Schedules
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02/27/2026 4:10 am |
Italien, meine Liebe |
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| Das Piemont, die italienische Region "am Fuß der Berge", grenzt an Frankreich und die Schweiz und ist geprägt von den mächtigen Alpen. Aus den Höhen fließt der Po in die Ebene mit der Hauptstadt Turin, die in Sichtweite der Berge liegt. Die Stadt gilt als wirtschaftliches Zentrum Norditaliens und glänzt mit barocker Prachtarchitektur. Kulinarisch ist die Region eine der reichsten der italienischen Halbinsel. Weiter östlich erstreckt sich die Po-Ebene, wo der Reisanbau die Landschaft prägt. Das Wasser für die Reisfelder kommt aus den Alpen; die Schneeschmelze im Frühjahr spült es ins Tal. Der kleine Ort Barolo in der Hügellandschaft des Piemont steht für einen der besten Rotweine Italiens. Ein beliebter Begleiter zum Aperitivo auf der Dorfpiazza sind die typischen Grissini. Die Geschwister Cravero stellen sie in ihrer Bäckerei auf traditionelle Weise her: Gezogen werden sie von Hand und dann im Steinofen gebacken. Und mit Glück findet man auch den edelsten unter den Edelpilzen: Trüffel aus dem Piemont gelten als die besten der Welt und werden zu Spitzenpreisen gehandelt. Rund um Alba werden die Wälder im Herbst zum Jagdgebiet für die heiß begehrte Köstlichkeit. Auch Trüffelsucherin Martina Aloi und ihre Hündin Edvige haben es auf die schmackhaften Knollen abgesehen. Als Storchenhauptstadt Italiens gilt Racconigi. Hier machen die Langbeiner Rast auf ihrem Weg nach Afrika. Und viele Storchenpaare haben sich auch langfristig niedergelassen. Bruno Vaschetti hat auf seinem Hof Sumpfgebiete angelegt für heimische Vogelarten, aber auch für Zugvögel, die hier eine Rast einlegen. | |||||
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02/27/2026 4:55 am |
GEO Reportage |
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| Wie in vielen Regionen Finnlands erwacht auch in Pello mit der warmen Jahreszeit die Begeisterung für Autorennen. Timo ist einer dieser Rennfans. Er möchte an einem der „Jokkis“ teilnehmen, den Jedermann-Rennen. Sie spiegeln die finnische Offenheit wider und erfreuen sich heute in allen nordischen Ländern großer Beliebtheit. Pello gilt als Mekka für Rallye-Fans. In der waldreichen Region heißen die rund 3.600 Einwohner des Dorfes jedes Jahr Rennfahrer aus dem ganzen Land willkommen. Die Rennen führen über eine Strecke mitten im Wald, die für Fahrer und Zuschauer gleichermaßen spektakulär ist. Jeden Sommer zieht es Tausende von Enthusiasten hierher, um die packenden Rennen zu verfolgen. Die Strecke wird sorgfältig präpariert: Viele Kurven und wechselnde Bodenbeläge stellen die Fahrerinnen und Fahrer vor Herausforderungen und machen die Rennen noch spannender. Timo und sein Freund Mika haben im vergangenen Herbst einen alten Volvo gekauft, den sie jetzt für die große Rallye fit machen. Timo ist zudem Mitglied im Pello Motor Sports Club, der die Veranstaltung seit über 30 Jahren organisiert. Doch Timo ist nicht der einzige Fahrer aus Pello. Auch andere Dorfbewohner nehmen teil, darunter Anne-Mari, ein ehemaliger Star der Rallye-Szene. Viele Jahre dominierte sie die Konkurrenz. Nach einer längeren Pause ist sie hoch motiviert und will es noch einmal wissen. | |||||
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02/27/2026 5:50 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Bretonisches Soulfood: Kig ha farz In der Bretagne gibt es einen Eintopf, der viele Bretonen von Kindesbeinen an begleitet: das Kig ha farz. Die Journalistin Laure Granjon hat die Köchin Béatrice Francout getroffen, um die lokale Spezialität aus Fleisch, Gemüse und Farz zu kosten. Geograf und Ernährungswissenschaftler Pierre Raffard erklärt die Herkunft des Gerichts, die Bedeutung der Zwiebel in der Gastronomie des Finistère und erzählt über die Schweineaufzucht in der Bretagne. (2): Ein Biss’chen Heimat: Jean-Marie, ein Bretone in Italien Jean-Marie ist in der Bretagne geboren und lebt seit sechs Jahren in Mailand. Mit seiner Familie bereitet er bretonische Galettes zu. Er erzählt vom italienischen Dolce Vita, von der Qualität der italienischen Produkte und von bretonischen Gerichten, die ihn im Ausland stets begleiten. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für ein Kig ha farz, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! ----------------------- Rezept für Kig ha farz Zutaten für 6 Personen: 1 Weißkohl 8 Speiserüben 12 Karotten 2 Roscoff-Zwiebeln 5 cm Ingwer 300 g große Knackwürste 500 g Rinderschulter 200 g frischer Schweinebauch 4 Eier Für den schwarzen Farz: 500 g Buchweizenmehl 50 g Butter, zerlassen Für den weißen Farz: 250 g Weizenmehl 50 g Puderzucker 200 ml Sahne 250 ml Milch 250 g Rosinen Zubereitung: - Für den schwarzen Farz: Buchweizenmehl, zwei Eier, 50 Gramm zerlassene Butter, Wasser und Salz miteinander vermischen und kräftig verquirlen. Die Masse in einen Leinenbeutel füllen und mit einer Schnur gut verschließen. - Zwiebeln und Ingwer in einem großen Schmortopf anbraten. - Gemüse hinzufügen und mit Wasser aufgießen. Den Schweinebauch und die Rinderschulter in Stücke schneiden und zusammen mit dem verschlossenen Leinenbeutel in den Topf geben. Eineinhalb Stunden köcheln lassen, dabei den Weißkohl nach 45 Minuten herausnehmen. - Die Würste separat in reichlich Wasser 30 Minuten lang kochen. - Alle Zutaten für den weißen Farz mit zwei Eiern vermischen und 45 Minuten bei 180 Grad Celsius im Ofen backen. -Den schwarzen Farz aus dem Beutel nehmen und zerbröseln. -Mit dem in Scheiben geschnittenen weißen Farz, den Gemüsen und den Fleischstücken servieren. | |||||
