Schedules
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02/25/2026 4:00 am |
Oasen - Inseln des Lebens |
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| Moorea – die Schwesterinsel Tahitis – liegt wie ein grünes Juwel mitten im Südpazifik: ein längst erloschener Vulkan mit steilen, von tropischem Regenwald bewachsenen Gipfeln, umringt von einem schützenden Korallenriff. Trotz der extremen Abgeschiedenheit von den nächsten Festlandküsten haben hier Pflanzen, Tiere und Menschen über Millionen von Jahren eine fragile, aber vielfältige Lebensgemeinschaft geschaffen. Schon unter Wasser beginnt das Wunder: Hier entfaltet sich ein komplexes Ökosystem samt Riffhaien und Rochen, Seesternen und Schildkröten, das Forschende zu bewahren versuchen. Doch invasive Arten, Klimawandel und gefräßige Räuber wie der Dornenkronenseestern bedrohen die Existenz der Korallenriffe – und mit ihnen das Gleichgewicht der gesamten Oase. Auch an Land zeigt sich Mooreas ökologische Einzigartigkeit: Seltene, endemische Pflanzen und Tierarten wie die Partula-Baumschnecken leben hier – bedroht von eingeschleppten Raubtieren, die sich im Regenwald ausbreiten. Jenseits der flachen Korallenlagunen werden Tigerhaie und Wale beobachtet, denn Moorea ist ein Refugium für Buckelwale und eine Kinderstube für Junghaie. Die Forschungsstation CRIOBE spielt eine zentrale Rolle für das Verständnis und den Schutz dieser einmaligen Insel des Lebens. | |||||
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02/25/2026 4:45 am |
GEO Reportage |
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| Paris ist die Wiege der Haute Couture, der gehobenen Schneiderkunst. Hier entstehen edle Roben und extravagante Designs, gefertigt ausschließlich in Handarbeit von den Kunsthandwerkern der Modezaren. Ihre Fähigkeiten sind ein urfranzösisches Kulturgut, ihre Namen und Auftraggeber oft streng geheim – und jeder Auftrag ist etwas Einzigartiges. „Diskretion ist Teil unseres Kunsthandwerkerdaseins. In der Haute Couture werden nie die Namen der Kunsthandwerker genannt. Wir dürfen noch nicht einmal verraten, für wen wir arbeiten. Man behält uns für sich, in streng vertraulichen Ateliers, gut versteckt. Das gilt für uns als Personen, aber auch für unser Handwerk, das ein französisches Kulturgut ist“, sagt Séverina Lartigue. Die Blumenkünstlerin arbeitet für die Giganten der Modebranche, Jean Paul Gaultier zum Beispiel stellte sie jahrelang vor immer neue künstlerische Herausforderungen. Und auch Eric Charles-Donatien ist einer dieser Kunsthandwerker. Er ist „Plumassier“, Federschmuckmacher, sein Gewerk ist aus der Haute Couture nicht wegzudenken. Erics Weg säumen ebenfalls die großen Namen der Branche. Aktuell fertigt er für den Designer Christophe Josse einen Blousonärmel – ganz aus filigranen Federn. Ob Blumenkünstlerin, Plumassier oder auch Faltenmacher wie Karen Grigorian: Sie alle vereint die bedingungslose Leidenschaft für das, was sie tun. Berühmte Lehrmeister und Tausende einsame Atelierstunden haben sie zu Künstlern gemacht, die Kreationen auf allerhöchstem Niveau zaubern. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt. | |||||
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02/25/2026 5:40 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Das süße Geheimnis der Alentejo-Klöster: Sericaia In Portugal genießt man süße Spezialitäten, die häufig auf alte Klostertraditionen zurückgehen. Mal süß, mal leicht säuerlich, oft mit einer Prise Zimt verfeinert – die Auswahl ist riesig. Die Journalistin Tiphaine Honoré hat sich gemeinsam mit Küchenchef Gonçalo Queiroz auf den Weg gemacht, um eines der berühmtesten Desserts aus dem Alentejo zu probieren: die Sericaia. Der Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erzählt von der fruchtbaren Landwirtschaft der portugiesischen Region, von den klösterlichen Süßspeisen und von der Herkunft der Pflaume in Portugal. (2): Ein Biss’chen Heimat: Nuno, vom Alentejo nach Paris Nuno, ursprünglich im Alentejo geboren, lebt seit 2005 in Paris. Für seine Freunde und Bekannten bereitet er Gazpacho zu. Er berichtet von köstlichen portugiesischen Fischsorten, von leckeren Gerichten, die Menschen zusammenbringen, und von den Rezepten seiner Großmutter, die ihn in Erinnerungen an seine Heimat schwelgen lassen. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Sericaia, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! ----------------------- Rezept für Sericaia Zutaten für 4 Personen: 4 Eier 500 ml Milch 240 g Zucker 2 Schalenstreifen einer Orange 1 Zimtstange 60 g Weizenmehl 1 TL Zimtpulver 4 in Sirup eingelegte Pflaumen Zubereitung: - Die Milch, die Hälfte des Zuckers, die Orangeschalenstreifen und eine Zimtstange in einen Topf geben und bei mittlerer Hitze erwärmen. Sobald die Mischung zu kochen beginnt, vom Herd nehmen und durch ein Sieb gießen. - Die Eier trennen. Die Eigelbe mit der anderen Hälfte des Zuckers und dem Mehl aufschlagen. - Die aromatisierte Milch nach und nach einrühren und die Mischung anschließend bei schwacher Hitze eindicken lassen, ohne dass sie aufkocht. - Creme abkühlen lassen, währenddessen die Eiweiße zu steifem Schnee schlagen und unter die Creme heben. In Auflaufförmchen füllen und mit Zimt bestreuen. - Bei 180 Grad eine Stunde lang backen. - Aus dem Ofen nehmen und mit je einer in Sirup eingelegten Pflaume garnieren. | |||||
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02/25/2026 6:15 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Tarascon, ein Anti-Held aus der Provence Jedes Jahr finden in Tarascon, einer kleinen Stadt in Südfrankreich, die „Fêtes de la Tarasque“ statt. Mit dem Volksfest feiert man Tartarin de Tarascon, den ulkigen Helden von Alphonse Daudet, der dessen Abenteuer ab 1872 in drei Romanen erzählte. Dabei wählte der Schriftsteller aus Paris einen interessanten Ansatz: Er gestaltete Tarascon als Karikatur seiner selbst – arrogant, feige und doch liebenswert. (2): Kroatien, Titos Spuren in Beton Die Architektur der kroatischen Ferienorte Kroatiens sind denkwürdige Zeugnisse des jugoslawischen Sozialismus‘. Die modernen und außergewöhnliche Betonbauwerke sollen den hohen Stellenwert von Freizeit und Genuss symbolisieren. Tito wollte den Kommunismus und die westliche Lebensweise vereinen. Luxuriöse Hotels wie der Haludovo Palace versinnbildlichen diesen sogenannten dritten Weg des Diktators. Seit Titos Tod sind die Hotels langsam verwahrlost – heute kommen nur noch Architektur-Nostalgiker vorbei. (3): Ruanda, Furahas Pilawreis mit Rindfleisch Pilawreis gehört zu den Lieblingsgerichten der ruandischen Bevölkerung. In Kigali schneidet Furaha Rindfleisch in kleine Stückchen, bereitet eine Tomatensauce vor und fügt Masala aus Kümmel, Zimt und Nelken hinzu. Nach 20 Minuten kann gegessen werden! Eine echte Geschmacksexplosion ... (4): Irak, ein neuer Pythagoras? Fast jeder Schüler kennt den Satz des Pythagoras‘. Im frühen 20. Jahrhundert tauchte in Bagdad jedoch eine geheimnisvolle Tafel auf, die die Urheberschaft des Mathematikers infrage stellen könnte. | |||||
