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    03/10/2026 4:00 am

    Die türkische Schwarzmeerküste

    Der wilde Osten

    Der Osten der türkischen Schwarzmeerküste gilt als rau, wild und eigensinnig. Jeden Frühsommer finden auf der Ayder-Alm Stierkämpfe statt, bei denen die Tiere die Rangordnung in der Herde bestimmen - eine 250 Jahre alte Tradition. Am Mencune-Wasserfall sammeln Tausende Bienen unter der Obhut ihres kreativen Imkerkönigs den Nektar der vielen Wildblumen, die an den steilen Hängen wachsen. Im Kackar-Gebirge erntet das ganze Dorf kostbare Teeblätter und in einer Felswand bei Macka versteckt sich einer der wichtigsten Wallfahrtsorte des Christentums: das Sumela-Kloster. Der Osten der türkischen Schwarzmeerküste ist ein Landstrich, der die Kräfte der Natur und die Traditionen seiner Bewohner vereint. An malerischen Hängen, steilen Felswänden und entlang tosender Wasserfälle erleben wir die besondere Beziehung zwischen Menschen und Tieren. Zwischen den 4000 Meter hohen Kackar-Bergen und dem verträumten Küstenstädtchen Arhavi lernen wir den Imker Bülent und seine Frau Nazli kennen. Zwischen steilen Wasserfällen und dichten Laubwäldern produzieren 80 Millionen Bienen kostbaren Honig, der dank der unberührten Natur besonders hochwertig ist. In den Bergen bei Macka thront auch das historische Sumela-Kloster, das sich wie ein Adlerhorst in eine Felswand schmiegt und Zeugnis einer jahrhundertealten christlichen Tradition ist. An den regenreichen Hängen von Rize führt die Reise zu den berühmten Teeplantagen. Hier wächst das Nationalgetränk der Türken: Çay, den die Einheimischen mit Stolz und in großen Mengen genießen. In Artvin pflegt Falkner Kazim die alte Kunst der Greifvogeljagd. Mit seinem Wanderfalken bewahrt er eine tief verwurzelte Tradition, die die enge Beziehung zwischen den Menschen hier und der ungezähmten Natur widerspiegelt. Bekannt ist die Region auch für ihre Stierkämpfe auf der Ayder-Alm, wo die Tiere unter der strengen Aufsicht ihrer stolzen Besitzer um die Rangordnung kämpfen. So auch Zigzava, der 17-jährige Champion. Wird er sich auch dieses Jahr an der Spitze behaupten können?

    03/10/2026 4:45 am

    360° Reportage

    Mexico-City, im Rhythmus des Danzon

    Danzón - ist ein Tanz, der seinen Ursprung im „Contredans“ in Frankreich hatte und durch Sklaven und Aussiedler schließlich Anfang des 20. Jahrhunderts über Kuba nach Mexiko gelangte. Hier ist er heute noch lebendig und eine geliebte Tradition. Getanzt wird auf den Straßen ebenso wie in den legendären Salons, wie dem Salón Los Angeles. Unter den Tänzern sind viele ältere Menschen, denn der Danzón bringt sie zusammen, die Einsamen, die Traurigen, die Verlassenen. Mit dem Danzón feiern sie das Leben, die Liebe und die Gemeinschaft. Eines der berühmtesten Tanzpaare des Salons Los Angeles in Mexiko-City sind Ricardo und Paola. Sie haben sich vor Jahren beim Tanzen kennengelernt, seitdem sind sie ein Paar - beim Tanzen wie im Leben. Die beiden Stars der Szene tragen die auffälligsten Kostüme, ihre grellen und schillernden Outfits sind bis ins Detail aufeinander abgestimmt. Paola hat einen ganzen Dachboden voller Roben, Schmuck und Schuhe und mehr als tausend Kleider. Und auch der 88-jährige David ist dem Danzón verfallen: Sein ganzes Leben schon tanzt er, bis ein Unfall dem ein Ende setzte. Doch allabendlich schaltet er in seiner kleinen Wohnung die Musik an, schwelgt im Rhythmus und den Bewegungen: „Danzón ist meine Geliebte, ich kann sie nicht verlassen, wenn ich anfange zu tanzen, bin ich ein brennender Feuerwerkskörper, den niemand ausschalten kann“, sagt er. Über sein Handy und die sozialen Medien verbreitet er alle News und Termine rund um die Tanzveranstaltungen. Und dann ist da noch der Schreiner und Restaurator Mario. Schuhe sind für ihn wesentlich beim Tanzen, für ihn spricht ein Tänzer mit seinen Schuhen. Weil ihm keine gut genug waren, stellt er seine Schuhmodelle seit 30 Jahren selbst her. Alle fiebern sie einem großen Ereignis entgegen: dem 87. Jahrestag des Salón Los Angeles. Der Salon ist eines der ersten und charakteristischsten Tanzlokale von Mexiko-City. Es sind nicht mehr viele, aber die, die noch existieren, haben den Charme eines Ortes, an dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint. Farbenfreudige Geschichten, die das Leben schreibt. Reisen, Rituale und Feste mit Menschen aus aller Welt.

    03/10/2026 5:40 am

    Küchen der Welt

    Alentejo: Porco preto

    (1): Iberisches Schwein aus dem Alentejo: Porco preto mit Migas Inmitten von Eichenwäldern weiden in Alentejo Schweine. Die Tiere fressen die Früchte der Bäume, was das Geheimnis ihres schmackhaften und saftigen Fleisches sein soll. Tiphaine Honoré trifft sich mit Chefköchin Maria José Banha, um die Geheimnisse hinter dem Porco Preto zu lüften. Sie kostet das Schweinefleisch mit Migas – trockenem Brot, das in Fett gebraten wird. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, erzählt von der vielfältigen Landschaft Alentejos, der Bedeutung von Schweinefleisch in der Esskultur des Landes und der geselligen Stimmung an portugiesischen Tafeln. (2): Kulinarische Mitbringsel Tiphaine Honoré hat sich mit lokalen Produkten eingedeckt und stellt die kulinarische Kultur des Alentejo vor. In den Supermarkt-Regalen entdeckt sie Wurstwaren, regionale Käsesorten, farbenfrohe Sardinenkonserven und eine süße Leckerei aus der Region: Honig-Zitronen-Kekse. (3): Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Rezept für Porco Preto, das sich leicht zubereiten lässt. Also: Ab in die Küche! -----------------------  Rezept für Porco Preto Zutaten für 2 Personen:  5 Knoblauchzehen  1/2 altbackenes Landbrot, in Scheiben geschnitten  5 EL Schweineschmalz 2 EL Eichel- oder Kastanienmehl 200 g Schweinebauch, in Scheiben geschnitten 3 TL getrocknete Paprikaflocken  1 TL Paprikapulver  Zubereitung:  - Das Fleisch in einer Schüssel mit zwei gehackten Knoblauchzehen, Paprika, Salz und Pfeffer vermengen. Über Nacht marinieren lassen. - In einem Topf zwei Esslöffel Schmalz erhitzen und das Fleisch bei mittlerer Hitze anbraten. Mit 500 Milliliter Wasser ablöschen. Eine Stunde kochen lassen. - Die Brotscheiben in einer Schüssel mit kaltem Wasser einweichen. - Den restlichen Knoblauch schälen und fein hacken. - Das restliche Schmalz in einem großen Topf zerlassen und das eingeweichte Brot dazugeben. - Den gehackten Knoblauch dazugeben und alles anbraten, bis die Mischung etwas Farbe annimmt. - Eine Kelle Brühe hinzufügen und die Masse mit einem Esslöffel Kastanienmehl binden. - Unter ständigem Rühren kochen lassen, bis die Masse eine Kugel bildet und sich vom Topf löst. - Die Migas mit dem Schweinefleisch und Orangenscheiben servieren.