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02/27/2026 6:20 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Dordogne, ein Dichter im Dienst der Natur Élisée Reclus war seiner Zeit voraus. In seinem zukunftsweisenden Werk „Histoire d’un ruisseau“ von 1869 verknüpft er Geografie, Dichtung und Natur – und stellt dabei die Beziehung von Mensch und Natur in Frage. Der Anarchist und Kommunarde verbrachte seine Kindheit am Ufer der Dordogne … (2): Venedig, eine in Samt gehüllte Stadt Der Samt von Venedig trägt seinen Namen nicht umsonst: Seine Lichtreflexe und leuchtenden Farben erinnern an die zahlreichen Kanäle der Stadt. Um den kostbaren Stoff zu erhalten, wird hochwertige Seide in einer ausgefeilten Webtechnik verarbeitet. Rote Farbe und die aufwendigen Muster machen das Produkt einzigartig. Damals zeugte es vom Reichtum und der politischen Macht der Stadt – und tatsächlich ist der Samt noch heute eine der wichtigsten Einnahmequellen der Serenissima (Beiname von Venedig). (3): Philippinen, Rodels Schweineohr-Frikassee In Angeles City gibt es heute Sisig – ein Schweineohr-Frikassee. Verfeinert wird das Gericht mit Schweinebäckchen. Zuerst wird das Fleisch gekocht, dann angebraten. Rodel schneidet noch Zitronenscheiben dazu und würzt mit Chili. Ein knuspriges Rezept! (4): Äthiopien, gelobtes Land der Rastafari In Shashemene sieht man überall nur grün, gelb und rot. Folklore? Nicht für alle – für manche gelten diese Farben nämlich als heilig! Die Geschichte begann in den 1910er Jahren: Garvey gründete in Jamaica die UNIA (Universal Negro Improvement and Conservation Association and African Communities League) im Jahr 1914. Zwei Jahre später ging er nach Harlem und etablierte die UNIA. Der Aktivist Marcus Garvey rief zur Vereinigung aller Afrikaner auf und fand damit bei den Rastafari viel Anklang … | |||||
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02/27/2026 7:05 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Island: ein Fjord im Heringsrausch Für seinen Roman „60 Kilo Sonnenschein“ von 2018 wurde Hallgrímur Helgason mit dem Isländischen Literaturpreis ausgezeichnet. Die um die Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert angesiedelte Geschichte erzählt vom Einbruch der Moderne am abgelegenen Siglufjörður-Fjord. Im Mittelpunkt der Geschichte steht der Bauernsohn Gestur, der im Lauf der Handlung zum Mann heranwächst. Aus seiner Sicht schildert Helgason episch, intim und gespickt mit schwarzem Humor, wie der plötzliche Überfluss aus der Heringsfischerei nicht nur den jungen Mann, sondern auch den Fjord aus dem Gleichgewicht bringt. (2): Paris: algerische Zuwanderung Im 20. Jahrhundert kamen Tausende algerische Zuwanderer nach Paris. Anfang der 1980er Jahre stellten sie die größte Einwandergruppe dar und waren unverzichtbare Arbeitskräfte in der boomenden französischen Hauptstadt. Vor dem Hintergrund des algerischen Unabhängigkeitskrieges war ihnen ein wechselvolles, mitunter schmerzliches Schicksal beschieden. Sie galten weder als Franzosen noch wirklich als Ausländer – und fanden lange keinen Platz in der Gesellschaft. (3): Griechenland: die Pitas von Eleni und Annoula Auf Korfu bereiten Eleni und Annoula nicht nur ein, sondern gleich zwei Pitas zu! Für den Teig vermischen sie Mehl, Öl, Essig und Wasser. Danach geht es an die Füllung: Kartoffelpüree, Fenchel, Feta und Zucker für das erste Pita, das zweite wird zusätzlich mit Zucchini, Peperoni und Zwiebeln verfeinert. Gebacken werden die gefüllten Fladenbrote im traditionellen Holzofen. (4): Irland: Reitsport mit Tradition Galoppierende Pferde und sattes Grün so weit das Auge reicht: Das ist der Süden Irlands. Hier entstand aus einer Wette zwischen irischen Adligen eine olympische Disziplin – und zugleich das spektakulärste Pferderennen der Welt. | |||||
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02/27/2026 7:55 am |
Sardinien - Das Rätsel der Nuraghen-Türme |
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| Sardinien ist vor allem für seine spektakuläre Landschaft bekannt, für seine steilen Klippen, weißen Sandstrände und türkisfarbenen Küstengewässer. Doch im Hinterland der Mittelmeerinsel verbergen sich ungeahnte Schätze: die Überreste einer Zivilisation, die vor fast 4.000 Jahren entstand und deren Spuren auf wundersame Weise die Zeiten überdauert haben. Während im pharaonischen Ägypten die letzten Pyramiden und auf dem europäischen Festland die letzten Dolmen erbaut wurden, schuf auf Sardinien eine mächtige und wohlhabende Zivilisation eine völlig neue Art von Monumenten - darunter festungsähnliche Türme, die Nuraghen. Es sind rätselhaft anmutende, in die Vegetation eingebettete Schreine und riesige, geometrisch geformte Grabstätten. Die Nuragher-Kultur geriet im Laufe der Jahrhunderte in Vergessenheit. Heute allerdings wird viel unternommen, um ihr über die Berge und Ebenen der Insel verstreutes Erbe wiederzuentdecken. Wer war das Volk der Nuragher? Wie lebten und woran glaubten sie? Wie gestalteten sich ihre Bestattungsriten? Wie lässt sich ihr unglaublicher Wohlstand erklären, der fast tausend Jahre anhielt? Der Film dokumentiert die Arbeit der Archäologen und Wissenschaftler, die sich vorgenommen haben, die Geheimnisse dieser ungewöhnlichen Kultur zu lüften. Auf Sardinien, der zweitgrößten Mittelmeerinsel, schlummern die baulichen Zeugnisse der vergessenen Zivilisation der Nuragher. Jüngste Ausgrabungen brachten neue Erkenntnisse über dieses Volk von Baumeistern, dessen Anfänge 3.800 Jahre zurückreichen und das rund tausend Jahre später in der Eisenzeit unterging. Die noch immer nicht vollständig erforschte Nuragher-Kultur hinterließ der Nachwelt über 8.000 Megalithen, Festungen, Dorfanlagen und Kultstätten. | |||||
