Schedules
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03/03/2026 4:05 am |
Die Ski-Saga |
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| "Die Ski-Saga" unternimmt eine ungewöhnliche Zeitreise durch die Geschichte des Skifahrens. Die Geschichte des Skifahrens wurde von starken, mutigen Persönlichkeiten geschrieben, die herrschenden Vorurteilen zum Trotz schneeverwöhnten Ländern einen neuen Lebensstil brachten. Zu ihnen gehören Marie Marvingt, "Influencerin" - lange, bevor es dieses Wort gab -, der Freerider Candide Thovex und die Ski-Ikone Jean-Claude Killy. Doch in Zeiten des Klimawandels ist die Zukunft des Skifahrens ungewiss. Wie lange werden wir noch durch weiße Winterlandschaften gleiten können? Womit lässt sich die ungebrochene Erfolgsgeschichte des Skifahrens erklären? Ist es das Gefühl von Freiheit, das ein Skiläufer verspürt, wenn er schwerelos ins Tal hinuntergleitet? Freiheit trieb die Menschen von jeher an: In früheren Zeiten war es die Bewegungsfreiheit, die Freiheit, sich zu den schnee- und eisbedeckten Regionen unserer Erde aufzumachen, nach Grönland und noch zu Anfang des 20. Jahrhunderts zu unerforschten Polarregionen. Oder die Freiheit der Bergbewohner, sich der großen weiten Welt zu öffnen, ohne ihre Heimat zu verlassen? In Archivbildern und Interviews zeichnet die Dokumentation die Geschichte des Skifahrens nach und zieht Parallelen zur Entwicklung unserer Gesellschaft. Zu Wort kommen der Ingenieur und promovierte Naturwissenschaftler Yves Ballu, der Sportwissenschaftler Grégory Quin, der Journalist Guillaume Desmurs, der Freerider Dominique Perret und die erfolgreiche Schweizer Skirennfahrerin Eliane Bernasocchi. Bergwelten vermitteln ein Gefühl der Freiheit, vor allem, wenn wir sie auf Skiern erleben können. Diese Freiheit wird der Mensch sich nicht nehmen lassen, auch wenn er in Zeiten des Klimawandels nicht weiter so Ski fahren kann wie bisher. Ein Film für die Seele der Skifahrer und Skifahrerinnen, die in diesem Winter 2020/21 coronabedingt nur sehr eingeschränkt oder gar nicht über die Pisten der Alpen und der Mittelgebirge wedeln dürfen. Film von Pierre-Antoine Hiroz | |||||
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03/03/2026 4:55 am |
360° Reportage |
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| Als Anfang 1990 die Rasse der „Kaukasischen Schäferhunde“ vom Aussterben bedroht schien, beschloss der Patriarch, sie in einem Kloster züchten zu lassen – von Mönchen selbst. Schließlich stammt diese Rasse ursprünglich aus Georgien. Und da Mönch Iakobi schon Erfahrung mit Hunden hatte, fiel die Wahl auf ihn. Die Haltung und Zucht hat er sich selbst beigebracht, und seine Tiere wurden so erfolgreich, dass diese Hunde sogar international Beachtung fanden. Am Anfang züchtete Iakobi noch im Kloster, seit 2011 in einem großzügigen Gehege, das dank Spenden gebaut werden konnte. Für den Unterhalt und die medizinische Versorgung der Hunde zu sorgen, gehört zu den alltäglichen Herausforderungen des Mönchs in seiner krisengeschüttelten Heimat. Ein profitables Geschäft war es für das Kloster nie, denn was mit dem Verkauf der Welpen verdient wurde, investierte man, um die Zucht erhalten zu können. Nun fehlt das Geld an allen Ecken und Enden, trotzdem macht Mönch Iakobi weiter. Für gleich drei Welpen aus den diesjährigen Würfen konnte er einen idealen Abnehmer gewinnen: Schäfer Giorgi. Dieser schätzt die Hunderasse außerordentlich. Die Kaukasischen Schäferhunde sind von Natur aus robust, sehr intelligent und wissbegierig. Vor allem ihr Mut und ihre Kraft machen sie für die Schäfer im Kaukasus zu wertvollen Gefährten. Die Hunde aus Georgien verteidigen ihre Schaf- und Ziegenherden selbst gegen Wölfe und Bären. Noch sind die drei Neuankömmlinge aus dem Kloster von Mönch Iakobi verspielt und unerfahren – aber bald schon sollen sie mit Schäfer Giorgi hinaus ins Gelände. | |||||
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03/03/2026 5:50 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Rumäniens Streetfood-Star: Mici In Rumänien sind die gegrillten Hackfleischröllchen, die traditionell auf Spießen serviert werden, fester Teil des Speiseplans. Alexis Sarini trifft Alex Petricean, einen ehemaligen Fechter, der sein Schwert gegen das Küchenmesser eingetauscht hat. Gemeinsam mit dem Koch probiert er dessen eigene Mici-Kreation, die Tradition und Moderne miteinander verbindet. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, spricht über die Ursprünge des Gerichts, die Vampirlegende und Maßnahmen zur Förderung einer gesünderen Ernährung in Rumänien. (2): Ein Biss’chen Heimat: Miruna, eine Rumänin in Italien Miruna ist in Rumänien geboren und lebt in Mailand. Sie bereitet für ihre Familie eine Ciorba mit Kartoffeln und Estragon zu. Dabei erzählt sie, wie lange italienische Mahlzeiten dauern. Miruna schwärmt vom Geschmack von Estragon und wohltuenden Suppen, bei deren Zubereitung sie gern in Erinnerungen an ihre Heimat schwelgt. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein Rezept für Mici, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! --------------- Rezept für Mici Zutaten für 6 Personen: 400 g Rinderhackfleisch 200 g Schweinefleisch vom Nacken 200 g Hammelbrust 4 Markknochen 6 Knoblauchzehen 1 EL getrockneter Thymian 2 TL gemahlener Koriander 2 TL Paprikapulver 1 EL Speisenatron Zubereitung: - Die Markknochen in einen Topf mit Wasser geben. Zehn Minuten kochen lassen, die Hitze reduzieren und weitere 75 Minuten köcheln lassen. - Die Brühe mit einem Sieb abseihen, die Knoblauchzehen dazugeben und beiseitestellen. - Fleisch hacken und mischen. - Gewürze hinzugeben und durchkneten. - Die Fleischmischung mit der Brühe übergießen. - Speisenatron in einem Liter Wasser auflösen, zum Fleisch geben und erneut vermengen. Für 24 Stunden kühl stellen. - Mit einem Spritzbeutel die Mici auf ein Blech spritzen und auf dem Grill oder im Backofen acht bis zehn Minuten grillen. Regelmäßig wenden. - Je nach Vorliebe mit Senf genießen. | |||||
