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    02/18/2026 4:00 am

    Antarktis - Auf den Spuren meines Großvaters

    Frankreich 2025

    Als die Regisseurin Jeanne Lefèvre das Haus ihrer Großeltern ausräumt, stößt sie auf Zeitungsausschnitte, Fotos, 8-mm-Filme und ein Tagebuch. Der Fund dokumentiert eine Reise ihres Großvaters, des Kernforschers und Ingenieurs Bruno Parlier, nach Adélieland, einen von Frankreich beanspruchten Teil der Antarktis, im Jahr 1959. Lefèvre beschließt, seinen Weg bis zum Südpol anhand der Archivdokumente nachzuverfolgen. An Bord des Schiffes Astrolabe, das Hobart in Tasmanien mit Adélieland verbindet, durchquert sie das eisige Südpolarmeer, passiert atemberaubende Landschaften aus Packeis und Gletschern und erreicht schließlich die Dumont-d’Urville-Forschungsstation. Sie will erkunden, was ihr verstorbener Großvater hier erlebte. Gleichzeitig möchte sie die antarktische Welt der Wissenschaft selbst entdecken und davon erzählen. Im Gespräch mit den Forschenden der Station erfährt sie, dass sich die Herausforderungen hier innerhalb von nur zwei Generationen radikal verändert haben: Während in den 1960er-Jahren die Kernforschung im Mittelpunkt stand, geht es heute um das alarmierende Voranschreiten des Klimawandels. In Adélieland werden essenzielle Daten gesammelt, um die globalen Umbrüche der Zukunft verstehen und vorhersagen zu können. Vor der Kamera und im Aquarellskizzenbuch hält Jeanne ihre Reise aus der Ich-Perspektive fest. So entsteht ein ehrliches, einfühlsames Porträt dieser unwirtlichen und faszinierenden Landschaft. Es ist eine Welt, die sich kaum in Worte fassen lässt, geprägt von den Legenden der ersten Entdecker und Pioniere.

    02/18/2026 4:55 am

    GEO Reportage

    Slowenien, Land des Honigs

    "Bienenzucht ist die Poesie der Landschaft" - so lautet ein alter Sinnspruch aus Slowenien. Honig, die einheimische Krainer Biene und die farbenfroh gestalteten Bienenkästen mit ihrer einzigartigen Bauweise sind fest in der Kultur des Landes verankert. Einer, der auf Sloweniens ausgezeichnetem Ruf als Honignation aufbaut, ist der 29-jährige Imker Erik Luznar. Mit dem Honig seiner Bienen will er wirtschaftlich erfolgreich sein - ein Vorhaben, das jedoch nur gelingt, wenn das Wetter mitspielt. Ausgerechnet in diesem Jahr beginnt die Saison mit Kälte und Regen - eine Katastrophe für den Jungimker. "GEO Reportage" hat ihn begleitet. Seit Jahrhunderten ist Slowenien ein Land der Bienenzucht. Die vielfältigen Landschaften bieten einen reichen Pflanzenbestand, der für ausreichend Nektar und Honig von höchster Qualität sorgt. Besonders stolz sind die slowenischen Imker auf die Krainer Biene, die als einheimische Art ein bedeutendes Kulturgut darstellt. Mit großem Engagement setzen sich die Imker für ihren Erhalt ein. Tradition und Folklore prägen die slowenische Imkerei, für die meisten Züchter steht sie nicht im Zeichen des kommerziellen Gewerbes. Doch eine neue Generation denkt um. Einer von ihnen ist Erik Luznar, der als Vollerwerbsimker durchstarten möchte. Von seinem Vater Janez hat er 300 Bienenvölker übernommen und führt damit die Familienimkerei bereits in der vierten Generation weiter. Die Luznars, die in der Region Oberkrain beheimatet sind, stellen seit Jahrzehnten Honig her. Nach einigen erfolgreichen Jahren wird diese Saison jedoch zu einer echten Herausforderung: Kalte, regnerische Wochen setzen den Bienen zu, viele Völker verhungern. Um seine Tiere und das Geschäft zu retten, wagt Erik einen riskanten Schritt: Er zieht mit einem Teil der Völker an andere Orte, wo die Bienen neuen Pollen finden sollen. Doch die Konkurrenz um geeignete Plätze ist groß, und auch die Artenreinheit der Krainer Biene wird zunehmend bedroht - durch benachbarte italienische Bienen. Hinzu kommt eine weitere Gefahr: Immer häufiger machen Bären den Imkern das Leben schwer. Kann Erik all diese Herausforderungen meistern und seine Imkerei auch in dieser Saison erfolgreich weiterführen? "GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt.

    02/18/2026 5:45 am

    Küchen der Welt

    Rumänien: Bulz

    (1): Herzhafte Polenta aus den rumänischen Bergen: Bulz Was ist rund, nahrhaft und lässt das Herz aller Rumänen höherschlagen? Alexis Sarini durchquerte die rumänischen Karpaten bis zu Küchenchefin Lucretia Grenner, um ihr bei der Zubereitung ihres Bulz zu helfen. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, erzählt von den fruchtbaren rumänischen Feldern, vom Stellenwert des Mais in der rumänischen Küche und von der multisensoriellen Dimension des Essens. (2): Ein Biss’chen Heimat: Andreea, eine Rumänin in Frankreich Andreea wurde in Rumänien geboren und lebt seit zwölf Jahren in Frankreich. Sie bereitet Sarmales für ihre Freunde zu. Sie erzählt von den Ähnlichkeiten zwischen der rumänischen und der französischen Kultur, vom französischen Frühstück und von den Gerüchen, die sie an ihr Heimatland erinnern. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Bulz, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe!   Rezept für Bulz Zutaten für 4 Personen: 200 g mittlere Polenta 125 g Burduf-Käse, alternativ Büffel-Mozzarella, Feta oder Ricotta   Zubereitung: - Burduf-Käse am Vorabend in ein Sieb legen und im Kühlschrank abtropfen lassen.  - Am nächsten Tag die empfohlene Menge Wasser in einen großen Topf geben, salzen und die Polenta einstreuen. - Bei mittlerer Hitze zum Kochen bringen, dabei beständig mit einem Holzlöffel rühren. Die Polenta ist fertig, wenn sie sich vom Topf löst. - Auf ein Brett stürzen und abkühlen lassen. Die Polenta in vier gleich große Stücke schneiden. - Die Stücke mit der Hand zu recht dicken Scheiben formen. Je eine Käsekugel in die Mitte jeder Scheibe legen. Die Ränder der Polentascheiben hochklappen, sodass eine Kugel entsteht, die gut in die Handfläche passt. - Die Kugeln für etwa 30 Minuten auf den Grill legen oder in einer heißen Pfanne auf dem Gasgrill erhitzen, bis die Polenta golden glänzt und der Käse geschmolzen ist.