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02/27/2026 9:25 am |
Italien, meine Liebe |
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| Die Emilia-Romagna ist bekannt für Parmesan, Parmaschinken und den Balsamico-Essig aus Modena. Die Region im Nordosten Italiens ist auch ein Paradies für Tiere: In der Lagune um Comacchio lebt eine der größten Flamingo-Kolonien Europas. Die Flamingos wanderten erst vor wenigen Jahren ins Po-Delta ein, wo sie ideale Lebensbedingungen vorfanden. Auch Wildpferde aus der Camargue sind heute hier heimisch. Ein Pferdenarr hat vor Jahrzehnten ein paar Pferde ausgesetzt. Mittlerweile sind es schon Dutzende weißer Wildpferde. Die Valli di Comacchio bilden eine der größten Lagunenlandschaften Italiens - und das mitten in der Emilia-Romagna. Fast 4,5 Millionen Einwohner zählt die Region mit der Hauptstadt Bologna, einer der ältesten Universitätsstädte Europas und Metropole des guten Essens. Zu den berühmtesten Nudelmacherinnen gehören die Schwestern Zappoli. Ihr Geheimnis? Eine gute Pastamacherin braucht Gespür für das Wetter. Am Wochenende lädt einer der berühmtesten Strände Europas zum Spaziergang ein. Der 15 Kilometer lange Sandstrand von Rimini ist in der Nebensaison Naherholungsgebiet. Hinter der Küste wird seit Jahrhunderten Reis angebaut - meist von Frauen, den "mondine". Sie wurden berühmt, weil sie auf den Feldern Lieder gegen die ehemals schlechten Arbeitsbedingungen sangen. Noch heute singen Alt und Jung gemeinsam, um das Kulturerbe zu bewahren. Der Süden der Emilia-Romagna ist geprägt von mittelalterlichen Festungen, Kreidefelsen und Weinbergen. Aus den Trauben wird nicht nur der Perlwein Lambrusco hergestellt, sondern auch der traditionelle Balsamico-Essig aus Modena. | |||||
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02/27/2026 10:25 am |
Re: Not my king - Zweifel an Charles |
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| In der Reportage kommen republikanische Briten zu Wort, die ihren König Charles III. vehement ablehnen. In London leitet Graham Smith die Bürgerbewegung "Republic", er will damit die republikanischen Gefühle der Leute wecken. In Cornwall stellt der Künstler Andrew Swan in seinen Werken die Missstände und Fehlentwicklungen durch die königliche Familie an den Pranger. Der Lehrer Danni Rawlings aus Bristol erträgt es nicht mehr, dass die sozialen und wirtschaftlichen Ungleichheiten immer größer werden. Deshalb geht er auf die Straße, um seine Mitbürger davon zu überzeugen, die Monarchie endlich abzuschaffen. Jane, eine 60-jährige Palliativkrankenschwester, ist seit ihrer Jugend gegen die Monarchie. Heute engagiert sie sich mit anderen Republikanern bei Anti-Monarchie-Treffen, die immer mehr Menschen anziehen. | |||||
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02/27/2026 10:55 am |
Zu Tisch mit Lucie - Kitchen Hacks |
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| Seine krausen Blätter wärmten einst die Menschen im Norden, heute feiert der Grünkohl als „Kale“ weltweiten Erfolg und verbindet bodenständige Tradition mit modernem Lifestyle. Als Vitaminwunder, Trendgemüse oder kulinarische Inspiration – kaum ein Kohlgewächs hat einen solchen Imagewandel erlebt. Im Oldenburger Land kultiviert Peter Kluin den „König der Kohlsorten“ nach überlieferter Tradition – erst nach dem ersten Frost entfaltet sich das charakteristische Aroma. Lucie Fischer-Chapalain zeigt die Vielseitigkeit des grünen Powerfood: Sie verwandelt die krausen Blätter in knackige Chips, einen energiereichen Smoothie und eine Quiche mit samtiger Grünkohlcreme. Was früher nur gekocht auf den Tisch kam, zeigt sich heute als kulinarischer Allrounder – Tradition trifft Innovation. | |||||
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02/27/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| Im Objektiv von Frank Horvat ist Paris weiblich In den 1950er Jahren besuchte Frank Horvat die französische Hauptstadt, um das feminine Paris der Nachkriegszeit mit der Kamera einzufangen. Mit dem Blick des Ausländers auf eine Stadt aus Träumen gelang es dem Fotografen, in ganz alltäglichen Situationen die Stärke des weiblichen Geschlechts einzufangen. Seine Models posieren ungeschminkt und ungekünstelt inmitten des Großstadttreibens. Im Pariser Viertel Pigalle wendet sich Frank Horvat dem Fotojournalismus zu und fängt Frauen ein, die sich ebenso kraftvoll wie ungehemmt geben, auch wenn sie zuweilen von der düsteren Realität dieser Stadt wie ernüchtert wirken. Moldau: Ein Prost auf den Wein Im September beginnt in Moldau die Zeit der Weinlese, oft mit der ganzen Familie. Die Besonderheit: Die Trauben wachsen hier mitten in den Städten. Die Vielfalt der Böden, des Klimas und die Tatsache, dass der Norden des moldauischen Staatsgebiets auf demselben Breitengrad wie das Burgund und der Süden auf dem gleichen Breitengrad wie das Bordelais liegen, schenken seinen Weinen eine ähnliche Vielfalt wie der französischen Konkurrenz. Allerdings ist die Tradition des Weinanbaus hier deutlich älter und reicht bis in die griechische Antike zurück. Heute erfreut sich der moldauische Wein wachsender Beliebtheit. Belize: Das Boil Up von Priscilla Obwohl der Himmel über Belmopan bedeckt ist, lässt sich Priscilla nicht die gute Laune verderben. Heute bereitet sie nämlich das Nationalgericht Boil Up zu und kauft dafür Maniok, Kochbananen und Zackenbarsch. Außerdem verwendet Priscilla dafür mindestens vier verschiedene Kartoffelsorten, die sie kocht, bevor sie den Fisch fünf Minuten lang anbrät. Anschließend wird das Gericht mit einer Tomatensoße übergossen und in geselliger Runde gemeinsam verzehrt. Zürich: Ein neues schwules Lebensgefühl Zürich ist die Wirtschaftsmetropole der Schweiz. Hier lässt es sich gut leben, denn ihr Wohlstand ist geradezu sprichwörtlich. In den 1930er Jahren beschloss das Land, Homosexualität nicht länger unter Strafe zu stellen. Der Schweizer Theaterschauspieler Karl Meier nutzte die Gunst der Stunde, um für seine Überzeugungen einzutreten ... Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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02/27/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst Spezial |