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02/25/2026 7:00 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Bosnien: Die spitze Feder der Slađana Nina Perković Slađana Nina Perković, eine der witzigsten und scharfzüngigsten Schriftstellerinnen ihrer Generation, kam 1981 im damaligen Jugoslawien zur Welt. Heute liegt ihre Heimatstadt Banja Luka in Bosnien und Herzegowina. In ihrem 2024 erschienenem Debütroman „Tante Stanas Beerdigung“ erzählt die Autorin einen turbulenten Roadtrip und zeichnet gleichzeitig das Porträt eines Landes, in dem die Jugend seit Ende des Krieges in den 1990er Jahren nun zwar in Frieden, aber ohne Perspektiven lebt. (2): Baskenland: blutrotes Eisenerz Ab dem 19. Jahrhundert förderten Bergarbeiter mit reiner Muskelkraft aus den Tiefen der Erde ein blutrotes Mineral, das dem spanischen Baskenland zu Wohlstand verhalf. Eines der vielen Erzvorkommen befindet sich in der Nähe des Dorfes La Arboleda. Der hier gewonnene Hämatit ist besonders begehrt, denn er lässt sich leicht abbauen und ist von außergewöhnlicher Qualität. (3): Schottland: Sorinas Hirschbraten In einem Vorort von Edinburgh zaubert Sorina ein typisch schottisches Gericht: einen Hirschbraten. Zuerst brät sie das Wildfleisch scharf an. Für ein italienisches Soffritto schwitzt sie Gemüse an und fügt Speck und Wildbrühe hinzu. Gegart wird das Ganze im Ofen. Wie es die Tradition will, darf beim Servieren eine Soße aus Johannisbeeren und Portwein nicht fehlen! (4): Deutschland: Sprengung einer Insel 70 Kilometer vor der deutschen Nordseeküste liegt Helgoland. Im 19. Jahrhundert war die Insel ein beliebter Bade- und Urlaubsort. Kaltes Wasser und Steilküsten aus rotem Buntsandstein – ein wahres Paradies für Tiere, das der Mensch beinahe zerstörte … | |||||
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02/25/2026 7:45 am |
Kanadas Nationalparks (1/5) |
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| Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada gemeinsam mit Wissenschaftlern, lokalen Interessengruppen und Vertretern der indigenen Bevölkerung dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt vor dem Einfluss des Menschen geschützt werden. Der Pacific-Rim-Nationalpark erstreckt sich über 125 Kilometer entlang der Pazifikküste von Vancouver Island und teilt sich in drei Hauptregionen auf: Long Beach Region im Norden, die Broken Group Islands in der Mitte und den West Coast Trail im Süden des Pacific Rim. Letztere umschließt einen der letzten intakten Regenwälder der kanadischen Westküste. In der Region Long Beach arbeiten die Parks-Canada-Biologen Todd Windle und Mike Collyer an zwei Projekten, die den Küstenwolf schützen und die fragile Dünenlandschaft von invasiven Gräsern befreien sollen. Unterstützt werden sie dabei von freiwilligen Helfern sowie von der indigenen Toquaht First Nation. In der Region Broken Group Islands ist der Vogelkundler Yuri Zharikov auf der Suche nach Schwarzen Austernfischern, während Sam Starko und Clay Steell vom Bamfield Marine Science Center den Einfluss des Klimawandels auf die Seetangwälder vor der Küste des Nationalparks erforschen. Die Region West Coast Trail im Süden des Pacific Rim befindet sich auf dem traditionellen Gebiet der Huu-ay-aht First Nation. Hier arbeiten Kevin Peters und Joseph Jules als Trail Guardians, während Stella Peters und Wish Key den Parkbesuchern in Kiixin - dem einzigen traditionellen Dorf an der Westküste, von dem noch Überreste erhalten sind - ihre Kulturgeschichte nahebringen. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada gemeinsam mit Forschenden, lokalen Interessengruppen und der indigenen Bevölkerung dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt vor dem Einfluss des Menschen geschützt werden. | |||||
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02/25/2026 8:40 am |
Kanadas Nationalparks (2/5) |
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| Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada gemeinsam mit Wissenschaftlern und lokalen Interessengruppen dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden. Der Ivvavik-Nationalpark liegt hoch über dem Polarkreis, im äußersten Nordwesten des Territoriums Yukon und fernab jeder modernen Zivilisation. Er umfasst eine Fläche von über 10.000 Quadratkilometern, ist mehr als die Hälfte des Jahres von Schnee und Eis bedeckt und gilt als das Kronjuwel unter den kanadischen Nationalparks. Seine Gründung als Nationalpark verdankt er der größten Karibuherde der Erde, die hier seit Jahrhunderten ihre Jungen zur Welt bringt. Aber der Ivvavik repräsentiert auch den kulturellen Geburtsort der indigenen Bevölkerung der Arktis, die hier bereits vor über 10.000 Jahren als Jäger und Sammler lebten. So ist er der einzige Nationalpark Kanadas, in dem Naturschutz und der Schutz des kulturellen indigenen Erbes gleichgestellt sind. Jerry und Verna Arey, Renie Arey und Mervyn Joe erzählen im Ivvavik von ihrer tiefen emotionalen und kulturellen Verbindung zum Park und davon, wie viel er den Inuvialuit bedeutet. Die Ökologin Colleen Anderson untersucht die Vegetation im Park, die ihr Rückschlüsse auf das Migrationsverhalten der Karibus ermöglicht. Nirgendwo auf der Welt sind die Auswirkungen des Klimawandels so sicht- und erlebbar wie in der Arktis in und um den Ivvavik-Nationalpark. Klimaforscher Dustin Whalen und die Geologinnen Alice Wilson und Celtie Ferguson untersuchen deshalb schon seit Jahren das Abschmelzen des Permafrosts, der für das Leben im hohen Norden lebenswichtig ist. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada gemeinsam mit Forschenden, lokalen Interessengruppen und der indigenen Bevölkerung dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt vor dem Einfluss des Menschen geschützt werden. | |||||
