Reality" aus "La Boum - Die Fete". Wie viel Spaß hat es gemacht, die ersten Mix-Tapes für den großen Schwarm aufzunehmen oder nach der Schule mit der besten Freundin am Kiosk eine gemischte Tüte zu kaufen. "Kassettenkinder - Unsere Kindheit in den 80ern" - eine lustige und unterhaltsame Reise zurück in die Vergangenheit. Sind wir für 90 Minuten doch noch mal alle ein wenig Kind in den 80ern!
In diesem Sommer sind die Spitzenköche und Freunde Björn Freitag und Frank Buchholz unterwegs auf großer Entdeckungstour entlang der Wasserstraßen Nordrhein-Westfalens.
Mit der unaone, dem selbstgebauten Hausboot ihres Skippers Heinz-Dieter Fröse, heißt es dieses Jahr "Anker lichten" auf dem Rhein.
Vom Siebengebirge bei Bad Honnef durch die Kölner Bucht entlang des Niederrheins bis Emmerich an der niederländischen Grenze erkunden die Freunde ihre Heimat und gehen auf ein kulinarisches Abenteuer. Immer gilt es, in einem Radius von fünfzehn Kilometern leckere Zutaten aus der Region zusammenzutragen und abends an Bord ein regionales Dinner zu zelebrieren.
In der fünften Folge ankern die Köche auf dem idyllischen Mahnensee nahe Rees.
Franks erste Station ist Familie Groß-Bölting in Hamminkeln. Vater und Sohn arbeiten in ihrem kleinen aber feinen Milchviehbetrieb Hand in Hand. Frank veredelt mit Vater Ludwig Käse mit Bier und erfährt von Sohn Bastian, dass die Kühe hier selber entscheiden können, wann sie auf die Weide wollen. Ganz in der Nähe besucht Björn Schäfer Achim Koop, dessen Schafe die Naturschutzflächen der Dingdener Heide pflegen und bekommt erklärt, warum ein Schäfer ohne Hütehund aufgeschmissen wäre.
Museum Schloss Moyland im Kreis Kleve ist Franks nächstes Ziel: In atemberaubender Kulisse der historischen Gartenanlage trifft Björn auf Biologin Gabi Habersetzer und darf unter fachkundiger Anleitung einen frischen Meerrettich ausbuddeln.
Zurück in Hamminkeln lernt Björn den Familienbetrieb Koplin kennen. Bei der Kürbisernte entdeckt er unter vielen Sorten einen schmackhaften Spaghettikürbis.
Zurück an Bord zaubern die Köche ein leckeres Dinner: Knusprige Lammschulter vom Grill zu Kartoffelstampf mit Stilmus, Pizza à la Frank garniert mit Spaghettikürbis und Meerrettich und zum Nachtisch einen fruchtig-lockeren Mirabellenquark. Ein Festmahl für die hungrige Besatzung!
- Ginger, voll in der Pubertät & Lommi, beißt andere Hunde
Labradorhündin Ginger hat nur Flausen im Kopf. Sie steckt mitten in der Pubertät, ist an der Leine kaum zu halten und verhält sich auch im Haus wild und stürmisch. Hundecoach Andreas Ohligschläger zeigt, wie es gelingen kann, Hunden freundlich aber bestimmt Grenzen zu setzen.
Die Familie von Mischling Lommi ist verzweifelt. Erst seit acht Monaten lebt der fünfjährige Rüde, der aus dem Tierschutz stammt, in der Familie. Im Haus, in der Familie und mit den Kindern hat er sich bestens eingelebt, aber anderen Hunden gegenüber zeigt sich Lommi aggressiv. Es ist sogar schon zu einem Beißvorfall gekommen, so dass er nur noch mit Maulkorb unterwegs ist. Kann der Hundecoach helfen und verhindern, dass die Familie Lommi wieder abgibt?
In jeder Folge von "Hunde verstehen!" trifft Andreas Ohligschläger zwei unterschiedliche Hundehalter, die Probleme mit ihrem Vierbeiner haben. Gemeinsam mit den Haltern erarbeitet er ein Trainingskonzept. Sein Motto: Wenn der Mensch sein Verhalten ändert, ändert sich auch der Hund. Ein wichtiger Teil des Coachings ist ein Besuch im "Revier für Hunde". Die Halter haben die Gelegenheit, ihre Hunde im Zusammenspiel mit vielen anderen Hunden zu erleben. Das ist meist ein sehr besonderer Moment, zu sehen, wie Hunde miteinander kommunizieren.
Andreas Ohligschläger, 54, lebt und arbeitet seit mehr als 10 Jahren in Eschweiler bei Aachen und betreibt hier eine Hundetagesstätte. Sein Revier umfasst mehr als 8.000 qm. Gemeinsam mit seinem Team betreut er hier täglich bis zu 40 Hunde. Zudem engagiert er sich auch seit Jahren im Tierschutz.
