Schedules
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03/11/2026 4:25 am |
Wildnis am Lago Maggiore |
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| Der Lago Maggiore - seit ein paar Jahren haben Touristen den oberitalienischen See wieder als Ziel entdeckt. Im Hinterland des Lago Maggiore liegt aber eine andere Welt: das Val Grande. Das verlassene Bergland mit seiner Wildheit und Einsamkeit ist ein reizvoller Kontrast zur touristischen Geselligkeit am Seeufer. | |||||
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03/11/2026 5:05 am |
Erlebnisreisen |
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| Eine der Lieblingsinseln der Deutschen – so wie sie kaum jemand kennt: Kleine Dörfer statt Hotelburgen am Meer, wenige Menschen statt Touristenmassen. Eine wilde Küste und ein zerklüftetes Hinterland. Der Film widmet sich dem ruhigen Norden. Film von Karl Waldhecker und Andreas Michels | |||||
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03/11/2026 5:20 am |
Kulturzeit |
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| * KI und Schule - Warum sollen wir noch lernen? Da steht doch schon alles. Das ganze Wissen der Welt ist mit einem Prompt im KI-Programm zu erfragen. Brauchen wir da noch Schule? Wir sprechen mit Schulleitern und Lehrern. Seit das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal den ersten Preis als Lernort für KI + Schule gewonnen hat, ist die KI in der Pädagogik nicht mehr wegzudenken. Der Soziologe Hartmut Rosa ist ein Gegner der KI an Schulen. Warum? Ist die KI vielleicht doch mehr als ein Spickzettel? * Sachsen: Wie viel Kultur bleibt nach den Kürzungen übrig? Krise war immer, so viel steht fest. Aber so viel Krise wie zurzeit wohl kaum: Im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro, es muss gespart werden, und zwar überall, also auch bei der Kultur. Museen mit mehr Schließtagen und weniger Ausstellungen, freie Kultureinrichtungen, die um Zuschüsse bangen. Und mindestens ein Theater, das um seine Existenz bangt: Im Theater Plauen-Zwickau sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden. Das aber würde die Schließung mindestens einer Sparte bedeuten, sagt Intendant Dirk Löschner. Im Sommer 2025 haben mehr als 25.000 Theaterbesucher aus der Region eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Bühnen unterschrieben, aber welche Möglichkeiten hat die Politik angesichts der desaströsen finanziellen Situation des Landes und der Kommunen? * Tom Kummers Roman "Freiwürfe mit einem Diktator" Tom Kummer schickt einen Berner Basketballcoach zu Diktator Kim Jong Un. Am 14. März 2026 erscheint Tom Kummers neuer Roman "Freiwürfe mit einem Diktator". Darin verarbeitet er die Zeit des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un in zwei Berner Internaten zu einem Roman. Kim Jong Un lebte in der Schweiz unter falschem Namen. Tom Kummer mischt Fiktion und Wahrheit zu einer Geschichte: Ihn interessiert die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und die Frage: Welche Spuren hat die Schweiz im Leben des späteren Diktators hinterlassen? Was literarisch gang und gäbe ist, anhand von Fakten zusammen mit Fiktion eine Geschichte zu erzählen, hat vor 25 Jahren als Journalismus einen großen Medienskandal ausgelöst. Kummer veröffentlichte damals erfundene Interviews mit Stars in verschiedenen renommierten deutschsprachigen Magazinen. Jahrelang wurden diese gefälschten Interviews von Kummer gedruckt, geglaubt und gut verkauft. * Courbet-Ausstellung im Leopold Museum in Wien Das Leopold Museum in Wien präsentiert die bisher größte Einzelausstellung des französischen Malers Gustave