Schedules
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02/19/2026 4:05 am |
Madagaskar oder der große Karneval der Chamäleons |
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| Wenn es ein Paradies für Chamäleons gibt, befindet es sich auf Madagaskar. Auf der „roten Insel“ lebt knapp die Hälfte der rund 200 bekannten Chamäleonarten - eine weltweit einzigartige Vielfalt. Man findet sie in allen Farben und Größen, mit Hörnern auf der Nase oder helmartigen Kopflappen. Madagaskar scheint für Chamäleons der ideale Lebensraum zu sein. Doch wie kam es dazu? Die Dokumentation erzählt, wie die faszinierenden Reptilien vor 65 Millionen Jahren auf die Insel kamen, und zeigt dann ein beeindruckendes Naturspektakel: den Karneval der Chamäleons. Chamäleons sind eine faszinierende Spezies: Sie sind bekannt für ihre blitzschnelle Zunge und ihre extrem beweglichen Augen, die einen Rundumblick ermöglichen, doch am beeindruckendsten ist ihre Tarnkunst. Die Dokumentation bietet einen faszinierenden Einblick in die Lebensweise der Chamäleons und zeigt gleichzeitig die Vielfalt Madagaskars. Darüber hinaus thematisiert die Dokumentation auch die Entwicklungsgeschichte dieser außergewöhnlichen Reptilien. Nirgends auf der Welt findet man mehr Chamäleonarten an einem Ort: Sie sind kunterbunt, winzig oder kolossal, haben helmförmige Schädel oder Hörner auf der Nase. Warum leben gerade auf dieser Insel so viele verschiedene Chamäleonarten? Und wie kam es dazu, dass sie sich hier besser als irgendwo anders auf der Welt entwickelt haben? Diesen Fragen geht die Dokumentation nach und erzählt dabei auch die Anfänge dieser Spezies, die seit 65 Millionen Jahren auf der Insel lebt. | |||||
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02/19/2026 4:55 am |
360° Reportage |
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| Belfast, die von Konflikten gezeichnete Hauptstadt Nordirlands, war über Jahrzehnte Schauplatz von Zorn und Aufruhr, von Glaubenskämpfen und Gewalt. Die Forderungen und Proteste der verfeindeten politischen Lager wurden traditionell auf Hauswände der jeweiligen Wohnviertel gemalt - riesige sogenannte Murals, die nach wie vor existieren. Aber die junge Künstlerszene von heute will den alten aggressiven Wandgemälden etwas Friedlicheres entgegensetzen. Sie haben genug vom konfliktreichen Erbe Belfasts und erschaffen moderne, lebensfrohe Streetart. Einmal im Jahr findet das Streetart-Festival „Hit the North“ in Belfast statt. Kerrie Hanna ist eine der Künstlerinnen, die diesmal mit dabei ist. Die junge Malerin gehört zur neuen Generation von engagierten Künstlerinnen und Künstlern, die die Wände der Stadt „zurückerobern“ wollen. Sie ist überzeugt, Belfast dadurch lebenswerter zu machen. Dass das schon gelungen ist, davon zeugen die vielen modernen Wandbilder Belfasts. Adam Turkington, der Gründer und Leiter des „Hit The North“-Events, ist für den Boom verantwortlich, den die Streetart in Belfast in den letzten Jahren erlebt hat. Aber Routine ist es nach all den Jahren noch immer nicht. Unzählige Kunstschaffende, Aktivisten, Kunstbegeisterte und Touristen werden in den nächsten Tagen erwartet. Jede Malerin braucht ihre Wand, jeder Künstler seinen Platz. Ganz große Flächen können nur per Hochgerüst, mitunter nur per Kran bemalt werden. An vielen Stellen der Stadt entstehen so neue farbige, fröhliche, romantische und poppige Wandbilder, die vor allem eines wollen: die Seele der Stadt heilen. Die alten Konflikte sollen endlich der Vergangenheit angehören. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt. | |||||
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02/19/2026 5:50 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Knuspriges Wahrzeichen der Bretagne – herzhafte Crêpes Rund, knusprig und mit ganz viel Butter – so schlemmt es sich mit der ganzen Familie! Laure Granjon traf sich mit der Küchenchefin Aude Le Grand und verkostete die herzhaften Crêpes, die weltweit exemplarisch für die bretonische Küche stehen. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erläutert den Unterschied zwischen Crêpe und Galette, beleuchtet die Geschichte des Buchweizenmehls und berichtet über die bretonische Esskultur im Ausland. (2): Ein Biss’chen Heimat: Véronique, eine Bretonin in Schweden Véronique wurde in der Bretagne geboren und lebt seit 1987 in Schweden. Für ihre Lieben bereitet sie Jakobsmuscheln zu. Sie erzählt von bretonischen Meeresfrüchten, schwedischen Schrebergärten, selbst angebauten Küchenkräutern und den herzhaften Aromen, die sie an ihre bretonische Heimat erinnern. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für herzhafte Crêpes, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe! Rezept für herzhafte Crêpes Zutaten für 12 Crêpes: 500 g Buchweizenmehl 3 rote Paprikaschoten Thymian Rosmarin 2 Knoblauchzehen 30 g frischer Ziegenkäse 20 g grobes Meersalz Zubereitung: Herzhafter Crêpeteig: - Buchweizenmehl in eine Schüssel geben, 75 cl gesalzenes Wasser langsam einrühren und währenddessen den Teig mit einem Schneebesen schlagen. - Zugedeckt 24 Stunden im Kühlschrank ziehen lassen. Paprikamarinade: - Paprikaschoten aufschneiden und Kerngehäuse entfernen. - Mit der Hautseite nach unten 20 Minuten lang im Ofen grillen. Sobald die Haut Blasen schlägt, herausnehmen und in Frischhaltefolie wickeln. 30 Minuten ruhen lassen. - Paprika pellen, in Streifen schneiden und in einen tiefen Teller legen. 100 Milliliter Olivenöl, gehackten Knoblauch sowie einige Thymian- und Rosmarinzweige darüber geben. Für 24 Stunden abgedeckt an einem kühlen Ort ziehen lassen. - Ziegenkäse zerbröseln und untermischen. - Den Teig auf ein Crêpes-Eisen oder in eine flache Pfanne geben, von einer Seite backen, umdrehen, Butter auf die andere Seite geben, die Marinade darauf verteilen und zwei Mal falten. | |||||