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| In Louisiana: Die erwachende Sinnlichkeit der Kate Chopin Eine Geschichte der Emanzipation im Louisiana des 19. Jahrhunderts: Edna Pontellier, eine verheiratete Frau, die nach Selbstverwirklichung strebt, befreit sich von Zwängen und Konventionen. Die Protagonistin entsprang der Feder von Schriftstellerin Kate Chopin (1851-1904). Nachdem die Autorin 14 Jahre in Louisiana gelebt hatte, veröffentlicht sie im Alter von 49 Jahren ihren Roman „Das Erwachen“ (1899). Sie beschreibt darin die weiße kreolische Gesellschaft mit ihren feigen Männern und unterdrückten Frauen. Damals scharf kritisiert, gilt ihr Werk heute als eines der bedeutendsten der US-amerikanischen Literatur. Louisiana: Im Land der Flusskrebse Im Frühling liegt ein angenehmer Duft über dem US-Bundestaat Louisiana. Es ist die Zeit der Crawfish-Festivals, bei denen das Lieblingsgericht fast aller Einwohnerinnen und Einwohner serviert wird: frischer Flusskrebs. Bei den Festivals sitzt das ganze Volk um einen Tisch. Die Flusskrebse galten lange Zeit als Armenessen, bevor sie auch in besseren Kreisen beliebt wurden und schließlich ganz Amerika eroberten. Diannes Südstaateneintopf Gumbo Der einzigartige Kulturmix von New Orleans findet sich auch auf dem Teller wieder, so zum Beispiel im berühmten Gumbo. Dianne bereitet den Südstaaten-Eintopf mit Hühnchen, frischen Austern, Räucherwurst, Shrimps, Sellerie, grüner Paprika und jeder Menge Gewürzen zu. Louisiana: Der Schock der Bilder Baton Rouge, die Hauptstadt von Louisiana, ist eine typische Stadt der US-amerikanischen Südstaaten. Mitten im Sezessionskrieg, während das gesamte Umland von den Yankees belagert war, wurde hier ein der Hölle entkommener Sklave zum Symbol … Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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02/27/2026 1:00 pm |
In Wahrheit - Mord am Engelsgraben |
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| In einem Waldgebiet an der Saarschleife wird die Leiche einer Prostituierten, Nele, gefunden. Alles deutet auf Mord hin. Der Fall wird der Saarbrücker Kriminalkommissarin Judith Mohn übertragen. Gemeinsam mit ihrem Team beginnt sie, im Milieu entlang der Fernfahrerroute Deutschland-Frankreich zu ermitteln. Dann nimmt der Fall eine neue Wendung: Judith findet Hinweise, dass der Mord mit einem anderen, nie aufgeklärten Fall zusammenhängt. Vor neun Jahren verschwand die damals 16-jährige Maria spurlos beim Trampen. Ihre Habseligkeiten wurden am gleichen Ort gefunden wie die der Prostituierten Nele, die Maria zudem ähnelte. Judith beschließt, den ehemaligen Kommissar Markus Zerner in die Ermittlungen einzubeziehen, der damals im Fall Maria ermittelt hat. Ins Visier der Ermittlungen gerät Erich Kupka, ein Fernfahrer - nicht zuletzt, da seine eigene Frau Heike Angst hat, er könne etwas „damit“ zu tun haben. Der Verdacht gegen ihn relativiert sich jedoch, als Judith und ihr Kollege Freddy bei der Befragung eines weiteren Tatverdächtigen, der einen Brief an die Polizei geschrieben hat, in Lebensgefahr geraten und der Mann den Mord an der Prostituierten gesteht. Doch dieser stellt sich als psychisch gestört heraus. Fieberhaft ermittelt das Team weiter, mit Unterstützung von Markus Zerner. Nun rückt auch der ehemalige Freund von Maria, Paul Satzmann, wieder in den Fokus der Ermittler. Doch als Judith und ihr Team den Täter schließlich zu fassen bekommen, erfahren sie eine Geschichte, die ihnen durch Mark und Bein geht - denn nichts ist so, wie es schien. Der Regisseur und Drehbuchautor Miguel Alexandre ist vor allem für Fernsehfilme wie „Die Frau vom Checkpoint Charlie“ (2007), „Der Mann mit dem Fagott“ (2011) oder „Tatort: Die Wahrheit stirbt zuerst“ (2013) bekannt. Sein Film „Grüße aus Kaschmir“ (2004) wurde mit dem Grimme-Preis ausgezeichnet. „Mord am Engelsgraben“, der erste Teil der Krimireihe, glänzt mit einer prominenten Besetzung: In Episodenrollen sind unter anderem Christian Berkel („Der Kriminalist“, 2006-2020) und Anna Loos („Weissensee“, 2010-2018, „Mord in den Dünen“, 2013) zu sehen. | |||||
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02/27/2026 2:35 pm |
Leben mit Vulkanen |