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03/03/2026 6:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Bali: Der Sehnsuchtsort von Vicki Baum Bali – fasziniert von der Schönheit ihrer Landschaften, die sie auf Fotos erblickte, verliebte sich die österreichische Schriftstellerin Vicki Baum unsterblich in die indonesische Insel. Während sie einen erfolgreichen Roman nach dem anderen schrieb und in Hollywood ein mondänes Leben als Drehbuchautorin führte, hegte die österreichische Schriftstellerin fast 20 Jahre lang den Wunsch, das paradiesische Eiland am anderen Ende der Welt eines Tages zu erkunden. 1935 beschloss sie, ihren Wunsch wahr werden zu lassen und mischte sich mehrere Monate lang unter die Einheimischen. Aus Baums Erlebnissen entstand der Roman „Liebe und Tod auf Bali“, der zu Beginn des 20. Jahrhunderts spielt, als die niederländischen Kolonialherren versuchten, die Insel unter ihre Kontrolle zu bringen. (2): Orléans: Begnadete Braut der Loire Obwohl Orléans fast 350 Kilometer vom Atlantik entfernt liegt, fungierte die Stadt einst als Hafen von Paris. Ihre Bewohner fuhren die Loire, den letzten ungezähmten Fluss Europas, stromaufwärts, um die erlesensten Köstlichkeiten des ganzen Königreichs in die Hauptstadt zu bringen. Die zur Loire hin offene Rue Royale im Herzen der Stadt zeugt von dieser festen Verbindung mit dem Fluss, dem die Stadt im 18. Jahrhundert ihren Wohlstand verdankte. Mit der Erfindung der Eisenbahn endete das goldene Zeitalter der Flussschifffahrt. Heute legen an den beschaulichen Ufern der Loire keine Schiffe mehr an. Sie wurden von den Bewohnern renaturiert und dienen ihnen als Naherholungsgebiet. (3): Cayenne: Laurents geräuchertes Rindfleisch mit würziger Soße In Cayenne kocht Laurent mit besonders viel Liebe, denn heute hat seine Frau Geburtstag. Zur Feier des Tages bereitet er für sie ein würziges Gericht mit Rindfleisch zu. Zunächst wird das Rindfleisch 45 Minuten lang über Zuckerrohr geräuchert. Währenddessen wird das Gemüse zubereitet. Laurents Gäste erwartet ein Genuss mit allen Sinnen. (4): Veracruz: Die Matratzen des Aufruhrs Anfang der 1920er Jahre, kurz nach der Mexikanischen Revolution, wütete in der Stadt Veracruz die Beulenpest. Die Seuche stürzte Armenviertel wie La Huaca in tiefes Elend, doch die Hausbesitzer beschlossen, ihre Mieten zu erhöhen. In der Folge kam es zu einem Aufruhr, der nicht nur die Gemüter entzündete ... | |||||
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03/03/2026 7:10 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Ischia: Pascal Quignards literarisches Exil In seinem 2006 erschienenen Roman ʺVilla Amaliaʺ, der zudem mit Isabelle Huppert in der Hauptrolle verfilmt wurde, erzählt der französische Autor Pascal Quignard die Geschichte eines schmerzhaften Neuanfangs. Von ihrem Mann betrogen, packt Ann ihre Sachen und lässt alles hinter sich. Vor der Küste Neapels, auf der Vulkaninsel Ischia, stellt sie sich inmitten dieser sinnlichen Landschaften ihrem neuen Leben. Pascal Quignard erzählt von dieser inneren Suche. (2): Dänemark: einer für alle, alle für einen Die Geschichte Dänemarks ist geprägt von Solidarität und Einheit. Das Bedürfnis, zu einer Gemeinschaft zu gehören, ist fester Bestandteil der Identität des Landes. Die über 100.000 registrierten Vereine bilden ein einzigartiges gemeinschaftliches Netzwerk. Die meisten Menschen treten im Laufe ihres Lebens mindestens einem Verein bei. Diese Kunst des Zusammenlebens hat ihren Ursprung im 19. Jahrhundert, als sich immer mehr Genossenschaften zusammenfanden. Dieser Solidaritätsgedanke gestaltet auch die Städte um. (3): Schottland: Nells Reis mit Schellfisch In Schottland kocht Nell ein Gericht mit schottischen und indischen Einflüssen: Kedgeree mit geräuchertem Schellfisch. Zuerst pochiert sie den Fisch in Milch. In dem aromatischen Milchsud kocht sie anschließend den Reis und macht sich währenddessen an die Zubereitung der Currysoße. Die Soße wird mit hartgekochten Eiern, Petersilie und Zitronensaft unter den Reis gemischt. Ein einfaches Gericht, das wohl den meisten gelingt. (4): Nantes: Krieg der Konservendosen In Nantes kehrt die ʺBelemʺ regelmäßig in ihren Heimathafen zurück. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts legte der Dreimaster ab und begab sich auf eine Atlantiküberquerung in Richtung Französisch-Guayana. Das Schiff wurde unfreiwillig zum Schauplatz eines besonderen Konflikts – des Kriegs der Konservendosen. | |||||
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03/03/2026 7:55 am |
Schlafende Riesen |
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| Gemessen an der Dauer eines Menschenlebens sind große Vulkanausbrüche sehr selten. So selten, dass das Risiko leicht vergessen wird. Aber in der Geschichte gab es sie immer wieder. Die Spuren dieser vergangenen Katastrophen verraten sehr viel über unsere Gegenwart und sogar Zukunft. Die Bedrohung durch eine Seuche, Schwefelspuren im grönländischen Eis und ein ausgelöschtes Volk - was hat all das mit Vulkanen zu tun? Vulkanologen, Klimaforscher und Geologen rekonstruieren vergangene Katastrophen und verraten, welche Auswirkungen diese noch heute haben. Überwältigende Naturgewalt und lebensbedrohliche Gefahr zu gleich - Vulkane, die schlafenden Riesen unseres Planeten, sind unberechenbar. Die ganz großen Ausbrüche sind zwar extrem selten - in 100.000 Jahren wiederholen sie sich nur ein bis zwei Mal - aber selbst kleine Riesen können unerwartet aktiv werden. Erst ein Blick zurück in die Geschichte verrät, dass auch in Zukunft mit den feuerspeienden Bergen zu rechnen ist. Vulkan-Katastrophen haben schon ganze Reiche unter ihrer Asche erstickt - waren und sind sie zugleich aber auch wichtige Impulse für die Entwicklung der menschlichen Zivilisation? Nicht nur Mexiko, das auf dem größten zusammenhängenden Vulkangürtel der Erde liegt, gehört den schlafenden Riesen. Weltweit liegen 67 Großstädte in der Nähe aktiver Vulkane. Rechnet man alle potenziell Betroffenen zusammen, kommt man auf mehr als 116 Millionen Menschen. Vulkanologen, Klimaforscher und Geologen wollen aus vergangenen Katastrophen lernen und arbeiten weltweit an der Vorhersage von Vulkaneruptionen, um in Zukunft Leben zu retten. Aber ist die heutige hoch technisierte, komplexe Gesellschaft wirklich besser gerüstet für den Katastrophenfall als damals? Heute gibt die Wissenschaft Einblicke in die Vorgänge im Erdinneren: Seismische Messungen, Beobachtungen aus der Luft und chemische Analysen sollen helfen, den Zeitpunkt eines erneuten Vulkanausbruchs vorherzusehen. Doch wirklich vorhersagen kann bis heute niemand eine Eruption. Alles was bleibt, ist die rechtzeitige Vorbereitung auf das, was die Zivilisationen erwartet, wenn die schlafenden Riesen erwachen. | |||||
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03/03/2026 9:25 am |
Unter dem Vulkan - Der Mate Grande in Patagonien |
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| Ein neuer aktiver Vulkan, der durch Zufall entdeckt wurde: der Mate Grande in Patagonien. Mit 1.280 Metern ist er etwa so hoch wie der Vesuv. Seine Caldera ist fünf Kilometer breit und sieht aus wie eine riesige Schale Mate-Tee. Der "Mate Grande" liegt mitten im chilenischen Erdbebengebiet, am Pazifischen Feuerring. Was bedeutet seine Entdeckung für die Menschen in der Region Aysén? | |||||
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03/03/2026 10:25 am |
Re: Junge Franzosen übernehmen alte Höfe |
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| "Re:" begleitet in Aveyron zwei junge Paare, eines bereitet sich noch darauf vor, einen alten Hof zu übernehmen: Woher soll man das Geld nehmen, das man braucht, um den Betrieb zu kaufen? Wie kann man Privat- und Berufsleben miteinander verbinden? Für Sylvain und Sarah, beide gerade über 30 und nahe Paris, besteht die Herausforderung erst einmal darin, sich mit dem alten Hofbesitzer Jean-Claude über den Preis der Maschinen und des Viehs zu einigen. Das zweite Paar hat seinen Traum schon verwirklicht: Jessica und Loïc sind Mitte 20, sie haben sich verschuldet, um eine Milchschafzucht zu übernehmen. "Re:" begleitet sie in schwierigen Stunden auf dem Hof. Mitten in der Zeit, in der die neuen Lämmer geboren werden, müssen sie Tag und Nacht wachen – vor allem Jessica, die gerade selbst Mutter von Zwillingen geworden ist. | |||||
