Schedules
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02/23/2026 4:05 am |
Abenteuer Spanien (3/4) |
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| Die Reise durch den grünen Norden Spaniens beginnt im Baskenland am Golf von Biskaya. In der Metropole San Sebastián mit ihrem berühmten Strand treffen baskische und französische Kultur, Surfer und Sonnenhungrige aufeinander. Fernab der Küste überraschen bizarre hölzerne Strukturen zwischen grünen Hügeln - die Salinen von Añana. Unentwegt sprudelt hier salzhaltiges Wasser aus unterirdischen Quellen. Das einzigartige Salzwerk unweit der Stadt Vitoria-Gasteiz zählt zu den ältesten der Erde. Hier ernten Salzbauern bereits seit mehreren Tausend Jahren besonders reines, mineralhaltiges Salz. Es muss nicht weiter gereinigt werden und ist vor allem in der Gourmetküche beliebt. Nicht weit von den Salinen entfernt erstrecken sich die fruchtbaren Ebenen der Region Rioja rund um den Fluss Ebro. Von hier stammt auch der gleichnamige Wein, der zu den bedeutendsten in Europa gehört. Von Rioja und dem Baskenland aus geht die Reise Richtung Westen nach Kastilien-León. Die Gewässer nahe der Stadt León sind ein Eldorado für Goldsucher. Vor über 2.000 Jahren gab es hier eine der größten Goldadern der Erde. Damals holten die Römer das Edelmetall aus der Tiefe. Sie sprengten mit Hilfe von Wasserdruck die Berge und hinterließen eine bizarre, rote, zerklüftete Landschaft. Der Norden Spaniens ist geprägt vom 480 Kilometer langen Kantabrischen Gebirge. Die höchsten Gipfel im Nationalpark Picos de Europa sind über 2.600 Meter hoch. In den grünen Wäldern zwischen den schroffen Felsen leben Wölfe und auch Braunbären. Inzwischen haben sich in Asturien rund 350 Bären wieder angesiedelt. Durch den grünen Norden schlängelt sich der Jakobsweg, der für viele Pilger an der imposanten Kathedrale in Santiago de Compostela endet. Von dort aus sind es nur wenige Kilometer weiter westlich zur wilden Atlantikküste. Hier stürzen sich die wagemutigen Entenmuschelfischer in die Wellen. Film von Nadja Frenz und Heike Nikolaus | |||||
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02/23/2026 4:55 am |
GEO Reportage |
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| Sieben Delfintrainerinnen und -trainer arbeiten mit den Tümmlern und sorgen dafür, dass sie unter den bestmöglichen Bedingungen leben können. Kein Delfin ist mehr als vier Stunden am Tag im Einsatz. Positive Emotionen auszulösen scheint in jedem Fall der wichtigste Schlüssel zu sein für alle kleinen und großen Erfolge, zusammen mit „den sanften Delfinen von Curaçao“. Die Karibikinsel Curaçao ist mit einer reichen Unterwasserflora und -fauna gesegnet. Hier gibt es seit 2004 auch ein Zentrum für Delfintherapie - eine Einrichtung für Menschen mit besonderen körperlichen oder seelischen Bedürfnissen. Fünf Delfine helfen den kleinen und großen Patienten dabei, ein Stück Lebensfreude und Hoffnung zurückzugewinnen. Das ist eines der wichtigsten Anliegen der Delfintherapie - idealerweise mit positiven Effekten für den ganzen Körper. Allerdings gibt es von Seiten der Wissenschaft auch Zweifel an der Seriosität und Wirksamkeit solcher Angebote. Die fünfjährige Ella ist bereits zum dritten Mal im Delfinzentrum. Sie lernt nur langsam, kann nicht sprechen, sich kaum konzentrieren und leidet unter einer Muskelschwäche. Aber Ella liebt Delfine und lässt sich von den freundlichen Riesen zur Therapie motivieren. Dieses Mal arbeiten Delfin Chabelita und Physiotherapeutin Merel Schuringa mit der Kleinen: „Chabelita schiebt Ella an Händen oder Füßen sanft durch das Wasser. Sobald sich Chabelita nähert, entspannt sich Ella. Das ist das Schöne bei der Arbeit mit Delfinen und besonders mit Chabelita. Sie kann sehr aktiv und laut sein, aber auch sehr sanft.“ Die kleinen, für Außenstehende oft kaum merklichen Fortschritte können eine große Wirkung auf den Alltag der ganzen Familie haben - Dinge, die bei anderen Kindern selbstverständlich sind, werden wahr: ein Lächeln, ein Wort, mehr Selbstständigkeit und Offenheit. Solche Effekte kann die Delfintherapie anscheinend bewirken. Die Therapeuten machen sich die Neugier und Freude der Tiere am Spielen zu eigen - denn das wiederum animiert die Patienten, es motiviert und sensibilisiert sie. „GEO Reportage“ präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus. | |||||
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02/23/2026 5:50 am |
Zu Tisch mit Lucie: Kitchen Hacks |
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| Bekannt ist sie vor allem als Bestandteil von Kosmetika und als Zimmerpflanze. Dabei hat die Aloe vera eine jahrtausendealte Geschichte und ist vielfältig einsetzbar: In Ägypten schätzte schon Kleopatra die heilende Wirkung der Wüstenpflanze. Aber hat Aloe vera wirklich das Potenzial, zu heilen und zu pflegen – oder ist das nur geschicktes Marketing? In der Küche ist Aloe vera vielseitig einsetzbar. Begoña Frahija nutzt sie zum Beispiel als Fleischersatz in Hamburgern. In ihrer Heimat, der Vulkaninsel Lanzarote, herrschen ideale Bedingungen für den Anbau von Aloe vera. Für diejenigen, die keine Aloe im eigenen Garten haben, verrät Lucie, wie man mit Agar-Agar und dem Saft der Pflanze falschen Kaviar zubereitet. Die leckeren Perlen eignen sich zum Beispiel zum Garnieren von Häppchen. | |||||
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02/23/2026 6:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Jean Galmot, im Widerstand für Französisch-Guayana Jean Galmot ist in Französisch-Guayana eine Legende! Der Romanautor war aus geschäftlichen Gründen in die französische Kolonie gereist – doch während des Goldrauschs musste er mit ansehen, wie Minenbetreiber ihre Arbeiter misshandelten und den Regenwald unerbittlich abholzten. So begann er, sich für den Amazonas-Regenwald und dessen Ureinwohner einzusetzen – ein unermüdlicher Kampf, den er bis an sein Lebensende fortführte. Der Romanautor wurde auch politisch aktiv und machte seine Schriften zu Instrumenten des Widerstands. In seinen Romanen verteidigte Galmot stets die Schwächsten, prangerte die Mächtigen an und kritisierte die Kolonialherrschaft. (2): Wallonie, die belgische Kohlehochburg von einst Zu Beginn des 19. Jahrhunderts war die Wallonie in Belgien eine ressourcenreiche Region. Auch in Blegny-Mine gingen die Bergarbeiter unter Tage, teils bis zu 60 Meter tief. Während der industriellen Revolution benötigten die Fabriken große Mengen an Kohle, um die Produktion weiter anzukurbeln. Die Abbaumengen des begehrten Brennstoffes schossen in die Höhe. Die Bergbauindustrie prägte die Menschen, die Wirtschaft und die Landschaften der ganzen Gegend zutiefst – ein kulturelles Erbe, das man in der Region bis heute nicht vergessen hat. (3): Bretagne, Audreys gebratener Blumenkohl mit Blinis Die temperamentvolle Audrey aus Rennes taucht einen Blumenkohl in erhitztes Wasser und bestreicht ihn anschließend mit Thymianbutter. Als Nächstes wird der Kohl noch einmal im Backofen gebraten. Parallel dazu werden Blinis aus Buchweizenmehl, Weizenmehl, Wasser und Hefe zubereitet. Audreys Freunde berichten über diese Speise, sie fühle sich an „wie Küsse im Mund“ … (4): Mexiko-Stadt, eine aufgegriffene Weltraumsonde Mexiko-Stadt, 1959 – oder: Wie eine UdSSR-Ausstellung dem Wettlauf ins All fast eine neue Wendung gegeben hätte. Nach der Rückkehr von Luna 3, der modernsten Weltraumsonde der Sowjetunion, sollte das Erfolgssymbol weltweit präsentiert werden. Für die CIA eine willkommene Gelegenheit, sie zu entwenden … | |||||