    03/10/2026 6:10 am

    Stadt Land Kunst

    Indonesien / Jura / Kanada

    (1): Max Havelaar – oder wie ein Roman Indonesiens Schicksal veränderte 1860 sorgt ein Roman für Aufsehen in der niederländischen Gesellschaft: „Max Havelaar“ handelt von der Karriere eines Kolonialbeamten – einem Alter Ego des Autors Eduard Douwes Dekker – und stellt letztlich das gesamte Kolonialsystem infrage. Als der Roman erschien, stand Indonesien seit zwei Jahrhunderten unter niederländischer Herrschaft. Der Autor beschreibt darin die Schrecken des Kolonialismus und die Gewalt gegen die indigene Bevölkerung für den Handel mit Gewürzen und Kaffee. In den Niederlanden weckte das Werk das Bewusstsein für die Grauen der Kolonialzeit. (2): Der Jura: Königreich der Luchse Der Jura ist eine 250 Millionen Jahre alte Gebirgskette. Seine Hänge sind von grünen, dichten Wäldern bedeckt, die eine erstaunliche Pflanzenvielfalt beherbergen. Hier Luchse zu sichten, ist nicht einfach: Die Vertreter der Katzenfamilie sind äußerst scheu und zudem durch ihr geflecktes Fell gut getarnt. Das Verhältnis der Menschen zu dem mysteriösen „Geist der Wälder“ ist seit jeher von Faszination, aber auch von Angst geprägt. (3): Österreich: Andreas Kalbsrouladen In Wien bereitet Andrea steirische Rouladen zu. Für das Rezept braucht sie Kalbfleisch, Karotten und Kürbiskerne. Die Schnitzel werden gefüllt, zu Rouladen gerollt, gepfeffert und anschließend gebraten. Dazu serviert Andrea Sauerkraut und Kartoffeln. Eine kulinarische Reise bei Kerzenlicht und klassischer Musik. (4): Kanada: Unterwegs mit dem Toboggan Am 3. Juli 1608 gründet Samuel de Champlain die Stadt Québec. Einige Monate später kommt der französische Forschungsreisende mit indigenen Völkern aus der Umgebung in Kontakt. Diese Menschen leben schon seit Jahrtausenden auf dem nordamerikanischen Kontinent und haben Hilfsmittel entwickelt, um sich an den kanadischen Winter anzupassen. Ein rutschiges Abenteuer beginnt …

    03/10/2026 6:55 am

    Stadt Land Kunst

    Irland / Anden / Färöer-Inseln

    (1): Irland: Edna O’Briens junge Rebellinnen Noch vor nicht allzu langer Zeit wurden Mädchen in Irland in der Angst vor dem Jüngsten Gericht erzogen – aber vor allem drohten Konsequenzen aus der eigenen Familie und der Kirche, sollten sie außerehelich schwanger werden. Vor diesem Hintergrund schrieb Edna O’Brien 1960 schlagartig irische Literaturgeschichte: Aus weiblicher Perspektive schildert sie die wilden Abenteuer der beiden Teenager-Freundinnen Kate und Baba im ländlichen Irland der 1950er Jahre. ʺDie Fünfzehnjährigenʺ, der erste Band einer feministischen Erfolgstrilogie, macht die Erfahrungen irischer Frauen sichtbar und verpasste O’Brien den Spitznamen ʺdie Skandalöse ʺ. (2): Die Chivas, kunterbunte Ikonen der kolumbianischen Anden Über Stock und Stein befahren die Chivas, Hybridfahrzeuge zwischen Bus und Lkw, auch die schwierigsten Bergstraßen Kolumbiens. Geboren aus dem Einfallsreichtum und der Notwendigkeit, abgelegene Andendörfer zu erreichen, sind diese farbenfrohen Riesen der ganze Stolz der Paisas, der für ihren Geschäftssinn und Pioniergeist bekannten Bewohner der Region. Aus alten US-Autowracks erschufen sie eines der kulturellen Wahrzeichen Kolumbiens. (3): Frankreich: Thomas' Jakobsmuschel-Spieße In seinem Elternhaus in Bayeux bereitet Thomas Jakobsmuschel-Spieße zu. Auf die Spieße werden abwechselnd Jakobsmuscheln, Zwiebeln und Schweinebauchwürfel gesteckt, bevor die Kombination über dem Feuer gegrillt wird. Dazu serviert Thomas Reis und eine Soße aus Isigny-Butter, Apfelessig und grünem Pfeffer. Seine Tochter ist von dem Rezept so angetan, dass sie ihm in ihrem Kochbuch eine eigene Seite widmete. (4): Die Färöer-Inseln: ein Arzt, der polarisiert Willkommen in Dänemark! Nun ja, nicht ganz: Seit 1948 ist der abgelegene Archipel der Färöer-Inseln ein autonomes Gebiet des dänischen Königreichs. Etwa 1.300 Kilometer von Kopenhagen entfernt ist es der perfekte Rückzugsort – oder auch nicht …

    03/10/2026 7:45 am

    Vom Wesen der Vulkane

    Heilige Vulkane

    Vulkane haben ungeheure Zerstörungskraft - und dennoch leben etwa 500 Millionen Menschen am Fuße dieser feuerspeienden Monster. Angesichts ihres Zorns sind die Menschen machtlos. Und wenn alles verloren scheint, können sie nur noch für ein Wunder beten … In Indonesien wirft man Opfergaben in den rauchenden Krater, am Fuße des Ätna auf Sizilien nehmen Tausende Katholiken an Prozessionen teil und in Hawaii wird die Vulkangöttin mit rituellen Tänzen geehrt. Die erste Folge der Reihe „Vom Wesen der Vulkane“ lädt zu einer spirituellen Reise in die von Göttern und Geistern bevölkerte Welt der Feuerberge ein. Vulkane üben seit jeher eine unwiderstehliche Faszination auf den Menschen aus. Die feuerspeienden Giganten prägen die Landschaft ebenso wie den Alltag der Frauen und Männer, die an ihrem Fuße leben. Vulkane zerstören und spenden Leben. Sie werden von Wissenschaftlern erforscht und von ganzen Völkern wie Götter verehrt. Jede der vier Folgen der französischen Doku-Reihe „Vom Wesen der Vulkane“ erkundet eine andere Facette der Jahrtausende alten Beziehung zwischen den Feuerbergen und den Menschen: „Heilige Vulkane“, „Zerstörerische Vulkane“, „Gütige Vulkane“ und „Wächter der Vulkane“.