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02/25/2026 9:30 am |
Kanadas Nationalparks (3/5) |
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| Der Waterton-Lakes-Nationalpark liegt mitten in der sensiblen Übergangszone zwischen den Bergen und der Prärie: Hier reicht das üppige Grasland Süd-Albertas bis an die Ausläufer der Rocky Mountains heran. Seit 1932 bildet der Waterton gemeinsam mit dem auf US-amerikanischer Seite angrenzenden Glacier-Nationalpark auch den ersten internationalen „Friedenspark“ der Welt. Zusammen haben sie sich dazu verpflichtet, innerhalb des Schutzgebietes keine physischen Grenzen zu errichten, damit sich Mensch und Tier frei bewegen können. Rob Found, der Chefökologe des Waterton-Lakes-Nationalparks, und die Biologin Kim Pearson arbeiten unermüdlich daran, dass Arten wie der Braunbär, das Dickhornschaf, der Leopardfrosch und der Bison im Park einen natürlichen Lebensraum vorfinden, der vor den Menschen geschützt bleibt. Zusätzlich wird der Park von einer erweiterten Pufferzone umgeben. Hier kämpft die Biologin Elizabeth Anderson um das Überleben der Kleinen Braunen Fledermaus, die von einer gefährlichen Pilzkrankheit bedroht wird. Ebenfalls in der Pufferzone arbeitet Leta Pezderic gemeinsam mit lokalen Ranchern für den Erhalt des ursprünglichen Graslands - ein stark gefährdetes Ökosystem. Innerhalb des Nationalparks sorgen Brandmeister Curtis Pine und seine Kollegin Olivia Aftergood mit kontrollierten Bränden dafür, dass sich die Prärie auch innerhalb des Parks wieder ausbreiten kann. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde Parks Canada gemeinsam mit Forschenden, lokalen Interessengruppen und der indigenen Bevölkerung dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt vor dem Einfluss des Menschen geschützt werden. | |||||
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02/25/2026 10:25 am |
Re: Charkiw - Ein Bruder im Krieg |
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| Michael verlässt Deutschland und schließt sich freiwillig den ukrainischen Streitkräften an. Zwei Jahre später ist er tot. Zunächst heißt es, er sei gefallen. Doch dann verdichten sich die Hinweise auf einen Selbstmord. Für seinen Bruder Kai bleiben Zweifel – und viele offene Fragen. Kai macht sich auf den Weg, die Umstände von Michaels Tod zu klären. Er kämpft sich von Deutschland bis nach Charkiw in der Ukraine durch bürokratische Hürden, widersprüchliche Aussagen und ein Land im Krieg. Er trifft Menschen, die Michael kannten: Kameraden, Freunde, Helfer. Er beginnt zu verstehen, warum sein Bruder verzweifelte – doch die Entscheidung für die Front bleibt rätselhaft. Die Reportage zeigt, wie der Krieg auch jene betrifft, die weit entfernt von der Front leben. Die Familien, die zurückbleiben. Die Freunde, die mit Schuldgefühlen leben. Den Bruder, der jetzt über die letzten Gespräche grübelt. Der Beitrag ist auch eine Parabel auf die Fragen, die sich viele junge Menschen in Europa angesichts des Krieges in der Ukraine und der Bedrohung durch Russland stellen: Würde ich bereit sein, mein Land zu verteidigen? Was bedeutet es wirklich, in den Krieg zu ziehen? Wie verändert ein Einsatz an der Front den eigenen Blick auf das Leben – und auf den Tod? Was ist mein Leben wert – und was geschieht mit denen, die ich zurücklasse? | |||||
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02/25/2026 10:55 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Ein Hauch von Venedig: Risotto di gò Für die Zubereitung des Risotto di gò, dem kulinarischen Markenzeichen Venedigs, braucht man cremigen Reis und einen kleinen Fisch, der nur schwer zu fangen ist: die Grundel. Der Journalist Antoine Leclaire hat sich mit Chefkoch Marco Ballarin getroffen, um alle Feinheiten dieses Gerichts kennenzulernen. Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard taucht in die Fischereigeschichte der Lagune ein, entdeckt die Ursprünge des Reisanbaus in Italien und berichtet über die Besonderheiten der Grundel. (2): Ein Biss’chen Heimat: Paola, eine Venezianerin in Lothringen Die gebürtige Venezianerin Paola lebt seit 1975 in Boulay-Moselle. Für ihre Lieben bereitet sie eine Polenta fegato alla veneziana zu. Sie erzählt von der Kunst des Kochens, von Rezepten, die sie für ihre Enkel sammelt, und von kulinarischen Traditionen, die sie an ihre Heimatstadt erinnern. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für ein Risotto di gò, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! ----------------------- Rezept für Risotto di gò Zutaten für 4 Personen: 350 g Risottoreis 500 g Grundel oder Meeräsche 1 weiße Zwiebel 2 Selleriestangen Petersilie 100 g Parmigiano gerieben 100 g Butter Zubereitung: - Die Fische reinigen und ausnehmen. - Die Zwiebeln vierteln, die äußeren Schichten sowie die grünen Blätter des Selleries entfernen und zusammen mit den Fischen in einem Topf mit Olivenöl für fünf Minuten bei mittlerer Hitze anbraten. - Kaltes Wasser hinzufügen und zwei Stunden bei schwacher Hitze köcheln lassen. Die Fischbrühe abseihen. - Den Reis in etwas Olivenöl in einem Topf anrösten und ein wenig Brühe hinzufügen. Sobald die Flüssigkeit vom Reis aufgesogen wurde, den Vorgang unter ständigem Rühren wiederholen, bis die gesamte Brühe verbraucht ist. - Abschmecken, Butter und gehackte Petersilie hinzufügen und weitere 18 Minuten garen lassen. - Vom Herd nehmen, Parmesan darüber streuen, verrühren und servieren. | |||||