Courbet in Europa. Neben seiner revolutionären Maltechnik sorgt besonders die provokative Wahl seiner Motive für Aufmerksamkeit und unterstreicht Courbets Bedeutung als einer der einflussreichsten Maler des 19. Jahrhunderts. * Timothée Chalamet und die Oper Mit einer Bemerkung über angeblich mangelndes Interesse an Oper und Ballett hat Hollywood-Star Timothée Chalamet für Empörung gesorgt. Große Opernhäuser reagieren nun mit einer Mischung aus Witz und Kritik auf die Äußerung des Oscar-Anwärters. Chalamet, der für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler in dem Film "Marty Supreme" als bester Hauptdarsteller nominiert ist, ließ sich in einer knapp 90-minütigen Gesprächsrunde mit seinem Kollegen Matthew McConaughey unter anderem über die Zukunft der Kinobranche und das Interesse von Zuschauern an Filmen aus. In diesem Zusammenhang sagte Chalamet, dass er nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten wolle - "Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'". Der Schauspieler fügte schnell hinzu, dass er größten Respekt für die "Ballett- und Opernleute da draußen" habe und witzelte, dass er nun in der Zuschauergunst wohl abgesackt sei. Und tatsächlich gab es von der Opern- und Ballettwelt Gegenwind. Von der New Yorker Metropolitan Opera bis zu den großen Opernhäusern in Europa - alle konterten mit schlagfertigem Humor. Die Wiener Staatsoper verlinkte auf Instagram die Äußerung von Chalamet und startete eine Umfrage auf der Straße - "Sind Oper und Ballett den Leuten wirklich egal?". Auch die Royal Opera in London ging kreativ in die Offensive. Das Opernhaus unterlegte die Worte des Schauspielers mit einem temporeichen Video von Proben und Aufführungen, mit dem Hinweis, dass sich hier jeden Abend Tausende versammeln würden. * Festivaltipp: "Tricky Women Tricky Realities" Das Animationsfilmfestival feiert 25 Jahre und zeigt vom 11. bis zum 15. März mutige, experimentelle Arbeiten von Frauen und genderqueeren Künstler*innen. An verschiedenen Orten in Wien zu erleben. * Ausstellungstipp: "Under the Pink Flag" Die Schau zeigt Maria Pinińska‑Bereś’ feministische Skulpturen und Installationen, geprägt von der Farbe Pink als kraftvollem Symbol gegen gesellschaftliche Zwänge. Bis 15. Juni in Luzern zu erleben. * Theatertipp: Oper "Written on Skin" Tatjana Gürbaca erzählt das Drama über Macht, Begehren und Wahrheit als moderne Interpretation einer mittelalterlichen Legende. Bis 5. April an der Oper Frankfurt zu erleben. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen. | |||||
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03/11/2026 6:00 am |
nano |
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| * Bundeswehr im Wandel: Zwischen Freiwilligkeit und Pflicht Viele 18-Jähige in Deutschland erhalten derzeit Post von der Bundeswehr mit Fragen zu Bildung, Fitness und der generellen Bereitschaft zum Dienst – für einige überraschend, für andere längst erwartet. Die jungen Männer sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen, Frauen können ihn beantworten. Während Zehntausende aus Sorge vor einem möglichen Pflichtwehrdienst protestieren, plant die Bundesregierung eine deutliche personelle Aufstockung der Bundeswehr – zunächst auf freiwilliger Basis. Fachleute bezweifeln jedoch, dass die Ziele ohne verpflichtende Elemente erreichbar sind. Gleichzeitig wirbt die Truppe mit finanziellen und beruflichen Vorteilen. Junge Menschen müssen damit zwischen Karriereperspektiven, Gewissensfragen und Verantwortung abwägen. Mit Gesprächsgast: Hendrik Hegemann, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg * Zukunftsvision: Atomkraft