    02/18/2026 6:20 am

    Stadt Land Kunst

    Rodríguez‘ Andalusien / Côte d'Opale / Genf

    (1): Alberto Rodríguez‘ erbarmungsloses Andalusien Nur selten verirren sich Besucher ins Marschland am Unterlauf des Guadalquivir. Hier, im südlichsten Teil Spaniens, spielt der Thriller „Mörderland“ des andalusischen Regisseurs Alberto Rodríguez, der 2016 in die deutschen Kinos kam. Im Sommer 1980 müssen zwei Ermittler aus Madrid unter der heißen Sonne Andalusiens eine brutale Mordserie aufklären und stoßen auf ein undurchdringliches Geflecht aus Schweigen, Angst und Lügen. Ein eindrückliches Porträt des ländlichen Spaniens nach den dunklen Jahrzehnten der Franco-Diktatur. (2): Côte d’Opale: Der Briten liebste Küste Nur etwas über 40 Kilometer Luftlinie von der Südküste Englands entfernt liegt Calais. Ist die Luft klar, sieht man die Kreidefelsen von Dover. Calais gehört zur Côte d’Opale, dem französischen Küstenstreifen des Ärmelkanals, der bei den Briten äußerst beliebt ist. Viele leben hier das ganze Jahr und pflegen ein inniges Verhältnis zu ihren französischen Nachbarn. Die geografische Nähe und Geschichte der Opalküste machen sie zu einem zentralen Element der französisch-britischen Beziehungen. (3): Jamaika: Nancys Beef-Patty Beef-Patty ist Jamaikas beliebtestes Fast Food. In der Hauptstadt Kingston bereitet Nancy ihre eigene Version der mit Rinderhack gefüllten Pastete zu. Dafür braucht sie Gemüse und natürlich Hackfleisch. Auch den Teig macht sie selbst. Als besondere Note gibt sie ein wenig Sojasoße und Käse hinzu. Die Pattys werden im Ofen bei 180 Grad Celsius gebacken. Lecker! (4): Genf: Die Geburt des Comics Mitten in Genf steht die Büste eines Mannes, der heute als Pionier der Comickunst gilt. Der Zeichner und Novellist Rodolphe Töpffer war Sohn eines Landschaftsmalers und vergnügte sich damit, seine Figuren in kleine Kästchen zu stecken und eine Bildergeschichte zu erzählen. Selbst Goethe war begeistert …

    02/18/2026 7:05 am

    Stadt Land Kunst

    Baskenland / London / Irland

    (1): Im spanischen Baskenland: Sorolla entdeckt neue Farben Der spanische Maler Joaquín Sorolla hätte sich damit begnügen können, die mediterrane Stimmung seiner Heimatstadt Valencia, in der er 1863 geboren wurde, auf realistische Weise einzufangen. Doch dann entdeckte er in Paris den Impressionismus – und parallel dazu das spanische Baskenland. Hier experimentierte der „Maler des Lichts“ mit ganz neuen Weiß-, Blau- und Grautönen, gespickt mit bernsteinfarbenen Strahlen. Seine Zeit in Kantabrien machte ihn zu einem der größten spanischen Künstler seiner Zeit. (2): London: Schauplatz einer brutalistischen Utopie Inmitten qualmender Ruinen stellte man sich im Nachkriegsengland eine entscheidende Frage: Wie sollte London aus seiner Asche auferstehen? Und im Herzen der Hauptstadt keimte eine modernistische Utopie: Vor dem Krieg war das Barbican-Viertel ein Labyrinth aus kleinen Fabriken, Lagerhäusern und Werkstätten. Nach Kriegsende musste wie überall in Europa dringend Wohnraum geschaffen werden. In London wehrte man sich gegen die Idee einer Gartenstadt, wie sie zu jener Zeit en vogue waren – und schuf stattdessen ein monumentales Betongebilde im brutalistischen Stil, das nicht überall auf Zustimmung stieß. (3): Frankreich: Christophes Wildpflanzen-Quiche Im Bois de Vincennes am Rande von Paris pflückt Christophe die Wildpflanzen für seine Quiche. Die Pflanzen werden gehackt, in der Pfanne karamellisiert und dann der Eimischung hinzugefügt. Zum Schluss rollt Christophe den Teig aus, gibt die Eimischung hinzu und garniert das Ganze mit Kräutern, Schafskäse und Efeu. Ein kulinarischer Waldspaziergang! (4): Irland: Die Geburtsstunde des Irish Coffee Im 20. Jahrhundert entstand nahe der irischen Kleinstadt Foynes der erste Flughafen, der Nordamerika mit Europa verband. Während des Zweiten Weltkriegs stiegen hier etliche Passagiere um – und kosteten bei dieser Gelegenheit einen berühmten irischen Cocktail.

    02/18/2026 7:55 am

    Rom gegen Karthago

    Der Punische Krieg

    Im 3. Jahrhundert vor Christus hat das ehemals bäuerliche Rom unter der Führung seiner Adelsfamilien Italien unter seine Herrschaft gebracht. Doch bei der Frage um die Herrschaft über das Mittelmeer gerät es mit der etablierten Handelsnation jener Ära in einen Konflikt. Es mündet in einen Zweiten Punischen Krieg: Gegenüber stehen sich das reiche Karthago und das aufstrebende Rom - nur einer kann herrschen. Hannibal und Scipio tragen diesen Kampf aus. Bis heute gilt das Mittelmeer als Netz lebenswichtiger Handelswege, als Schmelztiegel von Kulturen und Ideen sowie als Arena politischer und militärischer Kämpfe. Vor gut 2.200 Jahren wurden im Zweiten Punischen Krieg die Weichen für die politischen, kulturellen und religiösen Kräfte gestellt, die Europa und den Mittelmeerraum bis heute prägen. Dabei bekämpften sich das aufstrebende Rom und die etablierte Seemacht des Mittelmeers, Karthago. Begonnen wurde dieser Krieg von Hannibal Barkas, einem karthagischen Feldherrn, der zu den größten der Geschichte zählt. Bekanntheit erlangte er durch die Überquerung der Alpen mitten im Winter mit einem Heer von 80.000 Mann und vielen Kriegselefanten. Hannibals Ziel besteht in der Wiederherstellung der Macht Karthagos. Aufgrund seines taktischen Geschicks, mitsamt unerwarteten Aktionen, schafft er es, die Römische Republik an den Rand des Untergangs zu treiben. Nach der bitteren Niederlage bei Cannae ist es der junge Scipio Aemilianus, der den Widerstand Roms gegen Karthago anführen wird. Hautnah beobachtet er Hannibals militärisches Genie in einer Reihe von Schlachten und lernt daraus, wie man ihn schlagen kann. Scipio verlagert den Krieg aus Italien nach Nordafrika, direkt vor die Tore Karthagos. Hannibal muss Italien verlassen und in die Heimat zurückkehren. Bei Zama treffen die beiden größten Feldherren ihrer Epoche aufeinander. Wer von beiden wird als Sieger hervorgehen - der erfahrene Stratege, der keine Schlacht gegen die Römer verloren hat, oder der Neuling?