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02/25/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Jaan Kross, Estland in russischen Händen Die Esten haben stets von Freiheit geträumt. Diese Sehnsucht hat der Autor Jaan Kross im Roman „Der Verrückte des Zaren“ (1978) verarbeitet, als Estland noch in sowjetischer Hand war. Absolute Gewalt, unvorstellbare Bestrafungen, Russifizierung der Sprache – die daraus resultierende Verzweiflung seiner Zeitgenossen kommt in dem Text nur zu gut zum Ausdruck. Kross, der selbst den Gulag überlebte, erzählt von einem Land, das von Tallin bis Tartu nach Freiheit und Unabhängigkeit strebt. (2): Der protestantische Einfluss in der katholischen Bretagne Wer durch die Bretagne reist, dem fallen die zahlreichen Kreuze und christlichen Monumente auf, die Kirchtürmer und Wegesränder zieren. Die Bretagne ist heute katholisch geprägt; religiöse Divergenzen gehören der Vergangenheit an. Dabei hatten protestantische Eliten gleich zwei Mal – im 16. und im 19. Jahrhundert – neue Ideen in die Region gebracht, die sich rasch in der gesamten Bevölkerung verbreiteten. (3): Jamaika, Barringtons Süßkartoffelpudding mit Kokosfleisch Barringtons Pudding genießt in Belmont hohes Ansehen. Es heißt, er sei der beste der ganzen Insel! Barrington sammelt dafür Kokosnüsse, um das Fleisch in kleine Stückchen zu reiben. Dann schält er die Süßkartoffel. Seine Kochkünste hat Barrington von seiner Mutter geerbt. Nach 90 Minuten im Backofen kann der köstliche Nachtisch verzehrt werden. (4): Zürich, die Neuerfindung des Frühstücks Für gesundes Essen sind die Schweizer nicht bekannt – eher für Schokolade, Aufschnitt und geschmolzenen Käse. Wer hätte gedacht, dass ausgerechnet ein Schweizer Arzt wie Max Bircher die Frühstücksgewohnheiten der westlichen Welt revolutionieren würde? | |||||
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02/25/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Claude McKay, ein Jamaikaner in Douarnenez 1925: Auf dem Weg nach Brest erfährt ein Reisender vom Tod des Freundes, den er eigentlich besuchen wollte. Dieser Mann war Claude McKay: Jamaikaner, Dichter, Romanautor und Schlüsselfigur der anti-rassistischen, anti-kolonialen Bewegung „Harlem Renaissance“. Ohne festes Ziel setzte er seine Reise an der bretonischen Küste fort, bis zur Hafenstadt Douarnenez. Dort vertrauten sich die Männer ihm an und die Frauen lehrten ihn die Revolution. Diese Erfahrungen verarbeitete McKay in einer sehr persönlichen Novelle „Dîner à Douarnenez“ die ein Jahrhundert später veröffentlicht wurde. (2): Bambuco, Gesang aus den kolumbianischen Bergen In den kolumbianischen Anden erzählen melancholische Melodien von den Gebirgsbewohnern und ihrer Liebe zur Heimat. Der ursprünglich rein instrumentale Bambuco ist Ausdruck der kolumbianischen Identität und darf bei keiner Feier fehlen. Seit Langem begleitet er die wechselvolle Geschichte des von Bürgerkriegen gezeichneten Landes. (3): Albanien: Arbamas Goldbrasse mit Gemüse In Himara verrät Arbama ihr leckeres Rezept für eine Goldbrasse mit Gemüse. Die frühere Fischhändlerin füllt selbst geerntete Zutaten in eine Auflaufform: Karotten, Kartoffeln, Paprika und Zwiebeln. Es folgt der ausgenommene, mit Knoblauchzehen gefüllte Fisch. Und weil Arbamas Familie die Musik im Blut liegt, findet die Verkostung zwischen zwei Gesangseinlagen statt! (4): Vereinigtes Königreich: Gefahr im Paradies Clapham Common im Süden von London ist mit seinen ausgedehnten Grünflächen eine Oase der Ruhe für Jogger und Familien. Allerdings trieb in diesem beliebten Stadtteil einst einer der ersten Super-Bösewichte der Neuzeit sein Unwesen. | |||||
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02/25/2026 1:00 pm |
In Wahrheit - Jette ist tot |
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| Nach dem Autounfall eines belgischen Drogendealers auf einer Landstraße an der Saar wird im Kofferraum seines Wagens die Leiche einer 16-Jährigen entdeckt. Judith Mohn kennt die Tote: Es ist Jette Mertens, die Tochter des befreundeten Ehepaars Nicole und Frank. Die Kommissarin hatte Jette noch am Abend des Verbrechens bei einer Drogen-Razzia auf einer Party gesehen und sie allein nach Hause geschickt. Getrieben von Schuldgefühlen setzt die Ermittlerin alles daran, Jettes Mörder zu finden. Gleichzeitig plagen Judith auch im Privaten Sorgen: Eigentlich sollten sie und ihr Mann Hochzeitstag feiern, doch Niklas scheint spurlos verschwunden. Bald stellt sie fest, dass Jettes jüngere Schwester Sarah mehr über das Verbrechen an ihrer Schwester weiß, als sie sagt. Sarah chattet im Internet mit einem Unbekannten, der sich hinter dem Avatar "Leo" versteckt. Gemeinsam mit ihrem Kollegen Freddy kommt Judith auf die Spur des geheimnisvollen Nerds Sven, der sich in der Nähe der Familie Mertens herumtreibt. Doch welche Verbindung besteht zwischen dem im Heim aufgewachsenen Computerfreak und der Familie Mertens? Mysteriös sind auch die Informationen, die die Kommissarin erhält, als sie immer tiefer in das Geflecht aus Lügen und Geheimnissen der Familie eindringt. Als Sarah plötzlich verschwindet, beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit. „Jette ist tot“ ist der zweite Film der ZDF-Krimireihe „In Wahrheit“. Regisseur Matthias Tiefenbacher führte bereits Regie bei Serien wie „Kommissar Dupin“ (2014) oder „Der Usedom-Krimi“ (2022-2024). Tiefenbacher inszenierte auch zahlreiche Fernsehfilme wie „Stille Post“ (2008), „Tatort: Herrenabend“ (2011) oder „Mutter, Kutter, Kind“ (2021). Neben den Stammdarstellern Christina Hecke, Rudolf Kowalski und Robin Sondermann spielen im zweiten Film der „In Wahrheit“-Reihe Hary Prinz („Enfant Terrible“, 2020), Sophie von Kessel („Das Verhör in der Nacht“, 2020) und Franziska Brandmeier („Curveball - Wir machen die Wahrheit“, 2020). | |||||
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02/25/2026 2:35 pm |
Leben mit Vulkanen |