    03/10/2026 8:40 am

    Vom Wesen der Vulkane

    Gütige Vulkane

    Chaos und Zerstörung: Vulkane sind tickende Zeitbomben, die florierende Landschaften in öde Aschewüsten umgestalten. Trotzdem leben weltweit Millionen von Menschen in diesen Gefahrenzonen … Denn die Feuerriesen bergen unermessliche Ressourcen! Sie sorgen für fruchtbare Böden, liefern wertvolle Rohstoffe, Wärme und Energie. Doch all diese Schätze müssen hart erkämpft werden - und dies erfordert Mut und Opferbereitschaft. Vulkane stehen für Zerstörung und Verwüstung: Sie speien Feuer und verwandeln ihre Umgebung in Mondlandschaften und Aschewüsten. Dennoch leben viele Millionen Menschen in aller Welt auf diesen tickenden Zeitbomben. Was macht die Feuerspucker so anziehend? Sicher nicht zuletzt die Tatsache, dass sie einen unerschöpflichen Ressourcensegen bedeuten: Auf allen fünf Kontinenten schenken Vulkane den Menschen unschätzbare Schätze: Sie sorgen in Japan für fruchtbare Böden, dienen auf Sizilien als Wasserreservoir, ermöglichen die Schwefelgewinnung in Indonesien und liefern in Neuseeland saubere und erneuerbare Energie. Jedoch müssen sämtliche dieser Reichtümer mühsam erkämpft werden - und das erfordert Tapferkeit, Hingabe und Entbehrung.

    03/10/2026 9:35 am

    Vom Wesen der Vulkane

    Zerstörerische Vulkane

    Seit einer Ewigkeit spalten Vulkane die Erdoberfläche auf und setzen Kontinente in Flammen. Der Mensch gerät ihnen dabei oft in den Weg. Allein in den letzten Jahrhunderten haben Vulkane weltweit Hunderttausende Todesopfer gefordert. Dennoch bieten Millionen Männer und Frauen den feuerspeienden Monstern tagtäglich die Stirn. Ein ungleicher Kampf, in dem sie Solidarität und Einfallsreichtum beweisen müssen, um den entfesselten Elementen standzuhalten. Seit Millionen von Jahren reißen Vulkane die Erde auf, setzen Kontinente in Brand und überziehen ganze Landstriche mit einem Ascheteppich. 700 Millionen Menschen in aller Welt sind heute durch die Aktivität der Feuerberge bedroht und führen einen endlosen Kampf gegen die entfesselten Elemente. Lavaströme in Italien, glühende Aschelawinen in Japan, Schlammeruptionen in Island, Tsunamis auf Hawaii und verseuchte Böden in Indonesien ... überall auf der Welt gleicht das Leben im Schatten von Vulkanen einer nie endenden Prüfung. Dennoch trotzen allerorts unbeugsame Männer und Frauen den entfesselten Elementen. Mit Mut, Einfallsreichtum und Solidarität bieten sie den gefährlichen Giganten die Stirn.

    03/10/2026 10:25 am

    Re: Wettkampf der Schmiede

    Deutschland 2025

    Schmiede fiebern der Weltmeisterschaft ihres uralten Handwerks entgegen, die alle zwei Jahre im toskanischen Stia stattfindet, unter ihnen Meister Johannes Rienhoff aus Hamburg. Dieses Jahr schickt er zwei talentierte Lehrlinge nach Italien. Alex Sun, im vierten Lehrjahr, möchte in drei Stunden eine Figur aus der griechischen Mythologie herstellen. Im Wettbewerb hat er nur einen einzigen Versuch – unter Zeitdruck, vor Publikum und bei großer Konkurrenz. 250 Schmiedekünstler aus der ganzen Welt treten an. Entsprechend gilt im Vorfeld: üben, üben, üben. So lange, bis jeder Schlag sitzt. Toranlagen, Balkonbrüstungen, Brückengeländer – in vielen Städten sind sie noch handgeschmiedet und seit Jahrhunderten Teil des Straßenbildes. Doch die Handwerker, die solche Arbeiten erhalten oder neu schmieden können, werden weniger. Allein in Deutschland ist die Zahl der Auszubildenden in den letzten zehn Jahren fast um die Hälfte gesunken. Derzeit gibt es nur rund 250 Lehrlinge in diesem Beruf. Schmied Johannes Rienhoff in Hamburg bildet in seiner Werkstatt fünf von ihnen aus – mehr, als viele Betriebe überhaupt noch Mitarbeiter haben. Er sagt, diese Arbeit brauche Menschen: "Das wird keine KI schaffen, das wird auch kein komischer Metalldruck schaffen. Es wird immer Menschen geben, die mit ihren Händen und mit ihrem Auge Dinge mit Seele produzieren." Für seine Lehrlinge ist die WM in Italien mehr als nur ein Wettkampf. Hier wird ihr Handwerk zelebriert und bewiesen, wie lebendig es noch ist.

    03/10/2026 11:00 am

    Küchen der Welt

    Texas: Fajitas

    Die Grillsensation aus Texas: Fajitas Rein in die Cowboystiefel und ab auf die Ranch, um ein Rezept zu entdecken, das zum Wahrzeichen der texanischen Küche geworden ist: Fajitas. Nawelle Senad ist nach San Antonio gereist, um die Fajitas von Chefkoch Johnny Hernandez zu probieren, der ein echter Verfechter der authentischen Küche ist und nichts von industriell hergestellten Tex-Mex-Gerichten hält. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, spricht über die Vaqueros - die mexikanischen Cowboys -, über die Entwicklung der Fajitas zu einem Symbol der Tex-Mex-Küche und über den Zusammenhang zwischen dieser Esskultur und amerikanischen Sportveranstaltungen. Ein Biss’chen Heimat: Andrea, eine Texanerin in Irland Andrea ist in Texas geboren und lebt in Irland. Sie kocht für ihre Liebsten Chili und verrät ihre Lebensaufgabe: das texanische Barbecue nach Irland zu bringen. Andrea erzählt von ihrem ersten Versuch, ein irisches Gericht zu kochen, von Pubs und von geselligen Runden mit texanischen Freundinnen und Freunden bei einem leckeren Chili, das sie an ihre Heimat erinnert. Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Fajitas-Rezept, das sich leicht zubereiten lässt. Also: Ran an die Töpfe! -----------------------  Fajitas-Rezept Zutaten für 4 Personen:  500 g Kronfleisch vom Rind   3 Knoblauchzehen  ½ TL Pfefferkörner 2 kleine rote Chilischoten (Chipotle-Chilis) 1 Limette  150 ml dunkles Bier 2 Tomaten 1 weiße Zwiebel 1 Jalapeño 1 Avocado 8 Tortillas Gehackter Koriander Oregano Zubereitung: - Für die Marinade drei Knoblauchzehen hacken und Pfefferkörner, Salz, Oregano und eine Chipotle-Chilischote zerstoßen. - Die Zitrone auspressen und den Saft mit dem dunklen Bier zur Marinade geben und alles vermischen. - Das Fleisch darin 15 Minuten marinieren. - Für die Soße die Tomaten, die Jalapeño und die in Scheiben geschnittene Zwiebel drei Minuten lang auf dem Grill grillen. - Vom Grill nehmen und mit einer Knoblauchzehe, der zweiten Chipotle-Chilischote und dem zuvor gehacktem Koriander zerstampfen. Die Avocado in Würfel schneiden und untermischen. - Das Fleisch auf beiden Seiten jeweils drei Minuten lang auf dem Grill scharf anbraten. - Dann das Fleisch in Scheiben schneiden, mit der Soße und den Tortillas servieren. Die Tortillas nach Belieben mit den Fajitas füllen.