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03/03/2026 10:55 am |
Küchen der Welt |
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| (1): Land-Meer-Rezept aus der Bretagne: Hummer mit Artischocken Das Departement Finistère liegt an der Spitze der bretonischen Halbinsel. Der traditionelle Hummer mit Artischocken vereint die Schätze von Land und Meer, zwei wichtigen Bestandteile der bretonischen Identität. Laure Granjon hat das traditionelle Gericht im Restaurant von Küchenchef Nolwenn Corre probiert. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, spricht über das reiche Angebot an Meeresfrüchten und landwirtschaftlichen Erzeugnissen im Departement Finistère, über die Einführung von Hummer in der bretonischen Küche und über den Verzehr schwer zugänglicher Produkte. (2): Kulinarische Mitbringsel Laure Granjon erkundet die Esskultur des Finistère und entdeckt zahlreiche Köstlichkeiten. In den Regalen stößt sie auf verzierte Keramikschüsseln, Buchweizen-Chips, Algenpesto und natürlich Sardinendosen mit lustigen Wortspielen – typisch bretonischer Humor. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Rezept für bretonischen Hummer, das sich leicht nachkochen lässt. Also: Ab in die Küche! ---------------------------- Rezept für bretonischen Hummer Zutaten für 4 Personen: 2 Hummer 6 Artischocken 3 Schalotten 2 TL Eisenkraut 150 ml trockener Weißwein (zum Beispiel Chardonnay) 3 EL Mayonnaise Zubereitung: - Die Blätter der Artischocken sowie den Stiel entfernen. Danach den oberen Teil der Artischocken abschneiden, so dass nur noch das Herz übrigbleibt. - Die Artischockenherzen in Olivenöl scharf anbraten. Die gehackten Schalotten, zwei Teelöffel Eisenkraut, den Weißwein und 150 ml Wasser hinzufügen und 15 Minuten kochen lassen. - Hummer zerlegen, Schwanz und Scheren zur Zubereitung zurechtlegen. Wasser zum Kochen bringen, dann den Schwanz fünf Minuten und die Scheren eine Minute darin garen. - Anschließend in Eiswasser abschrecken. - Hummerfleisch aus Schwanz und Scheren herauszulösen. - Die Artischockenherzen aus der Pfanne nehmen und in kleine Würfel schneiden. - Mit der Mayonnaise mischen. - Das Hummerfleisch auf Tellern anrichten und mit der Artischocken-Mayonnaise garnieren. | |||||
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03/03/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Seamus Heaney, der Dichter, der sich Ulster annahm In der irischen Provinz Ulster, die teilweise zum Vereinigten Königreich gehört, hallen Gedichte wider, die das Klackern der Kieselsteine an den Ufern eines Flusses nachzuahmen scheinen. Die perkussiven Klänge entstammen der Feder des irischen Dichters Seamus Heaney, der 1995 mit dem Nobelpreis für Literatur ausgezeichnet wurde. Er zählt zu den wichtigsten Schriftstellern der angelsächsischen Literatur und wird in der ganzen Welt verehrt. 1966 erschien seine erste Gedichtsammlung „Death of a Naturalist“. Heaney verstand es, diesen Landstrich zwischen irischer Identität und britischer Zugehörigkeit in all seinen Facetten zu schildern. (2): Als die Seidenstraße durch Korsika führte In der Balagne bewahren die Ältesten des Dorfes Moltifao die Erinnerung an ein wenig bekanntes Kapitel korsischer Geschichte. Fast 200 Jahre lang wurden in dieser Region Seidenraupen gezüchtet und Seide gesponnen. Ab dem 17. Jahrhundert wurde Korsika auf Betreiben der Genuesen mit Maulbeerbäumen bepflanzt, deren Blätter den wertvollen Raupen als einzige Nahrungsquelle dienen. Die kleinen Tierchen und die Industrie, die sie hier hervorbrachten, begleiteten die wesentlichen Schritte auf dem Weg zu einer korsischen Identität. Diese Vergangenheit verschaffte der Insel einen Platz an der legendären Seidenstraße. (3): Mongolei: Tsagaans gegrillter Hammel In der Mongolei sammelt Tsagaan Steine, um das traditionelle Grillgericht Khorkhog zuzubereiten. Bevor er das Hammelfleisch verarbeitet, opfert er dem Gott des Feuers eine Kelle Wodka. Seine Frau kümmert sich derweil um das Gemüse. Ein festliches Gericht, das in der Gemeinschaft gegessen wird. (4): Lima: Alle auf dem Balkon In der peruanischen Hauptstadt Lima wimmelt es nur so von architektonischen Sehenswürdigkeiten. Wer sich von der Plaza de Armas aus in die kleinen Gassen wagt, erblickt hoch über sich sonderbare Holzbalkone. Um diese vom Verschwinden bedrohte Häuserzierde zu retten, versetzte ein Italiener Berge ... | |||||
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03/03/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst |
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| (1): Irland: Colm Tóibíns Geschichten über Liebe und Identität Im Südosten Irlands ziehen Geheimnisse durch Häuser und enge Gassen. Eine abgeschottete Welt, in die der Schriftsteller Colm Tóibín 1955 hineingeboren wurde. Hier findet ein Teil seines literarischen Werks seinen Ursprung. Die Figuren in seinen Büchern kämpfen darum, sich unter der erdrückenden Last des Unausgesprochenen ein Leben aufzubauen. In seinem Roman ʺBrooklynʺ schafft Colm Tóibín 2009 die Figur der Eilis Lacey. Aus ihrer Perspektive erzählt der Autor das Schicksal einer Generation junger Irländerinnen und Irländer, die ihre Heimat hinter sich lassen, um im New York der 1950er Jahre ein neues Leben zu beginnen. 2024 setzt Tóibín die Geschichte fort und veröffentlicht seinen Roman ʺLong Islandʺ, in dem die zwischen zwei Kontinenten und zwei Lieben hin- und hergerissene Eilis in ihre Heimat zurückkehrt. (2): Marseille: Das Leben ist schöner Vor gut 20 Jahren begann sich die von einem schlechten Ruf geplagte Stadt Marseille grundlegend zu wandeln. Ein unvorhergesehenes Ereignis sollte die Geschichte der südfranzösischen Metropole nachhaltig prägen. 2004 startete eine Fernsehserie, die im französischen öffentlich-rechtlichen Fernsehen ausgestrahlt wurde und mit 18 Staffeln und Tausenden von Episoden einen absoluten Langlebigkeitsrekord in Frankreich aufstellte: ʺPlus belle la vieʺ. Die Serie hatte nicht nur Unterhaltungscharakter, sondern wirkte sich zudem positiv auf das Bild der Stadt in der öffentlichen Wahrnehmung aus. (3): Albanien: Amalias frittierte Hefekrapfen In Himarë bereitet Amalia kleine traditionelle Krapfen zu. Für den Teig gibt sie Weizenmehl, warmes Wasser, Hefe und Raki in eine Schüssel und verrührt alles kräftig. Anschließend deckt sie den Teig ab und lässt ihn gehen. Die Masse frittiert sie in kleinen Portionen und lädt – wie es Sitte ist – ihre Nachbarinnen und Nachbarn zum gemeinsamen Probieren ein. (4): Deutschland: Jazz und Propaganda In Berlin wird jeden Abend in zahlreichen mehr oder weniger bekannten Clubs Jazz, Swing oder Blues gespielt. Diese aus den USA stammenden Klänge entwickelten sich während des Krieges zu einer Propagandawaffe. | |||||