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02/19/2026 6:20 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Eugène Viollet-le-Ducs Bildungsreise durch die Pyrenäen 1833 machte sich der 19-jährige Eugène Viollet-le-Duc mit seinem Freund Émile Millet auf den Weg in die Pyrenäen. Er entdeckte die romantischen Landschaften der französischen Provinz, deren Geschichte ihn faszinierte. Auf seiner Reise fertigte er hunderte von Zeichnungen an und machte sich Notizen zur Kunstfertigkeit der lokalen Steinmetze, die ihn besonders begeisterte. Ein paar Jahre später wurde Villet-le-Duc zu einem der berühmtesten Architekten seiner Zeit und schrieb mit der Restaurierung mittelalterlicher Bauwerke Geschichte. (2): Toskana: Die Tradition des Lederhandwerks In der Lederschule im Herzen der toskanischen Hauptstadt Florenz wird ein jahrhundertealtes Kunsthandwerk gelehrt. Im ehemaligen Gerberviertel von Santa Croce gibt es auch zahlreiche Läden, in denen man Lederwaren erwerben kann. Über Generationen hinweg wurde in dieser Region Mittelitaliens das Gerben und die Verarbeitung von Leder zur Kunst erhoben. Das hochwertige Material und die sorgfältige Handfertigung trugen maßgeblich zum Ruf Italiens in der Welt der Mode und Luxusartikel bei. (3): Mongolei: Erdenebilegs Guriltai Shul In Ulan-Bator kann es frostig kalt werden: Manchmal sinkt das Thermometer auf minus 40 Grad Celsius! Um sich wieder aufzuwärmen, bereitet Erdenebileg eine traditionelle mongolische Nudelsuppe zu. Für ihr Guriltai Shul schneidet sie zunächst Rindfleisch klein, dann knetet sie den Nudelteig. In die Brühe kommen außerdem Kartoffeln und Karotten. Das Wohlfühlgericht wird im Familienkreis genossen. (4): Cayenne: Ein Geograf mischt die Karten neu 1956 wird der Geograf Jean Hurault beauftragt, das neue Département Französisch-Guayana zu kartografieren. Für sein Vorhaben verlässt er sich auf das Wissen der indigenen Bevölkerung, die zuvor noch nie befragt wurde. Gemeinsam mischen sie die Karten neu … | |||||
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02/19/2026 7:05 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Max und Moritz – zwei Schelme aus dem hohen Norden Die Bücher von Wilhelm Busch gingen um die Welt: Allein die Abenteuer von „Max und Moritz“, die 1865 in Deutschland erschienen, wurden in rund 200 Sprachen und Dialekte übersetzt. Geboren wurde der Zeichner und Schriftsteller im niedersächsischen Wiedensahl – das dortige Dorfleben war ihm eine wertvolle Inspirationsquelle. Tiere spielen in seinen Geschichten, Zeichnungen und Gemälden stets eine zentrale Rolle. (2): Lavendel – das duftende Sinnbild der Provence Sanft geschwungene, lilafarbene Felder unter strahlend blauem Himmel – wer denkt bei diesem Bild nicht an die Provence und riecht den Lavendel förmlich? Das flirrende Violett, das sich bis zum Horizont erstreckt, ist der Inbegriff südfranzösischer Sommerträume. Doch die scheinbar zeitlose Landschaft ist jünger, als man denkt: Lavendel wird in Südfrankreich erst seit dem 20. Jahrhundert angepflanzt, als die Parfümeure in Grasse immer mehr von dem duftenden Rohstoff benötigten. (3): Albanien: Ervehes traditioneller Brennnesselkuchen In Voskopoja zaubert Ervehe ihren traditionellen Brennnesselkuchen. Dazu röstet sie fein gehackte Brennnessel in einer Pfanne und knetet einen Teig, den sie in zwei Kugeln teilt. Diese werden so ausgerollt, dass sie genau in die Kuchenform passen. Zwischen die beiden Teigschichten kommt die Brennnesselfüllung. Gebacken wird der Kuchen in einem ganz besonderen Ofen! (4): USA: Die amerikanische Venus In New York schaut man ständig nach oben und bewundert die Wolkenkratzer, die hoch in den Himmel ragen. Viele schmückt eine Antenne, manche auch eine Statue – wie die goldene Dame auf dem Municipal Building. Diese Statue erzählt vom Schicksal einer geheimnisvollen Amerikanerin … | |||||
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02/19/2026 7:55 am |
Wenn die Vulkane erwachen |
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| Vulkanismus und eruptive Tätigkeit verändern das Gesicht der Erde immer wieder von Grund auf. Und auch an der Entwicklung der Arten haben die feuerspeienden Berge einen wesentlichen Anteil. Die Dokumentation veranschaulicht am Beispiel eines vor 65 Millionen Jahren im Indischen Ozean entstandenen Hotspots den Einfluss von Vulkanen auf Pflanzen, Tiere und Menschen. Während die Dinosaurier den Eruptionen und ihren Folgen wie giftigen Gaswolken und glühenden Lavaströmen zum Opfer fielen, bot die Nähe zu Vulkanen zahlreichen Meerestierarten günstige Lebensbedingungen. Und die Menschen machten sich die fruchtbaren Lavaböden heute noch zunutze. In fünfjährigen Dreharbeiten wurde die Entwicklungsgeschichte des für die Entstehung der Insel Réunion verantwortlichen Hotspots an rund 30 aktiven Vulkanen im Indischen Ozean nachgezeichnet. Im Laufe der Jahrmillionen entstand aus der ständig durch diese Anomalie im Erdmantel austretenden, sehr flüssigen Lava die Insel Réunion, die sich auch heute immer noch ausdehnt. Um die beeindruckende filmische Reise durch Raum und Zeit plastisch erlebbar zu machen, erweckten die Produktionsteams Dinosaurier in verblüffend echten Computerbildern zum Leben, ließen U-Boote in vergessene Welten tauchen und fingen ihre gefährlichen, weil unberechenbaren Motive mit neuester HD-Aufnahmetechnik ein. | |||||
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02/19/2026 9:20 am |
Unter dem Vulkan - Der Mate Grande in Patagonien |
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| Ein neuer aktiver Vulkan, der durch Zufall entdeckt wurde: der Mate Grande in Patagonien. Mit 1.280 Metern ist er etwa so hoch wie der Vesuv. Seine Caldera ist fünf Kilometer breit und sieht aus wie eine riesige Schale Mate-Tee. Der "Mate Grande" liegt mitten im chilenischen Erdbebengebiet, am Pazifischen Feuerring. Was bedeutet seine Entdeckung für die Menschen in der Region Aysén? | |||||