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| Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. Diese Folge führt an den höchsten und aktivsten Vulkan Europas: den Ätna auf Sizilien. Der über 3.300 Meter hohe Ätna ist der höchste und aktivste Vulkan Europas. Ein- bis zweimal jährlich bricht der Mongibello, wie ihn die Sizilianer nennen, aus und bedroht mit seinen glühenden Lavaströmen die 900.000 Menschen, die in seinem Umkreis leben. Und doch ist der Ätna für die sonst sehr trockene Insel Sizilien auch ein unbezahlbarer Schatz: Der Feuerberg fungiert als natürliches Wasserreservoir. Zu seinen Füßen erstrecken sich Felder, Zitrus- und Olivenplantagen, so weit das Auge reicht. Die äußerst fruchtbaren Böden bescheren den Menschen seit Jahrtausenden reiche Ernten und bilden die Existenzgrundlage ihrer Dörfer. Jedes Jahr Anfang Februar veranstaltet die Stadt Catania das für Katholiken weltweit bedeutsame Fest der heiligen Agatha. Drei Tage und drei Nächte lang versammeln sich eine halbe Million Sizilianer, um zur Schutzheiligen Catanias zu beten, damit sie sie vor den Zornesausbrüchen des Ätna bewahre. Zusammen mit Mathilde, Einwohnerin und Stadthistorikerin von Catania, nimmt Arnaud Guérin an der spektakulären Prozession teil. Doch den Vulkan aus der Ferne zu betrachten, genügt dem Geologen nicht. Gemeinsam mit Boris Behncke erklimmt er den sich regenden Feuerberg für eine Inspektionstour. Der Vulkanologe besteigt den Ätna beinahe täglich, um das Terrain zu kontrollieren und gegebenenfalls Warnstufen auszurufen. Zurück in der Ebene lässt sich Arnaud Guérin vom Obstbauern Orazio erklären, wie sich die Lavaströme im Verlauf der Zeit in einen wahren Garten Eden verwandeln. Für Orazio und die anderen Sizilianer ist der Ätna nicht nur ein Vulkan - er ist die Seele von Catania, Orientierungspunkt und Wohltäter, der alles gibt und alles wieder nehmen kann. | |||||
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02/25/2026 3:00 pm |
Inseln Italiens |
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| Im größten Meeresschutzgebiet Europas liegt der Toskanische Archipel, zu dem die Inseln Elba, Montecristo und Capraia gehören. Auch große Landflächen stehen unter Schutz und sind als Nationalpark ausgewiesen. Elba, die größte und bekannteste Insel des Archipels, wird vor allem als Urlaubsinsel geschätzt. Dabei galt die Insel bis zum Ende des Zweiten Weltkriegs wegen ihrer reichen Eisenerzvorkommen als das Ruhrgebiet Europas. Als der Bergbau nicht mehr rentabel war, wurde er vom Tourismus abgelöst. Dabei hat die Insel weit mehr zu bieten als glasklares Wasser und lange Strände: eine reiche Geschichte, denn schon den Etruskern war Elba bekannt, dann kamen die Römer, die Medici und schließlich Napoleon. Und die Tier- und Pflanzenwelt ist vielseitig. Montecristo wurde durch den Roman "Der Graf von Monte Christo" weltberühmt. 63 Kilometer vom italienischen Festland entfernt ragt das menschenleere Inselchen wie ein steiler Granitfelsen aus dem Wasser. Allein Wissenschaftlern und Wissenschaftlerinnen ist der Zutritt erlaubt. Nur hier lebt die Montecristo-Ziege und die giftigste Schlange Europas, die Montecristo-Viper. Dazu kommt eine Vielzahl an endemischen Reptilien, Schnecken und Pflanzen. Die Insel Capraia hat eine ganz besondere Pflanzenwelt, bedingt durch die Entfernung zum Kontinent und die Lage mitten im Mittelmeer. Über 400 Pflanzenarten wachsen hier, mehr als die Insel Einwohner hat. Hier bleibt nur, wer sich der Natur verbunden fühlt. | |||||
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02/25/2026 3:55 pm |
Inseln Italiens (4/7) |
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| Pantelleria ist ein schlafender Vulkan, wobei der letzte Ausbruch schon weit zurückliegt. Aber es dampft, brodelt und blubbert immer noch überall auf der Insel. Die Insel ist Italiens nächstgelegenes Stück Erde zu Afrika. Die hier siedelnden Araber nannten die Insel einst die "Tochter des Windes". Die Bezeichnung kommt nicht von ungefähr, fegen doch der kalte Mistral und der heiße Scirocco abwechselnd über Pantelleria hinweg. Die Gärten, nicht selten in Terrassen angelegt, schützen die knapp 8.000 Bewohner mit Mauern aus Lavagestein. Viele davon hat Pietro Di Malta gebaut. Sein Vorname ist Familientradition und ganz bewusst gewählt. Pietro bedeutet: Stein. Schon seine Urgroßeltern nannten sich "Pirriatri", also die, die sich auf die Arbeit mit Stein spezialisiert hatten. Das eine ist sein angeborenes Talent, wie er es beschreibt, das Apnoetauchen und die Harpunenjagd sind seine Leidenschaften. Er ist vor den Klippen der Insel regelmäßig auf der Jagd nach den typischen Mittelmeerfischen. Eine der bekanntesten Sehenswürdigkeiten von Pantelleria ist der Specchio di Venere, der "Spiegel der Venus". Dieser nach Schwefel riechende türkisfarbene Binnensee ist vor 16.000 Jahren entstanden, als ein großer Bereich eines Vulkans in sich zusammenstürzte. An vielen Stellen quillt Schwefelwasser mit einer Temperatur von bis zu 50 Grad Celsius aus dem Grund heraus. Beliebt ist der See vor allem für Schlammbäder. Pantellerias Küsten bieten steile Klippen und vom Wind gepeitschte Natur. Nichts, was die meisten Touristen anzieht. Die, die auf die Insel kommen, wollen Geschichte und Natur pur. | |||||
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02/25/2026 4:50 pm |
Wenn Wale uns den Weg weisen |
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| Schon seit langer Zeit waren die Buckelwale aus der Unterwasserwelt von La Réunion verschwunden. Nur einige alte Leute konnten sich daran erinnern, die imposanten Meeressäuger mit eigenen Augen gesehen zu haben. Und dann waren sie eines Tages wieder da. Seit Anfang der 2000er Jahre gehören Buckelwale zu den Attraktionen der Insel Réunion im Indischen Ozean. Immer im Juli versammeln sich etwa hundert von ihnen vor der Westküste, um dort ihren Nachwuchs zur Welt zu bringen: ein Ereignis, das Jahr für Jahr Tausende Walbeobachter auf die Insel lockt. Doch nicht nur die Buckelwale sind in die Gewässer von La Réunion zurückgekehrt, sondern auch die nicht minder faszinierende Grüne Meeresschildkröte. Sie drohte aufgrund von illegaler Jagd und Umweltzerstörung auszusterben. Seit 2004 bevölkert sie wieder das Korallenriff - sehr zur Freude der Taucher. Die Rückkehr dieser Meeresbewohner ist eine Hoffnungsgeschichte für die Biodiversität von La Réunion und ein gutes Beispiel dafür, wie Mensch und Natur in Einklang leben können. Auf der Suche nach Gründen für die unerwartete Rückkehr der beiden Arten folgt der Film der Wanderung eines Jungwals von seiner Geburt vor La Réunion bis in die Antarktis sowie einer Grünen Meeresschildkröte, die zur Eiablage wieder zu der Insel zurückkehrt, an deren Stränden sie einst geschlüpft war. | |||||
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02/25/2026 5:35 pm |
Schildkröten und Wale - Botschafter der Meere |