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03/03/2026 1:00 pm |
Ingo Thiel - Ein Kind wird gesucht |
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| Nach seinem Fußballtraining fehlt vom zehnjährigen Mirco jede Spur. Kommissar Ingo Thiel gibt den verzweifelten Eltern das Versprechen, ihren Sohn um jeden Preis zu finden. | |||||
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03/03/2026 2:30 pm |
Oasen - Inseln des Lebens |
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| Mitten im Herzen der Sahara erhebt sich ein faszinierendes Naturwunder: das Ennedi-Plateau im Norden der Republik Tschad. Wie eine Landschaft von einem fremden Planeten ragt das Sandsteinmassiv mit seinen bizarren Felsformationen, tiefen Schluchten und verborgenen Quellen aus dem Wüstensand – ein Labyrinth aus Stein, das seit Jahrtausenden fasziniert. Für jeden Wüstenreisenden ist das Guelta d’Archei die erste Anlaufstelle – ein gewaltiger Canyon, an dessen Grund das ganze Jahr über Wasser sprudelt. In dieser steinernen Kathedrale tränken Kamelnomaden vom Volk der Tubu ihre Herden. Vor Jahrtausenden hinterließen ihre Vorfahren Malereien in den Höhlen des Plateaus: Jagdszenen, Tier- und Menschendarstellungen – eine der größten Ansammlungen prähistorischer Kunst weltweit. Doch auch in dieser scheinbar zeitlosen Welt ist der Wandel spürbar. Der Druck der Moderne, Wilderei und Klimawandel bedrohen das fragile Gleichgewicht. Viele Tierarten wurden an den Rand der Ausrottung gedrängt. Hoffnung bringt ein neues Schutzgebiet. Seit seiner Gründung patrouillieren Ranger auf Kamelen durch die Weiten und schützen vor allem den seltenen Rothalsstrauß. In den Höhlen bringen Streifenhyänen ihre Jungen zur Welt, auf den Felsen thronen Wüstenfalken, Klippschliefer und Mufflons. Eine Tubu-Familie kämpft in der Dürre um die letzten Melonen in ihrem Garten. Ein lokaler Politiker organisiert ein Kamelrennen, um sich die Gunst seiner Dorfgemeinschaft zu sichern. Es ist auch ein Film über die Kraft der Natur, den Überlebenswillen der Menschen – und die Magie eines Ortes, an dem der Schatten König ist. | |||||
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03/03/2026 3:20 pm |
Galapagos (1/2) |
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| Im fernen Pazifik liegt eine Welt wie keine andere. Ein Land voller seltsamer Kreaturen, die kaum irgendwo sonst auf der Erde zu finden sind, inmitten reicher Meere, mit unberührter Wildnis und einer aufregenden Vergangenheit. Seit Charles Darwin 1835 einen Fuß auf die Galapagosinseln setzte, sind sie ein Ort des Staunens und der Faszination für Menschen auf der ganzen Welt. Eine Reise zum Archipel führte zu Darwins bahnbrechendem Werk über den Ursprung der Arten. Seine Theorie der Evolution durch natürliche Auslese begann mit den Erkenntnissen auf diesen Inseln. Mit einer einzigartigen Flora und Fauna strahlt Galapagos noch heute einen Zauber aus, wie ihn Darwin zu seiner Zeit erlebte. Die Existenz der Lebewesen wurde durch den Ozean und die vulkanischen Böden tiefgreifend geprägt. Mit eindrucksvollen Bildern der unberührten Natur und den außergewöhnlichsten Kreaturen entdeckt die Dokumentation die besondere Naturgeschichte der Galapagosinseln und die Ansiedlung ihrer Tier- und Pflanzenwelt. Die Schönheit des Archipels entfaltet sich in der Vielfalt der Landschaften sowie in Flora und Fauna der verschiedenen Inseln - wie zum Beispiel piratenhafte Fregattvögel, die charismatischen Blaufußtölpel oder die größten Schildkröten der Welt. Unter Wasser tummeln sich junge Pelzrobben und Hammerhaie, die in den Mangroven darauf warten, dass sie groß genug werden, um sich in die Weiten des Ozeans zu wagen. Über Wasser bieten Geysire ein wahres Spektakel. | |||||
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03/03/2026 4:05 pm |
Galapagos (2/2) |
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| Die Dokumentation erzählt die Geschichte der Inseln und der vielen Herausforderungen, die der Kreislauf des Lebens in diesem wilden und rauen Gebiet mit sich bringt. Nirgendwo sonst auf der Erde lässt sich eine so bizarre Vielfalt an Lebewesen finden: Hier gibt es Tiere, deren Existenz durch den Ozean und die vulkanischen Böden tiefgreifend geprägt wurde. So wie die Galapagosinseln durch Feuer entstehen und sich entfalten, so durchläuft auch das Leben seine Zyklen und passt sich stets dem Wandel an. In eindrucksvollen Bildern von der unberührten Natur und den außergewöhnlichen Tieren beleuchtet der Film die natürliche Schönheit der Galapagos-Inseln. Hier brüten als Einzige ihrer Art die Galapagos-Pinguine nördlich des Äquators. Während Blaufußtölpel beim Paarungstanz ihre schönen Füße zeigen, mühen sich die Rotfußtölpel beim Nestbau ab und die Riesenschildkröten bei der Paarung. Nachts graben die weiblichen Grünen Meeresschildkröten Gruben am Strand und legen ihre Eier ab. Frisch geschlüpft, machen sich die Schildkröten-Jungen auf den Weg ins Meer. Junge Wellenalbatrosse und Blaufußtölpel verlassen zum ersten Mal ihre Nester und heben ab in die Luft. Die Dokumentation enthüllt die bemerkenswerte Vielfalt, Pracht und Fülle der heimischen Flora und Fauna, die Galapagos so einzigartig macht. Faszinierende Aufnahmen zeigen die Herausforderungen des Lebens in diesem wilden und rauen Gebiet und die Kämpfe und Erfolge der Tiere, die auf den Inseln geboren, aufgezogen und geschützt werden. | |||||
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03/03/2026 4:50 pm |
Neuseeland - Wald der Riesen |
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| Vom Menschen unberührte Gebiete schwinden von Tag zu Tag. In Neuseeland gibt es jedoch noch Primärwälder. Uralte Bäume erhalten diese einzigartigen Ökosysteme seit Jahrtausenden am Leben. Aber so majestätisch und widerstandsfähig diese Riesen auch sind - sie sind heute mit Bedrohungen konfrontiert, die sie schwächen: Invasive Arten, Parasiten und Waldfragmentierung lassen ihre Zukunft düster erscheinen. Wissenschaftler und Waldhüter wechseln sich vor Ort ab, um diese ebenso unglaublichen wie fragilen Wälder zu schützen und wiederzubeleben. In Neuseeland gibt es alte Wälder, natürliche Überreste der riesigen Waldfläche, die einst den Archipel überzog. In diesen Fragmenten des Primärwaldes faszinieren die alten Bäume, von denen einige so alt sind wie die Kathedralen in Europa: Totara, Matai, Rimu, Kauri oder Rata - sie alle waren Zeitzeugen vieler Veränderungen. 90% der Baumarten gibt es nur hier und nirgendwo sonst auf der Erde. Mit der menschlichen Besiedelung vor gerade einmal 700 Jahren wurden Fläche und Stabilität der Wälder drastisch reduziert. Nur wenige, heute geschützte Wälder sind übrig geblieben - Bollwerke gegen Abholzung und Artensterben. Die Baumriesen wachen aus 50 Metern Höhe über ein einzigartiges Ökosystem. Auf ihren Ästen wurzeln Epiphyten, und in ihren hohlen Stämmen erholen sich Kolonien von Langnasenfledermäusen. Aber können die Urbäume auch diesmal den von Menschen verursachten Bedrohungen entkommen? Invasive Arten, Waldfragmentierung und Parasitosen - von Klimaerwärmung ganz zu schweigen - lassen das Zukunftsbild düster erscheinen. Aus Liebe zu „ihren“ Bäumen kämpfen Wissenschaftler, Waldhüter und lokale Gebietskörperschaften um deren Erhalt und erklären ihre Pläne, um die Urwälder zu schützen und mit neuem Leben zu erfüllen. | |||||