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02/23/2026 7:10 am |
Stadt Land Kunst Spezial |
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| * Mario Vargas Llosa und der Tyrann von Santo Domingo Die Dominikanische Republik liegt zwischen Atlantik und Karibischem Meer und zieht mit ihren Sandstränden und blauen Lagunen zahlreiche Touristen aus aller Welt an. Doch die Postkartenidylle wurde durch die 30-jährige Diktatur von Rafael Trujillo getrübt. Der peruanische Literaturnobelpreisträger Mario Vargas Llosa setzt in seinem Roman „Das Fest des Ziegenbocks“ die letzten Tage des Tyrannen und die Hauptstadt Santo Domingo in Szene. * Yuca: Die Taíno-Wurzeln der Dominikaner Im Norden der Dominikanischen Republik, am Fuß der Cordillera Septentrional, lebte einst das indigene Volk der Taíno. Sie verehrten die Yuca-Pflanze, die ihnen als heilig galt. Die auch unter dem Namen Maniok bekannten Wurzelknollen haben die Zeit der Konquistadoren überstanden und sind auch heute noch ein allgegenwärtiger Bestandteil der dominikanischen Küche. Sie bilden ein Bindeglied zwischen den heutigen Bewohnern und ihren vorkolumbianischen Vorfahren. * Dominikanische Republik: Melvyns Fisch in Kokosmilch In Las Galeras bereitet Melvyn sein Gericht direkt am Strand über dem Holzfeuer zu: Zuerst schält er Kochbananen, Yamswurzel und Maniok und kocht sie. Nebenbei brät er Gemüse an, das er mit Kokosmilch ablöscht, und lässt dann den Fisch in dieser Soße garziehen. Mit einem Bier dazu ist dies das ideale Essen für einen gelungenen Sonntag! * Dominikanische Republik: Aus Forschung wird Science-Fiction Puerto Plata ist eine der größten Städte der Dominikanischen Republik und trägt den Spitznamen „Braut des Atlantiks“. In den 1980er Jahren stellten zwei amerikanische Wissenschaftler hier Forschungen über Bernstein an. Ihre Erkenntnisse dienten später einem Science-Fiction-Autor als Inspirationsquelle. Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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02/23/2026 7:55 am |
Abenteuer Spanien |
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| Spaniens Mittelmeerküste zwischen Cadaqués und Torrevieja ist überraschend vielfältig. Ganz im Norden, an der Grenze zu Frankreich, fasziniert die Costa Brava, die „wilde Küste“, mit bizarren Felsformationen und verschwiegenen Buchten. Die weißen Häuser des Städtchens Cadaqués gruppieren sich um die Kirche Santa Maria. In der azurblauen Bucht schaukeln Boote im Wind - ein Motiv, das schon den Maler Salvador Dalí zu einem Gemälde inspirierte. Die Fischer aus dem Ort arbeiten heute mit einem Team junger Meeresbiologen zusammen. Sie retten Weichkorallen aus den Netzen und bringen sie ins Meer zurück. Doch auch das Hinterland der Ostküste hat viel zu bieten. An den steilen Hängen des Priorat gedeiht seit Jahrhunderten Wein. Die Winzerin Sara Pérez lässt ihn in Amphoren reifen. Weiter südlich ist das Dorf Chulilla der Anlaufpunkt für Kletterer aus aller Welt. Die spektakuläre Schlucht des Flusses Turia mit ihren steil aufragenden, über 80 Meter hohen Felswänden ist ein Naturwunder und beliebtes Ziel für Kletterbegeisterte. Im nahen Valencia dreht sich alles um die Orange. Viele der Bauern haben auf Bioanbau umgestellt und gehen auch bei der Vermarktung neue Wege. Crowdfarming ist das Stichwort: Die Kunden können einen Orangenbaum adoptieren und bekommen ihre Früchte ohne Zwischenhändler zugeschickt. An der Mündung des Ebro ist das Land vollkommen flach. Bis zum Horizont erstrecken sich die Reisfelder. Hier und in den Salzlagunen bei Torrevieja rasten Tausende von Zugvögeln. Die hellen, feinen Sandstrände gaben der Costa Blanca ihren Namen. Film von Heike Nikolaus | |||||
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02/23/2026 8:50 am |
Abenteuer Spanien |
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| Der Parque Nacional de Doñana, das UNESCO-Weltnaturerbe mit rund 540 Quadratkilometern, liegt an der Costa de la Luz und ist eines der vielseitigsten Feuchtgebiete Europas mit Marschland, Lagunen, Kork- und Pinienwäldern, unberührten Stränden und Marismeño-Pferden. Die Saca de las Yeguas hat eine über 500-jährige Tradition. Die Reiterin Carmen Reales Ramos nimmt am alljährlichen Auszug der Marismeño-Stuten teil. Sie ist eine von 20 Frauen unter 200 Männern, die 1.200 Tiere auf den Pferdemarkt von Almonte zum Verkauf bringen. Am südlichsten Zipfel von Spanien liegt Tarifa. Hier werden seit Jahrtausenden Thunfische gefangen. Daniel Mackintosh ist einer der Fischer, der das „rote Gold“ aus dem Meer holt - und zwar nachhaltig. Dass Andalusien die trockenste Region Europas ist, zeigt sich an der Wüste von Tabernas: Vor etwa zwölf Millionen Jahren war noch das Mittelmeer über dem heutigen Wüstengebiet, was seine Spuren hinterlassen hat. Mit sinkendem Meeresspiegel lagerten sich Sand, Ton und Schlamm ab. Sonne, Wind und Regen schufen eine besondere Landschaft. Zu Füßen der Sierra Nevada liegt Granada mit seinem unverwechselbaren arabischen Flair und der Alhambra mit den zauberhaften Gärten des Weltkulturerbes. „Wildes Andalusien“ endet am Parque Natural del Cabo de Gata-Níjar im Osten Spaniens. Er liegt am südöstlichsten Zipfel der Provinz Almería, die Küste geprägt von Steilhängen, kleinen Buchten und Stränden. Ein paradiesischer Ort mit kristallklarem Wasser, vulkanischen Felsformationen und Heimat von Mario Sanz Cruz, einem der letzten Leuchtturmwärter Spaniens. Film von Nadja Frenz | |||||
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02/23/2026 9:45 am |
Leben mit Vulkanen |