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| Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. Die heutige Folge führt nach Neuseeland: Hier begegnen die Einwohner den Vulkanen nicht mit Furcht, sondern ziehen Nutzen aus der Erdwärme. Vulkane - in vielen Regionen der Welt stellen die feuerspuckenden Ungetüme ein großes Risiko für die Bevölkerung dar. Nicht so in Neuseeland: Anstatt sich vor den Vulkanen zu fürchten, haben die Bewohner gelernt, mit ihnen zu leben und die Erdkräfte für sich zu nutzen. Arnaud Guérin macht sich auf die Suche nach den verborgenen Schätzen der heißen Riesen. Lava kann nicht nur zerstören, sondern auch erschaffen: Seit Urzeiten nutzen die Maori Obsidian, sogenanntes vulkanisches Glas, um Schmuck oder Werkzeuge herzustellen. Mayor Island ist der einzige Ort in Neuseeland, wo das besondere Lavagestein vorkommt. Die einzigen beiden Bewohner der Naturidylle, Victoria und Keith Harimate, beschützen das kulturelle Gut sowie die Natur. Die Regeln hier sind einfach: Hinterlasse nichts anderes als deine Fußabdrücke, nimm nichts anderes mit als Bilder in deinem Fotoapparat, schlage nichts anderes tot als deine Zeit. Die weitere Reise führt Arnaud in die Umgebung um die Stadt Rotorua. Hier bergen die Vulkane einen weiteren Schatz: Erdwärme. In der geothermisch aktiven Vulkanregion gibt es eine Vielzahl von heißen Quellen, Schlammtöpfen, aber auch Geysire, die das kochende Wasser bis zu 25 Meter in die Luft katapultieren. Das kleine Maori-Dorf Whakarewarewa ist von Dämpfen aus dem Erdinneren umhüllt. Doch der Stamm hat gelernt, sich diese natürliche Energiequelle zunutze zu machen. Anstatt unter der Dusche waschen sich die Bewohner in den heißen Quellen. Doch nicht nur kleine Dörfer profitieren von den Gegebenheiten: Neuseeland nutzt die Erdwärme landesweit im großen Stil - 20 Prozent des Stroms wird mit Hilfe von Vulkanenergie erzeugt. | |||||
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02/27/2026 3:00 pm |
Kanadas Nationalparks (4/5) |
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| Der Saguenay-St. Lawrence Marine Park schützt über 2.000 Tier- und Pflanzenarten. Darunter auch bedrohte Arten wie den Belugawal und den Blauwal. Die Mündung des Saguenay-Fjords in den Sankt-Lorenz-Strom ist eine reichhaltige Nahrungsquelle und ein wichtiger Futterplatz für die Meeressäuger auf ihrer Migrationsroute. Darum wurde 1998 hier in Québec der erste Wassernationalpark Kanadas gegründet. Der Park grenzt an eine Hauptverkehrsader Kanadas: den Sankt-Lorenz-Strom. 7.000 Containerschiffe befahren jedes Jahr den Fluss. Natur und Mensch sollen hier koexistieren. Parks Canada überwacht sämtliche Aktivitäten im geschützten Gebiet. Das wird vor allem dadurch erschwert, dass es auf dem Wasser keine physischen Barrieren gibt. Seit Jahren schwankt die Zahl der Wale, die sich normalerweise einige Monate an der Mündung aufhalten. Wissenschaftler, unter anderem vom privaten Institut GREMM, wollen herausfinden, woran das liegen könnte; die Geschichte der Belugawale zeigt, wie sensibel die Ökosysteme sind. Die südlichste Belugapopulation der Erde wurde beinahe ausgerottet und ist nach wie vor bedroht. Ob sie überleben wird? Biologen und Parkwächter schützen die Baie-Sainte-Marguerite, das Geburtshaus der Belugas, vor den Menschen. Die Rückkehr des Wanderfalken in den Saguenay-Fjord zeigt, wie nachhaltiger Artenschutz funktionieren kann. | |||||
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02/27/2026 3:55 pm |
Kanadas Nationalparks (5/5) |
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| Die fünfte Folge zeigt den Cape-Breton-Highlands-Nationalpark im Norden der kanadischen Atlantikprovinz Nova Scotia, der sich zwischen dem Sankt-Lorenz-Golf und dem Atlantik erstreckt. Kanada ist das zweitgrößte Land der Welt und das erste, das erkannt hat, dass die Vielfalt seiner Landschaften geschützt werden muss, um sie für künftige Generationen zu bewahren. Auch in der dritten Staffel erzählt „Kanadas Nationalparks“, wie die Mitarbeiter der kanadischen Forstbehörde dafür Sorge tragen, dass die einzigartige Natur und die Lebensräume der kanadischen Tier- und Pflanzenwelt geschützt werden. Der Cape-Breton-Highlands-Nationalpark liegt im Norden der kanadischen Atlantikprovinz Nova Scotia und erstreckt sich zwischen dem Sankt-Lorenz-Golf und dem Atlantik. 1936 gegründet, umfasst er eine Fläche von rund 1.000 Quadratkilometern. Im Park herrscht borealer Wald vor, in denen Elche und Kojoten zu Hause sind. An seinen Küsten siedelt der Weißkopfseeadler, im Meer tummeln sich Wale und Robben. Cape Breton ist seit Jahrtausenden Siedlungsgebiet der Mi'kmaq, die zu den First Nations zählen. Nach Jahren der Diskriminierung und Ausgrenzung haben sie eigene Organisationen gegründet, die im Naturschutz aktiv ist. Sie halten die Traditionen ihres Volks lebendig und vermitteln sie an Interessierte. Sie zeigen, warum die Schwarzesche für sie besondere Bedeutung hat, zu welchen Gelegenheiten sie Tabak spenden, was sie bei Bluthochdruck unternehmen und warum das Wasser Ursprung allen Lebens ist. Neben den Mi'kmaq leben auf Cape Breton auch Akadier - Nachfahren der Franzosen, die zu den ersten Siedlern aus Europa gehörten. Ihnen folgten im 18. Jahrhundert Schotten, die sich zunächst in der rauen Natur zurechtfinden mussten. Auch sie besinnen sich auf ihre Herkunft und pflegen ihre Traditionen, ohne ihre Zugehörigkeit zu Kanada zu leugnen. | |||||
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02/27/2026 4:50 pm |
Meister der Jagd am Great Barrier Reef |
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| Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein Naturwunder - es ist auch das wahrscheinlich größte Giftlabor der Erde. Steinfische, Kegelschnecken, Seeschlangen, Quallen - so schön sie sind, so tödlich sind sie auch. Doch was für den Menschen lebensgefährlich ist, könnte die Medizin verändern. Der Biologe Jamie Seymour und der Kameramann Richard Fitzpatrick wagen sich in diese gefährliche Unterwasserwelt, um die Gifte zu sammeln und zu erforschen. Ihr Ziel: Moleküle zu isolieren, die betäuben, heilen oder sogar Gewebe regenerieren können. Von der Würfelqualle bis zur Schnabelseeschlange - jeder Tauchgang birgt Risiken, doch die Erkenntnisse könnten bahnbrechend sein. Die Dokumentation geht einem jahrtausendealten Evolutionsprozess auf den Grund, bei dem die Natur perfekte Waffen - und vielleicht auch die Medikamente von morgen - entwickelt hat. Eine packende Exkursion entlang neuer Forschungsfelder und den damit verbundenen Wagnissen und Perspektiven. | |||||