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02/19/2026 10:25 am |
Re: Das ewige Pendeln des EU-Parlaments |
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| Zwölfmal im Jahr pendelt das komplette EU-Parlament für knapp vier Tage von Brüssel nach Straßburg – so ist es in den Europäischen Verträgen festgelegt. Denn während Gesetze und Mehrheiten in Brüssel vorbereitet werden, finden die meisten Plenarsitzungen und Abstimmungen in Straßburg statt. Der Umzug ist längst zu einer Routine geworden, die alle mitmachen müssen, die aber kaum jemand will. Eine der wenigen Abgeordneten, die sich jeden Monat auf den Ortswechsel freuen, ist Fabienne Keller, die ehemalige Bürgermeisterin von Straßburg. Sie betont den wirtschaftlichen Nutzen für die Stadt und sieht die ständige Standortdebatte gelassen. Denn eine Änderung des Parlamentssitzes ist nur mit Zustimmung Frankreichs möglich – und die gilt als äußerst unwahrscheinlich. Auch Sabine Verheyen, Vizepräsidentin des EU-Parlaments, begrüßt die regelmäßigen Umzüge: Straßburg habe großen Symbolwert für die historische Versöhnung zwischen Frankreich und Deutschland - und damit für das Friedensprojekt Europa. Doch viele Abgeordnete sind vom Dauerpendeln genervt. Martin Schirdewan, Co-Vorsitzender der Linksfraktion, hält den monatlichen Umzug für "völlig aus der Zeit gefallen". Er koste Geld und Arbeitszeit und sei zudem umweltschädlich. Auch Reinier van Lanschot von der Reformpartei Volt sieht in Straßburg kein starkes Symbol mehr. Gesetze entstünden in Brüssel – in Abstimmung mit Europäischem Rat und Europäischer Kommission. Der ständige Wechsel sei heute eher ein Sinnbild für die Ineffizienz der EU. Am Ende bleibt eine einfache, aber unbequeme Frage: Ist der monatliche Umzug Ausdruck europäischer Stärke – oder ein Relikt, das dem Vertrauen in die Politik sogar schadet? | |||||
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02/19/2026 10:55 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Sardische Gnocchi mit Tomatensoße – Malloreddus alla campidanese Das Geheimnis dieses Rezepts: Alle Zutaten stammen aus Sardinien! Carla Bucero Lanzi trifft sich mit Chefkoch Alessandro Atzeni und kostete dessen Malloreddus alla campidanese – eine sardische Gnocchi-Variante mit Tomatensoße. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erläutert die Herkunft des Gerichts, beleuchtet den Stellenwert des Safrans in der sardischen Küche und betont die Bedeutung regionaler Produkte in der Gastronomie. (2): Kulinarische Mitbringsel Carla Bucero Lanzi erkundet die sardische Esskultur und besucht einen lokalen Supermarkt, um die besten sardischen Produkte mit nach Hause zu nehmen. Sie kauft Pecorino fiore sardo, Thunfisch von der Insel und regionalen Kaviar, den berühmten Bottarga. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Malloreddus alla campidanese, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ran an die Töpfe! Rezept für Malloreddus alla campidanese Zutaten für 4 Personen: 400 g Wurstbrät Eine Prise Safranpulver 1 rote Zwiebel 500 g passierte Tomaten 2 Lorbeerblätter 150 ml sardischer Rotwein (Cannonau) 1/2 TL Fenchelsamen 100 g Pecorino 400 g Malloreddus (Gnocchetti sardi) Zubereitung: - Zwiebel hacken und in einer Pfanne bei niedriger Hitze in zwei Esslöffel Olivenöl mit dem Lorbeerblatt fünf Minuten anbraten. - Das Fleisch dazugeben und fünf weitere Minuten anbraten. Sobald das Wurstbrät goldbraun ist, den Rotwein, die Fenchelsamen, die passierten Tomaten und den Safran hinzugeben. Zugedeckt eine Stunde köcheln lassen. - Die Gnocchetti in einem großen Topf mit Salzwasser etwa 15 Minuten lang kochen. - Die Gnocchetti mit der Soße vermengen und den Pecorino darüber reiben. | |||||
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02/19/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Kroatien: Ivana Brlić-Mažuranić verzaubert Kinder In den Geschichten der Kinderbuchautorin Ivana Brlić-Mažuranić verwandelt sich Kroatien in ein Märchenland. Die 1874 geborene sechsfache Mutter war bestens mit der kindlichen Psyche, aber auch mit den Sagen ihrer Heimat vertraut. Im Erzählband „Aus Urväterzeiten“ erweckte sie die Wunderwesen der slawischen Mythologie zum Leben. Eine wichtige Rolle spielt die geheimnisvolle und gewaltige Natur Kroatiens, die den Menschen oft sehr klein erscheinen lässt. Berge, Flüsse und Zauberwälder werden zu eigenständigen Charakteren. (2): Aubrac: Die Geschichte des Laguiole-Messers Das Aubrac ist eine Kulturlandschaft im französischen Zentralmassiv, die vor allem für ihre robuste Rinderrasse bekannt ist. Das Dorf Laguiole hat noch einen weiteren Exportschlager hervorgebracht: das gleichnamige Taschenmesser! Es geht auf die Klingen zurück, welche die Schäfer seit dem Mittelalter mit sich trugen, und fand im 19. Jahrhundert seinen Weg in die Stadt und die industrielle Fertigung. Aufgrund zahlreicher Nachahmungen hätte das Laguiole beinahe seinen einzigartigen Charakter verloren. Doch heute verhelfen renommierte Manufakturen dem traditionellen Handwerk zu neuem Glanz. (3): Taiwan: Ma-Yaos Bambussuppe In Guan-Fu, einem kleinen taiwanischen Dorf, erntet Ma-Yao frischen Pfeilbambus, von dem sie nur die Sprossen verwendet. Für ihre Bambussuppe braucht Ma-Yao Schweinefleisch und gelbe Weinblätter. Nach 20 Minuten Kochzeit ist die Suppe fertig, die als sehr gesund für Herz und Durchblutung gilt. (4): Spanien: Das Schweigen wird gebrochen Im 16. Jahrhundert unterbrachen lediglich die Kirchenglocken die Stille in der Gemeinde Oña in den Bergen von Kastilien und León. Auch im hiesigen Benediktinerkloster galt die Regel: Schweigen ist Gold. Bis 1545 zwei Kinder namens Pedro und Francisco Velasco hier eintrafen … | |||||