auf dem Mond Die NASA plant, bis 2030 einen Kernreaktor auf dem Mond in Betrieb zu nehmen, um Mondmissionen dauerhaft und unabhängig von Sonnenlicht mit Energie zu versorgen. Forschende der TU München entwickeln parallel Konzepte, wie ein solcher Reaktor unter den extremen Bedingungen des Mondes sicher und zuverlässig funktionieren kann. Diese Entwicklungen gelten als zentrales Element für zukünftige Langzeitmissionen auf Mond und Mars. * Weltraum-Stau: Wie eine Tankstelle Satelliten retten soll Der Erdorbit wird zunehmend zur Gefahrenzone: Rund eine Million Trümmerteile größer als ein Zentimeter umkreisen bereits den Planeten – mit stark steigender Tendenz. Die europäische Weltraumagentur ESA will gegensteuern und arbeitet an einer futuristisch klingenden Lösung: einer Tankstelle im All. Entwickelt wird das Projekt unter anderem gemeinsam mit Weltraumingenieurinnen und -ingenieuren der FH Wiener Neustadt. * Wenn Straßenlaternen mitdenken: Smarte Beleuchtung spart Energie Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Graubünden zeigt, wie Straßenlaternen künftig nicht nur Energie sparen, sondern auch den Verkehr effizienter steuern können. Neue Sensorik ermöglicht es den Lampen, zu erkennen, ob sich etwas bewegt – und sogar was sich bewegt. Dadurch kann die Beleuchtung präzise reagieren und bedarfsorientiert eingesetzt werden. * Berliner Spatzenretter stärken Artenschutz an Schulen Die Initiative Berliner Spatzenretter engagiert sich gemeinsam mit Lehrkräften und Grundschulkindern für den Schutz des Spatzenbestands in der Hauptstadt. Schulgelände eignen sich als Lebensräume für die Vögel, die Schülerinnen und Schüler erleben zudem praxisnahe Naturbildung direkt vor Ort. Unterstützt von der Deutschen Wildtierstiftung und der Stiftung Naturschutz beraten die Gründerinnen Claudia Wegworth und Antonia Coenen inzwischen auch Institutionen dabei, Gebäude vogelfreundlich umzurüsten. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet. | |||||
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03/11/2026 6:30 am |
Alpenpanorama |
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| "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort. | |||||
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03/11/2026 7:00 am |
ZIB |
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| Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse. | |||||
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03/11/2026 7:05 am |
Alpenpanorama |
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| "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort. | |||||
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03/11/2026 7:30 am |
ZIB |
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| Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse. | |||||
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03/11/2026 7:33 am |
Alpenpanorama |
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| "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort. | |||||
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03/11/2026 8:00 am |
ZIB |
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| Die "Früh-ZIB" informiert von Montag bis Freitag über das aktuelle Geschehen aus Innen- und Außenpolitik, Wirtschaft, Wissenschaft, Kultur und Chronik. Reportagen und Hintergrundberichte vertiefen das Verständnis der aktuellen Ereignisse. | |||||
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03/11/2026 8:05 am |
Kulturzeit |