    03/10/2026 11:30 am

    Stadt Land Kunst

    Friaul / Französisch-Guayana / Paris

    * Friaul: Italiens finstere Seite Im Nordosten Italiens liegt die Region Friaul-Julisch Venetien. In ihrer erfolgreichen Krimi-Saga, deren erster Teil „Eiskalte Hölle“ 2018 erschien, lädt die italienische Autorin Ilaria Tuti zu einem Streifzug durch die Wälder der Alpenregion. Tuti, die aus der Gegend stammt und immer noch dort lebt, zeichnet die pittoresken Landschaften in düsteren Farben. Ihre Romanheldin erkundet die Tiefen der Wälder und Seen, und taucht hinab zu den Abgründen der menschlichen Seele. * Französisch-Guayana: Grüne Hölle der Geografen Im 17. Jahrhundert erschien die Kolonie Französisch-Guayana vielen Franzosen aus Europa als Eldorado. Auf der Suche nach neuen Ressourcen und spannenden Entdeckungen machten sich zahlreiche Forscher auf den Weg in die unwegsame Terra Incognita. Aber das vermeintliche Insel-Paradies wurde für viele von ihnen zur grünen Hölle, denn Hunger und Krankheit plagten die Kolonialherren. Im 19. Jahrhundert gelang es den Geografen endlich, mit der Hilfe von Einheimischen den Gefahren zu trotzen. * Ruanda: Ramadhans Backfisch In Gisenyi bereitet Ramadhan den Getreidebrei Ugali zu. Dafür wird Maismehl in Salzwasser gekocht, bis es eine relativ feste Konsistenz hat. Dann frittiert Ramadhan kleine Süßwasserfischchen, sogenannte Sambazas, die er auf dem Markt gekauft hat. Sie passen hervorragend zu der Sauce aus frischen Tomaten. * Paris: Napoleon Bonaparte in Gefahr Im Zentrum von Paris, auf der Place Vendôme, wacht die Statue Napoleons I. aus 44 Metern Höhe über die französische Hauptstadt. Doch eines Nachts versucht ein Mann, den mächtigen Herrscher mit einem originellen Coup vom Sockel zu stoßen … Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen.

    03/10/2026 12:15 pm

    Stadt Land Kunst

    Neapel / Schweden / Pontivy

    * Neapel: die unbeugsame Malerin Artemisia Gentileschi Entschlossen, ehrgeizig und frei: Mit dieser Haltung reiste im 17. Jahrhundert eine 37-jährige Malerin nach Neapel. In einer Zeit, in der Frauen von gesellschaftlichen Zwängen eingeengt wurden, entschied sich Artemisia Gentileschi, einzig und allein ihrer Kunst zu gehorchen: der Malerei. Ihre frühen Werke waren Ausdruck ihres Zorns - doch Gentileschi strebte nach Größerem. Sie wollte sich in einer patriarchalen Gesellschaft durchsetzen und als größte Malerin ihrer Zeit anerkannt werden. Neapel, Schauplatz eines künstlerischen Aufbruchs, war der ideale Ort für ihre Ambitionen. * Der Elch, König der schwedischen Wälder Zwischen den Bäumen der Wälder Südschwedens zeichnet sich eine massive Gestalt ab: Mit einer Schulterhöhe von rund 2,30 Metern und um die 500 Kilo Körpergewicht ist der Elch eine stattliche Erscheinung - und versetzt jeden in Ehrfurcht, der das Glück dieser seltenen Begegnung hat. Mit mehr als 350.000 Exemplaren ist Schweden Heimat der weltweit dichtesten Elchpopulation. Was den Australiern ihr Känguru, ist den Schweden ihr Elch: ein Wahrzeichen für die ganze Nation. * Griechenland: Emilias pikante Rindfleisch-Makkaroni In Kouramades folgt Emilia einem alten, mündlich überlieferten Pastitsada-Rezept, für das sie lange Makkaroni mit einer aromatischen Sauce zubereitet. Erst brät sie Rindfleischstücke in Olivenöl an und fügt dann goldbraune Zwiebeln, Knoblauch, Rotwein und die Gewürzmischung Spetseriko hinzu. Alles darf langsam köcheln, bevor das Gericht mit den für die Pastitsada typischen Nudeln serviert wird. * Pontivy: kaiserlicher Besuch Pontivy im Département Morbihan war im Laufe der Geschichte mittelalterliche Stadt, protestantische Hochburg und Schauplatz von Bauernaufständen. Ausgerechnet dieses friedliche Örtchen in der Bretagne wurde zum Stützpunkt eines großen Kaisers … Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen.

    03/10/2026 1:00 pm

    Mord im Orient-Express

    Spielfilm USA 1974 (Murder on the Orient-Express)

    Bitte einsteigen! Die Passagiere des luxuriösen "Orient-Express" auf dem Weg nach Istanbul nehmen ihre Plätze ein. Unter ihnen ist auch Detektiv Hercule Poirot, der sich auf dem Rückweg von einem Fall in Jordanien befindet. Nur durch Beziehungen zum Eisenbahnpersonal konnte Poirot in letzter Minute einen Platz im Schlafwagen "Athen-Paris" ergattern. Dessen Passagiere sind allesamt skurrile Persönlichkeiten: Da sind zum Beispiel die Missionarin Greta Ohlsson, der sexuell gehemmte Hector McQueen, die reiche Witwe Harriet Hubbard, die Exil-Prinzessin Dragomiroff - und Samuel Edward Ratchett, der regelmäßig Morddrohungen erhält. Als er Poirot eine hohe Summe bietet, damit er ihn auf der Reise bewache, lehnt der Detektiv ab. Kurz darauf wird Ratchett im Schlaf brutal mit einem Messer ermordet. Inzwischen ist der Zug in einer Schneewehe steckengeblieben - und Poirot beginnt mit seinen Ermittlungen. Verfilmung des Agatha-Christie-Klassikers mit großem Staraufgebot. Selten wurde ein Roman mit einem vergleichbar hochkarätigen Ensemble verfilmt: Sidney Lumet besetzte den "Mord im Orient-Express" in sämtlichen Rollen mit Filmgrößen - von Sean Connery, Albert Finney und Jean-Pierre Cassel über Jacqueline Bisset, Lauren Bacall und Vanessa Redgrave bis zu Ingrid Bergman. Der Film brachte Bergman ihren dritten Oscar ein. Der "Mord im Orient-Express" ist ein großes Vergnügen mit den üblichen Verdächtigen, das durch psychologische Charakterstudien auch eine neue Epoche des Krimis einläutete.

    03/10/2026 3:20 pm

    Bulgariens letzte Schmalspurbahn

    Deutschland 2022

    Mehr als sechs Stunden braucht die Rhodopenbahn, die letzte bulgarische Schmalspurbahn, von Septemwri nach Dobrinischte und zurück. Sie schlängelt sich in über 2.000 Meter Höhe vorbei an kleinen Minaretten, orthodoxen Kirchen, verlassenen Bahnübergängen und atemberaubenden Landschaftskulissen. Die Rhodopen und das anliegende Pirin-Gebirge an der bulgarisch-griechischen Grenze gelten als Artenvielfalt-Hotspot Europas, denn nirgends sonst gibt es auf so kleiner Fläche so viele verschiedene Vogel-, Säugetier-, Insekten- und Pflanzenarten. Sogar der größte Greifvogel Europas, der fast ausgestorbene Mönchsgeier mit einer Flügelspannweite von fast drei Metern, gleitet hier durch die Luft. Auch der höchste Berg, der Große Perelik, mit seinem über 2.000 Meter hohen Gipfel ist aus dem Zugfenster zu beobachten. Am Fuße des Wichren, dem höchsten Gipfel des Pirin-Gebirges, nahe dem Zielort des Zuges, liegt der älteste Nationalpark Bulgariens, der Nationalpark Pirin. Die bulgarische Regierung wollte die Strecke der Rhodopenbahn schon oft stilllegen, doch die Bevölkerung setzte sich mit ganzer Kraft für ihren Erhalt ein. Die Strecke hat nicht nur Tradition, sie ist für viele Anwohner der landwirtschaftlich geprägten Gegend das einzige Verkehrsmittel und damit auch die einzige Verbindung zur Außenwelt, denn Autos gibt es nur wenige. Die Dokumentation begleitet entlang der Gleise das Leben verschiedener Menschen der Region, die seit jeher eng durch den alten Zug verbunden sind.