    02/18/2026 9:25 am

    Griechen gegen Perser

    Die Perserkriege

    Im 6. und 5. Jahrhundert vor Christus greift das Perserreich, die absolute Großmacht dieser Epoche, nach dem Westen. Es will die griechischen Stadtstaaten unter seine Kontrolle bringen. Zu oft haben die sich an Aufständen der griechischen Städte im Perserreich beteiligt. Was sich anschließt, ist ein Kampf von David gegen Goliath - oder Themistokles gegen den König der Könige: Xerxes. 481 vor Christus: Der uneingeschränkte Herrscher der Perser, Xerxes, rüstet sich für einen Feldzug gegen rebellische Städte in Griechenland. Besonders auf Athen hat er es abgesehen, das seinem Vater Dareios bei Marathon eine demütigende Niederlage zugefügt hat. Xerxes beherrscht viele Länder von Kleinasien bis Indien. Sein Reich ist eines der größten der Geschichte, das erste Imperium des Nahen Ostens, mit schier unerschöpflichen Ressourcen. Seit Jahren plant er eine Invasion Griechenlands und hat keine Mühen und Kosten gescheut, um ein riesiges Heer aufzustellen. Ein Kampf von Goliath gegen David - so scheint es. Xerxes trifft auf eine Konföderation griechischer Stadtstaaten, angeführt von Themistokles aus Athen. Den Griechen stehen nur wenige Ressourcen im Vergleich zur gewaltigen Macht des Perserreichs zur Verfügung. Doch sie besitzen einen entscheidenden Vorteil: Athen ist seit zehn Jahren eine Demokratie. Dieses damals radikale politische System ermöglicht es freien Männern - etwa zehn Prozent der Bevölkerung -, ihre Regierung selbst zu wählen. Sie wählen Themistokles. Er entstammt zwar der Aristokratie, gehört aber nicht zum oligarchischen Machtzirkel, der die junge Demokratie Athens prägt. Doch er besitzt rhetorisches Geschick und politischen Scharfsinn. Als Stratege geht er neue Wege: Er versteht es, Gegner zu täuschen, und beherrscht das Intrigenspiel wie kaum ein anderer. Es gelingt ihm, die Athener davon zu überzeugen, im Kampf gegen die Perser auf Schiffe zu setzen. Die Seeschlacht bei Salamis wird alles entscheiden …

    02/18/2026 10:55 am

    Küchen der Welt

    Bretagne: herzhafte Crêpes

    (1): Knuspriges Wahrzeichen der Bretagne – herzhafte Crêpes Rund, knusprig und mit ganz viel Butter – so schlemmt es sich mit der ganzen Familie! Laure Granjon traf sich mit der Küchenchefin Aude Le Grand und verkostete die herzhaften Crêpes, die weltweit exemplarisch für die bretonische Küche stehen. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erläutert den Unterschied zwischen Crêpe und Galette, beleuchtet die Geschichte des Buchweizenmehls und berichtet über die bretonische Esskultur im Ausland. (2): Ein Biss’chen Heimat: Véronique, eine Bretonin in Schweden Véronique wurde in der Bretagne geboren und lebt seit 1987 in Schweden. Für ihre Lieben bereitet sie Jakobsmuscheln zu. Sie erzählt von bretonischen Meeresfrüchten, schwedischen Schrebergärten, selbst angebauten Küchenkräutern und den herzhaften Aromen, die sie an ihre bretonische Heimat erinnern. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für herzhafte Crêpes, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe!   Rezept für herzhafte Crêpes Zutaten für 12 Crêpes: 500 g Buchweizenmehl 3 rote Paprikaschoten Thymian Rosmarin 2 Knoblauchzehen 30 g frischer Ziegenkäse 20 g grobes Meersalz Zubereitung: Herzhafter Crêpeteig: - Buchweizenmehl in eine Schüssel geben, 75 cl gesalzenes Wasser langsam einrühren und währenddessen den Teig mit einem Schneebesen schlagen. - Zugedeckt 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen.   Paprikamarinade: - Paprikaschoten aufschneiden und Kerngehäuse entfernen. - Mit der Hautseite nach unten 20 Minuten lang im Ofen grillen. Sobald die Haut Blasen schlägt, herausnehmen und in Frischhaltefolie wickeln. 30 Minuten ruhen lassen. - Paprika pellen, in Streifen schneiden und in einen tiefen Teller legen. 100 Milliliter Olivenöl, gehackten Knoblauch sowie einige Thymian- und Rosmarinzweige darüber geben. Für 24 Stunden abgedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen. - Ziegenkäse zerbröseln und untermischen.   - Den Teig auf ein Crêpes-Eisen oder in eine flache Pfanne geben, von einer Seite backen, umdrehen, Butter auf die andere Seite geben, die Marinade darauf verteilen und zwei Mal falten.

    02/18/2026 11:25 am

    Stadt Land Kunst

    Viollet-le-Ducs Pyrenäen / Toskana / Cayenne

    (1): Eugène Viollet-le-Ducs Bildungsreise durch die Pyrenäen 1833 machte sich der 19-jährige Eugène Viollet-le-Duc mit seinem Freund Émile Millet auf den Weg in die Pyrenäen. Er entdeckte die romantischen Landschaften der französischen Provinz, deren Geschichte ihn faszinierte. Auf seiner Reise fertigte er hunderte von Zeichnungen an und machte sich Notizen zur Kunstfertigkeit der lokalen Steinmetze, die ihn besonders begeisterte. Ein paar Jahre später wurde Villet-le-Duc zu einem der berühmtesten Architekten seiner Zeit und schrieb mit der Restaurierung mittelalterlicher Bauwerke Geschichte. (2): Toskana: Die Tradition des Lederhandwerks In der Lederschule im Herzen der toskanischen Hauptstadt Florenz wird ein jahrhundertealtes Kunsthandwerk gelehrt. Im ehemaligen Gerberviertel von Santa Croce gibt es auch zahlreiche Läden, in denen man Lederwaren erwerben kann. Über Generationen hinweg wurde in dieser Region Mittelitaliens das Gerben und die Verarbeitung von Leder zur Kunst erhoben. Das hochwertige Material und die sorgfältige Handfertigung trugen maßgeblich zum Ruf Italiens in der Welt der Mode und Luxusartikel bei. (3): Mongolei: Erdenebilegs Guriltai Shul In Ulan-Bator kann es frostig kalt werden: Manchmal sinkt das Thermometer auf minus 40 Grad Celsius! Um sich wieder aufzuwärmen, bereitet Erdenebileg eine traditionelle mongolische Nudelsuppe zu. Für ihr Guriltai Shul schneidet sie zunächst Rindfleisch klein, dann knetet sie den Nudelteig. In die Brühe kommen außerdem Kartoffeln und Karotten. Das Wohlfühlgericht wird im Familienkreis genossen. (4): Cayenne: Ein Geograf mischt die Karten neu 1956 wird der Geograf Jean Hurault beauftragt, das neue Département Französisch-Guayana zu kartografieren. Für sein Vorhaben verlässt er sich auf das Wissen der indigenen Bevölkerung, die zuvor noch nie befragt wurde. Gemeinsam mischen sie die Karten neu …