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| * KI und Schule - Warum sollen wir noch lernen? Da steht doch schon alles. Das ganze Wissen der Welt ist mit einem Prompt im KI-Programm zu erfragen. Brauchen wir da noch Schule? Wir sprechen mit Schulleitern und Lehrern. Seit das Carl-Fuhlrott-Gymnasium in Wuppertal den ersten Preis als Lernort für KI + Schule gewonnen hat, ist die KI in der Pädagogik nicht mehr wegzudenken. Der Soziologe Hartmut Rosa ist ein Gegner der KI an Schulen. Warum? Ist die KI vielleicht doch mehr als ein Spickzettel? * Sachsen: Wie viel Kultur bleibt nach den Kürzungen übrig? Krise war immer, so viel steht fest. Aber so viel Krise wie zurzeit wohl kaum: Im Doppelhaushalt des Freistaates Sachsen fehlen 2,9 Milliarden Euro, es muss gespart werden, und zwar überall, also auch bei der Kultur. Museen mit mehr Schließtagen und weniger Ausstellungen, freie Kultureinrichtungen, die um Zuschüsse bangen. Und mindestens ein Theater, das um seine Existenz bangt: Im Theater Plauen-Zwickau sollen rund drei Millionen Euro eingespart werden. Das aber würde die Schließung mindestens einer Sparte bedeuten, sagt Intendant Dirk Löschner. Im Sommer 2025 haben mehr als 25.000 Theaterbesucher aus der Region eine Unterschriftenaktion zum Erhalt der Bühnen unterschrieben, aber welche Möglichkeiten hat die Politik angesichts der desaströsen finanziellen Situation des Landes und der Kommunen? * Tom Kummers Roman "Freiwürfe mit einem Diktator" Tom Kummer schickt einen Berner Basketballcoach zu Diktator Kim Jong Un. Am 14. März 2026 erscheint Tom Kummers neuer Roman "Freiwürfe mit einem Diktator". Darin verarbeitet er die Zeit des nordkoreanischen Diktators Kim Jong Un in zwei Berner Internaten zu einem Roman. Kim Jong Un lebte in der Schweiz unter falschem Namen. Tom Kummer mischt Fiktion und Wahrheit zu einer Geschichte: Ihn interessiert die Beziehung zwischen Lehrer und Schüler und die Frage: Welche Spuren hat die Schweiz im Leben des späteren Diktators hinterlassen? Was literarisch gang und gäbe ist, anhand von Fakten zusammen mit Fiktion eine Geschichte zu erzählen, hat vor 25 Jahren als Journalismus einen großen Medienskandal ausgelöst. Kummer veröffentlichte damals erfundene Interviews mit Stars in verschiedenen renommierten deutschsprachigen Magazinen. Jahrelang wurden diese gefälschten Interviews von Kummer gedruckt, geglaubt und gut verkauft. * Courbet-Ausstellung im Leopold Museum in Wien Das Leopold Museum in Wien präsentiert die bisher größte Einzelausstellung des französischen Malers Gustave Courbet in Europa. Neben seiner revolutionären Maltechnik sorgt besonders die provokative Wahl seiner Motive für Aufmerksamkeit und unterstreicht Courbets Bedeutung als einer der einflussreichsten Maler des 19. Jahrhunderts. * Timothée Chalamet und die Oper Mit einer Bemerkung über angeblich mangelndes Interesse an Oper und Ballett hat Hollywood-Star Timothée Chalamet für Empörung gesorgt. Große Opernhäuser reagieren nun mit einer Mischung aus Witz und Kritik auf die Äußerung des Oscar-Anwärters. Chalamet, der für seine Rolle als ehrgeiziger Tischtennisspieler in dem Film "Marty Supreme" als bester Hauptdarsteller nominiert ist, ließ sich in einer knapp 90-minütigen Gesprächsrunde mit seinem Kollegen Matthew McConaughey unter anderem über die Zukunft der Kinobranche und das Interesse von Zuschauern an Filmen aus. In diesem Zusammenhang sagte Chalamet, dass er nicht in Bereichen wie Ballett oder Oper arbeiten wolle - "Dinge, bei denen man sagt, 'Hey, erhaltet diese Sache am Leben, obwohl sich niemand mehr dafür interessiert'". Der Schauspieler fügte schnell hinzu, dass er größten Respekt für die "Ballett- und Opernleute da draußen" habe und witzelte, dass er nun in der Zuschauergunst wohl abgesackt sei. Und