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02/19/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Bologna und die Teenager von Silvia Avallone Kaum eine Autorin fängt die Komplexität einer Stadt und ihrer Bewohner so gekonnt ein wie Silvia Avallone. Etliche Romane der italienischen Schriftstellerin spielen in Bologna, der vibrierenden Hauptstadt von Emilia-Romagna. In „Da dove la vita è perfetta“ (2018) wird die Stadt sogar selbst zur Hauptfigur … (2): Burgund: ein Herz aus Eisen und Stahl Seit fast zwei Jahrhunderten schlägt in Le Creusot das Herz einer Industrie, die eine ganze Epoche prägte. Im Halbdunkel der Fabriken arbeiten die Menschen im Takt der Maschinen: zwischen Öfen, Hämmern und Walzen, die tonnenschwere Stahlteile bearbeiten. Das hypnotische Schauspiel erzählt von einer Zeit, als die Macht eines Landes noch in Tonnen produzierten Stahls gemessen wurde und die Menschen mit Schweiß, Feuer und technischem Genie das flüssige Metall bezwangen. (3): Malaysia: Peters Jackfrucht mit Kokosmilch In Borneo pflückt Peter eine Frucht von seinem Jackfruchtbaum. Er schält sie im Fluss und schneidet sie in Stücke, die er kocht. Dann hackt er Knoblauch, Zwiebel, Gewürze und Anchovis und gibt sie zur Jackfrucht in den Topf. Dazu kommen noch Kokosmilch, Krabben und eine Ingwerblüte. Serviert wird das Gericht in einem großen Blatt – ein echtes Dschungelmahl! (4): England: Die Märtyrer von Tolpuddle In England, vor den Toren des friedlichen Dorfes Tolpuddle, führt ein von hundertjährigen Bäumen gesäumter Weg zum Platz des Martyrs Tree. Hier findet zu Ehren von sechs mutigen Landarbeitern jährlich ein Festival statt, das Besucher aus der ganzen Welt anzieht … | |||||
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02/19/2026 1:00 pm |
In Wahrheit - Mord am Engelsgraben |
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| In einem Waldgebiet an der Saarschleife wird die Leiche einer Prostituierten, Nele, gefunden. Alles deutet auf Mord hin. Der Fall wird der Saarbrücker Kriminalkommissarin Judith Mohn übertragen. Gemeinsam mit ihrem Team beginnt sie, im Milieu entlang der Fernfahrerroute Deutschland-Frankreich zu ermitteln. Dann nimmt der Fall eine neue Wendung: Judith findet Hinweise, dass der Mord mit einem anderen, nie aufgeklärten Fall zusammenhängt. Vor neun Jahren verschwand die damals 16-jährige Maria spurlos beim Trampen. Ihre Habseligkeiten wurden am gleichen Ort gefunden wie die der Prostituierten Nele, die Maria zudem ähnelte. Judith beschließt, den ehemaligen Kommissar Markus Zerner in die Ermittlungen einzubeziehen, der damals im Fall Maria ermittelt hat. Ins Visier der Ermittlungen gerät Erich Kupka, ein Fernfahrer - nicht zuletzt, da seine eigene Frau Heike Angst hat, er könne etwas „damit“ zu tun haben. Der Verdacht gegen ihn relativiert sich jedoch, als Judith und ihr Kollege Freddy bei der Befragung eines weiteren Tatverdächtigen, der einen Brief an die Polizei geschrieben hat, in Lebensgefahr geraten und der Mann den Mord an der Prostituierten gesteht. Doch dieser stellt sich als psychisch gestört heraus. Fieberhaft ermittelt das Team weiter, mit Unterstützung von Markus Zerner. Nun rückt auch der ehemalige Freund von Maria, Paul Satzmann, wieder in den Fokus der Ermittler. Doch als Judith und ihr Team den Täter schließlich zu fassen bekommen, erfahren sie eine Geschichte, die ihnen durch Mark und Bein geht - denn nichts ist so, wie es schien. Der Regisseur und Drehbuchautor Miguel Alexandre ist vor allem für Fernsehfilme wie „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ (2007), „Der Mann mit dem Fagott“ (2011) oder „Tatort: Die Wahrheit stirbt zuerst“ (2013) bekannt. Sein Film „Grüße aus Kaschmir“ (2004) wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. „Mord am Engelsgraben“, der erste Teil der Krimireihe, glänzt mit einer prominenten Besetzung: In Episodenrollen sind unter anderem Christian Berkel („Der Kriminalist“, 2006-2020) und Anna Loos („Weissensee“, 2010-2018, „Mord in den Dünen“, 2013) zu sehen. | |||||
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02/19/2026 2:30 pm |
In Wahrheit - In einem anderen Leben |
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| Barbara Falk wurde in ihren eigenen vier Wänden zum Opfer eines Unbekannten. Während ihr Mann auf einer Klassenreise in Polen ist, dringt jemand ins Haus ein, überfällt, fesselt und missbraucht sie. Als die Polizei zu ermitteln beginnt, bleiben viele Fragen offen. Durch die verabreichten K.-o.-Tropfen bleiben Barbara Falk kaum Erinnerungen an den Übergriff. Wie ist der Vergewaltiger ins Haus gekommen, weshalb kannte er ihre Gewohnheiten und wusste, dass sie an diesem Abend allein zu Hause ist? Die Polizei in Saarlouis, allen voran Hauptkommissar Zerner, beginnt an den Aussagen des Opfers zu zweifeln, was von diesem nicht unbemerkt bleibt. Allein Zerners Kollegin Judith Mohn geht den Spuren weiter nach, selbst nachdem Frau Falk ihre Anzeige zurückgezogen hat. Nach einer Gegenüberstellung mit dem potenziellen Täter im Polizeipräsidium erleidet Falk einen Zusammenbruch. Obwohl währenddessen nicht gesprochen wurde, ist sie davon überzeugt, die Stimme des Täters vernommen zu haben. Mohn glaubt ihr, doch Frau Falks Verzweiflung nimmt überhand und sie kann dem Druck nicht mehr standhalten. Fünf Jahre vergehen, bis eines Tages das Ermittlerteam um Mohn zu einer am Straßenrand gefundenen Leiche gerufen wird. Unvorhergesehen bringt das den Stein ins Rollen und der Fall Falk wird wieder aus den Akten hervorgeholt. Der fünfte Teil der im saarländischen Saarlouis spielenden TV-Reihe "In Wahrheit" entstand unter der Regie von Jens Wischnewski, der ein Regiestudium an der Filmakademie Baden-Württemberg abschloss. Sein Langfilmdebüt "Die Reste meines Lebens" (2016) gewann beim Filmfestival Max Ophüls Preis 2017 den Preis der Jugendjury und den Fritz-Raff-Drehbuchpreis. Die ermittelnde Hauptkommissarin Judith Mohn wird von Christina Hecke verkörpert, in der deutschen Film- und Fernsehlandschaft ein bekanntes Gesicht. Sie spielte unter anderem in "Barbara" (2012) und "Die Frau, die sich traut" (2013) und ist regelmäßig in der Krimireihe "Kommissar Dupin" zu sehen (2018-2024). | |||||