    02/18/2026 12:10 pm

    Stadt Land Kunst

    Norddeutschland / Provence / USA

    (1): Max und Moritz – zwei Schelme aus dem hohen Norden Die Bücher von Wilhelm Busch gingen um die Welt: Allein die Abenteuer von „Max und Moritz“, die 1865 in Deutschland erschienen, wurden in rund 200 Sprachen und Dialekte übersetzt. Geboren wurde der Zeichner und Schriftsteller im niedersächsischen Wiedensahl – das dortige Dorfleben war ihm eine wertvolle Inspirationsquelle. Tiere spielen in seinen Geschichten, Zeichnungen und Gemälden stets eine zentrale Rolle. (2): Lavendel – das duftende Sinnbild der Provence Sanft geschwungene, lilafarbene Felder unter strahlend blauem Himmel – wer denkt bei diesem Bild nicht an die Provence und riecht den Lavendel förmlich? Das flirrende Violett, das sich bis zum Horizont erstreckt, ist der Inbegriff südfranzösischer Sommerträume. Doch die scheinbar zeitlose Landschaft ist jünger, als man denkt: Lavendel wird in Südfrankreich erst seit dem 20. Jahrhundert angepflanzt, als die Parfümeure in Grasse immer mehr von dem duftenden Rohstoff benötigten. (3): Albanien: Ervehes traditioneller Brennnesselkuchen In Voskopoja zaubert Ervehe ihren traditionellen Brennnesselkuchen. Dazu röstet sie fein gehackte Brennnessel in einer Pfanne und knetet einen Teig, den sie in zwei Kugeln teilt. Diese werden so ausgerollt, dass sie genau in die Kuchenform passen. Zwischen die beiden Teigschichten kommt die Brennnesselfüllung. Gebacken wird der Kuchen in einem ganz besonderen Ofen! (4): USA: Die amerikanische Venus In New York schaut man ständig nach oben und bewundert die Wolkenkratzer, die hoch in den Himmel ragen. Viele schmückt eine Antenne, manche auch eine Statue – wie die goldene Dame auf dem Municipal Building. Diese Statue erzählt vom Schicksal einer geheimnisvollen Amerikanerin …

    02/18/2026 1:00 pm

    Die Klette - Detektiv Belli

    Spielfilm Italien 1969

    Kommissar Belli ist bestechlich. Als er sich im Auftrag von Anwalt Fontana in die Affäre dessen Sohns mit einem Model einmischt, stößt er auf eine Leiche. Dem Musikproduzenten Romanis wurde eine Kugel in den Kopf geschossen. Ein Frauenfoto scheint der Schlüssel zum Fall zu sein. Und Belli, inzwischen von den Kollegen verdächtigt, ermittelt auf eigene Faust. Ein Thriller von Romolo Guerrieri (1969). Kommissar Stefano Belli verkauft seine Dienste stets an den Meistbietenden. Zu seinen Kunden zählt auch Fontana, ein einflussreicher römischer Anwalt. Er beauftragt Belli, die Geliebte seines Sohnes Mino, ein britisches Model, von ihm fernzuhalten. Der zunächst leicht erscheinende Auftrag nimmt eine dramatische Wendung, als Belli in die Wohnung eines erschossenen Mannes einbricht: Romanis, ein Musikproduzent, der mit dem Model Sandy ebenfalls ein Verhältnis hatte. Wegen seiner Anwesenheit am Tatort gerät Belli bei seinen Kollegen in Verdacht; trotzdem lässt er nicht von seinem Auftrag ab. Ist der Grund für Romanis' Tod die Affäre zwischen Sandy und Mino? Oder steckt etwas anderes dahinter? Bei der Leiche wurde ein zerrissenes Foto einer nackten Frau gefunden, das aufgrund des fehlenden Kopfes nicht zu erkennen ist. Belli ahnt, dass die Unbekannte eine Schlüsselfigur in dem Verbrechen ist. Seine Ermittlung führt ihn hinter die Kulissen der römischen Musikindustrie und in die Vergangenheit der Familie Fontana. Doch seine Hartnäckigkeit fordert neue Opfer … Ein spannender italienischer Thriller mit Franco Nero („Django“, 1966; „Der Fall Collini“, 2019). „Die Klette“ ist eine Adaption des italienischen Kriminalromans „Macchie di Belletto“ von Ludovico Dentice. Guerrieris Thriller vermittelt die Stimmung eines Film noir - mit der moralisch zwiespältigen Hauptfigur, der größtenteils nächtlichen Szenerie und den verführerischen Frauenfiguren. In der Rolle des korrupten Kommissars Belli überzeugt einmal mehr Franco Nero, relativ zu Beginn seiner mehr als 60-jährigen internationalen Karriere.

    02/18/2026 2:40 pm

    Zwei Freundinnen

    Spielfilm Frankreich/Italien 1968

    Die wohlhabende Frédérique liest auf einer Pariser Seine-Brücke eine junge Frau auf, die sich mit Pflastermalerei durchs Leben schlägt und kein Zuhause hat. Sie heißt Why. Die schöne, kühle Frédérique fühlt sich von der ebenso schönen, sanften jungen Frau angezogen und nimmt Why mit in ihre Villa in Saint-Tropez. Die beiden Frauen beginnen ein Verhältnis miteinander. Frédériques Leben in Saint-Tropez ist der Inbegriff des süßen Nichtstuns; doch zwischen Roulettetisch und Pokerabend gähnt die Langeweile. Als bei einem Pokerabend ein neuer Gast auftaucht - der Architekt Paul Thomas - und mit Why flirtet, geht sie darauf ein und verbringt mit dem jungen Mann die Nacht. Frédériques Eifersucht ist geweckt. Sie weiß nicht nur das nächste Rendezvous der beiden zu verhindern, sondern fängt selbst eine Beziehung mit Paul an und lädt ihn ein, mit in die Villa zu ziehen. Why ist nun die von beiden Verlassene, scheint es aber mit Fassung zu tragen. Doch unter der Oberfläche des seltsamen Dreiecksverhältnisses schwelen Eifersucht, Abhängigkeit und Hass - und führen zum tödlichen Ende. „Zwei Freundinnen“ ist die zehnte Zusammenarbeit von Claude Chabrol mit seiner damaligen Ehefrau Stéphane Audran. Einmal mehr seziert Chabrol anhand des Liebesdreiecks in diesem Film das abgehobene Leben der französischen Bourgeoisie und ihre Abgründe. Den manipulativen Paul spielt der elegante Jean-Louis Trintignant, Audrans erster Ehemann. Audran bekam 1968 für ihre Darstellung den Silbernen Bären. ARTE Schwerpunkt: Die Bären sind los: ARTE und die 76. Berlinale: Vom 12. bis 22. Februar 2026 ist Berlin die Hauptstadt des internationalen Kinos. ARTE strahlt hierzu eine Auswahl von 13 früheren Weltpremieren und Preisträgern des Festivals aus, ob fiktionale Filme oder Dokumentarfilme. Darunter auch die ARTE-Koproduktion und der Goldene Bär aus dem Jahr 2024: "Dahomey" von Mati Diop. ARTE begleitet die 76. Berlinale mit einer Reihe von 13 Filmen, die auf dem Festival ihre Uraufführung hatten und/oder ausgezeichnet wurden.