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03/03/2026 5:30 pm |
Wildes Neuseeland (1/3) |
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| Pinguine brüten im Wald, Urzeitechsen begeben sich im Unterholz auf die Jagd nach ihrem eigenen Nachwuchs, und Kiwis geben sich im Dunkel der Nacht ein skurriles Stelldichein. Die Berge, Gletscher und weiten Ebenen Neuseelands mögen vielerorts an Landschaften in Nordamerika oder Europa erinnern, beim zweiten Blick jedoch zeigt sich, dass die Tier- und Pflanzenwelt der Inseln am Ende der Welt erstaunlich anders ist. Isolation, die Kräfte des Wassers und der Einfluss des Menschen haben Neuseeland geprägt. Abgeschieden zwischen drei Ozeanen gelegen, entwickelte sich hier in über 80 Millionen Jahren die Tierwelt auf besondere Art und Weise. Räuberische Säuger gab es nicht. Dieser Luxus führte dazu, dass einige Vogelarten ihre Fähigkeit zu fliegen ablegten; der berühmte Wappenvogel Neuseelands, der Kiwi, ist nur einer von ihnen. In der Dokumentation zeigen Zeitrafferaufnahmen die Lebendigkeit der grandiosen Landschaften Neuseelands über die Jahreszeiten, und extreme Zeitlupen lassen Tierverhalten, das in Bruchteilen von Sekunden abläuft, für das menschliche Auge sichtbar werden, etwa die Kämpfe der Seelöwen oder die vor Lebensfreude überschäumende Sprungakrobatik Hunderter Schwarzdelfine. Unterwasserexkursionen in die Tiefen der Fjorde und atemberaubende Landschaftsaufnahmen aus der Luft ergänzen, gemeinsam mit einem stimmungsvollen Soundtrack, die Erzählung von den Geheimnissen und Naturschätzen der Inseln am anderen Ende der Welt. Film von Robert Morgenstern, Mark Flowers, Alexander Haßkerl und Nick Easten | |||||
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03/03/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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03/03/2026 6:40 pm |
Re: Zu viele Tiere im Zoo - Wie geht moderner Artenschutz? |
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| Hunderttausende Tierarten sind akut vom Aussterben bedroht. Zoos versuchen daher, durch Zuchtprogramme eine Reservepopulation gefährdeter Arten zu schaffen - wie eine moderne Arche Noah. Der Tiergarten Nürnberg züchtet seit Jahren erfolgreich gefährdete Guinea-Paviane. In dem geschützten Habitat vermehrten sich die Tiere so stark, dass der Platz im Gehege nicht mehr ausreichte. Stress, Aggression und Verletzungen innerhalb der Pavian-Gruppe waren die Folge. Der Zoo entschied sich, zwölf der Tiere zu töten. Bemühungen, sie woanders unterzubringen, waren fehlgeschlagen. Artenschutz vor Tierschutz – das ist der Leitsatz vieler Zoos. Ob strafrechtliche Konsequenzen für die Verantwortlichen folgen, ist unklar. Dennoch entschieden die beiden Direktoren von Beginn an, mit der Maßnahme an die Öffentlichkeit zu gehen. Das ist auch die Strategie des Kopenhagener Zoos. "Wir präsentieren keine Disney-Welt, sondern die reale Welt", so Direktor Mads Bertelsen. 2014 geriet auch er in die Schlagzeilen. Als Tierarzt des Zoos tötete er einen Giraffenbullen, sezierte ihn öffentlich und verfütterte ihn an Löwen und andere Raubtiere. Heute leitet er den Zoo. Transparenz ist für ihn der Schlüssel zur Akzeptanz. Seine Raubtiere bekommen so oft wie möglich frisches Fleisch, auch von gespendeten Nutztieren wie Pferden. Für jede Tierart, die in europäischen Zoos gehalten wird, gibt es ein Zuchtbuch. Anhand dieser Informationen werden die Tiere weltweit verteilt. Auch Giraffendame Jahi muss vom Zoo Zürich in den Serengeti-Park in Hodenhagen umziehen, wo sie für den Erhalt ihrer Art sorgen soll. | |||||
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03/03/2026 7:15 pm |
Amerikas Kriege |
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| Die Vereinigten Staaten von Amerika haben sich in den rund 250 Jahren ihres Bestehens fast immer im Krieg befunden. Von den Unabhängigkeitskriegen bis hin zu gegenwärtigen bewaffneten Konflikten hat ihre Streitmacht nicht nur die amerikanische Identität geprägt, sondern auch die politischen Entscheidungen ihrer Staatslenker beeinflusst. Der Dokumentarfilm „Amerikas Kriege“ taucht tief in diese komplexe Geschichte ein und analysiert die heißen und kalten Kriege, die die Geschichte der Vereinigten Staaten geprägt haben, um daraus wichtige Lehren für die Zukunft zu ziehen. Der Dokumentarfilm beleuchtet, wie aufeinanderfolgende Generationen von US-Amerikanern die jeweiligen Kriege wahrgenommen und erlebt haben. Er hinterfragt auch die nachhaltigen Konsequenzen dieser Konflikte auf die amerikanische Gesellschaft und zeigt auf, wie militärisches Engagement dazu genutzt wurde, das Image und die Rolle der USA auf der Weltbühne zu gestalten. Rund 30 hochkarätige Experten, Armeeangehörige und Politiker hinterfragen die Militärgeschichte der USA, erklären ihre Erfolge und Misserfolge sowie die Spuren, die sie in der Welt und im Alltag der Amerikaner hinterlassen hat. „Amerikas Kriege“ wirft einen Blick in die Vergangenheit, um zum Nachdenken anzuregen und das Verständnis dafür zu schärfen, wie militärische Entscheidungen von heute die Welt von morgen prägen und wie weitreichend ihre Auswirkungen auf Demokratie und gesellschaftliches Leben sind. Zu Beginn der neuen Amtszeit des US-Präsidenten stellt sich ferner die Frage: Welche Rolle spielt die Armee im Weltverständnis von Donald Trump? | |||||
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03/03/2026 8:45 pm |
Der endlose Krieg: Iran - Israel - USA |
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| Zu Zeiten des Schahs und vor Gründung der Islamischen Republik waren der Iran und Israel befreundete Länder und Verbündete der USA im Kalten Krieg. Gemeinsam bildeten sie eine Front gegen den arabischen Nationalismus, der im Mittleren Osten an Einfluss gewann. Ihre strategische Partnerschaft wurde durch eine weitreichende wirtschaftliche und sicherheitspolitische Zusammenarbeit untermauert. Mit der Islamischen Revolution 1979 endete diese freundschaftliche Beziehung. Der erste ausländische Vertreter, der nach dem Volksaufstand in den Iran kam, war Palästinenserführer Jassir Arafat. In die diplomatische Vertretung Israels zog die palästinensische Botschaft ein. Die Geiselnahme in der US-Botschaft besiegelte schließlich den Bruch mit der westlichen Welt. Bald schon kollidierten die Ambitionen und Interessen Teherans mit denen Washingtons und Tel Avivs. 