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02/19/2026 4:15 pm |
360° Reportage |
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| Der Lebensraum von Orang-Utans schwindet, auch in Indonesien. Jagd und Wildtierhandel bringen Tod und Leid in ihren Lebensraum. Nur mit viel Glück gelangen die kleinsten und hilflosesten Opfer in die Fürsorge einer Auffangstation wie die der Borneo Orang-Utan Survival Foundation in Nyaru Menteng. Hier wird den Orang-Utan-Waisenkindern Fürsorge und Aufmerksamkeit zuteil. Ursulae ist schwer gefordert: Die Mitarbeiterin des Waldkindergartens im indonesischen Nyaru Menteng ist mit zwei ihrer Schützlinge unterwegs, um ihnen das Leben im Regenwald beizubringen. Selfie und Nia sind Orang-Utan-Waisen, die von der Nichtregierungsorganisation Borneo Orangutan Survival Foundation (BOSF) krank und unterernährt aus Privathaushalten gerettet wurden. Die Organisation bemüht sich seit Jahren darum, Waisen wie diese beiden nach der Rettung auf ein Leben in der Natur vorzubereiten. Eine Arbeit, die Jahre dauert - denn nach uns Menschen pflegen Orang-Utans die längste Bindung zu ihren Nachkommen: Bis zu neun Jahre verbringen die Mütter mit ihrem Nachwuchs, bevor sie diesen in die Selbstständigkeit entlassen. In dieser Zeit bringen sie ihren Jungen alles bei, was sie wissen müssen, um zu überleben. Eine Aufgabe, die nun die Mitarbeitenden der Auffangstation übernehmen. Um jedem Alter gerecht zu werden, ist die Aufzucht der jungen Menschenaffen in mehrere Teile gegliedert - in einen Kindergarten, eine Schule und einen anschließenden mehrjährigen Aufenthalt auf sogenannten Vorauswilderungsinseln. Erst wenn sie all diese Stationen durchlaufen haben, sind die jungen Tiere bereit, in ihre ursprüngliche Heimat, die Wildnis, zurückzukehren. Seit Bestehen der Auffangstation in Nyaru Menteng erlangten mehr als 800 Orang-Utans ihre uneingeschränkte Freiheit in einem der sicheren Waldschutzgebiete auf Borneo. Auch Selfie und Nia sollen eines Tages dorthin zurückgebracht werden. Und Ursulae wird sie auf diesem langen Weg ein gutes Stück begleiten. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt. | |||||
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02/19/2026 4:50 pm |
Galapagos (1/2) |
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| Im fernen Pazifik liegt eine Welt wie keine andere. Ein Land voller seltsamer Kreaturen, die kaum irgendwo sonst auf der Erde zu finden sind, inmitten reicher Meere, mit unberührter Wildnis und einer aufregenden Vergangenheit. Seit Charles Darwin 1835 einen Fuß auf die Galapagosinseln setzte, sind sie ein Ort des Staunens und der Faszination für Menschen auf der ganzen Welt. Eine Reise zum Archipel führte zu Darwins bahnbrechendem Werk über den Ursprung der Arten. Seine Theorie der Evolution durch natürliche Auslese begann mit den Erkenntnissen auf diesen Inseln. Mit einer einzigartigen Flora und Fauna strahlt Galapagos noch heute einen Zauber aus, wie ihn Darwin zu seiner Zeit erlebte. Die Existenz der Lebewesen wurde durch den Ozean und die vulkanischen Böden tiefgreifend geprägt. Mit eindrucksvollen Bildern der unberührten Natur und den außergewöhnlichsten Kreaturen entdeckt die Dokumentation die besondere Naturgeschichte der Galapagosinseln und die Ansiedlung ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Die Schönheit des Archipels entfaltet sich in der Vielfalt der Landschaften sowie in Flora und Fauna der verschiedenen Inseln - wie zum Beispiel piratenhafte Fregattvögel, die charismatischen Blaufußtölpel oder die größten Schildkröten der Welt. Unter Wasser tummeln sich junge Pelzrobben und Hammerhaie, die in den Mangroven darauf warten, dass sie groß genug werden, um sich in die Weiten des Ozeans zu wagen. Über Wasser bieten Geysire ein wahres Spektakel. | |||||
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02/19/2026 5:35 pm |
Galapagos (2/2) |
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| Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Inseln und der vielen Herausforderungen, die der Kreislauf des Lebens in diesem wilden und rauen Gebiet mit sich bringt. Nirgendwo sonst auf der Erde lässt sich eine so bizarre Vielfalt an Lebewesen finden: Hier gibt es Tiere, deren Existenz durch den Ozean und die vulkanischen Böden tiefgreifend geprägt wurde. So wie die Galapagosinseln durch Feuer entstehen und sich entfalten, so durchläuft auch das Leben seine Zyklen und passt sich stets dem Wandel an. In eindrucksvollen Bildern von der unberührten Natur und den außergewöhnlichen Tieren beleuchtet der Film die natürliche Schönheit der Galapagos-Inseln. Hier brüten als Einzige ihrer Art die Galapagos-Pinguine nördlich des Äquators. Während Blaufußtölpel beim Paarungstanz ihre schönen Füße zeigen, mühen sich die Rotfußtölpel beim Nestbau ab und die Riesenschildkröten bei der Paarung. Nachts graben die weiblichen Grünen Meeresschildkröten Gruben am Strand und legen ihre Eier ab. Frisch geschlüpft, machen sich die Schildkröten-Jungen auf den Weg ins Meer. Junge Wellenalbatrosse und Blaufußtölpel verlassen zum ersten Mal ihre Nester und heben ab in die Luft. Die Dokumentation enthüllt die bemerkenswerte Vielfalt, Pracht und Fülle der heimischen Flora und Fauna, die Galapagos so einzigartig macht. Faszinierende Aufnahmen zeigen die Herausforderungen des Lebens in diesem wilden und rauen Gebiet und die Kämpfe und Erfolge der Tiere, die auf den Inseln geboren, aufgezogen und geschützt werden. | |||||
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02/19/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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02/19/2026 6:40 pm |
Re: Orca-Shows am Ende? |