tatsächlich gab es von der Opern- und Ballettwelt Gegenwind. Von der New Yorker Metropolitan Opera bis zu den großen Opernhäusern in Europa - alle konterten mit schlagfertigem Humor. Die Wiener Staatsoper verlinkte auf Instagram die Äußerung von Chalamet und startete eine Umfrage auf der Straße - "Sind Oper und Ballett den Leuten wirklich egal?". Auch die Royal Opera in London ging kreativ in die Offensive. Das Opernhaus unterlegte die Worte des Schauspielers mit einem temporeichen Video von Proben und Aufführungen, mit dem Hinweis, dass sich hier jeden Abend Tausende versammeln würden. * Festivaltipp: "Tricky Women Tricky Realities" Das Animationsfilmfestival feiert 25 Jahre und zeigt vom 11. bis zum 15. März mutige, experimentelle Arbeiten von Frauen und genderqueeren Künstler*innen. An verschiedenen Orten in Wien zu erleben. * Ausstellungstipp: "Under the Pink Flag" Die Schau zeigt Maria Pinińska‑Bereś’ feministische Skulpturen und Installationen, geprägt von der Farbe Pink als kraftvollem Symbol gegen gesellschaftliche Zwänge. Bis 15. Juni in Luzern zu erleben. * Theatertipp: Oper "Written on Skin" Tatjana Gürbaca erzählt das Drama über Macht, Begehren und Wahrheit als moderne Interpretation einer mittelalterlichen Legende. Bis 5. April an der Oper Frankfurt zu erleben. "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen. | |||||
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03/11/2026 8:45 am |
nano |
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| * Bundeswehr im Wandel: Zwischen Freiwilligkeit und Pflicht Viele 18-Jähige in Deutschland erhalten derzeit Post von der Bundeswehr mit Fragen zu Bildung, Fitness und der generellen Bereitschaft zum Dienst – für einige überraschend, für andere längst erwartet. Die jungen Männer sind verpflichtet, den Fragebogen auszufüllen, Frauen können ihn beantworten. Während Zehntausende aus Sorge vor einem möglichen Pflichtwehrdienst protestieren, plant die Bundesregierung eine deutliche personelle Aufstockung der Bundeswehr – zunächst auf freiwilliger Basis. Fachleute bezweifeln jedoch, dass die Ziele ohne verpflichtende Elemente erreichbar sind. Gleichzeitig wirbt die Truppe mit finanziellen und beruflichen Vorteilen. Junge Menschen müssen damit zwischen Karriereperspektiven, Gewissensfragen und Verantwortung abwägen. Mit Gesprächsgast: Hendrik Hegemann, Institut für Friedensforschung und Sicherheitspolitik, Hamburg * Zukunftsvision: Atomkraft auf dem Mond Die NASA plant, bis 2030 einen Kernreaktor auf dem Mond in Betrieb zu nehmen, um Mondmissionen dauerhaft und unabhängig von Sonnenlicht mit Energie zu versorgen. Forschende der TU München entwickeln parallel Konzepte, wie ein solcher Reaktor unter den extremen Bedingungen des Mondes sicher und zuverlässig funktionieren kann. Diese Entwicklungen gelten als zentrales Element für zukünftige Langzeitmissionen auf Mond und Mars. * Weltraum-Stau: Wie eine Tankstelle Satelliten retten soll Der Erdorbit wird zunehmend zur Gefahrenzone: Rund eine Million Trümmerteile größer als ein Zentimeter umkreisen bereits den Planeten – mit stark steigender Tendenz. Die europäische Weltraumagentur ESA will gegensteuern und arbeitet an einer futuristisch klingenden Lösung: einer Tankstelle im All. Entwickelt wird das Projekt unter anderem gemeinsam mit Weltraumingenieurinnen und -ingenieuren der FH Wiener Neustadt. * Wenn Straßenlaternen mitdenken: Smarte Beleuchtung spart Energie Ein Forschungsprojekt der Fachhochschule Graubünden zeigt, wie Straßenlaternen künftig nicht nur Energie sparen, sondern auch den Verkehr effizienter steuern können. Neue Sensorik ermöglicht es den Lampen, zu