    03/10/2026 4:05 pm

    Rumäniens älteste Gebirgsbahn

    Deutschland 2022

    Mitten zwischen zwei der schönsten Nationalparks Rumäniens windet sich eine einzigartige Gebirgsbahn an steilen Abhängen entlang und offenbart die unberührte Natur des Banater Gebirges in den südwestrumänischen Karpaten. Wo einst der Mensch die Landschaft formte und Bergwerke und Stollen in die Karststeine schlug, kann sich heute die Wildnis ungestört entwickeln. ARTE fährt mit 17 Kilometern pro Stunde durch Rumänien und erzählt Geschichten in und entlang der ältesten Bergbahnlinie des Landes. Die Bahnstrecke Oravita-Anina wird von Einheimischen schlicht "Aninabahn" genannt - benannt nach ihrem Zielort auf 559 Meter Höhe im Banater Gebirge. Die Bewohnerinnen und Bewohner im dünn besiedelten Banat sind bis heute stolz auf ihren Zug. Als die Linie in den 1860er Jahren erbaut wurde, gehörte das Gebiet zum Österreichisch-Ungarischen Kaiserreich. Noch heute werden deutsche Traditionen entlang der Strecke aufrechtzuerhalten versucht. Mit dem Auto sind die Endbahnhöfe kaum weiter als eine Stunde voneinander entfernt, auf den Schienen kann es locker zweieinhalb Stunden dauern. Und steckt man seinen Kopf aus dem Fenster der alten Zugwaggons, rast die Zeit nur so an einem vorbei. Belohnt wird man mit wunderschönen Aussichten, die so nur aus dem Zugfenster möglich sind.

    03/10/2026 4:50 pm

    Wilde Wege

    Pakistan

    Wo früher nur Bergziegen zu Hause waren, verläuft heute eine der riskantesten Straßen der Welt: Der Karakorum Highway im Norden Pakistans. Er erreicht Höhen von fast 4.700 Metern. Steinschläge, Erdrutsche und Felsstürze lauern überall. Sost ist der letzte Ort auf pakistanischer Seite vor der Grenze zu China. Die Siedlung ist ein zentraler Handelspunkt zwischen beiden Ländern - hier werden Waren umgeladen und verzollt. Pakistanische Lastwagen mit ihren bunten Bemalungen treten die Fahrt ins Tiefland an. Ali Akbar und Umar Laib bringen ihren Truck für die kommende Tour auf Vordermann. Der Motor muss rund laufen und die Fahrerkabine sauber sein. Der Lastwagen ist ihr zweites Zuhause. Östlich der Passu Cones Berge beginnt die Shimshal-Road, eine der gefährlichsten Straßen der Welt. Der Weg schlängelt sich an den hoch aufragenden Felswänden des Shimshal-Flusses entlang, durch einen gigantischen Canyon. Vor dem Baubeginn im Oktober 2003 war ein Durchkommen mit Autos und Motorrädern nicht möglich. Mansoor Karim ist Taxifahrer. Er fährt die Bewohner seines Dorfes aus den Bergen runter in die Stadt. Es geht durch enge Schluchten, vorbei an steilen Abgründen und über marode Holzbrücken. Die 21-jährige Studentin Tabassum Laseed spielt in der Mountain Girls League von Gilgit-Baltistan Fußball - ein ungewöhnliches Hobby im konservativen Pakistan. Tabassum liebt den Sport, aber auch das traditionelle Leben. Mit ihrem kleinen Bruder muss sie über eine waghalsige Hängebrücke, um das Vieh der Familie zu versorgen.

    03/10/2026 5:35 pm

    Wilde Wege

    Madeira

    Madeira, die portugiesische Insel im Atlantischen Ozean, ist berühmt für ihre zerklüfteten Berglandschaften - und kurvenreichen Straßen. Steile Anstiege und Serpentinen führen zu spektakulären Aussichten und lassen bei Autofahrern den Puls höherschlagen. Fahrten ins Inselinnere sind bis heute ein Trip ins Abenteuer. Steile Hänge, enge Serpentinen und große Höhenunterschiede prägen das Straßennetz Madeiras. Die portugiesische Insel verlangt Mensch und Maschine viel ab - und macht jede Fahrt ins Inselinnere zu einer besonderen Herausforderung. Das besondere Terrain Madeiras hat die Menschen erfinderisch gemacht, ungewöhnliche Transportwege sind so entstanden. Aus diesen Zeiten stammen die Straßenschlitten, mit denen Menschen und Güter in Windeseile nach unten befördert werden konnten: Die Fahrer nennen sich Carreiros, spezialisiert darauf, die hölzernen Gefährten ohne Lenkung und Bremsen den Berg hinabzusteuern. Abseits der ausgebauten Straßen lockt das Abenteuer: Offroad-Spezialist Edgar Silva liebt die entlegenen Ecken der Insel. Je wilder und gefährlicher die Wege durchs Gebirge werden, umso mehr steigt sein Fahrspaß - und das Geschäft. Der gebürtige Madeirer bringt Besucher an Orte, an die sie mit dem Mietwagen nicht mehr kommen - und wo seine Geländekenntnis und Fahrpraxis gefragt sind. Madeiras zerklüftetes Terrain beschert auch dem Abschleppunternehmer Duarte Ribeiro ein Auskommen. Die steilen und engen Wege sorgen dafür, dass ihm die Arbeit so schnell nicht ausgeht. Heute soll er einen englischen Oldtimer überführen, von denen es einige auf der Insel mit dem milden Klima gibt. Da die alten Sportwagen ein Vermögen wert sind, muss er mit viel Fingerspitzengefühl vorgehen.

    03/10/2026 6:20 pm

    ARTE Journal

    Frankreich/Deutschland 2026

    ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur.

    03/10/2026 6:35 pm

    Mit offenen Karten - Im Fokus

    Hisbollah und Israel: Rückkehr des Krieges

    Beirut und der Irankrieg: Die Menschen im Libanon leiden erneut unter dem Konflikt zwischen dem Iran und Israel. Denn ins Visier gerät erneut die Hisbollah-Miliz, die von Teheran finanziert wird. Während sich die libanesische Bevölkerung von der Hisbollah abwendet, überzieht die Gewalt der israelischen Reaktion das Land erneut mit Angriffen, Toten und Verletzten.