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| Drohnenaufnahmen der beiden Orcas Wikie und Keijo im geschlossenen Marineland Antibes an der Côte d’Azur haben weltweit Empörung ausgelöst. Ein neues Gesetz in Frankreich verbietet die Haltung von Walen zu Unterhaltungszwecken. Doch bis heute ist unklar, was mit den Orcas geschehen soll. Während Behörden und Betreiber über Zuständigkeiten diskutieren, verschärft sich die Lage der Orcas. Tierschutzorganisationen erhöhen den Druck. Die Aktivistin Aurore Defix dokumentiert immer wieder die Situation vor Ort: "Wir sehen Tiere, die komplett lethargisch sind und wirklich nur dann reagieren, wenn Menschen kommen, weil sie denken, es gibt ein Training." In ganz Europa gibt es nur noch einen Zoo, in dem Orcas auftreten. Der Loro Parque auf Teneriffa ist auch wegen seiner Orca-Show ein Publikumsmagnet. Betreiber Christoph Kiessling verteidigt die Haltung der Tiere als Beitrag zur Artenvielfalt: "Die Menschen werden von den Tieren berührt und entwickeln Empathie für sie. Unsere Orcas sind Botschafter für den Naturschutz." Orca-Trainerin Idaira Martín zeigt die intensive tägliche Arbeit mit den Tieren – und den hohen Aufwand, der hinter der Haltung steht. Wie viel Verantwortung trägt der Mensch für Orcas – in Gefangenschaft und in Freiheit? An der Straße von Gibraltar beobachtet Janek Andre mit seiner Walbeobachtungsflotte die letzten iberischen Orcas. Er dokumentiert Verletzungen und den zunehmenden Druck durch Schiffsverkehr und Fischerei. "Die Orcas leben hier seit Tausenden von Jahren. Doch menschliche Aktivitäten machen ihr Überleben immer schwieriger." | |||||
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02/19/2026 7:15 pm |
Schlafende Riesen - Die Macht der Vulkane |
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| Gemessen an der Dauer eines Menschenlebens sind große Vulkanausbrüche sehr selten. So selten, dass das Risiko leicht vergessen wird. Aber in der Geschichte gab es sie immer wieder. Die Spuren dieser vergangenen Katastrophen verraten sehr viel über unsere Gegenwart und sogar Zukunft. Die Bedrohung durch eine Seuche, Schwefelspuren im grönländischen Eis und ein ausgelöschtes Volk - was hat all das mit Vulkanen zu tun? Vulkanologen, Klimaforscher und Geologen rekonstruieren vergangene Katastrophen und verraten, welche Auswirkungen diese noch heute haben. Überwältigende Naturgewalt und lebensbedrohliche Gefahr zu gleich - Vulkane, die schlafenden Riesen unseres Planeten, sind unberechenbar. Die ganz großen Ausbrüche sind zwar extrem selten - in 100.000 Jahren wiederholen sie sich nur ein bis zwei Mal - aber selbst kleine Riesen können unerwartet aktiv werden. Erst ein Blick zurück in die Geschichte verrät, dass auch in Zukunft mit den feuerspeienden Bergen zu rechnen ist. Vulkan-Katastrophen haben schon ganze Reiche unter ihrer Asche erstickt - waren und sind sie zugleich aber auch wichtige Impulse für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation? Nicht nur Mexiko, das auf dem größten zusammenhängenden Vulkangürtel der Erde liegt, gehört den schlafenden Riesen. Weltweit liegen 67 Großstädte in der Nähe aktiver Vulkane. Rechnet man alle potenziell Betroffenen zusammen, kommt man auf mehr als 116 Millionen Menschen. Vulkanologen, Klimaforscher und Geologen wollen aus vergangenen Katastrophen lernen und arbeiten weltweit an der Vorhersage von Vulkaneruptionen, um in Zukunft Leben zu retten. Aber ist die heutige hoch technisierte, komplexe Gesellschaft wirklich besser gerüstet für den Katastrophenfall als damals? Heute gibt die Wissenschaft Einblicke in die Vorgänge im Erdinneren: Seismische Messungen, Beobachtungen aus der Luft und chemische Analysen sollen helfen, den Zeitpunkt eines erneuten Vulkanausbruchs vorherzusehen. Doch wirklich vorhersagen kann bis heute niemand eine Eruption. Alles was bleibt, ist die rechtzeitige Vorbereitung auf das, was die Zivilisationen erwartet, wenn die schlafenden Riesen erwachen. | |||||
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02/19/2026 8:45 pm |
All the Sins (1/6) |
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| Die Beziehung von Kriminalkommissar Lauri Räihä und seinem Lebenspartner steht nach Lauris Gewaltausbrüchen kurz vor dem Ende. Nach einer gescheiterten Sitzung bei einem Paartherapeuten wird er überraschend in seine nordfinnische Heimat Varjakka beordert. In dem kleinen Ort wurden innerhalb einer Woche zwei Männer brutal ermordet - bei beiden handelt es sich um aktive Lokalpolitiker und einflussreiche Mitglieder der streng religiösen Laestadianer-Gemeinde. Lauri selbst war bei den Laestadianern einst Mitglied, hat aber mit ihnen gebrochen und ist nie wieder in seine Heimat zurückgekehrt - bis jetzt. Gemeinsam mit seiner Kollegin Sanna Tervo reist er nach Varjakka, wo rasch deutlich wird, wie stark die Laestadianer das öffentliche und private Leben prägen. Lauri und Sanna befragen Angehörige der Opfer, den örtlichen Polizisten Ritola, den ehrgeizigen Supermarktbesitzer Lindman sowie den jungen Pizzabäcker Fahid, der mit einer Laestadianer-Tochter befreundet ist. Parallel taucht im Internet ein anonymes Video auf, das die Gemeinde scharf attackiert. Als schließlich ein weiterer Laestadianer verschwindet, ahnen Lauri und Sanna, dass es nicht bei den zwei Toten bleiben wird. Die Serie wurde in der nordfinnischen Oulu-Region am Bottnischen Meerbusen gedreht und behandelt in jeder ihrer drei Staffeln eine andere Zeitebene in der kleinen Gemeinde Varjakka. Die in der Serie vorgestellte Glaubensgemeinde der Laestadianer ist eine Erweckungsbewegung unter den Lutheranern, die unter anderem auch in Nordamerika und Schweden verbreitet ist. Über die Hälfte der Gläubigen sind allerdings Finnen. Mit oft sehr strengen Moralvorstellungen lehnen viele Anhänger zum Beispiel Verhütungsmittel ab. | |||||
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02/19/2026 9:30 pm |
All the Sins (2/6) |