erkennen, ob sich etwas bewegt – und sogar was sich bewegt. Dadurch kann die Beleuchtung präzise reagieren und bedarfsorientiert eingesetzt werden. * Berliner Spatzenretter stärken Artenschutz an Schulen Die Initiative Berliner Spatzenretter engagiert sich gemeinsam mit Lehrkräften und Grundschulkindern für den Schutz des Spatzenbestands in der Hauptstadt. Schulgelände eignen sich als Lebensräume für die Vögel, die Schülerinnen und Schüler erleben zudem praxisnahe Naturbildung direkt vor Ort. Unterstützt von der Deutschen Wildtierstiftung und der Stiftung Naturschutz beraten die Gründerinnen Claudia Wegworth und Antonia Coenen inzwischen auch Institutionen dabei, Gebäude vogelfreundlich umzurüsten. Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet. | |||||
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03/11/2026 9:15 am |
Der Vierwaldstättersee - Blaues Juwel der Schweiz |
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| Berge am See: eine Landschaft, die beeindruckt und besondere Herausforderungen birgt. Geschichten von Menschen im Herzen der Schweiz und ihrem besonderen Verhältnis zum See. | |||||
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03/11/2026 10:45 am |
Kochstories - Der kolumbianische Traum von Riesling |
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| Alex Saltaren Castro hat kein Geld in der Tasche, als er aus Kolumbien in den Rheingau kommt. Aber seinen Traum hat er fest im Blick: einmal den eigenen Riesling produzieren. Der Weg zum eigenen Wein ist nicht immer einfach. Doch aufgeben ist keine Option. Unterstützt wird er von Winzerkollegen, Freunden und Familie. Dokumentation von Mathias Münch | |||||
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03/11/2026 11:15 am |
Servicezeit |
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| * Frühlingsmüdigkeit: Warum uns der schönste Jahreswechsel schlaucht Eigentlich sollte der Frühling Energie geben – doch Millionen Menschen fühlen sich genau jetzt wie gerädert. Schlapp, antriebslos, kaum aus dem Bett zu kriegen. Dabei sind es unsere eigenen Hormone, die uns im Stich lassen. Was wirklich dahintersteckt – und welche beliebten Muntermacher die Müdigkeit sogar noch verschlimmern können. * Gehirn-Workout: Schützt sogar vor Demenz! Sudoku war gestern. Eine neue Trainingsmethode bringt das Gehirn so richtig auf Touren – und der Trick dabei ist: Je mehr man scheitert, desto besser. Was steckt hinter Life Kinetik, warum schwören Profisportler darauf – und welche simple Alltagsübung schiebt den Ausbruch von Demenz angeblich um bis zu zehn Jahre hinaus? * Druckvoller Genuss? Einsteiger-Siebträgermaschinen im Test Schnell, unkompliziert, leicht bedienbar – all das sind Siebträgermaschinen nicht. Dafür sollen sie konkurrenzlos guten Kaffee liefern. Und deshalb zahlen manche Espressofans auch Tausende Euro dafür. Inzwischen gibt es aber auch Einsteigermodelle unter 500 Euro. Erfüllen auch sie die Erwartungen im Praxistest und im Labor? * Obst richtig waschen Erdbeeren, Trauben, Äpfel – sie sehen verlockend aus, aber was klebt da eigentlich drauf? Der Natron-Trick aus dem Internet klingt überzeugend, doch ein Ökotoxikologe hat eine ernüchternde Botschaft. Welches Obst besonders stark belastet ist, wie man es richtig wäscht – und wann selbst die gründlichste Methode schlicht nichts nützt. Wirklich preiswert? Wirklich praktisch? Wirklich lecker? Die Servicezeit macht Ihren Alltag leichter! Mit unseren Tipps sind Sie in allen Lebenslagen gut beraten! Ob Gesundheit oder Geld, Wohnen oder Ernährung, Multimedia oder Verkehr - das Verbrauchermagazin Servicezeit beleuchtet Hintergründe, schafft Orientierung und gibt praktische Ratschläge - und zwar unabhängig und neutral. | |||||