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| Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. Die heutige Folge führt Arnaud auf die Liparischen Inseln mit seinem berühmtesten Vulkan - dem Stromboli. Nördlich von Sizilien liegen die Liparischen Inseln, deren Landschaft von Vulkanen geprägt ist - der berühmteste unter ihnen: Stromboli. Ausbrüche gehören hier zur Tagesordnung, jedoch waren die Eruptionen 2002 besonders gravierend: Über sechs Monate wälzten sich damals immer wieder neue Lavaströme über die Flanken des Stromboli. Arnaud erklimmt den Gipfel des Stromboli - um ihn herum brodelt und zischt es und durch die ständigen Eruptionen fliegen Lavafragmente wie Projektile mit mehreren Hundert Stundenkilometern durch die Luft. Trotz dieser vulkanischen Bomben ist der Glutriese ein Besuchermagnet, dessen Beliebtheit unter anderem dem Kult-Film „Stromboli“ des Regisseurs Roberto Rossellini mit Ingrid Bergman zu verdanken ist. Auf der anderen Seite der Insel, im Dorf Ginostra, ist nicht viel vom Touristenrummel zu spüren. In dieser Idylle lebt Pasquale Giuffre - trotz der Gefahren, die vom Vulkan ausgehen, wollte er seine Heimat nie verlassen. Das Leben in einer Großstadt birgt seiner Meinung nach mehr Risiken. Arnauds Reise führt ihn auf die Insel Lipari. Er erforscht dort die dunkle Vergangenheit des Touristenparadieses: Früher bauten Arbeiter hier Bimsstein unter gesundheitsschädlichen Zuständen ab - diese waren so schlimm, dass der Steinbruch auch „weiße Hölle“ genannt wurde. Außerdem befand sich vor rund 50 Jahren auf der Insel ein Straflager, dessen Insassen unter menschenunwürdigen Bedingungen hausen mussten. Von der Hölle auf Erden zum „Himmel“ der Touristen - doch eins ist geblieben: Ob Freud oder Leid - auf den Liparischen Inseln bestimmen die Vulkane über das Schicksal der Bewohner. | |||||
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02/23/2026 10:25 am |
Re: Ich will 120 werden! |
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| Der 61-jährige Mathias Mahnke will so gesund und so lange wie möglich leben. Dafür lässt er sich als weltweit erster Patient nach der sogenannten TRIIM-Methode behandeln. Er spritzt sich unter anderem Wachstumshormone, die die Thymus-Drüse aktivieren sollen. Die ist wichtig für die Produktion von Abwehrzellen und bildet sich normalerweise ab der Pubertät zurück. Mögliche Nebenwirkung der Hormone: Sie könnten auch Krebszellen im Körper schneller wachsen lassen. Regelmäßig fliegt daher ein Arzt aus London ein, um nach Krebsmarkern in Mathias Mahnkes Blut zu suchen. Er prüft auch, wie sich dessen Thymusdrüse entwickelt – und ob sich sein Körper zellulär verjüngt. Die Ergebnisse sind überraschend. Nach einem Burnout hat Kristine Zeller ihr Leben radikal verändert. Das Ziel der zweifachen Mutter und Unternehmerin: Sie will 120 werden. Dafür achtet sie grammgenau auf Nährstoffe, misst ihren Blutzucker, folgt ausgefeilten Sport- und Bewegungsplänen. Longevity ist ihr Lebensthema geworden. Sie ist überzeugt, dass weniger kranke und mehr fitte ältere Menschen ein Gewinn für die ganze Gesellschaft sind. Mit dem Trend wächst auch eine Industrie, die ein längeres, gesünderes Leben verspricht. Der Schweizer Pascal Rode leitet ein Unternehmen für Nahrungsergänzungsmittel. Mit seinen Antioxidantien, Blutzuckerstabilisatoren oder Kollagenprodukten machte er 2024 laut eigener Aussage einen Jahresumsatz im zweistelligen Millionenbereich. Auch Pascal Rode strebt nach Langlebigkeit. Dafür lässt er sich in einer Züricher Klinik behandeln, die ganz auf Longevity ausgerichtet ist. | |||||
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02/23/2026 10:55 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Peruanische Kochtechnik im Erdofen: Pachamanca In den peruanischen Anden gibt es ein Gericht zur Verehrung der Mutter Erde, auch Pachamama genannt. Das Gericht besteht aus hochwertigen Zutaten und wird in einem Erdofen gekocht. Der Journalist Arnaud Théry hat sich an der Seite des Küchenchefs und Experten der spirituellen Andenküche Isaac Riquelme, auf den Weg gemacht, um Pachamanca zu probieren. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard berichtet über peruanische Spiritualität, Biodiversität und Menschen, die hoch oben in den Bergen leben. (2): Kulinarische Mitbringsel Um uns die kulinarische Kultur von Cusco näher zu bringen, hat sich der Journalist Arnaud Théry auf die Suche nach essbaren Souvenirs und einem Wundermittel zur Einnahme nach einer reichhaltigen Mahlzeit gemacht. An den Ständen findet er Kokablätter, Ponchos und Meerschweinchen. Außerdem bereitet er eine Opfergabe für die Mutter Erde zu – Pachamama. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Pachamanca, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! ----------------------- Rezept für Pachamanca Zutaten für 6 Personen: 600 g Lammfleisch 700 g Schweineschulter 800 g Kartoffeln 800 g Favabohnen 300 g Mangold 650 g Quinoa 500 g Karotten 500 g Zucchini 200 g Brokkoli Basilikum Koriander Rosmarin Thymian Oregano 4 EL Essig 2 TL gemahlener Knoblauch Zubereitung: - Basilikum und Koriander mit 100 Milliliter Wasser pürieren und anschließend mit Rosmarin, Thymian, Oregano, Knoblauch und Essig vermischen. - Das Fleisch damit bestreichen. 30 Minuten marinieren lassen. - Den Mangold in feine Streifen schneiden. Karotten sowie Zucchini in kleine Würfel schneiden und den Brokkoli in Röschen zerteilen. - Das Gemüse in einem Schmortopf bei mittlerer Hitze zehn Minuten lang andünsten. - Quinoa zwölf Minuten in kochendem Wasser köcheln lassen und anschließend abgießen, sobald das Gemüse vom Herd genommen wurde. - Gemüse, Kartoffeln, Fleisch und Favabohnen in einen Schmortopf geben. Bei schwacher Hitze und mit geschlossenem Deckel eine Stunde lang garen lassen. | |||||