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| Während in Varjakka die Sorge um den verschwundenen Stadtplaner Sakari Niemitalo wächst, setzen die Ermittler Sanna Tervo und Lauri Räihä ihre Arbeit an der rätselhaften Mordserie fort. Bei einer Pressekonferenz bittet Sanna die Öffentlichkeit um Hinweise zu Niemitalos Verschwinden, doch bald zeigt sich, dass der Fall enger mit den vorangegangenen Ritualmorden zusammenhängen könnte als zunächst gedacht. In Gesprächen mit Gemeindevorstehern, Familienangehörigen und Jugendlichen treten Spannungen innerhalb der streng gläubigen laestadianischen Gemeinschaft zutage. Sanna und Lauri stoßen auf widersprüchliche Aussagen rund um das umstrittene Einkaufszentrum Haikara und mögliche Verbindungen zwischen dem Geschäftsmann Reima Lindman und einem der Opfer. Auch der aus dem Irak stammende Fahid und seine Freundschaft zu der gläubigen Elina geraten in den Fokus der Ermittlungen - und wecken Misstrauen auf beiden Seiten. Während Suchtrupps die Wälder nach Sakari absuchen, spitzt sich die Stimmung im Ort zu: Die Macht der Religionsgemeinschaft wird offen infrage gestellt, Familien werden von Angst und alten Schuldzuweisungen eingeholt. | |||||
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02/19/2026 10:15 pm |
All the Sins (3/6) |
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| Die Ermittler Sanna Tervo und Lauri Räihä, die in der nordfinnischen Kleinstadt Varjakka einem Serienmörder auf der Spur sind, stehen weiterhin vor einem Rätsel. Könnte der lokale Unternehmer Reima Lindman für die Morde verantwortlich sein? Dubiose Geldzahlungen lassen Sanna und Lauri aufhorchen ... Sanna wird von einer Hiobsbotschaft aus dem Alltag gerissen: Ihre Mutter ist in Helsinki an einer Hirnblutung gestorben, während sie selbst Hunderte Kilometer entfernt war und sich nicht von ihr verabschieden konnte. Obwohl Sanna mit der traurigen Nachricht und der Sorge um ihre Tochter Silvia zu kämpfen hat, müssen die Mordermittlungen in Varjakka weitergehen. Also nehmen Lauri und Sanna den einflussreichen Unternehmer Reima Lindman ins Visier: Eine Kontobewegung von 66.000 Euro, dubiose ausländische Investoren und eine hohe Überweisung an den Politiker Lampela werfen Fragen auf. Sein scharf formulierter Drohbrief an den verschwundenen Sakari deutet ebenfalls auf Spannungen hin, doch Reima weiß sich zu verteidigen und präsentiert ein Alibi. Parallel gerät die laestadianische Gemeinde wieder in den Fokus der Ermittlungen. Ein Gedenkgottesdienst für die Toten, ein anonymes Flugblatt gegen religiösen Druck sowie zunehmende Spannungen innerhalb der Gemeinschaft verstärken das Gefühl, dass die Morde mit der Gemeinde und ihren Anhängern zu tun haben könnten. Auch die Gastronomen-Familie der lokalen Pizzeria um Hassan und Fahid steht durch Konkurrenz aus der Nachbarschaft und Misstrauen im Ort unter Druck. Auf einer nächtlichen Fahrt macht Fahid plötzlich eine dramatische Entdeckung. | |||||
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02/19/2026 11:00 pm |
Dahomey |
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| Im November 2021 werden 26 Kunstschätze aus dem ehemaligen Königreich Dahomey aus dem Musée du Quai Branly in Paris zurück in ihre Heimat überführt, dem heutigen Benin. Dort wurden die Schätze 1892 zusammen mit Tausenden weiteren Werken von französischen Kolonialtruppen geraubt. Wie geht ein Land, das sich über Generationen neu definieren musste, mit der Rückgabe dieser historischen Relikte um? Unter den Studierenden der Universität Abomey-Calavi entfacht sich eine leidenschaftliche Debatte, welche im Rahmen des Dokumentarfilms beleuchtet wird. Das ehemalige Königreich Dahomey (in der Sprache der Fon: „Danxomè“) wurde im 17. Jahrhundert von König Houegbadja gegründet und lag im Süden der heutigen Republik Benin. Die Gründerdynastie hielt sich über 300 Jahre lang an der Macht und trug dazu bei, dass sich das Königreich zu einer bedeutenden Regionalmacht entwickelte - mit einer strukturierten Wirtschaft, einem blühenden transatlantischen Handel, einer zentralisierten Verwaltung, einem Steuersystem und einer mächtigen Armee, in der auch die berühmten Agojie-Kriegerinnen kämpften. Die Hauptstadt Abomey wurde während dieser Zeit zu einem wahren Stadtstaat und einem bedeutenden Zentrum, in dem die Landwirtschaft weiterentwickelt und mit Sklaven gehandelt wurde. Von hier aus führten die Könige eine Politik, die auf das Wachstum von Dahomey ausgerichtet war. 1892 überfiel der französische Kommandant Dodds zur Zeit der Regentschaft von König Béhanzin die Hauptstadt; und 1895 wurde Dahomey zur französischen Kolonie. Am 1. August 1960 gewann das Land als Republik Dahomey schließlich seine Unabhängigkeit zurück. Heute gehören die beeindruckenden Königspaläste zum Unesco-Weltkulturerbe; in Abomey leben das lokale Kunst- und Kunsthandwerksgewerbe und die allgegenwärtige Voodoo-Religion bis heute fort. Der Dokumentarfilm wurde mit einem Goldenen Bären ausgezeichnet. ARTE Schwerpunkt: Die Bären sind los: ARTE und die 76. Berlinale Vom 12. bis 22. Februar 2026 ist Berlin die Hauptstadt des internationalen Kinos. ARTE strahlt hierzu eine Auswahl von 13 früheren Weltpremieren und Preisträgern des Festivals aus, ob fiktionale Filme oder Dokumentarfilme. Darunter auch die ARTE-Koproduktion und der Goldene Bär aus dem Jahr 2024: "Dahomey" von Mati Diop. ARTE begleitet die 76. Berlinale mit einer Reihe von 13 Filmen, die auf dem Festival ihre Uraufführung hatten und/oder ausgezeichnet wurden. | |||||
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02/20/2026 12:10 am |
Kurzschluss |