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02/27/2026 5:35 pm |
Südafrikas wilde Westküste |
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| Unberührte Strände, leuchtende Wildblumenteppiche und spektakuläre Begegnungen mit Buckelwalen - die Route 27 führt von Kapstadt nordwärts entlang der Westküste durch eine der ursprünglichsten Regionen Südafrikas. Die Dokumentation nimmt das Publikum mit auf einen Roadtrip durch verträumte Fischerdörfchen, entlang einer kaum bekannten, aber faszinierenden Küstenlandschaft, die mit ihrer stillen Schönheit beeindruckt, bis in die Zederberge. Die Route 27 gilt als absoluter Geheimtipp unter Kennern der südafrikanischen Küstenlandschaft. Die Dokumentation von Regisseurin Helena Brinkmann beleuchtet im Rahmen eines Roadtrips etappenweise die beeindruckende Natur, die sich auf diesem Weg verbirgt. Neben Gesprächen mit Menschen, deren Leben eng mit der Natur verbunden ist, geht es hinaus auf den Atlantik zu einem sogenannten „Super-Pod“ - einem Zusammenschluss von Walen, die im Südatlantik gemeinsam mit Delfinen, Robben und Seevögeln jagen. In der Nähe des West Coast Nationalparks liegt das malerische Fischerdorf Paternoster. Dort begleitet die Dokumentation Fischer beim Fang von Langusten und lernt eine Künstlerin kennen, deren Werke tief mit dem Ort und seiner Geschichte verwurzelt sind. Weiter geht der Roadtrip vorbei am renaturierten Berg River und der Kleinstadt Velddrif bis in die goldfarbenen Zederberge - eine Region, die nicht nur mit spektakulären Kletterrouten lockt, sondern auch jahrtausendealte Felsmalereien birgt. In einem versteckten Tal wird der Blütenrausch des Fynbos in seiner vollen Pracht deutlich. Den Abschluss der Reise bildet ein Besuch der Kaptölpel-Kolonie in Lamberts Bay - ein Ort, an dem das fragile Gleichgewicht zwischen Mensch, Tier und Ozean auf eindrucksvolle Weise sichtbar wird. | |||||
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02/27/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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02/27/2026 6:40 pm |
Re: Kroatien zwischen Minen und Meer |
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| Der 38-jährige Familienvater Čičak ist einer der letzten Landminenräumer Kroatiens. Seit dem Ende des Krieges vor 30 Jahren wurden bereits 300.000 Minen entschärft. Der Job ist gefährlich, in den letzten Jahrzehnten gab es immer wieder Todesfälle unter den Räumern. Die kroatische Regierung will das Kapitel nun abschließen und verspricht, dass bis zum Frühjahr 2026 alle Minen beseitigt sein sollen. Kann dieses ambitionierte Ziel gelingen - und welche Zukunft bleibt Čičak, wenn das Programm endet? In Kroatiens Küstenstädten wie Skradin, einst hart umkämpfte Frontlinien, ist heute kaum noch etwas von den Altlasten zu spüren. Ivica, Ex-Kriegskommandant und Hotelier, profitiert vom boomenden Tourismus und plant den Bau eines attraktiven "Glampingplatzes" auf einem geerbten Stück Land. Doch auch seine Familie trägt Narben: Sein Sohn überlebte als Kind nur knapp eine Explosion mit einer Panzerfaust, die er mit Freunden beim Spielen in einem alten Haus fand - ein Erlebnis, das die Schatten der Vergangenheit noch heute spürbar macht. Dreißig Jahre nach dem Krieg steht Kroatien zwischen Vergangenheit und Neuanfang. Tourismus und Wohlstand haben Einzug gehalten, Kriegsnarben verblassen langsam - doch einige Spuren bleiben - sichtbar oder unsichtbar. Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. | |||||
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02/27/2026 7:15 pm |
Ingo Thiel - Ein Kind wird gesucht |
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| Nach seinem Fußballtraining fehlt vom zehnjährigen Mirco jede Spur. Kommissar Ingo Thiel gibt den verzweifelten Eltern das Versprechen, ihren Sohn um jeden Preis zu finden. | |||||
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02/27/2026 8:45 pm |
Peter Falk versus Columbo |
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| Ein abgetragener Trenchcoat - ein alter grauer Peugeot 403 auf dem Hollywood Boulevard - eine angekaute Zigarre - ein depressiver Hund - eine unsichtbare, doch omnipräsente Ehefrau - und ach, eine Frage hätte ich da noch … Über zwei Milliarden Fernsehzuschauer auf der ganzen Welt werden bei diesem Steckbrief sofort an Inspektor Columbo denken: Die gleichnamige TV-Serie, für die er mit einem Golden Globe und mehreren Emmys ausgezeichnet wurde, war ein Welterfolg. Der erste Antiheld in der Geschichte der Fernsehserie begleitete seine Zuschauer von 1968 bis 2003, und sein Name war mit Sicherheit berühmter als der seines Darstellers. Doch Peter Falk war mehr als der sympathische, nachlässig gekleidete Ermittler aus Los Angeles. Der Film- und Theaterschauspieler spielte unter der Regie einiger der bedeutendsten Filmemacher des 20. Jahrhunderts, darunter Nicholas Ray, Frank Capra, Blake Edwards und William Friedkin. Für seine ersten beiden Auftritte auf der Kinoleinwand in „Unterwelt“ (1960) und in „Die unteren Zehntausend“ (1961) wurde er für den Oscar nominiert. Außerdem gehörte er zu den Lieblingsschauspielern des unkonventionellen Independent-Regisseurs John Cassavetes, der ihm 1970 in „Ehemänner“ und 1975 in „Eine Frau unter Einfluss“ an der Seite von Gena Rowlands zu seinen sicher beeindruckendsten Rollen verhalf. Mit Columbo gelang Falk, was nur wenigen Schauspielern gelingt: Er machte eine TV-Serienfigur zur internationalen Ikone. 1987 spielte er in „Der Himmel über Berlin“ von Wim Wenders eine auf ihn zugeschnittene Rolle, die mit den Berührungspunkten von Peter Falk und Columbo spielt. Die Dokumentation geht dem großen Erfolg der TV-Serienfigur auf den Grund - und dem legendären Schauspieler, der sie verkörperte. | |||||