1982 kam es zum Eklat, als Israel im Libanon einmarschierte - eine Verkettung unvorhersehbarer Umstände. Israel verfolgte die Absicht, die Entstehung eines neuen, christlich dominierten Libanon zu unterstützen, der zu einem Verbündeten werden könnte. Auf diese Weise wollte Tel Aviv den Palästinensern Einhalt gebieten, die den Libanon zum Brückenkopf für ihre Guerilla-Aktionen gemacht hatten. Tatsächlich aber geriet dadurch das strategische Gleichgewicht des Mittleren Ostens ins Wanken. Wenig später wurde ein Bombenanschlag auf das Hauptquartier der israelischen Armee im südlibanesischen Tyros verübt. Israel begriff zunächst nicht, wer hinter dem Angriff steckte. Später stellte sich heraus, dass es der erste Selbstmordanschlag einer neuen schiitischen Revolutionsbewegung gewesen war. Durch ihre Einmischung in einem tief und vielfach gespaltenen Land hatten die Israelis eine religiöse Minderheit auf den Plan gerufen, die bis dahin als Randgruppe galt und kaum politisiert war: die Schiiten, marginalisiert und zahlreich. Die Islamische Republik Iran bot den militanten und politisch-religiös motivierten Schiiten ihre ideologische, logistische und militärische Unterstützung an. So entstand die Hisbollah, die zunächst im Libanon und dann in der ganzen Region Fuß fasste. Bald schon wurden amerikanische und französische Militärstützpunkte zur Zielscheibe von Selbstmordanschlägen. Die westlichen und auch die israelischen Streitkräfte zogen aus dem Libanon ab. Noch nie war der Iran Israel so bedrohlich nah. Seit Gründung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979 herrscht Krieg zwischen Teheran, Tel Aviv und Washington. Ein Krieg, der diesen Namen nicht trägt und nie offiziell erklärt wurde. Der Iran und Israel schaffen es nicht, ihre historisch begründeten Streitigkeiten beizulegen und aufeinander zuzugehen. Einen echten Dialog gab es nie.Wollen die Regierungen Irans und Israels den Krieg? Welche Rolle spielen die USA in dem Konflikt? Und wie kam es zu dieser verfahrenen Situation? | |||||
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03/03/2026 9:40 pm |
Der endlose Krieg: Iran - Israel - USA |
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| Nach dem ersten Golfkrieg und dem schrittweisen Zerfall der Sowjetunion dominierten die USA den Mittleren Osten. Es war an der Zeit, den Konflikt zwischen Israel und seinen arabischen Nachbarn zu schlichten. Der israelische Ministerpräsident Jitzchak Rabin nahm den Dialog mit den Palästinensern auf. Hintergedanke dieser Annäherung war es, den Einfluss des Iran zu neutralisieren. Die Führer der Islamischen Republik sahen sich bedroht, machten Front gegen Israel und die USA und bereiteten heimlich die Entwicklung von Atomwaffen vor. Seit Gründung der Islamischen Republik Iran im Jahr 1979 herrscht Krieg zwischen Teheran, Tel Aviv und Washington. Ein Krieg, der diesen Namen nicht trägt und nie offiziell erklärt wurde. Der Iran und Israel schaffen es nicht, ihre historisch begründeten Streitigkeiten beizulegen und aufeinander zuzugehen. Einen echten Dialog gab es nie.Wollen die Regierungen Irans und Israels den Krieg? Welche Rolle spielen die USA in dem Konflikt? Und wie kam es zu dieser verfahrenen Situation? | |||||
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03/03/2026 10:35 pm |
Irak im Kreuzfeuer |
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| Vor 11 Jahren entstanden im Irak zahlreiche Gruppen im Rahmen einer Volksmobilmachung, ausgerufen als Antwort auf den Ansturm des IS und zu Bagdads Schutz. Vornehmlich junge, schiitische Kämpfer versammelten sich unter dem Dachverband „Al-Haschd asch-Schaʿbī“, der nur eine begrenzte Zeit existieren sollte. Bis heute bildet er ein System, das parallel zum Staat existiert und alle Schichten der irakischen Gesellschaft durchzieht. Der Film gibt Anführern und Kommandeuren der „Al-Haschd asch-Schaʿbī“-Organisation das Wort und beleuchtet den iranischen Einfluss und die Perspektiven der heterogenen Gruppen, die Gewalt im Land verbreiten. „Al-Haschd asch-Schaʿbī“ gilt zwar weithin als pro-iranischer Zusammenschluss schiitischer Organisationen, ist in Wahrheit allerdings weitaus komplexer: Hier treffen rivalisierende Gruppen auf autonome Bestrebungen und wechselnde Verbündete. Nichtsdestotrotz sind diese Milizen, die sich aus öffentlichen Geldern, einer Schattenwirtschaft und der Unterstützung aus dem Iran finanzieren, eine politische, militärische und wirtschaftliche Macht. Ihr Fortbestehen gefährdet die irakische Souveränität und verhindert langfristige Stabilität in der Region. Die Dokumentation gewährt Einblicke ins Innerste dieser Gruppen und lässt ihre Anführer, Sprecher und Kommandeure zu Wort kommen. Dabei wird deutlich, wie die irakische Gesellschaft seit einem Jahrzehnt zwischen Krieg und Frieden, zwischen dem Verlangen nach bürgerlicher Freiheit und Gewalt gefangen ist. Es ist die dritte Dokumentation von Anne Poiret, in der sie sich mit dem Irak nach dem Abzug des IS befasst. In „Mossul, nach der Schlacht“ (ARTE, 2019) thematisierte sie die Unmöglichkeiten beim Wiederaufbau der Stadt und in „Kinder des IS - Iraks verlorene Generation“ (International Emmy Award 2022) geht es um die Kindersoldaten des Islamischen Staats. Auch in der vorliegenden Dokumentation blickt die 2007 mit dem Albert-Londres-Preis ausgezeichnete Journalistin, die sich immer wieder mit Nachkriegsgesellschaften befasst, kritisch auf die Zeit nach dem Krieg. Dabei stellt sie universelle Fragen: Wie lassen sich Sieger entwaffnen? Was soll mit Kämpfern geschehen, die ihre Waffen nicht niederlegen wollen? Im Irak bleiben diese Fragen - wie so häufig - unbeantwortet. Die Milizen, die zu zentralen Akteuren der politischen und gesellschaftlichen Landschaft geworden sind, machen jede Hoffnung auf einen dauerhaften Frieden zunichte. Solange ihr undurchsichtiges System aus Angst und Waffengewalt, Straflosigkeit und Vergessen fortbesteht, bleibt der Traum von einem friedlichen Irak unerreichbar. | |||||
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03/03/2026 11:40 pm |
Konfliktzone - Globale Krisen kurz erklärt |
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| Der Jemen, am südlichsten Zipfel der Arabischen Halbinsel, gehört zu den ärmsten Ländern der Welt. Es handelt sich um ein Land mit einer reichen Kultur und Historie, doch nach zehn Jahren Bürgerkrieg herrscht bittere Not: zerstörte Städte, fehlende Versorgung, systematische politische Repression. Eine verlorene Generation von Kindern wächst ohne Schulbildung, ohne medizinische Versorgung und ohne Nahrung auf. Hilfslieferungen werden blockiert, geplündert oder auf dem Schwarzmarkt verkauft. Das Elend des Landes geht auf das Konto der radikal-islamischen Huthis. Seit Jahren kämpft die Miliz gegen die international anerkannte Regierung des Jemen. Über 400.000 Menschen starben bereits an den Folgen des Krieges. Mehr als 20 Millionen Menschen sind auf humanitäre Hilfe angewiesen - rund die Hälfte der Bevölkerung. Seit Oktober 2023 ist aus dem lokalen Konflikt ein regionaler geworden: Seither greifen die Huthis verstärkt internationale Handelsschiffe im Roten Meer an - offiziell, um die Palästinenser im Gaza-Krieg gegen den Erzfeind Israel zu unterstützen. Trotz jahrelanger Luftschläge und internationaler Interventionen gelang es weder Saudi-Arabien noch der UN-gestützten Regierung, die Huthis zu besiegen. Die Miliz hat sich im Chaos des Bürgerkriegs zur dominierenden Kraft im Land entwickelt. Geschickt nutzt sie Krieg, Religion und Notstand, um ihre Macht weiter auszubauen - und sich als Bollwerk gegen den Westen zu präsentieren. Ohne Waffenstillstand und eine neue politische Strategie droht der Jemen, zwischen Blockade, Gewalt und Einflussnahme noch weiter zerrieben zu werden. | |||||