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02/23/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Nairobi, Thandiwe Murius bunte Frauenporträts Die Hauptstadt von Kenia ist erst ein knappes Jahrhundert alt und strotzt vor jugendlicher Energie. Genau die fängt Thandiwe Muriu mit ihren Fotos ein: Die Fotografin ist ein Sprössling der aufkommenden kenianischen Mittelschicht. Mittlerweile hat sie eigene Ausstellungen in Paris, New York und San Francisco. Die kulturelle Vielfalt Nairobis inspiriert sie dazu, junge, moderne afrikanische Frauen zu zeigen. Ihr gelingt es auf eine spielerische Art, Stereotype zu entkräften, Vorstellungen anzuprangern und sich zu ihrer Identität zu bekennen. (2): Lille, Nordfrankreichs berühmtester Trödelmarkt Jedes Jahr findet Anfang September in Lille ein großes Volksfest statt – die „Braderie von Lille“. Es zählt zu den Größten in ganz Europa! Mit allerlei Krimskrams, Bier, Pommes und Miesmuscheln werden jeweils zwei bis drei Millionen Schnäppchenjäger angezogen und erobern Gassen, Kirmesbuden und Vereinsstände. Im belgischen wie im französischen Flandern organisiert fast jede Stadt jährlich einen Trödelmarkt. Die Tradition ist auf das Mittelalter zurückzuführen und zeugt von der Vergangenheit der Region als Handels- und Industriezentrum. (3): Türkei, Dileks gefüllte Fleischtaschen Es regnet in Mardin, als Dilek auf dem Markt Fleisch, Zwiebeln und Petersilie kauft. Heute gibt es Içli köfte kitel. Wie verleiht Dilek der Speise diesen ganz besonderen Geschmack? – Indem er die Bällchen in einem Kupfertopf zubereitet. Als Beilage gibt es Joghurt aus Ziegenmilch. (4): Jean-Baptiste Charcots stürmisches Island Im Jahr 1936 kehrte Jean-Baptiste Charcot mit seinem Expeditionsschiff, dem „Pourquoi pas?“, von einer Entdeckungsreise in der Arktis zurück. In Island muss aufgrund der schlechten Wetterlage eine Pause eingelegt werden. Unmittelbar nach Aufbruch legt der Wind wieder zu … | |||||
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02/23/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Das wundersame Schweden der Selma Lagerlöf Nichts prädestinierte Selma Lagerlöf dazu, eines Tages einen Roman voller Fantasie und Pathos zu schreiben. Die Tochter einer lutherischen Mittelschichtfamilie wuchs in Värmland auf, einer ländlichen Provinz im Südwesten Schwedens. Genau diese junge Frau veröffentlichte 1891 „Gösta Berling“. 15 Jahre später gelang ihr der internationale Durchbruch mit dem Kinderbuch „Die wunderbare Reise des kleinen Nils Holgersson mit den Wildgänsen“. Der in viele eigenständige Kapitel gegliederte Debütroman wirkt wie ein Spiegelbild ihrer Heimat – durchdrungen von uralten Geschichten und Geheimnissen. (2): Tunesien: Die Traditionen der Amazigh Von den blühenden Hügeln im Norden bis hin zu den kargen Salzseen im Süden bewahren Sprache, Kunst und Handwerk des Amazigh-Volkes den Reichtum und die Tiefe einer jahrhundertealten Kultur und sind ein lebendiges Zeugnis der tunesischen Geschichte. Die Imazighen, die oft als „freie Menschen“ übersetzt werden, sind fest entschlossen, dieses Erbe zu bewahren. (3): Griechenland: Spyros Kabeljau-Ragout In Kontogialos auf der Insel Korfu serviert Spyro ein Kabeljau-Ragout mit Paprikasoße. Zwiebeln, Knoblauch und gewürfelte Kartoffeln werden in Olivenöl angebraten und mit Paprikapulver bestreut. Dann muss das Ragout in Weißweinessig und Wasser köcheln. Das Gericht kann mit allen möglichen Fischarten zubereitet werden. (4): Paris: Pro und Kontra Todesstrafe Anfang des 20. Jahrhunderts wird in Paris ein kleines Mädchen ermordet. Der aufsehenerregende Fall erschüttert die Gesellschaft zutiefst und heizt die kontroverse Diskussion über die Todesstrafe an. | |||||
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02/23/2026 1:00 pm |
Das unsichtbare Mädchen |
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| Niemals in seiner jahrzehntelangen Dienstzeit bei der Kripo hätte dies der heute 64-jährige, pensionierte Hauptkommissar Altendorf für möglich gehalten: Dass ein geistig behinderter junger Mann wegen Mordes verurteilt werden könnte, obwohl weder die Leiche des vermeintlichen Opfers noch eindeutige Blut- und DNA-Spuren gefunden werden konnten. Das war vor elf Jahren. Die achtjährige Sina Kolb war spurlos aus dem Dorf Eisenstein verschwunden. Nach einer mehrere Monate dauernden Suche verhaftete der neue SOKO-Leiter den 28-jährigen behinderten Emanuel "Ecco" Stock und brachte diesen dazu, den Mord an Sina zu gestehen. Zwei Tage später widerrief Ecco alle seine unter Druck entstandenen Aussagen. Dem Richter jedoch genügte das Geständnis. Beim alljährlichen Dienstausflug der Mordkommission lernen sich der pensionierte Kommissar Altendorf und der 32-jährige Hauptkommissar Niklas Tanner kennen. Als eine ehemalige Zeugin im Fall Sina erdrosselt aufgefunden wird, übernimmt Tanner die Untersuchung und dringt während seiner Ermittlungen immer tiefer in das Labyrinth rund um den Fall von damals ein. Dabei nähern sich die beiden Kommissare allmählich an. Der jüngere Tanner reagiert so fasziniert wie irritiert auf den verschrobenen, scheinbar unnahbaren Älteren. Tanner entdeckt neue Spuren und bringt Licht ins Dunkel. Von seinem Chef Michel - dieser war der damals in die "SOKO Sina" berufene "Erfolgskommissar" - wird Tanner massiv unter Druck gesetzt. Doch der junge Kommissar verbeißt sich erst recht in die alten Akten, die Altendorf all die Jahre in seiner Wohnung bis an die Decke gestapelt aufbewahrt hat. Gemeinsam mit seiner Co-Autorin, der Journalistin und Dokumentarfilmerin Ina Jung, entwickelte der vielfach preisgekrönte Münchner Kriminalschriftsteller Friedrich Ani (Grimme-Preis, Deutscher Krimipreis) ein Thriller-Drama, dessen Wucht teilweise unsere Vorstellung sprengt, das aber dennoch auf erschütternde Weise ein Bild unserer Wirklichkeit zeichnet. Der Film zeigt eine bildgewaltige Szenerie voller wahrhaftiger Charaktere - ein Stoff wie geschaffen für den Meister des deutschen Genrefilms und mehrfachen Grimme-Preisträger Dominik Graf ("Im Angesicht des Verbrechens"). Eigens für ihn wurde das 2012 mit dem Bayerischen Filmpreis ausgezeichnete Drehbuch geschrieben. | |||||
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02/23/2026 3:00 pm |
Frankreichs Norden (1/2) |
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| Leuchtendes Meer, große Natur, berühmte Kathedralen und heimatliebende Menschen: Die Opalküste im Nordosten Frankreichs, die an der Somme-Bucht endet. Hier haben der Fluss Somme und die Gezeiten ein einzigartiges Biotop aus Dünen und Salzwiesen geschaffen. Der Rhythmus des Meeres bestimmt hier das Leben der Menschen - ob sie Schafe hüten, Muscheln ernten oder die regionalen Henson-Pferde ausreiten. Eine Dokumentation, die eine ganze Region zeigt, mit ihren intensiven Farben, den prägenden Landschaften und den verschiedensten Menschen, die dort leben. Frankreichs Norden ist wenig bekannt, doch dabei hat die Region so viel zu bieten. Die Reise beginnt an einer der schönsten Buchten der Welt - der Somme-Bucht. Auf mehr als 7.000 Hektar verästelt sich die Somme, bevor sie ins Meer fließt. Durch die Gezeiten sind endlose Dünen und Salzwiesen entstanden. Hier hütet Laure Poupart ihre berühmten Pré-Salé-Schafe. Sie bleibt wachsam - wenn die Flut kommt, müssen alle zurück sein. Laufen die Tiere zu weit, muss die Schäferin