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| Ein Waljunges, das vor der Küste von La Réunion geboren wurde, und eine ausgewachsene Meeresschildkröte treten ihre erste Ozeanüberquerung an. Der kleine Wal wird an der Seite seiner Mutter bei Madagaskar gesichtet, einer wichtigen Etappe auf der Wanderroute der Meeressäuger, die sich jedes Jahr in die nährstoffreichen Gewässer der Antarktis aufmachen. Die Meeresschildkröte hat dagegen ein anderes Ziel - sie setzt Kurs auf ihre Geburtsinsel in Europa, über tausend Kilometer entfernt. Dort wird sie sich fortpflanzen, um das Überleben ihrer Art zu sichern. Buckelwale und Meeresschildkröten wurden so lange vom Menschen gejagt, bis sie kurz vor dem Aussterben standen. Heute erholen sich die Populationen zwar wieder, doch die menschlichen Aktivitäten stellen für die faszinierenden Meeresbewohner noch immer eine Bedrohung dar. Wenn sie überleben sollen, muss der Mensch sein Verhalten ändern und lernen, harmonisch und nachhaltig mit ihnen zusammenzuleben. So werden Tauchtouristen auf La Réunion zu einem respektvollen Umgang mit den Buckelwalen angehalten: Es bleibt den Tieren überlassen, ob sie sich ihren menschlichen Bewunderern nähern wollen oder nicht. Bei den Walbeobachtungstouren vor Sainte-Marie wird der Motor abgestellt, um das Waljunge und seine Mutter nicht zu stören. Und auf den Komoren legen die Bewohner von Itsamia den Wilderern das Handwerk, damit die Meeresschildkröten ihre Eier in Ruhe am nahe gelegenen Strand ablegen können. Denn um das Überleben dieser bedrohten Arten zu sichern, müssen prioritär die Orte bewahrt werden, an denen sie sich fortpflanzen. | |||||
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02/25/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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02/25/2026 6:40 pm |
Re: Eiskalter Norden |
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| Die Müritz in Mecklenburg-Vorpommern, der größte Binnensee Deutschlands, ist Ende Januar 2026 komplett zugefroren. Ein Ereignis, das vor allem Martina Riedel und ihre "Eisvögel" erfreut. Die 68-Jährige leitet eine Gruppe von Eisbadern, die sich bei Wassertemperaturen von nur knapp über dem Gefrierpunkt minutenlang in den See trauen. Eisbaden ist nicht ungefährlich, mehrere Menschen sind in Mecklenburg-Vorpommern beim Kältebad in zugefrorenen Teichen, Seen oder in der Ostsee tödlich verunglückt. Im Norden Deutschlands und Polens sind wichtige Schifffahrtswege zugefroren, auf der Weichsel und der Oder kommen keine Eisbrecher mehr durch und auch immer mehr Seitenkanäle der Elbe werden für die Binnenschifffahrt geschlossen. Viele Binnenschiffer hängen im Eis fest. Auf dem Mittellandkanal versucht Schiffsführer Anselm Hamann auf dem "Seewolf" das Eis zurückzudrängen. Der Mittellandkanal ist eine der wichtigsten Binnenverbindungen für den Hamburger Hafen. Über ihn gelangen Güter aus Hamburg ins deutsche Binnenland und weiter nach Mittel- und Osteuropa – und umgekehrt. In Polen sind die Temperaturen in der Nacht noch niedriger als in Deutschland, was vor allem für Obdachlose lebensbedrohlich wird. Seit Winterbeginn sind bereits mehr als 40 Menschen erfroren. In Toruń kümmern sich Michał Piszczek und andere Freiwillige des Vereins Sercownia um Obdachlose, versorgen sie mit warmen Mahlzeiten und Thermozelten: In Nächten mit bis zu minus 16 Grad können diese kleinen Gesten lebensrettend sein. | |||||
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02/25/2026 7:15 pm |
Fallende Blätter |
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| Die Angestellte Ansa und der Arbeiter Holappa lernen sich beim Karaoke kennen. Beide haben ihren Job verloren, doch darüber sprechen sie nicht - eigentlich sprechen sie fast gar nicht miteinander. Ihr jeweiliger Jobverlust hat auch unterschiedliche Ursachen; während Holappa nicht von seinem Schnaps lassen kann und deswegen von einem schlecht bezahlten Knochenjob zum nächsten stolpert, hat Ansa im Supermarkt die abgelaufenen und weggeschmissenen Lebensmittel eingesteckt und wird deshalb entlassen. Gemeinsam ist ihnen ihre Schüchternheit und ihre Zuneigung füreinander. Doch für Ansa kommt ein Alkoholiker als Mann nicht infrage. Nachdem sie sich wochenlang aus den Augen verloren haben, weil Holappa ihre Adresse verloren hat und ihren vollständigen Namen nicht kennt, geht es für ihn daher erst einmal in den kalten Entzug. Als er sich dann bereit für Ansa fühlt, kommt ihm eine Straßenbahn in die Quere. Doch auch dieses Unglück kann ihre Liebe nur kurzzeitig aufhalten. Aki Kaurismäkis jüngster Film (2023) greift Figuren und Motive aus seiner frühen "Arbeiterklasse-Trilogie" auf, den Filmen „Schatten im Paradies“, „Ariel“ und „Das Mädchen aus der Streichholzfabrik“, die er zwischen 1986 und 1990 herausgebracht hat. Voller Wärme und mit viel Musik (von den Tangos des finnischen Sängers Olavi Virta aus den 60er Jahren zu den Elektroklängen des zeitgenössischen Duos Maustetytöt) erzählt Kaurismäki eine Außenseiter-Romanze, die sich im Schatten des beginnenden Ukraine-Krieges entfaltet. Der Film ist zugleich zeitlos (die Kofferradios, die Tangos) und aktuell (der Krieg, die Band Maustetytöt). Nach einer längeren Auszeit gelang Aki Kaurismäki mit „Fallende Blätter“ 2023 die triumphale Rückkehr auf das internationale Kinoparkett. Und mehr als das: Der Film wurde zu seinem erfolgreichsten Film in Finnland, gewann den Preis der Jury bei der Premiere in Cannes und wurde mit elf weiteren internationalen Filmpreisen ausgezeichnet. Alma Pöysti und Jussi Vatanen wurden zu Recht als neues Kaurismäki-Traumpaar bezeichnet, das der originalen Besetzung aus der "Arbeiterklasse-Trilogie", Kati Outinen und Matti Pellonpää, in nichts nachsteht. | |||||
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02/25/2026 8:30 pm |
Udo Lindenberg & das Panikorchester |