    03/10/2026 6:40 pm

    Re: Wenn Alkohol am Steuer das Auto kostet

    Deutschland 2025

    Ende Juni 2024 bereitet sich die lettische Sprinterin Gunta Vaicule auf die Olympischen Spiele in Paris vor. Sie ist auf dem Höhepunkt ihrer Form, als ein betrunkener Fahrer in ihr Auto rast. Ihr Wagen überschlägt sich mehrfach. Vaicule überlebt mit viel Glück. Doch oft enden solche Unfälle tödlich. Lettlands Straßen gehören zu den unsichersten in der EU. Der lettische Staat greift seit 2022 gegen Alkohol am Steuer durch: Wer mit mehr als 1,5 Promille erwischt wird, verliert sein Auto - für immer. Seitdem wurden Hunderte Fahrzeuge beschlagnahmt. Die Polizisten Valērijs Zlotņikovs (36) und Matīss Ananko (31) führen regelmäßig Alkoholkontrollen durch. "Wenn du jemanden erwischst, weißt du, dass du vielleicht etwas sehr Schlimmes verhindert hast - vielleicht sogar einen tödlichen Unfall", sagt Zlotņikovs. In einer Nachtschicht stoppen sie einen Fahrer mit drei Promille, sein Auto wird beschlagnahmt. Viele konfiszierte Fahrzeuge schickt Lettland an die ukrainische Armee, um den Abwehrkampf gegen Russland zu unterstützen. Darunter ist auch ein Audi mit Thüringer Nummernschild. Der Fahrer war mit über 1,5 Promille in Lettland unterwegs. Der Informatiker Imants Skerstens rüstet in seiner Freizeit konfiszierte Fahrzeuge für den Einsatz in der Ukraine um. Aus Geländewagen mit Allradantrieb werden gepanzerte Sanitätsfahrzeuge. Skerstens findet das Gesetz sehr gut. Ganz anders ein Fahrer, der betrunken erwischt wurde: "Am meisten leidet die Familie. Denn oft sind auch Ehepartner oder Angehörige von der Konfiszierung betroffen", sagt er. Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar.

    03/10/2026 7:15 pm

    Triaden - Die chinesische Mafia auf dem Vormarsch (1/3)

    Eine Krake wird geboren

    Die Triaden entstanden im 17. Jahrhundert als Geheimbünde und entwickelten sich nach und nach zu kriminellen Organisationen. Dabei kam ihnen die westliche Kolonialisierung sehr gelegen: Nach den Opiumkriegen gelangten sie durch den Drogenhandel zu so viel Reichtum und Macht, dass sie auf die Gründung der chinesischen Republik Einfluss nehmen konnten. Nach dem Zweiten Weltkrieg unter Machthaber Mao Tsetung waren die Triaden dazu gezwungen, das Land zu verlassen. Unterschlupf fanden sie im benachbarten Taiwan und Hongkong - und erlebten dort fette Jahre ... Die Triaden, die Mitte des 17. Jahrhunderts nach dem Aufstieg der Mandschu-Dynastie entstanden, schufen sich einen Mythos als Kämpfer gegen die Feinde Chinas. Opportunistisch und gewissenlos schlugen sie sich jedoch mal auf die eine, mal auf die andere Seite und stellten sich sowohl in den Dienst der chinesischen Nationalisten als auch der französischen und britischen Kolonialherren. Nach der Machtübernahme Maos 1949 mussten die Triaden das chinesische Festland verlassen und ließen sich im angrenzenden Hongkong sowie in Macau und Taiwan nieder, wo ihre dunklen Geschäfte florierten. In Taiwan wurden sie zum bewaffneten Arm der nationalistischen Machthaber, bevor sie zu deren Sturz beitrugen. In Hongkong nutzten die Triaden die Notsituation der Flüchtlinge aus, die vor Elend und Unterdrückung aus China geflohen waren, um neue Mitglieder zu rekrutieren. Mit dem wirtschaftlichen Aufstieg Hongkongs in den darauffolgenden Jahrzehnten boten sich ihnen immer mehr Möglichkeiten: Sie manipulierten Immobilienmärkte, kauften Unternehmen auf und schmuggelten Waren im großen Stil. Eine Vorgehensweise, die schon bald nicht mehr nur auf Hongkong beschränkt war, denn die Triaden weiteten ihren Einfluss allmählich nach Nordamerika und Europa aus. Mit dem Anwachsen der chinesischen Diaspora entfalteten sie ihre kriminellen Machenschaften auch in den dortigen Chinatowns. Mitglieder der größten Triaden in Hongkong und Taiwan, aber auch Ermittler der Polizei und Historiker berichten in der Dokumentation von den Anfängen des chinesischen organisierten Verbrechens und von dessen Aufstieg. Die erste Folge führt in die schummrigen Gassen von Taipeh und Hongkong, wo Handel jeder Art, Machtspiele mit den Kolonialbehörden, der Aufstieg neuer Bosse oder Bandenkriege zwischen den Triaden den Alltag der Unterwelt bestimmen.

    03/10/2026 8:15 pm

    Die chinesische Mafia auf dem Vormarsch (2/3)

    Ein chinesisches Eldorado

    Die Rückgabe von Hongkong und Macau an China bot den Triaden die Chance auf einen Pakt mit ihrem alten kommunistischen Feind. Sie unterstützten die Machthaber - unter der Voraussetzung, am wirtschaftlichen Aufschwung des Landes beteiligt zu werden. Während die Kommunistische Partei Chinas die Triaden auf dem chinesischen Festland offiziell nicht duldete, profitierte sie doch sehr gern von ihrem Geld und ihrem Unternehmergeist. Die allzu auffälligen Gangster machten diskreteren Geschäftsleuten Platz, doch für das neue China unter Xi Jinping wurden die Triaden zur Gefahr. Anfang der 80er Jahre herrschte in China nach 30 Jahren Maoismus Aufbruchsstimmung. 1997 beziehungsweise 1999 gaben die alten Kolonialherren, mit denen sich die Triaden zuvor gut arrangiert hatten, Hongkong und Macau an China zurück. Doch gerade der Abzug der Kolonialmächte eröffnete den Triaden neue Möglichkeiten - und die Chance, einen Pakt mit der chinesischen Regierung zu schließen. Hinter einer legalen Fassade setzten sie von nun an mehr auf Korruption als auf Gewalt. Ihre Mitglieder änderten die Art ihrer Geschäfte und gerierten sich als Filmproduzenten, Casinobetreiber oder Fabrikbesitzer. So profitierten sie vom Wirtschaftsboom und vom schrittweisen Übergang Chinas zur Marktwirtschaft. Handel und Geldwäsche liefen auf Hochtouren, während das Hongkong-Kino die Gangster heroisierte und so in den ärmeren Schichten immer neuen Nachwuchs rekrutierte. Südchina wurde für die Triaden zur wahren Goldgrube, als chinesische Geschäftsleute begannen, ihre Gewinne in den Spielcasinos von Macau zu verschleiern. Die chinesische Mafia entwickelte sich zu einer regelrechten Schattenbank der Wirtschaft. Doch diese skrupellose Bereicherung führte auf allen Ebenen der Gesellschaft zu Korruption und einem immer augenfälligeren Anstieg der Kriminalität. Als Xi Jinping an die Macht kam, startete er eine große Anti-Korruptionskampagne, die lokale Paten, politische Feinde und allzu mächtige Geschäftsleute zu Fall bringen sollte. Die Botschaft war klar: Man hatte sich dem frischgebackenen Machthaber und den Interessen der Partei unterzuordnen. Für die Triaden hieß es nun, sich mit dem neuen starken Mann in Peking auseinanderzusetzen.