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03/04/2026 12:05 am |
Falsche Versprechen |
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| In der Pariser Banlieue: Am Ende ihres Mandats führt Bürgermeisterin Clémence Collombet Verhandlungen mit staatlichen Stellen um die lange versprochene Sanierung einer Hochhaussiedlung. Sie ist auf sich allein gestellt, denn die Eigentümer der Wohnungen haben kein Vertrauen mehr. Als sie kollektiv beschließen, die Zahlung der Nebenkosten auszusetzen, muss Clémence die Strategie wechseln - zumal ihr ein Ministerposten angeboten wurde. Thomas Kruithofs Erforschung lokalpolitischer Intrigen war in Frankreich ein Kinoerfolg. Nach zwei Mandaten als Bürgermeisterin des Wohnbezirks „Bernardins“ in der Pariser Banlieue hatte sich Clémence Collombet vorgenommen, von der politischen Bühne abzutreten. Kurz vor Ende ihrer Amtszeit bleibt aber eine Baustelle offen: die gründliche Sanierung des Viertels mithilfe von 63 Millionen Euro staatlichen Fördergeldern. Tatsächlich leiden die Bewohner seit Jahren unter den Lebensbedingungen in den Hochhaustürmen, die allmählich verfallen. Sie sind alle Eigentümer ihrer Wohnungen, kommen aber nur schwer über die Runden; einige verdienen mit der illegalen Untervermietung winziger Zimmer an Migranten ein Zubrot. Aufgrund ihres ablaufenden Mandats fehlt es Clémence an Zeit, die erhofften Finanzmittel für das Wohnviertel noch zu erhalten und damit ein ewiges Wahlkampfversprechen zu erfüllen. Mithilfe ihres Kabinettschefs Yazid, selbst in der Banlieue aufgewachsen, setzt Clémence alles aufs Spiel, um in letzter Minute doch noch die staatliche Unterstützung zu bekommen. Als die Bewohner des Viertels nach einem kolossalen Wasserschaden aus Protest entscheiden, die Bezahlung der Nebenkosten einzustellen, schwimmen Clémence die Felle davon. Aus Paris werden nämlich keine Hilfsgelder an einen Bezirk zugewiesen, der Schulden hat. Nun müssen Clémence und Yazid sich beeilen: Bei der Verfolgung ihres Ziels mit undurchsichtigen Strategien vergisst Clémence ihr Versprechen an sich selbst, die Macht aufzugeben. Regisseur Thomas Kruithof liefert einen kühlen Einblick in die Mechanismen der Politik und die inneren Konflikte, die politische Verantwortung mit sich bringt. Thomas Kruithof basiert seine Erzählung auf der Geschichte des Viertels „Chêne Pointu“ in Clichy-sous-Bois in der Pariser Banlieue: 1.500 Eigentumswohnungen aus den 60er Jahren, die auf das falsche Versprechen hin verkauft wurden, es würde zukünftig eine direkte öffentliche Verkehrsanbindung an die Hauptstadt geben. Erst 2015 begann der französische Staat mit dem Rückkauf aller Wohnungen im Rahmen eines Sanierungsplans, der bis heute andauert. „Falsche Versprechen“ lief 2021 bei den Filmfestspielen von Venedig im Wettbewerb. Die Bürgermeisterin Collombet wird von Isabelle Huppert verkörpert. | |||||
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03/04/2026 1:40 am |
Die Löwinnen-Dynastie |
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| In Afrika herrschen Löwen als „Könige der Tiere“ über die endlose Savanne. In Indien jedoch erleben sie eine völlig andere Realität. Die Dokumentation begleitet eine Asiatische Löwin und ihr Rudel durch das Dickicht des Gir-Walds im Bundesstaat Gujarat. Für ihr erstes und einziges Junges schreckt sie vor nichts zurück: Sie geht auf Jagd in den Straßen einer nahe gelegenen Stadt, überlistet umherstreifende Männchen und lehrt ihren Sohn die Kunst des Überlebens in der gnadenlosen Wildnis. Wird er genug gelernt haben, wenn er eines Tages sein eigenes Revier verteidigen muss? In der afrikanischen Savanne haben die Löwen das Sagen und gehen im Rudel auf die Jagd nach großer Beute. Im indischen Bundesstaat Gujarat hingegen sieht der Überlebenskampf dieser majestätischen Raubtiere ganz anders aus. Asiatische Löwen müssen sich in einer Welt behaupten, in der der Mensch an der Spitze der Nahrungskette steht. Im Gegensatz zu ihren afrikanischen Verwandten ist ihr Lebensraum durch dichte Wälder, bewirtschaftete Felder und bewohnte Dörfer stark eingeschränkt. Inmitten dieser Herausforderungen begleitet die Dokumentation eine Löwenmutter, die ihr erstes Junges großzieht. Ständig muss die Löwin Mut und Anpassungsfähigkeit unter Beweis stellen, denn Gefahr lauert überall. So muss sie ihr Junges vor umherstreifenden Leoparden und paarungswilligen Löwen verstecken. Männchen sind unerwünschte Gäste in den Rudeln - hier geben die Weibchen den Ton an. Entschlossen, ihren Sohn zum neuen König heranzuziehen, stellt sie ihn unter den Schutz schwesterlicher Solidarität. Doch der Weg bis zum Erwachsenwerden ist steinig. Das Jungtier muss lernen, sich an Beute anzuschleichen, die geschmeidigen Bewegungen seiner Mutter zu imitieren und gefährlichen Feinden aus dem Weg zu gehen. Die wichtigste Lektion ist jedoch die der Unabhängigkeit. Eines Tages muss die Löwin ihren Sohn sich selbst überlassen, damit er im Gir-Wald ein eigenes Revier erobern kann. Die Dokumentation erzählt eine Geschichte von Überlebenskampf, Anpassungsfähigkeit - und vom Vermächtnis der letzten Asiatischen Löwen. | |||||
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03/04/2026 2:25 am |
Mit offenen Karten - Im Fokus |
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| Drei Minuten Aktuelles und Analysen | |||||
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03/04/2026 2:30 am |
Mit offenen Augen |
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| Die Aufnahmen vom Tod der US-Amerikanerin Renée Good, die von einem Beamten der US-Einwanderungsbehörde ICE erschossen wurde, gingen in Windeseile um die Welt. Dass sie nicht zur Aufklärung des Tathergangs beitragen konnten, sondern vielmehr die unterschiedlichsten Deutungen nährten, lässt Zweifel an der Beweiskraft von Bildern aufkommen. Das im Querformat gedrehte Handy-Video entstand am 7. Januar 2026 zwischen 9.36 und 9.41 Uhr. Es zeigt, wie ein Beamter der US-Einwanderungsbehörde ICE auf die Renée Good schießt, die am Steuer eines braunen SUV sitzt. Manche interpretieren die Tat als Notwehr, andere als einen eklatanten Fall von Polizeigewalt. Francesco Sebregondi, Direktor der im Kampf gegen staatliche Gewalt engagierten NGO Index Investigation, hat zahlreiche Aufnahmen des Dramas zusammengetragen, um den Tathergang so objektiv wie möglich nachvollziehen zu können. Antoine Marie, Spezialist für politische Psychologie, erläutert an diesem Beispiel das Konzept der Postfaktizität. | |||||
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03/04/2026 2:40 am |
28 Minuten |