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| Seit 50 Jahren reisen sie gemeinsam durch die Zeit: Udo Lindenberg & das Panikorchester. In Deutschland haben sie einen Stellenwert wie Johnny Hallyday in Frankreich oder Adriano Celentano in Italien. Angefangen hat alles 1973 im beschaulichen Münster, als Udo Lindenberg mit Steffi Stephan (Bass), Gottfried Böttger (Piano), Peter „Backi“ Backhausen (Schlagzeug) und Karl Allaut (Gitarre) die Band gründete. Im gleichen Jahr kam das Erfolgsalbum „Alles klar auf der Andrea Doria“ heraus. Was dann folgte, ist Geschichte. Mit Millionen verkauften Tonträgern und etlichen Gold- und Platinplatten gehören sie zu den erfolgreichsten Musikern Deutschlands. Mitglied im Panikorchester zu sein ist kein Brotberuf, von dem man abends in die Biedermeieridylle einer Kleinfamilie nach Hause kommt. Die turbulenten 70er waren geprägt von Entbehrungen, zugleich aber voll von Zuversicht: Man war „fahrendes Volk“ und empfand sich als Großfamilie. In den 80er und 90er Jahre erfand sich die Band immer wieder neu - beeinflusst von politischen Umbrüchen und persönlichen Krisen. Nicht alle Musiker waren durchgängig in der Band, die Besetzung wechselte häufig. Im Jahr 1996 formierte sich wieder der „alte Kern der Gang“ und begleitet seitdem Lindenberg auf seinen Tourneen. Der Dokumentarfilm zeigt in anekdotischen Ausschnitten den Weg von der Stammkneipe Onkel Pö bis in die großen Stadien der „Bunten Republik Deutschland“. Herzstück der Erzählung sind die Orchestermitglieder; aber auch Musiker wie Johannes Oerding, Jan Delay, Clueso, Adel Tawil und Peter Maffay kommen zu Wort. | |||||
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02/25/2026 10:00 pm |
Falsche Versprechen |
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| In der Pariser Banlieue: Am Ende ihres Mandats führt Bürgermeisterin Clémence Collombet Verhandlungen mit staatlichen Stellen um die lange versprochene Sanierung einer Hochhaussiedlung. Sie ist auf sich allein gestellt, denn die Eigentümer der Wohnungen haben kein Vertrauen mehr. Als sie kollektiv beschließen, die Zahlung der Nebenkosten auszusetzen, muss Clémence die Strategie wechseln - zumal ihr ein Ministerposten angeboten wurde. Thomas Kruithofs Erforschung lokalpolitischer Intrigen war in Frankreich ein Kinoerfolg. Nach zwei Mandaten als Bürgermeisterin des Wohnbezirks „Bernardins“ in der Pariser Banlieue hatte sich Clémence Collombet vorgenommen, von der politischen Bühne abzutreten. Kurz vor Ende ihrer Amtszeit bleibt aber eine Baustelle offen: die gründliche Sanierung des Viertels mithilfe von 63 Millionen Euro staatlichen Fördergeldern. Tatsächlich leiden die Bewohner seit Jahren unter den Lebensbedingungen in den Hochhaustürmen, die allmählich verfallen. Sie sind alle Eigentümer ihrer Wohnungen, kommen aber nur schwer über die Runden; einige verdienen mit der illegalen Untervermietung winziger Zimmer an Migranten ein Zubrot. Aufgrund ihres ablaufenden Mandats fehlt es Clémence an Zeit, die erhofften Finanzmittel für das Wohnviertel noch zu erhalten und damit ein ewiges Wahlkampfversprechen zu erfüllen. Mithilfe ihres Kabinettschefs Yazid, selbst in der Banlieue aufgewachsen, setzt Clémence alles aufs Spiel, um in letzter Minute doch noch die staatliche Unterstützung zu bekommen. Als die Bewohner des Viertels nach einem kolossalen Wasserschaden aus Protest entscheiden, die Bezahlung der Nebenkosten einzustellen, schwimmen Clémence die Felle davon. Aus Paris werden nämlich keine Hilfsgelder an einen Bezirk zugewiesen, der Schulden hat. Nun müssen Clémence und Yazid sich beeilen: Bei der Verfolgung ihres Ziels mit undurchsichtigen Strategien vergisst Clémence ihr Versprechen an sich selbst, die Macht aufzugeben. Regisseur Thomas Kruithof liefert einen kühlen Einblick in die Mechanismen der Politik und die inneren Konflikte, die politische Verantwortung mit sich bringt. Thomas Kruithof basiert seine Erzählung auf der Geschichte des Viertels „Chêne Pointu“ in Clichy-sous-Bois in der Pariser Banlieue: 1.500 Eigentumswohnungen aus den 60er Jahren, die auf das falsche Versprechen hin verkauft wurden, es würde zukünftig eine direkte öffentliche Verkehrsanbindung an die Hauptstadt geben. Erst 2015 begann der französische Staat mit dem Rückkauf aller Wohnungen im Rahmen eines Sanierungsplans, der bis heute andauert. „Falsche Versprechen“ lief 2021 bei den Filmfestspielen von Venedig im Wettbewerb. Die Bürgermeisterin Collombet wird von Isabelle Huppert verkörpert. | |||||
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02/25/2026 11:35 pm |
Der Kampf der Whistleblowerin |
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| Im Herbst 2018 wurde Houria Aouimeur zur Leiterin der „Association pour la gestion du régime de Garantie des créances des Salariés“ (AGS) ernannt. Diese Organisation garantiert, dass die Beschäftigten zahlungsunfähiger Unternehmen weiterhin eine Vergütung erhalten. Für Aouimeur, die in einem sozial schwachen Viertel von Saint-Étienne aufwuchs, war die neue Stellung ein beachtlicher Karrieresprung und eine wichtige Aufgabe. Zumal die AGS riesige Beträge verwaltet. Doch rasch stellte sie einen Mangel an Transparenz und Kontrolle fest, welcher sich durch willkürliche Zertifizierung von Unternehmen, Bevorteilung bestimmter Auftragnehmer oder Zahlung horrender Anwaltshonorare äußerte. Angesichts der Zustände bei der AGS begann die gelernte Juristin mit Nachforschungen. Dabei stieß sie schnell auf massiven Widerstand bei Insolvenzverwaltern, Treuhändern, Anwälten, Gutachtern, Unternehmensübernehmern und anderen, zum Teil verbündeten Akteuren eines mächtigen Netzwerks mit eigenen Regeln und zahlreichen Grauzonen. Aouimeur deckte Insolvenzverfahren auf, die seit mehreren Jahren auf ihren Abschluss warteten. Sie ließ zwei Audits durchführen, die ergaben, dass fast sieben Milliarden Euro ohne stichhaltige Begründung als Verluste verbucht worden waren. Auf ihre Initiative hin reichte die AGS mehrere Klagen ein. Doch der Druck auf Houria Aouimeur wuchs so stark, dass sie sogar mehrere Monate unter Personenschutz stand. Schließlich veranlassten ihre Vorgesetzten bei der französischen Arbeitslosenversicherung Unédic und dem Arbeitgeberverband „Mouvement des Entreprises de France“ Medef ihrerseits gezielte Audits ihrer Tätigkeit. Die einst geschätzte Führungskraft wurde wegen angeblichen „schweren Fehlverhaltens“ entlassen. In der Dokumentation „Der Kampf der Whistleblowerin“ bricht sie ihr Schweigen. | |||||
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02/26/2026 12:40 am |
Das Srebrenica Tape |