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02/27/2026 9:40 pm |
Status Quo - Rockin' All Over the World |
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| Über 20 Top-Ten-Alben, etwa 120 Millionen verkaufte Platten, 106 Auftritte bei Top Of The Pops ... das sind nur einige der Superlative, die die Rockband Status Quo aus London zu einer der erfolgreichsten und langlebigsten des Vereinigten Königreichs machen. Der Film beleuchtet die über 50-jährige Geschichte der Band. Der Dokumentarfilm "Status Quo: Rockin' All Over The World", die TV-Fassung des britischen Kino-Dokumentarfilms "Hello Quo!" aus dem Jahr 2012, ist eine Achterbahnfahrt durch die Karriere einer Rockband, deren Mitglieder ihre Wurzeln in der britischen Arbeiterklasse haben und 2010 von Queen Elizabeth II. zu Offizieren des Ordens des Britischen Empires (OBE) ernannt wurden. Im Film kommen zahlreiche Weggefährten zu Wort, doch die Hauptrolle spielen die vier Musiker aus der Originalbesetzung von Status Quo: Francis Rossi, Rick Parfitt (2016 verstorben), Alan Lancaster (2021 verstorben) und John Coghlan. Die unverblümt und mit reichlich Selbstironie erzählten Anekdoten reichen von Treffen mit dem damaligen Kronprinzen Charles, dem Auftritt bei "Live Aid" und einem hart erkämpften Weltrekord bis hin zu einem gemeinsamen Knastaufenthalt, Drogen- und Alkoholexzessen und dramatischen Auseinandersetzungen innerhalb der Band. Bebildert mit zahlreichen, teils nie zuvor gezeigten Fotos und Videos aus dem Archiv der Band, erzählt "Status Quo: Rockin' All Over The World" ein halbes Jahrhundert Bandgeschichte, von der Gründung der Band in den sechziger Jahren über ihre großen Erfolge den siebziger und achtziger Jahren mit Hits wie "Down Down", "Rockin' All Over The World", "Whatever You Want" oder "In The Army Now" bis hin zur Auflösung und der Wiedervereinigung der Originalbesetzung im Jahr 2012. | |||||
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02/27/2026 11:10 pm |
Blind Guardian |
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| Blind Guardian sind bekannt für ihre komplexen Arrangements und Texte, die von Fantasy- und Literaturklassikern inspiriert sind. Sie haben einen einzigartigen Sound geprägt, der zahlreiche Bands beeinflusst hat. Alben wie Imaginations from the Other Side, Nightfall in Middle-Earth und The God Machine genießen Kultstatus und zählen zu den Klassikern des Genres. Charakteristisch sind kraftvolle, hymnische Melodien und die unverwechselbare Stimme von Frontmann Hansi Kürsch, der mit Hits wie The Bard’s Song, Mirror Mirror und Valhalla“regelmäßig für große Mitsing-Momente sorgt. Beim Summer Breeze Open Air 2025 spielten Blind Guardian eine intensive und epische Performance voller musikalischer Leidenschaft, Virtuosität und Detailverliebtheit. | |||||
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02/28/2026 12:10 am |
Von wegen altes Eisen |
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| Die alleinerziehende Marion staunt nicht schlecht, als sie ihre 78-jährige Nachbarin Huguette im Auto ihres verstorbenen Mannes vor dem Haus kampieren sieht. Wie konnte es so weit kommen? Schnell wird klar, dass die Wohnung der Rentnerin aufgrund ihrer hohen Mietschulden zwangsgeräumt wurde und sie niemanden hat, bei dem sie unterkommen könnte. Noch dazu würde die stolze und eigensinnige ältere Dame sich eher allein auf der Straße durchschlagen, als von sich aus um Hilfe zu bitten. Doch als Marion erfährt, dass Huguette früher Lehrerin war, handeln die beiden Frauen einen Deal aus. Denn die Nachtschwester braucht dringend Unterstützung mit ihrem rebellischen Sohn Rémi. Der hat nämlich monatelang hinter ihrem Rücken die Schule geschwänzt und soll nun auf einen berufsvorbereitenden Zweig wechseln. Für Marion ein Alptraum! Sie ist überzeugt, Rémi hätte nur mit einem höheren Abschluss später eine Chance in der Berufswelt. Also soll Huguette nun vorübergehend bei Marion einziehen und Rémi helfen, seine Noten in den nächsten Wochen so zu verbessern, dass er in die gymnasiale Oberstufe versetzt wird. Theoretisch ein Übereinkommen, von dem alle profitieren. Aber eben nur theoretisch. Denn Rémi ist mit der neuen 24-Stunden-Überwachung durch Huguette überhaupt nicht einverstanden. Außerdem interessiert ihn das Gymnasium gar nicht, da er viel lieber eine Ausbildung zum Informatiker machen möchte. Aber davon will seine Mutter nichts wissen. Während Huguette also alles tut, um Rémi zum Lernen zu bewegen, muss sie bezüglich ihres eigenen Problems feststellen, dass sie in ihrem Alter kein Vermieter mehr haben will und die Wartezeit für eine Sozialwohnung länger ist als ihre Lebenserwartung. Was soll sie tun? Die Uhr tickt und zwischen ihr und Rémi stehen alle Zeichen auf totale Konfrontation. Oder schaffen es die drei Generationen doch noch, einander zuzuhören und voneinander zu lernen? Die Tragikomödie „Von wegen altes Eisen“ greift auf einfühlsame und humorvolle Weise aktuelle gesellschaftliche Themen auf, mit einer starken Frauenrolle im Mittelpunkt: Die Hauptrolle Huguette wird von der 91-jährigen französischen Kult-Schauspielerin und -Sängerin Line Renaud verkörpert. Für den Regisseur und Drehbuchautor Antoine Garceau stand sie auch schon in der Emmy-nominierten Erfolgsserie „Call my Agent!“ (2015-2020) vor der Kamera. Der Teenager Rémi wird von Romann Berrux gespielt, der aus der US-amerikanischen Serie „Outlander“ (2014-2020) bekannt ist. | |||||