    02/18/2026 4:20 pm

    Die wunderbare Welt der Weine

    Italien - Der toskanische Weinadel

    Von der Sonne verwöhnte Landschaften, in denen Reben und Olivenbäume wachsen - so kennen wir die Toskana, die seit jeher als eine der berühmtesten Weinregionen Italiens gilt. Der vielbesungene Chianti ist in der ganzen Welt bekannt. Sein Anbaugebiet liegt in einer Hügelkette im Herzen der Toskana. Lange Zeit galt der Chianti als gefälliger roter Tafelwein, doch seit rund 30 Jahren gibt es die Ambition, seine Qualität zu verbessern. So wollen die Winzer der ganzen Region zu neuem Renommee verhelfen. Die Toskana, berühmt für ihre sonnenverwöhnten Landschaften mit Weinbergen und Olivenhainen, gilt seit jeher als eine der bedeutendsten Weinregionen Italiens. In ihrem Zentrum liegt das Chianti-Gebiet, das auf eine jahrhundertealte Weinbautradition zurückblickt. Barone und Marchesi pflegen auf ihren Schlössern nicht nur die alten Traditionen, sondern versuchen gleichzeitig, sich neu zu erfinden. Baron Francesco Ricasoli führt ein 1.200 Hektar großes renommiertes Landgut mit Olivenbäumen und Weinstöcken im Chianti-Classico-Gebiet. Die großen Chianti-Weingüter kreieren neue, innovative Weine und stellen neben der Großproduktion weiterhin den kleinen, aber feinen Vin Santo her. Er wurde schon vor Urzeiten hergestellt und als Messwein verwendet. Lange Zeit wurde der Chianti Classico überwiegend als Tischwein getrunken, doch seit rund 30 Jahren gibt es erhebliche Bestrebungen, die Qualität zu verbessern. Als uralte Kulturlandschaft hat das Chianti Weine für die Ewigkeit hervorgebracht. Die Adelsfamilien haben sich hinterfragt und die Qualität ihrer Weine verbessert. Wenn der Chianti heute der weltweit verbreitetste italienische Wein ist, zeugt das von der Fähigkeit einer Region, sich neu zu erfinden - auch, indem alte Traditionen bewahrt werden.

    02/18/2026 4:50 pm

    Die türkische Schwarzmeerküste

    Die fruchtbare Mitte

    Die fruchtbare Mitte der türkischen Schwarzmeerregion begeistert mit ihrer facettenreichen Landschaft und dem traditionsreichen Leben ihrer Bewohner. Wo der Fluss Kizilirmak in das Schwarze Meer mündet, erstreckt sich ein einzigartiges Naturparadies, Heimat unzähliger Vogelarten, Wasserbüffel, wilder Kamele und Pferde. An den Hängen des Pontischen Gebirges prägen Tabak- und Haselnussanbau den Alltag. An der Küste ist die jahrhundertealte Fischerkultur nicht wegzudenken, die den Tagesablauf und das Leben der Menschen bestimmt. In der fruchtbaren Mitte der türkischen Schwarzmeerküste liegen die Provinzen Giresun, Ordu, Trabzon und Samsun an den Nordhängen des Pontischen Gebirges. Diese Region ist ein Schmelztiegel aus kultureller Tradition, natürlicher Vielfalt und nachhaltiger Lebensweise. Hier leben die Menschen im Einklang mit der Natur: Fischerei, Tabak- und Haselnussernte prägen das Leben und den Rhythmus der Bewohner. Das Kizilirmak-Delta an der Küste ist ein Naturschutzgebiet, in dem Wildtiere ungestört leben und Zugvögel auf ihrer Reise von Europa und Asien nach Afrika einen Rastplatz finden. In diesem Zufluchtsort dokumentiert Prof. Dr. Sancar Baris zusammen mit einer Gruppe von Studierenden Lebensweisen und Zugrouten der Wasservögel. Der längste Fluss der Türkei, der Kizilirmak bewässert die Felder rund um die Stadt Bafra und bietet den Nährboden für den Tabak, aus dem die starken, geschmacksintensiven Samsun-Zigaretten gerollt werden. Yilmaz ist einer der vielen Haselnussbauern in Görele, Giresun, wo sie die Haselnüsse auch liebevoll die "fettigen, pummeligen aus Giresun" nennen. Sowohl bei der Haselnussernte als auch beim Pflücken der Tabakblätter packt das ganze Dorf mit an. In der Hafenstadt Arakli lernen wir Emine kennen. Sie ist die einzige Fischerin an der türkischen Schwarzmeerküste. Wie das Meer sie und ihren Mann wieder zusammengeführt hat, steht symbolisch für die tiefe Verbindung zwischen Mensch und Meer. Die Geschichten der Menschen und die Vielfalt der Natur machen diese Region zu einer Schatzkammer des türkischen Nordens.

    02/18/2026 5:35 pm

    Die türkische Schwarzmeerküste

    Der wilde Osten

    Der Osten der türkischen Schwarzmeerküste gilt als rau, wild und eigensinnig. Jeden Frühsommer finden auf der Ayder-Alm Stierkämpfe statt, bei denen die Tiere die Rangordnung in der Herde bestimmen - eine 250 Jahre alte Tradition. Am Mencune-Wasserfall sammeln Tausende Bienen unter der Obhut ihres kreativen Imkerkönigs den Nektar der vielen Wildblumen, die an den steilen Hängen wachsen. Im Kackar-Gebirge erntet das ganze Dorf kostbare Teeblätter und in einer Felswand bei Macka versteckt sich einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Christentums: das Sumela-Kloster. Der Osten der türkischen Schwarzmeerküste ist ein Landstrich, der die Kräfte der Natur und die Traditionen seiner Bewohner vereint. An malerischen Hängen, steilen Felswänden und entlang tosender Wasserfälle erleben wir die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Zwischen den 4000 Meter hohen Kackar-Bergen und dem verträumten Küstenstädtchen Arhavi lernen wir den Imker Bülent und seine Frau Nazli kennen. Zwischen steilen Wasserfällen und dichten Laubwäldern produzieren 80 Millionen Bienen kostbaren Honig, der dank der unberührten Natur besonders hochwertig ist. In den Bergen bei Macka thront auch das historische Sumela-Kloster, das sich wie ein Adlerhorst in eine Felswand schmiegt und Zeugnis einer jahrhundertealten christlichen Tradition ist. An den regenreichen Hängen von Rize führt die Reise zu den berühmten Teeplantagen. Hier wächst das Nationalgetränk der Türken: Çay, den die Einheimischen mit Stolz und in großen Mengen genießen. In Artvin pflegt Falkner Kazim die alte Kunst der Greifvogeljagd. Mit seinem Wanderfalken bewahrt er eine tief verwurzelte Tradition, die die enge Beziehung zwischen den Menschen hier und der ungezähmten Natur widerspiegelt. Bekannt ist die Region auch für ihre Stierkämpfe auf der Ayder-Alm, wo die Tiere unter der strengen Aufsicht ihrer stolzen Besitzer um die Rangordnung kämpfen. So auch Zigzava, der 17-jährige Champion. Wird er sich auch dieses Jahr an der Spitze behaupten können?