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| * Während wir schliefen Kurzfilm von Olmo Omerzu, Frankreich/Tschechien 2025, 19 Min. In Prag werden zwei 16-jährige Mädchen, die extrovertierte Dáša und die scheue Klára, mit der toxischen Männlichkeit zweier gleichaltriger Jungen konfrontiert, Robert und Pavel, mit denen sie ursprünglich ihre Jungfräulichkeit verlieren wollten. * Als ob die Erde sie verschluckt hätte Kurzfilm von Natalia León, Frankreich 2024, 14 Min. Olivia, eine junge Frau, die im Ausland lebt, kehrt in ihre Heimatstadt in Mexiko zurück - in der Hoffnung, mit ihrer Vergangenheit ins Reine zu kommen. Doch die Gewalt, die sie in ihrer Kindheit miterlebt hat, hat nicht nachgelassen, und die Reise ruft Erinnerungen wach, mit denen sie sich unmöglich versöhnen kann. * Solange wir unsterblich sind Kurzfilm von Nora Burlet Dhainaut, Kanada 2025, 14 Min. Lisa trifft ihren früheren Lebensgefährten Dan wieder und erinnert sich an den Kontext ihrer Trennung. Während sie den Verlauf ihrer gemeinsamen Geschichte nachzeichnet, konfrontiert Lisa Dan mit dem, was sich zwischen ihnen abgespielt hat. | |||||
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02/20/2026 1:15 am |
Mein Herz schlägt für niemanden |
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| "Mein Freund Riccardo ist von Jeffrey Dahmer fasziniert, einem berühmten amerikanischen Serienmörder. Riccardo erkennt sich selbst in diesem Mann, der wie er homosexuell ist, von anderen als Monster bezeichnet wird und für den er ein Liebesgefühl empfindet, das er in seinem Leben sonst nie zu empfinden vermochte. Ich reise mit ihm nach Milwaukee, in die Stadt, in der Dahmer seine Morde begangen hat, um ihn in dem Moment zu filmen, in dem die Begegnung mit der Realität seine Fantasie auf die Probe stellt." | |||||
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02/20/2026 2:10 am |
Die wunderbare Welt der Weine (7/10) |
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| Mit Rebsorten aus der Champagne produzieren die Winzer in den Grafschaften Kent und Sussex einen hochwertigen Schaumwein, der dem französischen Champagner in nichts nachsteht: den English Quality Sparkling Wine. Selbst Franzosen wie Pierre-Emmanuel Taittinger mischen dabei mit. Der Champagnerproduzent hat sich mit einem Engländer zusammengetan und ein 60 Hektar großes Obstanbaugebiet in Kent erworben, um es in einen riesigen Weinberg zu verwandeln. Und auch die königliche Familie produziert ihren eigenen Sparkling. Seit der Einführung 2013 reißen sich die Engländer um den edlen Tropfen, der im Park von Schloss Windsor angebaut wird. Zu den Pionieren des Weinbaus in Großbritannien gehört die Familie Roberts aus Sussex. Ihr Weingut steht regelmäßig auf Platz eins der Weinliste des Buckingham Palace und setzt sich bei großen Wettbewerben gegen Winzer aus der Champagne durch. In den letzten zehn Jahren wurde Schaumwein in Großbritannien zum Modegetränk. Deshalb haben sich die Anbauflächen für Sparkling Wine in England verdoppelt, vor allem im Südosten der Insel, wo die Gegebenheiten denen in der Champagne sehr ähnlich sind. Die kalkhaltigen Böden verleihen dem Schaumwein die begehrte Mineralität und Säure. Vor allem aber lassen die kontinuierlich steigenden Temperaturen den Zuckergehalt der Trauben steigen. Die englischen Winzer möchten den besten Schaumweinen der Welt Konkurrenz machen. Und bereits jetzt zeichnet sich ab, dass den Siegeszug des Sparkling Wines nichts aufhalten kann. | |||||
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02/20/2026 2:40 am |
Mit offenen Karten - Im Fokus |
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| Drei Minuten Aktuelles und Analysen | |||||
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02/20/2026 2:45 am |
Mit offenen Augen |
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| Halb Influencerin, halb Fischverkäuferin: Zwei junge Frauen bewerben in den sozialen Netzwerken per Handyvideo die zahlreichen Vorzüge und den günstigen Preis einer "erstklassigen Krabbe". Das im Juni 2025 auf Doyin, dem chinesischen Pendant von TikTok, veröffentlichte Video ist kein Einzelfall. Sébastien Berriot, Chinakorrespondent von Radio France, hat mit den beiden improvisierten "Influencerinnen" gesprochen und berichtet über die Entstehungsgeschichte des Videos. Der auf China spezialisierte Wirtschaftswissenschaftler Jean-François Huchet erklärt den Trend des Live-Stream-Verkaufs im Reich der Mitte. | |||||
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02/20/2026 2:55 am |
28 Minuten |
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| "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. | |||||
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02/20/2026 3:45 am |
(Fast) die ganze Wahrheit |
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| In drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte. | |||||
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02/20/2026 4:10 am |
Oasen - Inseln des Lebens |
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| Indiens Megacity Mumbai: Inmitten der pulsierenden 20-Millionen-Metropole liegt eine grüne Oase: der Sanjay Gandhi National Park. Umgeben von einer Betonwüste zeigt sich hier eine beeindruckende ökologische Vielfalt. Der Park ist Rückzugsort für die Einwohnerinnen und Einwohner der Stadt, Heimat von rund 50 Leoparden und einer der größten Stadtparks der Welt. Das kontrastreiche Aufeinandertreffen von Wildnis und Großstadt bringt besondere Herausforderungen mit sich. Wildtierretter helfen Schlangen und Krokodilen, die sich in die Stadt verirrt haben. Leoparden begeben sich am Stadtrand auf die Jagd und sorgen für Aufregung unter den Anwohnenden. Stetig arbeitet eine Gruppe von Fachleuten daran, das Zusammenleben von Mensch und Leopard zu verbessern. Für die indigene Gemeinschaft der Warli ist der Park ein wichtiger Rückzugsort, denn hier können sie ihre traditionelle Lebensweise bewahren. Ihre tiefe Verbindung zum Wald und seinen Geschöpfen drücken sie in beeindruckenden Wandmalereien aus. Vor einer uralten buddhistischen Tempelanlage warten Affen auf arglose Touristinnen und Touristen. Sie haben es auf deren Proviant abgesehen. Eine Frage bleibt: Wie lässt sich das grüne Herz von Mumbai auch in Zukunft bewahren? | |||||