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02/28/2026 1:50 am |
Cry Wolf (7/8) |
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| Der Tag der Entscheidung. Vor einem Ausschuss sollen alle Beteiligten noch einmal aussagen, bevor entschieden wird, ob Hollys und Theos vorübergehende Unterbringung in einer Pflegefamilie auf ein ganzes Jahr verlängert wird. Eingangs stehen die Chancen für die Eltern Dea und Simon schlecht. Doch ihre Verteidigerin hat eine gewiefte Strategie und eine unvorhergesehene Wendung tritt ein. In einer Verhandlung soll final entschieden werden, ob die 14-jährige Holly und ihr kleiner Bruder Theo weiterhin in ihrer Pflegefamilie bleiben müssen oder ob sie wieder zurück zu ihren Eltern können. Vor allem Theo wünscht sich nichts sehnlicher als die Rückkehr nach Hause. Doch angesichts der Ausgangslage - sein Vater Simon steht unter Verdacht, gewalttätig zu sein - ist das nicht sehr wahrscheinlich: In aller Regel folgt der Ausschuss der Empfehlung des Jugendamts. Und dieses, vertreten durch Lars, den Sachbearbeiter des Falls, und seine Vorgesetzte Mona, hält nach wie vor daran fest, dass es im Sinne des Wohls der Kinder ist, wenn Holly und Theo in der Obhut der Pflegefamilie bleiben. Um das zu verhindern, fährt die Anwältin von Dea und Simon eine aggressive Strategie: Lars, der sich bei diesem Fall einige Regelverstöße und Fehler erlaubt hat, wird zur Zielscheibe, um das Jugendamt zu diskreditieren. Die Gemüter sind erhitzt und die Nerven liegen blank. Simon, der seine angestaute Wut und Frustration nicht mehr in den Griff bekommt, wird von der Verhandlung ausgeschlossen. Entscheidend ist und bleibt aber die Aussage von Holly. Als sie in den Saal gerufen wird, überrascht sie mit ihrer Stellungnahme nicht nur Lars. | |||||
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02/28/2026 2:40 am |
Mit offenen Karten |
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| Vor dem Hintergrund des sich beschleunigenden Klimawandels erscheinen Wind- und Sonnenkraft mehr denn je als die Energiequellen der Zukunft. „Mit offenen Karten“ zeigt, wie diese seit Jahrtausenden bekannten Ressourcen im 21. Jahrhundert genutzt werden. Von Indien über China und die USA bis nach Dänemark entstehen immer mehr Großprojekte rund um erneuerbare Energien. Das Ergebnis: Der Anteil von Wind- und Sonnenenergie am weltweiten Strommix ist in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Zudem sind die Kosten für Windkraftanlagen und Solarpanels deutlich gesunken - nicht zuletzt, weil China massiv in die Branche investiert. Das Reich der Mitte produziert günstiger als der Westen und exportiert seine Komponenten in die ganze Welt. Erneuerbare Energien sind für die ökologische Nachhaltigkeit unverzichtbar, werden aber zunehmend auch zu wirtschaftlichen und geopolitischen Machtfaktoren. Von der Globalisierung von Krankheiten über das Recht auf Bildung bis hin zum internationalen Terrorismus - wichtige Fragen und Konfliktlagen der Weltpolitik werden analysiert anhand von Landkarten. | |||||
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02/28/2026 2:54 am |
Bilder allein zuhaus |
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| Marie Antoinette veranstaltet einen Ball und benötigt dafür dringend eine schicke Corona-Maske. Da kann nur Karl Lagerfeld helfen. Doch der Modeschöpfer weigert sich, ihre Sonderwünsche umzusetzen … „Bilder allein zuhaus“ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis „Mona Lisa“ bis hin zu Boteros „Bailarines“ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielerinnen und Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde. | |||||
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02/28/2026 3:00 am |
28 Minuten |
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| "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély. | |||||
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02/28/2026 4:05 am |
Paula Modersohn-Becker. Keine Kompromisse |
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| Radikal und entschlossen hat sich Paula Modersohn-Becker gegen zahlreiche Widerstände ihren Platz in der Kunst erkämpft und eine kraftvolle Bildsprache entwickelt, die ihrer Zeit weit voraus war. Auch 150 Jahre nach ihrer Geburt sehen zeitgenössische Künstlerinnen in ihr ein bedeutendes Vorbild und eine konstante Inspirationsquelle, deren Mut und Beharrlichkeit sie in ihrem eigenen Schaffen stärkt. Um die Jahrhundertwende 1900 sucht Modersohn-Becker zielstrebig ihren Weg zwischen Worpswede und Paris – und widmet sich Themen, die ihr Werk prägen: Selbstbestimmung, Körperlichkeit, Mutterschaft und künstlerische Freiheit. Expertinnen und Experten ordnen diese Aspekte ein und verdeutlichen die strukturellen Hürden, denen Frauen in der Kunst damals wie heute begegnen. Sie zeigen, wie stark gesellschaftliche Erwartungen Modersohn-Beckers Möglichkeiten begrenzt haben – und wie unbeirrbar sie dennoch an ihrer künstlerischen Vision festgehalten hat. „Paula Modersohn-Becker. Keine Kompromisse“ legt dar, wie das Werk der Künstlerin in den vergangenen Jahrzehnten kontinuierlich an Bedeutung gewonnen hat und heute national wie international breite Anerkennung erfährt. Die Dokumentation öffnet damit nicht nur den Blick auf eine außergewöhnliche Persönlichkeit, sondern auch auf die bis heute aktuellen Themen wie Sichtbarkeit, Gleichberechtigung und künstlerische Selbstbestimmung. | |||||