    02/18/2026 6:20 pm

    ARTE Journal

    Frankreich/Deutschland 2026

    ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

    02/18/2026 6:40 pm

    Re: Das ewige Pendeln des EU-Parlaments

    Deutschland 2025

    Zwölfmal im Jahr pendelt das komplette EU-Parlament für knapp vier Tage von Brüssel nach Straßburg – so ist es in den Europäischen Verträgen festgelegt. Denn während Gesetze und Mehrheiten in Brüssel vorbereitet werden, finden die meisten Plenarsitzungen und Abstimmungen in Straßburg statt. Der Umzug ist längst zu einer Routine geworden, die alle mitmachen müssen, die aber kaum jemand will. Eine der wenigen Abgeordneten, die sich jeden Monat auf den Ortswechsel freuen, ist Fabienne Keller, die ehemalige Bürgermeisterin von Straßburg. Sie betont den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt und sieht die ständige Standortdebatte gelassen. Denn eine Änderung des Parlamentssitzes ist nur mit Zustimmung Frankreichs möglich – und die gilt als äußerst unwahrscheinlich. Auch Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, begrüßt die regelmäßigen Umzüge: Straßburg habe großen Symbolwert für die historische Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland - und damit für das Friedensprojekt Europa. Doch viele Abgeordnete sind vom Dauerpendeln genervt. Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, hält den monatlichen Umzug für "völlig aus der Zeit gefallen". Er koste Geld und Arbeitszeit und sei zudem umweltschädlich. Auch Reinier van Lanschot von der Reformpartei Volt sieht in Straßburg kein starkes Symbol mehr. Gesetze entstünden in Brüssel – in Abstimmung mit Europäischem Rat und Europäischer Kommission. Der ständige Wechsel sei heute eher ein Sinnbild für die Ineffizienz der EU. Am Ende bleibt eine einfache, aber unbequeme Frage: Ist der monatliche Umzug Ausdruck europäischer Stärke – oder ein Relikt, das dem Vertrauen in die Politik sogar schadet?

    02/18/2026 7:15 pm

    Das Lehrerzimmer

    Spielfilm Deutschland 2022

    Carla Nowak ist eine junge, engagierte Lehrerin. Ihre erste Stelle an einem Gymnasium beginnt vielversprechend: Die Schüler ihrer siebten Klasse mögen sie, sie hört ihnen zu, nimmt ihre Sorgen ernst. Doch als in der Klasse Geld verschwindet, sieht sich die Lehrerschaft gezwungen einzugreifen. Während das Kollegium auf strikte Maßnahmen setzt, will Carla Vertrauen bewahren. Als ihre Kollegen beginnen, die Schüler zu durchsuchen, ist sie entsetzt - und die Situation eskaliert, als ein Junge unter Verdacht gerät. Carla glaubt an seine Unschuld und beschließt, sich selbst auf die Suche nach dem Täter zu machen. Ihr heimlicher Plan, den Dieb mit einer versteckten Kamera zu überführen, bringt eine überraschende Wendung: Der Verdacht fällt auf Frau Kuhn aus dem Sekretariat, die Mutter ihres Lieblingsschülers Oskar. Doch die Konfrontation endet im Desaster. Kuhn bestreitet alles, Eltern und Kollegen sind empört, und Carla steht plötzlich selbst am Pranger - wegen unerlaubter Videoaufnahmen. Zwischen wütenden Eltern, starrköpfigen Kollegen und verunsicherten Schülern kämpft Carla verzweifelt um Gerechtigkeit und Vertrauen. Doch je mehr sie versucht, die Fronten zu überwinden, desto tiefer verstrickt sie sich in die Strukturen eines Systems, das auf Kontrolle statt auf Verständnis setzt. Als auch Oskar die Kontrolle verliert, muss Carla eine letzte Entscheidung treffen: Gibt sie auf - oder findet sie einen Weg, zu ihm durchzudringen? Mit „Das Lehrerzimmer“ inszenierte İlker Çatak ein packendes Drama über den Mikrokosmos Schule als Spiegel unserer Gesellschaft, das mit seiner dichten Atmosphäre von Anfang an in den Bann zieht. Leonie Benesch brilliert als junge Lehrerin, die zwischen die Fronten gerät. Der Film hinterfragt unsere Debattenkultur im Spannungsfeld von Wahrheit und Gerechtigkeit. Das Drama feierte Premiere im Panorama der Berlinale 2023 und gewann fünf Deutsche Filmpreise, darunter Bester Film, Beste Regie und Beste weibliche Hauptrolle.

    02/18/2026 8:50 pm

    Wim Wenders: Der ewig Suchende

    Deutschland 2025

    Das Porträt geht der Frage nach, wie die Biografie von Wim Wenders, seine Leidenschaft fürs Reisen und seine Begeisterung für verschiedene Kunstformen – von Fotografie über Tanz bis Musik – mit seinem filmischen Werk zusammenhängen. Wenders blickt dabei sehr persönlich auf sein Leben und seine Filme zurück. Er erklärt, was für ihn eine gute Geschichte ausmacht – und warum die amerikanische Erzählweise für ihn nicht funktioniert hat. Zahlreiche Ausschnitte aus seinen Spielfilmen sowie Begegnungen mit prominenten Weggefährten wie Nick Cave, Sebastião Salgado, Juliette Binoche und Thierry Frémaux ergeben ein berührendes Porträt eines Künstlers, der das europäische Kino über Jahrzehnte geprägt hat.