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| Die Primatologin, die die Geheimnisse der Schimpansen enthüllt Wie nah ist der Mensch den Schimpansen? Dieser Frage geht die Primatologin, Tierärztin und Spezialistin für Verhaltensökologie und Zoopharmakognosie Sabrina Krief nach. Seit über 25 Jahren beobachtet sie diese Hominiden im Kibale-Wald in Uganda. Nun veröffentlicht sie im Grasset-Verlag das Buch Infiniment proches (Unendlich nah): ein vielstimmiges Porträt, in dem Schimpansen eine den Menschen ähnliche Fähigkeit zu Humor, Erfindungsreichtum und Empathie offenbaren. Atomprogramm: Sind die Vereinigten Staaten bereit, den Iran anzugreifen? Der Iran und die Vereinigten Staaten nahmen am 26. Februar in Genf neue indirekte Verhandlungen über das iranische Atomprogramm auf, zeitgleich wächst der Druck auf Teheran. Nach der Verlegung des Flugzeugträgers USS Abraham Lincoln in den Nahen Osten – begleitet von drei Lenkwaffen-Zerstörern – wird nun ein zweiter Träger, die USS Gerald R. Ford, in der Region erwartet. Dieser war insbesondere an der amerikanischen Operation in Venezuela beteiligt. In seiner Grundsatzrede am Dienstag vor dem Kongress erklärte der US-Präsident, der Iran arbeite daran, Raketen zu bauen, die bald die Vereinigten Staaten erreichen könnten, und betonte, er werde nicht zulassen, dass "der weltweit wichtigste Unterstützer des Terrorismus" eine Atomwaffe erlange. Teheran wies diese Vorwürfe umgehend zurück. Außerdem erzählt Théophile Cossa die Geschichte des 32-jährigen Franzosen, der versehentlich die Kontrolle über 7.000 vernetzte Staubsauger weltweit übernahm, als er seinen Staubsauger mit dem Controller seiner PlayStation verbinden wollte. Marie Bonnisseau berichtet vom außergewöhnlichen Schicksal der historischen Straßenbahn von Alexandria in Ägypten, die bald ihren Betrieb einstellen wird. "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. Montags bis donnerstags moderiert von Élisabeth Quin, freitags und samstags von Renaud Dély. | |||||
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03/04/2026 3:30 am |
(Fast) die ganze Wahrheit |
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| Wie es sich für eine echte Leinwandlegende gehört, spricht Alain Delon von sich selbst gerne in der dritten Person … Drei Minuten über einen Star aus der Welt des Films, der Musik, Literatur oder Mode, einen Künstler, Sportler, Politiker oder Superhelden. Als Gegengift zur Informationslawine und der Verbreitung von Fake News liefert „(Fast) die ganze Wahrheit“ unbestreitbare Tatsachen, unnützes Wissen und pikante Anekdoten über Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens in knackig-kurzen Porträts. Die Animationsserie „(Fast) Die ganze Wahrheit“, die mit augenzwinkerndem Humor aus dem Nähkästchen prominenter Persönlichkeiten plaudert, wartet mit einer fünften Staffel auf. Die vom Kreativteam der französischen Produktionsfirma Blogothèque geschaffene Serie setzt Spielzeug oder Alltagsutensilien in Stop-Motion-Animationen ein, die von einer frechen Off-Stimme kommentiert werden. In der fünften Staffel gesellen sich zur lustigen Porträtgalerie 39 weitere Promis, u. a. Josephine Baker, Jeanne Moreau, Albert Camus, Napoleon, Alain Delon und Virginie Despentes. | |||||
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03/04/2026 4:00 am |
Leben mit Vulkanen |
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| Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. Diese Folge führt an den höchsten und aktivsten Vulkan Europas: den Ätna auf Sizilien. Der über 3.300 Meter hohe Ätna ist der höchste und aktivste Vulkan Europas. Ein- bis zweimal jährlich bricht der Mongibello, wie ihn die Sizilianer nennen, aus und bedroht mit seinen glühenden Lavaströmen die 900.000 Menschen, die in seinem Umkreis leben. Und doch ist der Ätna für die sonst sehr trockene Insel Sizilien auch ein unbezahlbarer Schatz: Der Feuerberg fungiert als natürliches Wasserreservoir. Zu seinen Füßen erstrecken sich Felder, Zitrus- und Olivenplantagen, so weit das Auge reicht. Die äußerst fruchtbaren Böden bescheren den Menschen seit Jahrtausenden reiche Ernten und bilden die Existenzgrundlage ihrer Dörfer. Jedes Jahr Anfang Februar veranstaltet die Stadt Catania das für Katholiken weltweit bedeutsame Fest der heiligen Agatha. Drei Tage und drei Nächte lang versammeln sich eine halbe Million Sizilianer, um zur Schutzheiligen Catanias zu beten, damit sie sie vor den Zornesausbrüchen des Ätna bewahre. Zusammen mit Mathilde, Einwohnerin und Stadthistorikerin von Catania, nimmt Arnaud Guérin an der spektakulären Prozession teil. Doch den Vulkan aus der Ferne zu betrachten, genügt dem Geologen nicht. Gemeinsam mit Boris Behncke erklimmt er den sich regenden Feuerberg für eine Inspektionstour. Der Vulkanologe besteigt den Ätna beinahe täglich, um das Terrain zu kontrollieren und gegebenenfalls Warnstufen auszurufen. Zurück in der Ebene lässt sich Arnaud Guérin vom Obstbauern Orazio erklären, wie sich die Lavaströme im Verlauf der Zeit in einen wahren Garten Eden verwandeln. Für Orazio und die anderen Sizilianer ist der Ätna nicht nur ein Vulkan - er ist die Seele von Catania, Orientierungspunkt und Wohltäter, der alles gibt und alles wieder nehmen kann. | |||||
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03/04/2026 4:25 am |
Leben mit Vulkanen |
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| An Tansanias Grenze zu Kenia erhebt sich über dem Natronsee der Ol Doinyo Lengai - ein Vulkan, der aufgrund seiner besonderen Eigenschaften Wissenschaftler auf der ganzen Welt fasziniert: Während seine Lava im flüssigen Zustand schwarz ist, wird sie, sobald sie mit Luft in Berührung kommt, weiß wie Schnee. In der Stadt Arusha trifft Arnaud Guérin den Vulkanologen der Universität Brüssel und Lengai-Spezialisten Matthieu Kervyn. Zehn Jahre nach dem gewaltigen Ausbruch von 2007, bei dem der Ol Doinyo Lengai seine Asche über 250 Kilometer weit spuckte, möchte der Wissenschaftler sehen, wie der Krater heute aussieht. Gemeinsam brechen die beiden auf zu den Massai, einem halbnomadischen Hirten- und Kriegervolk, das in Boma, einem Dorf am Fuße des Vulkans lebt. Um den Lengai besteigen zu dürfen, sind die Wissenschaftler nämlich auf die Erlaubnis ihres Stammesführers angewiesen. Mit dem Wohlwollen des Laibon im Gepäck wagen Arnaud und Matthieu gemeinsam mit Mwenga, einem Einheimischen, den Aufstieg. Unterwegs stoßen sie auf ein riesiges, fast weißes Lavafeld, das kurz vor der Eruption von 2007 entstand. Die ungewöhnliche Farbe stammt von in der Lava enthaltenen Karbonaten. Diese sind es, die den Lengai so berühmt machen, denn als einziger Vulkan der Erde spuckt er solche Karbonatite aus. Nach einer siebenstündigen anspruchsvollen Kletterpartie erreichen sie endlich den Gipfel. Dort lässt Matthieu Kervyn eine Kameradrohne über den Vulkanschlund kreisen, um den Krater kartografieren zu lassen - eine echte Premiere am Ol Doinyo Lengai. So bekommen die Abenteurer dünnflüssige Karbonatitlava zu Gesicht, die sonst nirgendwo auf der Welt zu finden ist. Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. | |||||