sie schnell zurücktreiben, sonst könnten sie ertrinken. Unweit der Bucht liegt das Gestüt der Familie Bizet. Hier wurde die jüngste Pferderasse Frankreichs mit kreiert - das Henson-Pferd. Die Kreuzung aus Fjord- und Reitpferd ist ideal für die Region. Tochter Chloé Bizet hat den Hof übernommen und will dieses Erbe lebendig halten. Weiter nördlich im Parc du Marquenterre beringen die Ornithologen Philippe Caruette und Léa Coftier Zugvögel. Mehr als 300 Vogelarten fliegen hier durch und es gibt noch viel über sie zu lernen. Im Osten der Opalküste hat Myriam Pont ihr Revier - sie ist Zu-Fuß-Fischerin. Mit dem Fahrrad, bewaffnet mit Löffeln und Kisten zieht sie bei Ebbe an die Küste und erntet Muscheln. Verkauft wird im Hafen von Calais - dort, wo der Ärmelkanal zwischen Frankreich und England am schmalsten ist. Herrscht wieder Ebbe, führt der Geograph Maxim Marzi Interessierte durch die Somme-Bucht. Es gibt viel zu entdecken, wie essbare Pflanzen und Herzmuscheln. Sogar Robben, die Anfang des 20. Jahrhunderts verschwunden waren, haben sich wieder angesiedelt. Ein Zeichen der Hoffnung für den Naturschutz. Film von Susanne Utzt | |||||
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02/23/2026 3:55 pm |
Frankreichs Norden (2/2) |
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| Von ausgedehnten Sumpfgebieten bis zum hügeligen Französisch-Flandern: Die Landschaften in Frankreichs Norden sind vielfältig. Mitten in Amiens beginnen die 300 Hektar großen Hortillonnages, die Wassergärten der Stadt. Früher lagen hier Gemüsegärten, heute ist Francis Parmentier einer der letzten Gärtner, die noch die Wasserparzellen bewirtschaften. Alles - von Gemüsekisten bis zum Traktor - muss er per Boot transportieren. Amiens berühmte mittelalterliche Kathedrale wurde von der Erfolgsgeschichte einer geheimnisvollen Pflanze mitfinanziert, dem Färberwaid. Die gelbe Blume gibt blaues Pigment, das einst teuer verkauft wurde. Hélène und David Brunel experimentieren damit, sie wollen die alte Färbetradition wiederbeleben. Östlich von Amiens, in Saint-Quentin, liegt auch ein geschütztes Feuchtgebiet mitten in der Stadt. Graureiher und Blaukehlchen verstecken sich im Schilf. Gleich nebenan ziehen Sandrine Lemaire und ihre Kollegen auf einer Vogelschutzstation verlassene Jungvögel auf. Selbst der riesige Wald von Compiègne war vor Jahrhunderten ein Sumpfgebiet. Heute flanieren hier Menschen zwischen Buchen und Eichen und werden von Christian Decamme in die heilende Kraft des Waldbadens eingewiesen. Richtung Norden stößt man auf die Marschlandschaft von Saint-Omer. Hier lebt der Bootsbauer Rémy Colin. Er hat den traditionellen Bootsbau wiederbelebt. Mit seinen Holzbooten schippern Besucher durch die Kanäle. Die Landschaftspflege übernehmen die Ranger vom Naturschutz. Ihre „lebendigen Rasenmäher“ - einige störrische Ziegen - müssen sie per Boot von Parzelle zu Parzelle chauffieren. Unweit entfernt liegt Französisch-Flandern. Dort will der Sternekoch Florent Ladeyn kochend die Welt verbessern. Er setzt auf hundert Prozent lokale Zutaten, der Natur und seiner Region zuliebe. | |||||
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02/23/2026 4:50 pm |
Night Trains |
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| Der Nachtzug benötigt etwas mehr als 14 Stunden von Berlin nach Stockholm. Unzählige Brücken führen von Deutschland nach Dänemark und schließlich nach Schweden. Die filmische Reise erzählt von verborgenen Naturgeschichten sowie von den Tieren und Menschen der Nacht und der frühen Morgenstunden. In Hamburg zeigt eine Wildbiologin den Friedhof Ohlsdorf bei Nacht und die farbenreiche, geheimnisvolle Welt der Nachtfalter ist zu entdecken. Wieder auf der Strecke zeigt ein Zugbegleiter seinen Alltag - für ihn ist die Nacht zum Tag geworden. An Dänemarks nördlichster Spitze, in Skagen, schätzen Freiwasserschwimmer die Stille des Meeres in der Nacht: Nur in ihr konnten sie etliche Langstreckenrekorde brechen. Hier oben ist die Landschaft genauso rau und eigenwillig wie die Menschen, die hier leben. Die Sonne geht gerade auf, als der Zug die Öresundbrücke nach Schweden überquert. Auf der Halbinsel Kullen nahe dem Öresund sind Schweinswale im ersten Licht des Tages zu sehen. Unterwegs feiern die Reisenden den Mittsommer, lernen Blumenrituale, Naturweisheiten, alte Bräuche und Tänze kennen und erleben, wie eng Mensch und Natur hier miteinander verbunden sind. Kurz vor dem Endbahnhof navigiert eine Einhandseglerin durch den Stockholmer Schärengarten, ein Labyrinth aus mehr als 20.000 Inseln. Jeder Ort offenbart Geschichten, die nur in der Nacht oder im frühen Morgenlicht sichtbar werden. | |||||
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02/23/2026 5:35 pm |
Night Trains |
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| Die Route des Nachtzugs von Budapest nach Zürich führt zunächst durch savannenartige Schilflandschaften, in denen Graurinder und Wildpferde weiden. Nahe Wien erstreckt sich an einem der dunkelsten Orte Österreichs ein faszinierender Sternenhimmel, bevor über den Alpen die Sonne aufgeht und im Tiroler Karwendel der Arbeitstag beginnt. In Vorarlberg steht die Feier zur Sommersonnenwende im Fokus und die Entdeckung moderner Himmelsarchitektur. Und in der Schweiz wird schließlich erklärt, wie die Alpen entstanden sind, gefolgt von einem Besuch eines ehemaligen Bergwerks. Ein Zug, der in der Nacht die Alpen durchquert: Von Budapest nach Zürich folgen die Schienen zunächst der nächtlichen Donau, vorbei an savannenartigen Schilflandschaften, in denen Graurinder und Wildpferde grasen. Im Fokus steht der bedrohte Kaiseradler, dessen Bestand sich trotz illegaler Wilderei langsam erholt, und die traditionelle Käserei im Karwendelgebirge, deren Handwerk seit Generationen unermüdlich gepflegt wird. Eine Zugbegleiterin berichtet vom Leben zwischen Schlafwagen und Sternenhimmel, während ein Schlafcoach die Besonderheiten des Schlafs erklärt: den Rhythmus der Dunkelheit, die Bedeutung des Erwachens sowie die Mystik und Magie der Stunden dazwischen. Durch die Zugfenster blitzen immer wieder die Alpen auf - erst fern am Horizont, dann immer näher, bis das Panorama den ganzen Morgen füllt. An einem der dunkelsten Orte Österreichs beobachten Sternenkundler den Nachthimmel, bevor die Sonne über den Gipfeln aufgeht. In Vorarlberg steht die Sommersonnenwende im Mittelpunkt: ein Fest mit Kräutern, Licht und uralten Ritualen. Zugleich erstreckt sich moderne Architektur in den Hochalpen und eröffnet eine neue Perspektive auf das Himmelsblau. Angekommen in der Schweiz, folgt ein Einblick in die Entstehung der Alpen, sowie in die Rückkehr des mächtigen Bartgeiers, dessen Schwingen wieder über den schroffen Felsen kreisen. Zuletzt geht es tief unter die Erde, in ein ehemaliges Bergwerk, in dem heute Edelpilze wachsen, bevor die Fahrt durch die Schweizer Seenlandschaft in Zürich endet. | |||||