    03/10/2026 9:15 pm

    Die chinesische Mafia auf dem Vormarsch (3/3)

    Im Dienst des Roten Imperiums

    Xi Jinping will China an die Weltspitze führen. Die Triaden müssen seinen Ambitionen Folge leisten, um sich weiter bereichern zu können. Sie unterstützen seine Politik in Taiwan und Hongkong, lassen sich entlang der Seidenstraße nieder, schaffen rechtsfreie Räume in Südostasien, machen sich im Pazifik breit und unterwandern die westlichen Volkswirtschaften. Es ist kein Zufall, dass der Hafen von Vancouver zum Einfallstor für die Droge Fentanyl geworden ist, die in Nordamerika einen verheerenden Boom erlebt. Die Triaden haben sehr schnell erkannt, dass es in ihrem Interesse liegt, die Politik von Xi Jinping, dem neuen starken Mann in Peking, zu unterstützen. Der Vorsitzende der Kommunistischen Partei Chinas träumt von einem modernen und noch größeren roten Imperium. In Taiwan engagieren sich einige Triaden in der Politik, um die Wiedervereinigung mit dem chinesischen Festland voranzutreiben. Sie könnten im Falle einer Invasion eine Bedrohung für freiheitliche Kreise darstellen. In Hongkong unterstützten die Triaden die kommunistischen Machthaber dabei, Studenten und Anhänger der Regenschirmbewegung wieder auf Kurs zu bringen. Und in China selbst erledigen sie die schmutzigen Arbeiten, mit denen die politische Elite nicht in Verbindung gebracht werden will: Entführungen von Oppositionellen, die Verwaltung der Geheimgefängnisse oder auch die Zerstörung von Dörfern, die den Bau eines Flughafens blockieren. Doch Xi Jinping verfolgt ein noch viel größeres Ziel: China soll zur Weltmacht werden. Im Rahmen der Globalisierung sind seine besten Verbündeten die Geschäftsleute und die wirtschaftliche Schlagkraft Chinas. Die Triaden kennen sich bestens aus in diesem Spiel. Sie sehen darin die Gelegenheit, dem „roten Kaiser“ ihre Loyalität zu beweisen und auf der ganzen Welt ihren Reichtum und Einfluss zu vergrößern. Die Paten an der Spitze sind mittlerweile zu respektablen Geschäftsleuten geworden und müssen sich mit kriminellen Aktivitäten nicht mehr selbst die Hände schmutzig machen. Legale und illegale Geschäfte gehen nahtlos ineinander über. Die Triaden folgen den chinesischen Einflusszonen: entlang der Seidenstraße, in Südostasien, im Pazifik, in Afrika und bis tief in die westlichen Gesellschaften, wo ihr Einfluss eine strategische Bedrohung darstellt. Denn ihre Ambitionen sind grenzenlos.

    03/10/2026 10:15 pm

    Tibet - China: Das stille Verschwinden

    Frankreich 2024

    Der 14. Dalai Lama, der seit 1959 im indischen Exil lebt, feierte im Juli 2023 seinen 88. Geburtstag. Die Frage seiner Nachfolge steht im Mittelpunkt eines Machtkampfes mit der chinesischen Regierung, die das nächste geistliche Oberhaupt der Tibeter allein bestimmen will. Denn für die Machthaber in Peking gehört Tibet zu China; die Exilregierung des Dalai Lama wird nicht anerkannt. Das Land wurde 1950 von der Volksrepublik China unter Mao Tsetung annektiert und besitzt strategische Bedeutung: Es verfügt nicht nur über einen immensen Süßwasservorrat, sondern auch über Erze und seltene Erden. Der 14. Dalai Lama feierte unlängst seinen 88. Geburtstag - und je älter er wird, desto stärker gewinnt die Frage seiner Nachfolge an Bedeutung für die Zukunft Tibets, aber auch für das internationale geopolitische Gleichgewicht. Indien, die Vereinigten Staaten und Europa unterstützen Tibet, das seit der Annexion durch China im Jahr 1950 seine Autonomie fordert. Nun zeigt sich China entschlossen, den nächsten Dalai Lama allein zu bestimmen, was eine Radikalisierung der Debatte befürchten lässt. Die Spannungen zwischen der Volksrepublik und Indien werden durch den seit 1962 schwelenden Grenzkonflikt zwischen den beiden Staaten verstärkt. Als Mao Tsetungs Volksbefreiungsarmee in Tibet einmarschierte, verlor Indien seinen buddhistischen Nachbarn und stand dem kommunistischen Regime nun direkt gegenüber. Angesichts des Schicksals des tibetischen Volkes, das zur Assimilation gezwungen wurde, gewährte Indien dem 14. Dalai Lama und zahlreichen anderen Flüchtlingen Asyl - sehr zum Missfallen des „Großen Vorsitzenden“. Seitdem kommt es vor allem im umstrittenen Grenzgebiet im Himalaya unablässig zu Konflikten. Nicht zuletzt konnte die Volksrepublik sich durch die Machtübernahme in Tibet wertvolle Bodenschätze wie Chrom, Kupfer, Borax, Uran und Lithium sichern. Ferner erlangte sie die Kontrolle über die Quellen der größten Flüsse Asiens, worin Indien eine Bedrohung für seine Süßwasservorräte sieht. Als Spielball der beiden bevölkerungsreichsten Staaten der Erde, die mittlerweile zu großen Wirtschaftsmächten aufgestiegen sind, haben es die Tibeter nicht leicht, ihrer Stimme Gehör zu verschaffen, allen Bemühungen ihres geistlichen Oberhaupts zum Trotz.

    03/10/2026 11:45 pm

    Tracks East

    Iran - Zwischen Angst und Aufstand

    Die Proteste im Januar 2026 im Iran zeigen erneut, wie groß der Frust, die Wut und gleichzeitig der Mut der Menschen sind. "Tracks East" taucht durch sehr persönliche Geschichten in die politische Realität rund um den Iran ein. Im Zentrum steht Mina Richman, eine deutsch-iranische Musikerin. Sie erzählt von ihrer Familie im Iran, von den Reisen dorthin in ihrer Kindheit und von dem Gefühl, als die Proteste begannen: Angst um die Angehörigen, aber auch eine Hoffnung, wie es sie lange nicht gab. Mina erzählt auch sehr persönliche Alltagsgeschichten, etwa von einem TikTok-Video, in dem sie zeigt, wie viele ganz normale Dinge im Iran verboten sind - und wie groß die Resonanz darauf war. Neben Mina kommen weitere Stimmen aus der Diaspora zu Wort. Der Rapper Meraj Tehrani berichtet von seinen Erlebnissen während der Proteste 2026 in Teheran und davon, warum es für ihn heute so wichtig ist, darüber zu sprechen. Die Journalistin Sima Sabet ordnet ein, wie sehr sich das Land seit der Islamischen Revolution verändert hat und welche offenen Fragen es für die Zukunft des Iran gibt - auch mit Blick auf umstrittene politische Figuren wie Schah-Sohn Reza Pahlavi. Kunst spielt für alle Beteiligten eine große Rolle: als Form von Erinnerung und Widerstand. In Nafirs politischer Kunst werden Persische Teppiche zur Metapher für gelebte Geschichte und Erinnerung. Die Arbeiten des iranischen Künstlers und politischen Flüchtlings wurden zu Symbolen der Protestbewegung. Zum Schluss richtet sich der Blick auf die Proteste von 2022 und auf Reza, der Gefängnis, Gewalt und den Verlust von Freunden überlebt hat.