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| Dokumentarfilm Deutschland/ Bosnien 2025 +++ Der Hobbyfilmer Sejfo dokumentiert zwischen 1993 und 1995 das Leben im belagerten Srebrenica – eine Liebesbotschaft an seine Tochter Alisa. Drei Jahrzehnte später kehrt sie an den Ort des Völkermords zurück, auf der Suche nach Spuren ihres Vaters und ihrer Geschichte. Der Film verwebt privates Archivmaterial mit aktuellen Begegnungen – ein emotionales Zeitdokument über Verlust, Erinnerung und das Weiterleben nach dem Genozid. Film von Chiara Sambuchi | Erstsendung: 09.07.2025/Das Erste | |||||
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02/26/2026 2:05 am |
Die wunderbare Welt der Weine (8/10) |
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| Im Norden von Bayern, entlang der Schleifen des Mains, erstreckt sich zwischen Spessart und Steigerwald das Weinanbaugebiet Franken. Schon die Römer hatten auf den sonnenbeschienenen Flächen Reben gepflanzt. Auf den Steilhängen wächst vor allem Silvaner, mit kräftigen und mineralischen Aromen. Doch der Weinbau wird heute durch den Klimawandel bedroht. Die Auswirkungen: Erosion und Trockenheit machen dem Wein aus Franken zu schaffen. Vor allem in den Dörfern rund um Würzburg ergreifen die Winzer Maßnahmen, um diese alte Kulturlandschaft zu schützen und zu bewahren. Franken ist eine häufig verkannte Weinbau-Enklave mitten in Bayern - einer Region, die allgemein für ihre Hopfenfelder und die hohe Brauereidichte bekannt ist. Schon die Römer pflanzten Reben auf den sonnigsten Hanglagen. Die steil aufsteigenden fränkischen Weinberge liefern mineralische, kräftige Weißweine. Heute ist der Weinanbau in der Region durch den Klimawandel bedroht: Bodenerosion und Trockenheit machen den charakteristischen fränkischen Rebsorten zu schaffen. Mit vereinten Kräften versuchen Winzer und Wissenschaftler, das fränkische Weinbauerbe zu retten. Die Winzer müssen immer kreativer werden, um die lange Geschichte ihrer Weinberge zu bewahren. Manchmal bedeutet Kreativität auch, alte manuelle Verfahren wiederzubeleben, die zwar äußerst mühsam sind, aber den Boden schützen. Familie Knoll folgt den Grundsätzen des biodynamischen Anbaus, um ihre Weinberge in größerem Einklang mit der Natur zu bewirtschaften. Spezialisierte Forscher haben für dasselbe Gebiet nachgewiesen, dass die Weinberge in besonders exponierten Hanglagen bei zunehmenden Trockenperioden nicht mehr ohne Bewässerung auskommen. Der junge Winzer Markus Müller hat sich mit rund 40 anderen Weinbauern zusammengetan, um eine gemeinsame Bewässerungsanlage zu bauen. Daniel Heßdörfer von der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau forscht seit über 20 Jahren zum Wein von morgen, der sich an extreme Temperaturen und starke Regenfälle anpasst. Auf dem Weinberg des Instituts züchtet er alte Rebsorten nach, die dem Klimawandel in den kommenden Jahren besser standhalten sollen. | |||||
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02/26/2026 2:30 am |
Mit offenen Karten - Im Fokus |
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| Drei Minuten Aktuelles und Analysen | |||||
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02/26/2026 2:35 am |
Mit offenen Augen |
Wie wirbt die Bundeswehr Frauen für den Dienst an der Waffe? |
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| Im Sommer 2025 schaltete die deutsche Bundeswehr in der Halbzeitpause der viel beachteten Spiele der Frauenfußball-EM einen Werbespot, der militärische Werte mit sportlichem Teamgeist verbinden sollte. Die Bundeswehr setzt auf das positive Image des Frauenfußballs, um Soldatinnen und Soldaten zu gewinnen. Michael Schulze von Glasser, Geschäftsführer der Deutschen Friedensgesellschaft, analysiert die neuartige Kampagne. Der Journalist Alexis Self erläutert die Kommunikationsstrategien, mit denen die europäischen Armeen für den Wehrdienst werben. | |||||
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02/26/2026 2:50 am |
28 Minuten |
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| "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. | |||||
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02/26/2026 3:35 am |
(Fast) die ganze Wahrheit |
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| In drei Minuten alles über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Mit Ironie und Absurdität skizziert jede Folge eine Person des Zeitgeschehens, die Schlagzeilen machte. | |||||
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02/26/2026 4:00 am |
Afrika - Den ersten Menschen auf der Spur |
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| Die Menschheit entstand vor mehr als zwei Millionen Jahren in Afrika. Seit Jahrzehnten suchen und untersuchen Wissenschaftler die Überreste der ersten Menschen, um die Geschichte unserer Evolution zu rekonstruieren. Doch eine wesentliche Frage bleibt: Wo genau tauchten unsere Vorfahren auf diesem riesigen Kontinent auf? Mittlerweile gilt die Vorstellung von einer einzigen Wiege in einem begrenzten Gebiet als überholt. Die Suche nach unseren Ursprüngen wird nunmehr auf ganz Afrika ausgedehnt. Dabei folgt die Dokumentation den Spuren, die unsere direkten Vorfahren hinterlassen haben: den Australopithecinen. Ein Forscherteam aus Archäologen und Paläontologen unter der Leitung des französischen Wissenschaftlers Laurent Bruxelles hat sich zum Ziel gesetzt, uralte Fossilien aufzuspüren, vor allem in Gebieten, in denen bisher noch nie welche gefunden wurden. Das ist das Projekt Human Origins. Jahr für Jahr durchkämmen seine Spezialisten ganze Regionen auf außergewöhnlichen und bisweilen riskanten Expeditionen im Süden und Osten Afrikas. Gemeinsam mit dem Taucher Frédéric Swierczynski begibt sich Lauren Bruxelles auf die Suche nach den Ursprüngen der Menschheit. Die beiden sammeln wissenschaftliche Hinweise für die Theorie, dass sich die Wiege der Menschheit über ganz Afrika erstreckt und nicht, wie lange Zeit angenommen, auf den Großen Afrikanischen Grabenbruch in Äthiopien und auf Südafrika beschränkt, wo bislang die einzigen relevanten Fossilien gefunden wurden. Bei zahlreichen Ausgrabungen und Tauchgängen erkunden sie unterirdische Welten und suchen nach Antworten auf eine bedeutende Frage: Haben die Vorfahren der Menschen schon vor über drei Millionen Jahren das über die heutigen Landesgrenzen hinausgehende südliche Afrika bevölkert? | |||||