    02/18/2026 9:45 pm

    15 Jahre

    Spielfilm Deutschland/Österreich/Luxemburg 2023

    Nach 15 Jahren Haft für einen Mord, den sie nicht begangen hat, tritt Jenny in eine Welt, die sie kaum noch kennt: Sie lebt in einem christlichen Wohnheim für Ex-Häftlinge und kämpft gegen den Wunsch nach Vergeltung, der in ihr gefährlich nah an der Oberfläche brodelt. Als sie einen neuen Job als Reinigungskraft an einem Konservatorium antritt, trifft sie auf einen alten Bekannten. Mangold, heute Klavierdozent, war während Jennys Ära als Klavier-Wunderkind ihr damaliger Konkurrent. Ihr Talent hat Mangold nie vergessen. Er macht Jenny mit Omar bekannt, einem kriegsversehrten syrischen Musiker, der in ihr mehr als nur eine vorbestrafte Pianistin sieht. Omar träumt von einer Band, und auch Mangold hätte große Pläne für das Duo: die Teilnahme an einer Casting-Show für Menschen mit Behinderung - der Einarmige und die Borderlinerin. Jenny will von alldem nichts wissen. Doch dann erfährt sie, dass die Show von Popstar Gimmiemore moderiert wird - dem Mann, für dessen Tat sie damals zu Unrecht ins Gefängnis ging. Was als Chance auf ein künstlerisches Comeback begann, entpuppt sich als Gelegenheit zur Rache. Hin- und hergerissen zwischen dem wieder aufkeimenden Verlangen nach Vergeltung und dem fragilen Glück, das die Beziehung zum lebensbejahenden Omar ihr verspricht, muss Jenny eine Entscheidung treffen. Ein psychologisches Drama über den Kampf einer jungen Musikerin mit sich und der Welt. 17 Jahre nach dem Erfolg seines Dramas „Vier Minuten“ (2006) liefert Regisseur und Drehbuchautor Chris Kraus die Fortsetzung der Geschichte. Hannah Herzsprung („Die geliebten Schwestern“, „Traumfrauen“) verkörpert erneut die Rolle der Jenny von Loeben. Für ihre Darstellung in „Vier Minuten“ gewann sie bereits mehrere internationale Auszeichnungen, unter anderem den New Faces Award, den österreichischen Undine Award sowie den Golden Space Needle Award beim Seattle Film Festival. Für „15 Jahre“ erhielt Herzsprung 2024 den Bayerischen Filmpreis und wurde für den Bambi sowie den Deutschen Filmpreis nominiert. Ausgezeichnet mit dem Deutschen Filmpreis wurde Adele Neuhauser (Frau Markowski) als beste Nebendarstellerin.

    02/19/2026 12:00 am

    Was soll nur aus Dir werden?

    Frankreich 2025

    Mit fünf Jahren sollte die einzige Sorge von Kindern daraus bestehen, Zählen und Teilen zu lernen. Doch bereits in der Vorschule erfahren sie am eigenen Leib, wie politische Entscheidungen ihren Alltag und ihre Zukunft prägen. Daraus ergibt sich, dass in der Sprache der Kinder schon früh eine unerwartete und verblüffende Sensibilität für soziale Realitäten zum Vorschein kommt. Die Dokumentation „Was soll nur aus Dir werden?" spiegelt die gesellschaftlichen Entwicklungen wider und verdeutlicht: Die Zukunft eines Bildungssystems - und damit des ganzen Landes - entscheidet sich bereits in der Vorschule. Wann endet das Erlernen des sozialen Miteinanders? In einer französischen Vorschule in sozial benachteiligter Lage treffen Moussa, Faustine, Fatou und viele weitere Kinder aufeinander. Ihre Lebenswelten könnten kaum unterschiedlicher sein und würden sich außerhalb des geschützten Raums der öffentlichen Schule so gut wie nie berühren. Mit fünf Jahren besteht ihr Alltag aus Malen, Singen, Streiten und Versöhnen. Doch hinter dem Gelächter und den Rangeleien schimmert in ihrer kindlichen Ausdrucksweise bereits eine Erwachsenenwelt durch. Im Jahr 2024 prägte ein historischer Wahlsieg der extremen Rechten bei den Europawahlen die politische Landschaft. Gleichzeitig wächst eine neue Generation heran, die sich als bunt und facettenreich definiert und mit den großen Fragen und Herausforderungen der Gegenwart befasst: Diversität, Gleichberechtigung, Umwelt, Feminismus, Demokratie. 2024 war ein außergewöhnliches Jahr voller Diskussionen und kleinen Auseinandersetzungen, die erste Regungen eines sozialen Bewusstseins aufblitzen lassen, voller Trotz, Ernüchterung und leisen Hoffnungen. Die Dokumentation gibt vor allem der kindlichen Stimme Raum - mal ernst, oft urkomisch und stets ohne Filter. Angesichts des zerfallenden Bildungssystems stellt sich die Frage: Ist das Ideal der Gleichheit, das mit dem Wahlspruch der Französischen Republik wohl fast an jeder Schulfassade prangt, überhaupt noch erreichbar? Oder steuert das Schulsystem auf eine Trennung nach sozialen Schichten zu? Und welche Zukunft erwartet eine Generation, die im Schatten einer globalen Pandemie aufwuchs? „Was soll nur aus Dir werden?“ zielt darauf ab, auf diese Fragen Antworten zu finden.

    02/19/2026 12:55 am

    Klima - Im Würgegriff der Ölkonzerne (1/2)

    Die Leugnung

    Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie Ölkonzerne und ihre Verbündeten in der Politik jahrzehntelang Zweifel an der Ursache des Klimawandels schürten und notwendige Gegenmaßnahmen behinderten. Sie fragt nach den Gründen für die lange Untätigkeit angesichts der wachsenden Bedrohung und nach der Verantwortung der mächtigen Ölkonzerne, insbesondere der von ExxonMobil. Die zweiteilige Dokumentation entstand über einen Zeitraum von über 40 Jahren und wurde unter wechselnden Regierungen gedreht. Sie beginnt in den 80er Jahren, als die Ölkonzerne anfingen, den Klimawandel und seine weltweiten Auswirkungen zu erforschen. In jener Zeit stieg die Nachfrage, und die Welt wurde vom Öl immer abhängiger. Seitdem setzt die Branche alles daran, Zweifel an den wissenschaftlichen Grundlagen zu säen, die Meinung der Öffentlichkeit zu beeinflussen und Maßnahmen gegen den Klimawandel zu blockieren, bis heute. Die Recherche basiert auf unlängst veröffentlichten Dokumenten sowie Hunderten Interviews mit Wissenschaftlern - manche von ihnen im Dienst der Mineralölindustrie -, Politikern, Managern und Lobbyisten. Einige von ihnen hatten sich nie zuvor geäußert, manche plagt ein schlechtes Gewissen. Paul Bernstein etwa, ehemaliger Wirtschaftsberater beim Unternehmen Charles River Associates, das für den Interessenverband American Petroleum Institute arbeitet, blickt auf seine damalige Skrupellosigkeit und die jahrelangen Verschleppungstakten mit Scham und Reue zurück. Aufschlussreich auch die Aussagen des ehemaligen NASA-Physikers Martin Hoffert, der in den 80er Jahren zudem als Berater für ExxonMobil arbeitete. Schon damals hatten er und seine Kollegen die Katastrophenszenarien vorausgesehen. Heute sieht sich Hoffert als Wissenschaftler bestätigt. Doch als Mensch und Erdbewohner ist er über die allgemeine Tatenlosigkeit zutiefst empört.   Wie konkret und umfassend waren Wissenschaft, Wirtschaft und Politik in den letzten Jahrzehnten über den Klimawandel informiert? Welche Chancen dagegenzusteuern wurden verpasst? Diesen Fragen geht ein Team aus preisgekrönten Filmemachern und Journalisten nach, darunter Dan Edge, Jane McMullen, Gesbeen Mohammad, Robin Barnwell, Sara Obeidat, Emma Supple und Russell Gold.