    03/11/2026 12:15 am

    Taiwan - Angst vor der Invasion

    Deutschland 2022

    Taiwan wird oft als eine der gefährlichsten Regionen der Welt bezeichnet. Aber: Nicht das Land selbst, sondern die politischen Umstände machen die Lage vor Ort so gefährlich. Film von Michael Müller, arte/ phoenix 2023

    03/11/2026 1:10 am

    China - Wie eine Nation entstand

    Die blaue Sonne

    Das Emblem der „blauen Sonne“ steht für die Republik China unter Chiang Kai-shek. Nach dem Ende des jahrtausendealten Kaiserreichs 1911 sucht das Land nach einer neuen Identität. Wie kann China seine Souveränität zurückgewinnen? Und was bedeutet es, Chinese zu sein? Chiang Kai-shek, Nachfolger des Republikgründers Sun Yat-sen, will das Land einen und von ausländischer Vorherrschaft befreien. Seit den Opiumkriegen Mitte des 19. Jahrhunderts ist China durch Konzessionen zersplittert. Mit dem Nordfeldzug 1926 gelingt es Chiang Kai-shek, die von Warlords beherrschten Regionen unter seine Kontrolle zu bringen. Die Republik erobert einige Konzessionsgebiete zurück und übernimmt die Zollverwaltung. Doch Chiang Kai-sheks Vision eines starken Chinas wird von zwei Seiten bedroht: Japan intensiviert seine militärischen Angriffe und im Inneren erstarkt die kommunistische Bewegung unter Mao Zedong. 1936 wird Chiang Kai-shek entführt und muss unter sowjetischem Druck eine vorübergehende Allianz mit den Kommunisten eingehen, um japanische Truppen aus China zu vertreiben. Trotz Korruption und Repression wird sein Regime im Zweiten Weltkrieg zu einem wichtigen Verbündeten der USA. 1943 werden die ausländischen Konzessionen aufgehoben, 1945 wird China Gründungsmitglied der Vereinten Nationen mit einem ständigen Sitz im Sicherheitsrat. Doch dieser scheinbare Triumph ist nicht von Dauer. Das nationalistische Regime ist instabil, und selbst US-Präsident Roosevelt beginnt, an seinem einst treuen Verbündeten zu zweifeln.

    03/11/2026 2:10 am

    Leben mit Vulkanen

    Guatemala: Der drohende Feuervulkan

    Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. In der heutigen Folge reist Arnaud nach Guatemala zum gefährlichsten Vulkan Zentralamerikas - dem Feuervulkan. Für Zehntausende Menschen ist der Volcán de Fuego in Guatemala eine ständige Bedrohung: Seit knapp 500 Jahren ist der über 3.700 Meter hohe Gigant ununterbrochen aktiv. Jeden Monat kommt es zu heftigen Eruptionen mit Kilometer hohen Aschewolken und schlimmen Folgen für die lokale Bevölkerung. So kamen bei dem Ausbruch im Juni 2018 113 Menschen ums Leben und 329 wurden als vermisst gemeldet. Insgesamt waren 1,7 Millionen Einwohner von der herniedergehenden Aschewolke betroffen. Von dem bedrohlichen Felsriesen gehen noch weitere Gefahren aus: Die Eruptionen hinterlassen vulkanische Ablagerungen an den Flanken des Fuego, die die tropischen Regengüsse wegspülen. Dabei können sich mächtige Schlamm- und Schuttströme bilden, die ganze Siedlungen mitreißen. Mit dem Vulkanologen Gustavo Chigna wagt sich Arnaud in die Gefahrenzone, um das Volumen des Materials zu messen und die Bedrohung einschätzen zu können. Wenn der Fuego sich meldet, sind einige sehr abgeschiedene Gemeinden allerdings ganz auf sich allein gestellt, wie La Trinidad - nur fünf Kilometer vom Krater entfernt. Das Dorf muss selbst in der Lage sein, die Risiken abzuschätzen und entsprechende Maßnahmen einzuleiten, da die Rettungskräfte zu spät eintreffen würden. Deswegen finden regelmäßig Evakuierungsübungen statt. Aschewolken, Schlammströme, Erdbeben - der Fuego ist unberechenbar und deshalb umso gefährlicher. Die unermüdliche Aktivität des Feuervulkans stellt die Menschen vor harte Bewährungsproben, die bereits viele das Leben gekostet haben. Deshalb sind die Übungen der Bevölkerung so wichtig, damit sie in einem von Vulkanen dominierten Land bestehen können.

    03/11/2026 2:35 am

    Mit offenen Karten - Im Fokus

    Moderation: Émilie Aubry

    Drei Minuten Aktuelles und Analysen

    03/11/2026 2:40 am

    Mit offenen Augen

    Sexy Priester - Follower garantiert?

    Perfekt getrimmter Bart, durchtrainierter Körper und Kollar: Manche Priester setzen im Internet gekonnt ihr Äußeres in Szene, um an Reichweite zu gewinnen. Hinter den religiösen Influencern steckt eine von der katholischen Kirche durchdachte und kontrollierte Strategie. Influencer und Priester, geht das? Der Klerus ist inzwischen auf den sozialen Netzwerken vertreten und teilt fleißig Predigten und Fitness-Tipps. Die katholische Kirche geht auf ihrer Suche nach neuen Anhängern ungewöhnliche Wege und macht auch vor dem Social-Media-Hype keinen Halt, wenn auch nicht immer mit Erfolg. Der italienische Priester Don Cosimo Schena spricht über seine Internetpräsenz und deren Konsequenzen auf die Ausübung seines Amtes. Die Religionswissenschaftlerin Giulia Evolvi analysiert die Digitalstrategie der katholischen Kirche.

    03/11/2026 2:55 am

    28 Minuten

    Frankreich 2026

    "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe.

    03/11/2026 4:00 am

    Wilde Ostsee (2/3)

    Von Estland bis Finnland

    Die Ostsee ist das jüngste Meer der Erde und erst nach der letzten Eiszeit entstanden. Es scheint so vertraut, bietet aber viele Überraschungen. Die zweite Folge führt in eine Welt aus Zehntausenden von Inseln zwischen Estland und dem finnischen Schärenmeer. Auf Saaremaa der größten estnischen Insel schallen im Herbst nasale Laute über die Insel. Es sind die Paarungsrufe der Elche. Große Bullen ziehen zu den traditionellen Brunftplätzen. Im Norden der Insel ragt das Panga Cliff empor, eine über 400 Millionen Jahre alte Kalksteinwand. Anfang März dreht Naturfilmer Christoph Hauschild die Kinderstube der Kegelrobben auf zwei kleinen Inseln in der Rigaer Bucht. Nie zuvor durfte ein Kamerateam die Inseln betreten. Es ist die größte Ansammlung dieser Robbenart in der Ostsee. Nur 200 Kilometer westlich liegt das schwedische Gotland. Viele Tiere und Pflanzen, die sonst nur in Südeuropa vorkommen, finden sich auf der zweitgrößten Insel der Ostsee. Hier brüten Steinadler auf Bäumen, und im Frühling ist der Boden übersät von Orchideen. Auf der Insel Stora Karlsö existiert die größte Lummenkolonie der Ostsee. Im Juni springen die jungen Lummen zu Hunderten von den Felsen, um mit ihren Vätern in die südliche Ostsee zu schwimmen. 300 Kilometer weiter nördlich liegt Finnlands Schärenmeer. Eine Welt aus 80.000 Inseln. In diesem Labyrinth lebt auch das größte Raubtier Europas, der Braunbär. Große Bären schwimmen im goldenen Licht der weißen Nächte von Insel zu Insel auf der Suche nach paarungswilligen Weibchen. Magische Augenblicke aus dem Felsenmeer, das die letzte Eiszeit in der Ostsee einst geschaffen hat. Film von Christoph und Almut Hauschild

    arte (Germany)

    Available schedules: 05/19/2021 - 03/17/2026 Time zone: Central European Time (CET) UTC +1 Country: Germany Language: German

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