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02/23/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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02/23/2026 6:40 pm |
Re: Milchbars in Polen |
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| Seit über 40 Jahren gibt es in Kielce die Milchbar Jagienka. Die Arbeit von Agata Bogulak beginnt früh am Morgen: Kartoffeln schälen, Piroggen füllen, Suppen ansetzen – bevor mittags bis zu 400 Gäste kommen. Studenten, Arbeiter, Familien aus dem Viertel. Die Milchbar wurde erst vor Kurzem komplett renoviert. Die sozialistische Einrichtung musste neuem weichen, doch die Gerichte sind die gleichen geblieben. Viele "Kantinen für Alle" sind im Wandel zur kultigen Milchbar. Polens "Milchbars" sind ein sozialistisches Relikt. Verteilt im ganzen Land bieten die einfachen Kantinen polnische Hausmannskost an – bis heute. Lange hat der Staat die Milchbars subventioniert, so dass sich jeder für wenig Geld eine warme Mahlzeit leisten kann. In den vielen Küchen der Milchbars arbeiten vor allem Rentnerinnen wie Wanda Szyszko. Die 73-Jährige hilft in der Stettiner Milchbar Kogel Mogel in der Küche aus. Die Milchbar bietet ihre Gerichte sehr günstig an, weil die Stadt sie mitfinanziert und die Supermärkte Lebensmittel spenden. Doch selbst diese günstigen Preise werden für viele zur Herausforderung. Auch in Bydgoszcz sieht Pfarrer Sławomir Bar, wie seine älteren Gemeindemitglieder sparen: zuerst beim Essen. Genau deswegen will er die erste "soziale Milchbar" Polens eröffnen, direkt in seiner Kirche. Die kirchliche Milchbar ist für Menschen über 65 Jahre gedacht, deren Rente nicht zum Leben reicht. Warmes Essen für umgerechnet ein bis zwei Euro – und weniger Einsamkeit im Alter. | |||||
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02/23/2026 7:15 pm |
Ladykillers |
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| Mrs. Wimmerforce ist eine Seele von Mensch, aber etwas weltfremd. Sie hat ein Häuschen am Londoner Bahnhof King's Cross, das sie mit ihren Papageien bewohnt. Professor Marcus ist sehr angetan von der Lage des Hauses, als er sich bei Mrs. Wimmerforce einmietet. So kommt die liebenswerte alte Dame fortan ausgiebig in den Genuss klassischer Streichmusik und staunt, wie schön der Professor und seine Freunde Major Courtney, Harry, Louis und Pfannkuchen spielen können. Dass sie in Wirklichkeit einer Bande von Spitzbuben aufgesessen ist, die ihr mithilfe eines Plattenspielers etwas vormachen, um in Ruhe einen raffinierten Geldraub vorbereiten zu können, ahnt Mrs. Wimmerforce nicht. Sie merkt auch nicht, wie die Ganoven sich ihre guten Kontakte zur Polizei zunutze machen. Erst als Pfannkuchen beim eiligen Abzug mit der Beute ein Missgeschick passiert, geht Mrs. Wimmerforce ein Licht auf. Das könnte schlimme Konsequenzen für sie haben, doch zum Glück ist sich die Bande partout nicht einig, wer die schrullige alte Dame denn nun umbringen soll. Einfallsreich und originell erzählt Alexander Mackendrick die Geschichte von fünf Gangstern, einer komischer als der andere, die sich zwar hartgesotten geben, aber von der munteren, gesprächigen und ständig Tee servierenden Mrs. Wilberforce ganz schön überfordert sind. Umso größer dann die Herausforderung, wer denn nun die alte Dame beseitigen soll. „Ladykillers“ ist eine klassische, zeitlose Komödie, die an schwarzem Humor und makabrem Witz nichts auslässt - und schließlich ist das vermutlich beliebteste britische Exportgut der Humor. Ein wahrer Meilenstein des britischen Unterhaltungsfilms. Regisseur Alexander Mackendrick und den glänzend aufgelegten Schauspielern gelang hier ein komödiantisches Meisterstück. Britischer Humor zeigt sich von seiner besten Seite, die Lust an der Selbstverspottung sorgt für herrliche Pointen. William Rose schrieb das Originaldrehbuch, das für den Oscar nominiert wurde und einen BAFTA gewann. „Ladykillers“ wurde im Jahr 2000 von den Lesern des Magazins „Total Film“ auf den 36. Platz und im Jahr 2010 vom „Guardian“ auf den 5. Platz der besten Filmkomödien aller Zeiten gesetzt. | |||||
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02/23/2026 8:40 pm |
Als London im Smog verschwand |
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| Dezember 1952. Ganz London versinkt in einem dichten, toxischen Nebel, der in Wohn- und Schlafzimmer eindringt und 12.000 Menschen tötet. In knapp fünf Tagen lernt die Welt, dass es eine neue tödliche Gefahr gibt: die Luftverschmutzung. Die große Smog-Katastrophe in London schärfte mit einem Schlag das Umweltbewusstsein in den Industrieländern, die umgehend damit begannen, Gesetze über die Luftreinhaltung zu verabschieden. Im Dezember 1952 wurde London von einem tödlichen Giftnebel gelähmt. Eine Inversionswetterlage führte dazu, dass der aus Millionen von Schornsteinen strömende Kohlenrauch für fünf Tage in der Stadt eingeschlossen wurde. Die Londoner, seit Generationen an dichten Nebel im Winter gewohnt, wussten noch nicht, dass die gelblichen Schwaden tödlich waren. Mit Aussagen von Wissenschaftlern, Historikern und Londoner Bürgern rekonstruiert die Dokumentation im Stundentakt einen der größten Gesundheits-GAUs des 20. Jahrhunderts: stillstehender Personenverkehr, überfüllte Kranken- und Leichenhäuser, eine an Atemnot leidende Bevölkerung. Die Regierung spielte die Gefahr zunächst herunter, dabei stellten Wissenschaftler schon in den darauffolgenden Wochen einen Zusammenhang zwischen der Kohleverbrennung - insbesondere dem giftigen „Nutty Slack“ - und den erhöhten Sterbefällen her. Die Zahl der Todesopfer des Giftnebels stieg von 4.000 auf 12.000 an. Die Tragödie markierte weltweit einen Wendepunkt: Erstmals erkannte ein Land offiziell die Schäden eines Energiemodells für die öffentliche Gesundheit an. Der im Zuge darauf beschlossene Clean Air Act von 1956 umfasste die Einführung rauchfreier Zonen, den Abbau der Kohleheizung und die Auslagerung von Industrieanlagen aus dem Großraum London und ebnete den Weg für eine moderne Umweltpolitik. Beeindruckende Archivbilder, historische Analysen und Einschätzungen aus heutiger Sicht zeigen auf, wie eine in Vergessenheit geratene Tragödie zu einem Umdenken führte und beleuchtet, was sich aus der Smog-Katastrophe von 1952 für aktuelle Umweltkrisen ableiten lässt. | |||||