    02/19/2026 1:50 am

    Klima - Im Würgegriff der Ölkonzerne (2/2)

    Der Zweifel

    Die zweiteilige Dokumentation zeigt, wie Ölkonzerne und ihre Verbündeten in der Politik jahrzehntelang Zweifel an der Ursache des Klimawandels schürten und notwendige Gegenmaßnahmen behinderten. Sie fragt nach den Gründen für die lange Untätigkeit angesichts der wachsenden Bedrohung und nach der Verantwortung der mächtigen Ölkonzerne, insbesondere der von ExxonMobil. Die Beweise für den bevorstehenden Klimawandel sind unumstößlich, doch die extrem mächtigen Erdölkonzerne fahren eine Strategie, die jegliche Klimapolitik ausbremst. „Die Branche hat eine überaus starke Lobby“, erläutert die ehemalige Chefin der US-Umweltschutzbehörde Christine Todd Whitman. „Es bestand keinerlei Bereitschaft, über den Klimawandel zu sprechen. Das Thema wurde schlicht nicht angesprochen. Ich hatte es wirklich satt.“ Die Mineralölkonzerne sehen das anders. So behauptete Darren Woods, CEO und Aufsichtsratsmitglied von ExxonMobil, im Oktober 2021 bei einer Anhörung vor dem US-Kongress: „Unser Standpunkt folgt der wissenschaftlichen Entwicklung. Er stimmt stets mit dem der Wissenschaft überein“. Der ehemalige US-Senator und Verteidigungsminister Chuck Hagel gesteht: „Inzwischen kennen wir die Praktiken einiger großer Mineralölgesellschaften besser. Wir wissen jetzt, was sie wussten, uns aber nicht gesagt haben, wir wissen, dass sie gelogen haben. Ja, ich bin in die Irre geleitet worden. Heute würde ich das Land und die ganze Welt völlig anders führen. Wir könnten in diesen Fragen viel weiter sein. All das schadet unserem Land und unserem Planeten.“ In einer Zeit, in der führende Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler des Weltklimarates (IPCC) vor den Gefahren des Klimawandels warnen und der Krieg in der Ukraine die weltweite Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und dem Energielieferanten Russland offenbart, zeigt die Dokumentation, was mittlerweile unternommen wird, um die Ölkonzerne zur Rechenschaft zu ziehen, und wie eine solche Situation überhaupt entstehen konnte.

    02/19/2026 2:45 am

    Mit offenen Karten - Im Fokus

    Moderation: Émilie Aubry

    Der von Donald Trump als Konkurrenz zur UNO ins Leben gerufene Friedensrat trifft sich diese Woche in Washington. Unter den angekündigten Teilnehmern befinden sich mehrere Länder des Nahen Ostens, da der Rat beim Wiederaufbau des Gazastreifens helfen soll. Die zweite Phase des Friedensplans – Entwaffnung der Hamas und Rückzug der israelischen Armee – lässt dennoch auf sich warten.

    02/19/2026 2:50 am

    Mit offenen Augen

    Thailand: die große Wehrpflichtlotterie

    Im April 2025 sorgten Videos von der Auslosung der thailändischen Wehrdienstpflichtigen in den sozialen Netzwerken für Aufsehen. Zwischen Tränen und Freudenausbrüchen verbergen diese heiteren Szenen ein Land, das noch immer von einer harten Militärdiktatur regiert wird. Umgeben von Soldaten zuckt ein junger Thailänder kurz zusammen, bevor er in theatralischen Jubel ausbricht: Er konnte sich gerade einem zweijährigen Militärdienst entziehen. Im Frühjahr 2025 haben die Bildaufnahmen dieser Losverfahren Millionen von Internetnutzer in den Bann gezogen. Der Aktivist Netiwit Chotiphatphaisal, der erste Wehrdienstverweigerer des Landes, erläutert uns die Regeln der seltsamen Lotterie, die der thailändischen Jugend aufgebürdet wird. Aude-Marie Lalanne Berdouticq, Historikerin und Soziologin für Medizin und Wissenschaft, blickt auf die Geschichte dieses grundlegenden Übergangsritus im Leben der Männer zurück.

    02/19/2026 3:00 am

    28 Minuten

    Frankreich 2026

    "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe.

    02/19/2026 3:50 am

    (Fast) die ganze Wahrheit

    Mary Shelley

    Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. In dieser Folge: Mary Shelley.

    02/19/2026 4:05 am

    Madagaskar oder der große Karneval der Chamäleons

    Frankreich/Großbritannien 2023

    Wenn es ein Paradies für Chamäleons gibt, befindet es sich auf Madagaskar. Auf der „roten Insel“ lebt knapp die Hälfte der rund 200 bekannten Chamäleonarten - eine weltweit einzigartige Vielfalt. Man findet sie in allen Farben und Größen, mit Hörnern auf der Nase oder helmartigen Kopflappen. Madagaskar scheint für Chamäleons der ideale Lebensraum zu sein. Doch wie kam es dazu? Die Dokumentation erzählt, wie die faszinierenden Reptilien vor 65 Millionen Jahren auf die Insel kamen, und zeigt dann ein beeindruckendes Naturspektakel: den Karneval der Chamäleons. Chamäleons sind eine faszinierende Spezies: Sie sind bekannt für ihre blitzschnelle Zunge und ihre extrem beweglichen Augen, die einen Rundumblick ermöglichen, doch am beeindruckendsten ist ihre Tarnkunst. Die Dokumentation bietet einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Chamäleons und zeigt gleichzeitig die Vielfalt Madagaskars. Darüber hinaus thematisiert die Dokumentation auch die Entwicklungsgeschichte dieser außergewöhnlichen Reptilien. Nirgends auf der Welt findet man mehr Chamäleonarten an einem Ort: Sie sind kunterbunt, winzig oder kolossal, haben helmförmige Schädel oder Hörner auf der Nase. Warum leben gerade auf dieser Insel so viele verschiedene Chamäleonarten? Und wie kam es dazu, dass sie sich hier besser als irgendwo anders auf der Welt entwickelt haben? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach und erzählt dabei auch die Anfänge dieser Spezies, die seit 65 Millionen Jahren auf der Insel lebt.

    arte (Germany)

    Available schedules: 05/19/2021 - 03/19/2026 Time zone: Central European Time (CET) UTC +1 Country: Germany Language: German

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