Die Dreharbeiten zu dieser Staffel fanden vor der Flutkatastrophe im Juli 2021 statt, durch die das "Revier für Hunde" fast vollständig zerstört wurde. Aktuell laufen die Renovierungsarbeiten.
Lena Schneider ist genervt. Eigentlich will sie nur ihre Ruhe haben, doch daraus wird nichts: Notgedrungen muss sich die mit ihrer Gesamtsituation unzufriedene Abiturientin aus Berlin in einen Flieger quetschen, um mit Mutter Doris Richtung Thailand abzuheben, wo angeblich ausgelassene Partynächte auf die beiden warten. Bereits an Bord der Maschine macht Lena die Bekanntschaft mit Cem Öztürk, der sich für einen coolen Checker hält. Das Resultat: Man ist sich spontan unsympathisch. Der - zumindest von Doris - erhoffte Strandurlaub unter Palmen verläuft dann auch ganz anders als geplant: Eine Aschewolke zwingt das Flugzeug zum Notlanden, mitten im Indischen Ozean. Zwar überleben alle Passagiere, doch als Lena zur Besinnung kommt, findet sie sich auf einer einsamen Insel wieder.
Nicht ganz so einsam und menschenleer allerdings: Ausgerechnet Cem, seine Schwester Yagmur und den Griechen Costa hat es ebenfalls auf das Eiland verschlagen. Lena ist überhaupt nicht begeistert von diesem unfreiwilligen Culture-Clash, vor allem, weil sie Cems rüpelhafte Macho-Manieren extrem abtörnend findet. Immerhin gelingt es der zusammengewürfelten Truppe, Funkkontakt mit ihren Eltern aufzunehmen: Doris Schneider und Metin Öztürk, Papa von Cem und Yagmur, wurden mittlerweile wohlbehalten ins gemeinsame Ferienhotel gebracht und sind dort gerade dabei, sich einem heißen Techtelmechtel hinzugeben. Währenddessen warten ihre Kids auf die versprochene Rettung, und auch zwischen ihnen funkt es irgendwann, obwohl Cem ein echtes Talent dafür besitzt, Lena immer wieder auf eine der zahlreich vorhandenen Palmen zu bringen. Die Begegnung mit einem tückischen Seeigel macht die Sache auch nicht gerade besser, führt dazu, dass die Gestrandeten feststellen müssen, die Insel doch nicht so ganz allein für sich zu haben. Aber wenn Lena zwischen Cem Öztürk und einem gefräßigen Kannibalen wählen dürfte - wahrscheinlich würde sie sich für den Eingeborenen entscheiden. Oder etwa nicht?
Das Mädchen Shirin lebt in einem Dorf in Anatolien. Weil ihr Vater die Pacht nicht bezahlen kann, wird er verhaftet. Damit Shirin versorgt ist, soll sie mit dem Gutsverwalter verheiratet werden. Doch sie liebt Mahmud, einen jungen Mann aus ihrem Dorf, der in Köln arbeitet. Shirin flieht vor dem Verwalter, sie kommt nach Istanbul und von da aus geht sie nach Köln, sie will Mahmud suchen. In Köln muss sie sich an die neue Stadt gewöhnen, an das Wohnheim und an die Fabrikarbeit, und eine fremde Sprache lernen. Die Solidarität ihrer Kolleginnen und die Hoffnung auf Mahmud helfen ihr, sich zurechtzufinden. Die wirtschaftliche Rezession trifft auch Shirin: Ihre Abteilung wird geschlossen, sie wird entlassen. Sie findet eine neue Stelle als Putzfrau, doch auch diese Arbeit verliert sie wieder. Ihre Probleme vergrößern sich immer mehr: Sie hat keine Arbeit, deshalb wird ihre Aufenthaltsgenehmigung nicht verlängert, sie hat keine Aufenthaltserlaubnis, deshalb wird ihr keine neue Arbeit vermittelt. Mahmud hat sie noch nicht gefunden. In dieser Situation begegnet Shirin dem Zuhälter Aida. Sie nimmt sein Angebot an; auch begegnet sie Mahmud, aber ihre Hochzeit fällt anders aus, als sie sich vorgestellt hat. Am Ende bricht Shirin, ihres Gewerbes überdrüssig, unter den Schüssen eines Zuhälters zusammen.
Shirin (Ayten Erten) Aida (Jürgen Prochnow) Mahmud (Aras Ören) Maria (Aliki Georgoulis) Janis (Jannis Kyiakidis) Meister (Peter Franke) Wirtin (Hilde Wensch) Heimleiterin (Renate Becker) Beamtin (Grete Wurm) Gingster (Hans-Peter Hallwachs) Betty (Ortrud Beginnen) Ella (Helga David) Verwalter (Aykut Kaptanoglu)