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02/23/2026 9:35 pm |
Dreißig Jahre an der Peitsche |
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| Die lebenslustige Tina ist Berlinerin und wird bald 65 Jahre alt. Fast ihr ganzes Leben hat sie in der Prostitution zugebracht, hauptsächlich als Domina in ihrem eigenen Studio. Tina erzählt ihre Geschichte vor verschiedenen Hintergründen, in diversen Lokalitäten und trifft Wegbegleiter und Freunde. Szenen aus ihrer Jugend und aus ihrem Erfahrungsschatz als Domina werden von Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt. In einigen Spielszenen kann die echte Tina eingreifen und das Geschehen mitgestalten, so wie Regisseur Rosa von Praunheim es in seinem Film über Charlotte von Mahlsdorf („Ich bin meine eigene Frau“, 1992) bereits gemacht hatte. Das Dokudrama erzählt ohne künstlerisch untermalte Tragik den Weg einer emanzipierten Frau in der Berliner Szene, der von Spielsucht, konfliktreichen Begegnungen, aber vor allem Menschenliebe geprägt ist. In ihrer ehrlichen Selbsterzählung vermittelt Tina die gelernten Lektionen eines Lebens außerhalb der Norm und die Hintergründe einer Sexualität, die ihrer eigenen nie entsprach. Das Nachsinnen über Kontrolle, Gewalt und Verantwortung im Beruf der Sexarbeiterin, gelenkt von den Fragestellungen des Gehilfen Praunheim, liefert ein tiefgründiges menschliches Porträt. Rosa von Praunheim, im Dezember 2025 verstorben, wurde mit seinem Film „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ 1971 zum Pionier des lesbisch-schwulen Filmschaffens in Deutschland. Im Laufe seiner Karriere hat er sich als Regisseur des Neuen Deutschen Films unaufhörlich für die Darstellung sexueller Minderheiten und marginalisierter Gruppen eingesetzt. Mit Respekt und Humor, einer Mischung aus dokumentarischem Blick und fiktionaler Freiheit, schuf er die Grundlagen eines queeren Kinos. In „Dreißig Jahre an der Peitsche“ adaptiert Rosa von Praunheim die gleichnamigen Memoiren von Tina, beruflich bekannt als Lady MacLaine. Mehr über das Leben des Regisseurs und Aktivisten erfahren Sie im Dokumentarfilm „Glückskind - Der schwule Filmemacher Rosa von Praunheim“ auf arte.tv. | |||||
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02/23/2026 11:10 pm |
Possession |
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| Ein visionärer Horrorfilm: Anna lebt mit ihrer Kleinfamilie im Schatten der Berliner Mauer. Sie verhält sich in letzter Zeit merkwürdig, denn ein außerirdisches Monster übernimmt allmählich die Kontrolle über ihren Verstand. Während die junge Frau immer aggressiver wird, suchen ihre beiden Verehrer nach der Ursache des Verhaltenswandels. Vor der fast schon surreal anmutenden Kulisse West-Berlins zeigt Regisseur Andrzej Zulawski in kafkaesken Szenen, wie absurd und aggressiv unsere Sicht auf unsere Mitmenschen sein kann. Westberlin, Anfang der 1980er-Jahre: Geheimdienstler Mark kehrt von einem Auftrag zurück. Als er in der Mietwohnung seiner Familie ankommt, freut das nur den Sohn Bob, der noch die Grundschule besucht. Ehefrau Anna, eine Ballettlehrerin macht Mark dagegen Vorhaltungen wegen seiner langen Abwesenheit. Es wird deutlich, dass die beiden sich auseinandergelebt haben. Mark, der notorisch kontrollsüchtig ist, stößt bald auf einen Nebenbuhler: Schon seit einem Jahr führt Anna eine Affäre mit dem obskuren Sektenguru Heinrich. Bald bricht Anna, die allmählich immer verwandelter wirkt, den Kontakt zu beiden Männern ab. Mark bändelt daraufhin mit der Lehrerin seines Sohnes an, in der er eine zahmere Kopie Annas sieht. Doch in regelmäßigen Abständen kehrt Anna in die gemeinsame Wohnung zurück. Sie verhält sich noch sonderbarer und ist obendrein autoaggressiv. Mark forscht nach den Ursachen. Erst ein von ihm konsultierter Privatdetektiv stößt auf Annas Geheimnis: In einer Kreuzberger Wohnung hält sie ein außerirdisches Monster, das anscheinend die Kontrolle über ihren Verstand übernommen hat. Mark und Heinrich ziehen gemeinsam in die Schlacht, um Anna zu retten. "Possession" ist ein ambitionierter Splatterfilm; die Geschichte wirkt wie eine Parabel auf religiösen Wahn und kritisiert die allzu menschliche Schwäche, im Gegenüber nur die eigenen Projektionen zu sehen. Die unstete Kameraführung ist Konzept und illustriert sowohl die Besessenheit als auch den Aufklärungswahn der beiden getriebenen Hauptfiguren. Der zu Zeiten des Ost-West-Blocks gedrehte Film zeigt die Schattenseiten des damals eingemauerten West-Berlins. Regisseur Andrzej Zulawski, ein Schüler Andrzej Wajdas, zeigt in "Possession" drei Menschen auf der Suche nach Liebe und Lebenssinn. Bei den Filmfestspielen in Cannes war "Possession" 1981 für die Goldene Palme nominiert. Isabelle Adjani wurde dort als beste Darstellerin ausgezeichnet. Im Jahr darauf folgte ein César in derselben Kategorie. Anders als in den USA, Frankreich und weiteren Ländern lief "Possession" in Deutschland nicht in den Kinos und kam erst 2009 als DVD auf den Markt. Mehr im Internet auf ARTE Cinema unter: cinema.arte.tv | |||||
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02/24/2026 1:10 am |
Magische Anden |
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| Die Anden verlaufen über rund 7.500 Kilometer an der Westküste Südamerikas bis in den tropischen Teil des Kontinents. Der grüne Kaffeestaat Kolumbien wird von drei Andenketten durchzogen. Unweit von Kolumbiens Hauptstadt Bogotá eröffnet sich der artenreiche Nationalpark Chingaza. Er liegt in der östlichen Kordillere und erreicht Höhen von bis zu 4.000 Metern. Die Stadt Cali ist weltberühmt für den Salsa und ihre Tanzszene. Ecuador wartet mit der höchstgelegenen Hauptstadt der Welt auf: Quito. Bei gutem Wetter sieht man vom Rathausplatz den Cotopaxi, einen der höchsten aktiven Vulkane der Welt. Beste Bedingungen für extreme Sportarten: Javier Chiriborga betreibt sein Triathlon-Training am Vulkan Cotopaxi, und für Gleitschirmflieger Eddy Urdiales aus Quito ist das Fliegen die große Leidenschaft. "Salsa-Göttin" Viviana Vargas kämpft in ihrer Stadt dafür, dass das ehemals wegen seiner Drogenkartelle berüchtigte Cali heute nur noch durch Salsa begeistert. Nicht zuletzt steht Kolumbien für den besten Kaffee der Welt, und damit der Anbau noch fairer wird, erarbeitet Kaffee-Pionier Felipe Sardi nachhaltige Konzepte. Die Bergpolizistin Diana Bejarino ist mit ihren Kollegen hinter Umweltsündern im Nationalpark Chingaza her - eine Jagd aus der Luft. Film von Anke Hillmann, Alexandra Hardorf und Christiane Schwarz Von der Karibik bis zum ewigen Eis: Mit rund 7.500 Kilometern sind die Anden das längste Gebirge der Welt. Es verläuft von den Tropen bis weit in die sogenannten Außertropen. In fünf Folgen entdeckt die Dokumentationsreihe diese unbeschreiblich vielfältige Welt: unberührte Natur, spannende Menschen und eine faszinierende Tierwelt; alte Kulturen, Bräuche und Mythen sowie moderne Lebenswelten der Stadt. | |||||
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02/24/2026 1:55 am |
Magische Anden |
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| Von der Karibik bis zum ewigen Eis: Mit rund 7.500 Kilometern sind die Anden das längste Gebirge der Welt. Es verläuft von den Tropen bis weit in die sogenannten Außertropen. In fünf Folgen entdeckt die Dokumentationsreihe diese unbeschreiblich vielfältige Welt: unberührte Natur, spannende Menschen und eine faszinierende Tierwelt; alte Kulturen, Bräuche und Mythen sowie moderne Lebenswelten der Stadt. Die Inkastadt Machu Picchu hoch in den Anden, brodelnde Vulkane, eisbedeckte Bergriesen: So überwältigend ist in Peru die Natur, dass die Berge immer noch als Gottheiten verehrt werden. Die geheimnisvolle Inkastadt Machu Picchu hoch in den Anden, brodelnde Vulkane, eisbedeckte Bergriesen: So überwältigend ist in Peru die Natur, dass die Nachfahren der Inka die Berge immer noch als Gottheiten verehren. 16 aktive Vulkane gibt es hier, sie sind Teil des Pazifischen Feuerrings. Der Kondor ist selten geworden in den Anden, doch im Süden Perus kann man ihn noch beobachten. Spektakulär ist auch der Titicacasee, der auf 4.000 Meter Höhe höchstgelegene schiffbare See der Welt. Die Menschen hier führen ein hartes Leben inmitten einer grandiosen Natur. Vor jedem Aufstieg wird ein Opfer gebracht: Kokablätter für die Berggötter. Auch die Lastenträgerin Margot Kandori hält an dem Ritual fest. Die Mutter dreier Kinder arbeitet für Reisegruppen auf dem "Inca-Trail", schleppt bis zu 15 Kilogramm schwere Rucksäcke die Berge hinauf. Antonio Milla überquert mit einem betagten Lkw zweimal pro Woche einen 4.700 Meter hohen Andenpass, um Nachschub für seinen Dorfladen zu holen. Dabei passiert er den Huascarán - mit 6.768 Metern Perus höchsten Berg. Den Ausblick genießen kann er nicht. Er konzentriert sich auf die Serpentinen und hofft, dass die Bremsen halten. Grisaida Suyllo, Bäuerin aus der Gegend von Cuzco, versorgt unter der Woche ihre Familie und Tiere. Doch am Wochenende verwandelt sie sich in die Mittelstürmerin einer Frauenfußballmannschaft. Auf dem Platz in 3.600 Meter Höhe hat ihr Team Heimvorteil: Gegnerischen Spielerinnen bleibt da schnell die Luft weg. | |||||
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02/24/2026 2:35 am |
Mit offenen Karten - Im Fokus |
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| Der Angriffskrieg, den Russlands Präsident Putin am 24. Februar 2022 begonnen hat, steckt fest. Trotz einer Übermacht an Menschen und Material eroberte Moskau in einem Jahr nur knapp ein Prozent des Gebietes hinzu. Putins Russland steckt in einem Konflikt fest, der bereits länger andauert als der "Große Vaterländische Krieg" der Sowjetunion. | |||||
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02/24/2026 2:40 am |
Mit offenen Augen |
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| Mit einem traditionellen ukrainischen Hemd und den sichtbaren Narben schwerer Verbrennungen trat der elfjährige Roman Oleksiv vor die Abgeordneten des Europäischen Parlaments in Brüssel. Seine Schilderungen über den Horror des Krieges in der Ukraine gingen unter die Haut - so sehr, dass seine Dolmetscherin zeitweise die Worte versagten. Die Szene war eindrücklich, wirft jedoch auch Fragen auf: Wie viel Raum sollten Kinder in der medialen Darstellung von Konflikten einnehmen? Mitte Dezember 2025 reiste ein schwer verbrannter ukrainischer Junge nach Brüssel, um vor den Abgeordneten des Europäischen Parlaments über die Schrecken des Krieges zu sprechen. Seine Worte wurden von Ievgeniia Razumkova, der Assistentin der Vizepräsidentin des Parlaments, übersetzt. Der Moment war so bewegend, dass sie zeitweise nicht weitersprechen konnte. Der Vorfall lenkt den Blick auf die Rolle von Kindern in der medialen Darstellung von Kriegen. Der Historiker und Erster-Weltkriegs-Experte Stéphane Audoin-Rouzeau beschäftigt sich mit dieser Thematik und beleuchtet die Ambivalenz solcher Auftritte. | |||||
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02/24/2026 2:55 am |
28 Minuten |
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| "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. | |||||
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02/24/2026 3:45 am |
(Fast) die ganze Wahrheit |
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| In drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte. | |||||
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02/24/2026 4:10 am |
Magische Anden |
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| Die Anden sind das längste Gebirge der Welt und verlaufen über eine Länge von etwa 7.500 Kilometern an der Westküste Südamerikas. Gleich hinter der karibischen Küste erheben sich die Anden in Venezuela auf dem amerikanischen Kontinent. Die Gebirgskulisse rund um die Andenmetropole Mérida wird auch das „Dach Venezuelas“ genannt. Hier liegen die fünf höchsten Gipfel des Landes im Parque Nacional Sierra Nevada, angeführt von Pico Bolívar und Pico Humboldt, die beide knapp an die 5.000 Meter heranreichen. Bergsteiger Alfredo Autiero erklimmt den höchsten Berg Venezuelas, den Gipfel des Pico Bolívar. Besonders aufregend für den erfahrenen und prämierten Kletterer: Sein Sohn begleitet ihn zum ersten Mal. In der auf 2.700 Meter gelegen Gemeinde Los Nevados hat der Schmied Daniel Souto seinen Traum verwirklicht und reist mit seiner Wanderschmiede in die entlegensten Ecken der Anden, um den Menschen dort das Handwerk des Schmiedens beizubringen. An der Grenze zu Kolumbien, im Bundesstaat Táchira, liegt mitten im sogenannten Kakaogürtel die Kakaoplantage von Juan Camilo Restrepo. Der 24-jährige Venezolaner hat aus eigener Kraft ein kleines Kakaounternehmen aufgebaut. Seine Familie und Freunde helfen in den Plantagen und an den Maschinen. In dem von Unruhen gebeutelten Venezuela hält Camilo einen Ausweg bereit, nicht das Land verlassen zu müssen, sondern es von innen heraus zu stärken. Die Dokumentation gibt einen ungewöhnlichen Einblick in ein unvergleichliches Naturparadies und das Leben der Menschen in den venezolanischen Anden. | |||||