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03/11/2026 11:45 am |
Bergauf-Bergab |
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| "Große Berge, große Gletscher, ein ständiges Auf und Ab. Und: großartiges Skifahren!". So fasst der Garmischer Bergführer Peter Albert die "Tour Du Ciel" zusammen und übertreibt damit kein bisschen: Die Skidurchquerung führt je nach Variante in vier bis sieben Tagen von Zermatt nach St. Niklaus – über zerrissene Gletscher und vorbei an einigen der größten und beeindruckendsten Bergen der Alpen, darunter das Matterhorn, die Dent Blanche oder das Weißhorn. Große Ski-Durchquerungen in den Westalpen sind für viele Bergbegeisterte die unbestrittene Königsdisziplin des Ski-Bergsteigens. Einmal die Haute Route, die berühmte Tour von Chamonix nach Zermatt, gemacht zu haben ist der Traum jedes ambitionierten Skitourengehers – dementsprechend überlaufen ist die Tour gerade in der Hochsaison. Die "Tour Du Ciel“ ist zwar nicht so bekannt wie ihre Nachbarroute, braucht den Vergleich mit ihr aber nicht zu scheuen – für Peter Albert ist sie sogar die attraktivere Tour: "Die technischen Anforderungen kommen mir ein bisschen höher vor und das Rundherum wechselt mehr, es ist einfach abwechslungsreicher und ein Stückchen wilder!". Das Magazin für Bergsteiger vom BR Fernsehen. Eine Bergsendung, die mit dem "Erlebnis Berg" nicht nur den Spezialisten, sondern ein breites Spektrum an Bergfreunden erreicht. | |||||
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03/11/2026 12:15 pm |
Familieninsel Föhr |
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| Die deutsche Nordseeinsel Föhr liegt im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer. Ihre langen Sandstrände im Süden sind ideal für Familien und Wassersportler, und Natur- und Vogelfreunde schätzen das ruhige Marschland im Norden. Moderator Daniel Aßmann besucht die Insel und erlebt Karibikfeeling beim Sonnenuntergang direkt am Meer. | |||||
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03/11/2026 1:00 pm |
Land zwischen den Strömen (1/3) |
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| Mit einem ungewöhnlichen Wasserfahrzeug geht es auf die Reise: die Elbe hinab und über das Wattenmeer zum Jadebusen nach Wilhelmshaven, dann weiter hinein in die norddeutschen Flusslandschaften. Dazu braucht man ein Boot, das durch flaches Wasser kommt: ein historisches Plattbodenschiff, breit und behäbig. Mit dem Boot über Flüsse und Kanäle, kreuz und quer durch Niedersachsen und Bremen, lässt sich eine Welt voller Wunder entdecken. Als Entdecker am Ruder: Willem und Gerrit Ruempler, Vater und Sohn. Ideal für die romantische Fahrt auf dem schmalen Ems-Jade-Kanal, die quer durch Ostfriesland, das Alte Land der freien Friesen und mächtigen Häuptlinge führt. Von Torfbauern und Fehnschiffern urbar gemacht, liegt es oft unterhalb des Meeresspiegels. Ohne Entwässerungskanäle, Pumpen und Wasserschöpfmühlen wie die im Wynhamster Kolk würden viele Ostfriesen nasse Füße kriegen. In Emden gilt es, das Teegeheimnis der Ostfriesen zu lüften. Von dort führt die Reise über Ems und Leda hinein ins Fehngebiet, zum Elisabethfehnkanal. Eine ebenso spannende wie mühsame Etappe, wenn die Tide gegenan läuft. Nur einen Steinwurf entfernt lebt im Saterland eine alte Sprache wieder auf: das Saterfriesisch. Gesprochen in der kleinsten "Sprachinsel" Europas mitten im Moor, kam es sogar ins "Guinnessbuch der Rekorde". Auf den Torffeldern ringsum forscht ein Erdenproduzent nach klimafreundlichen Alternativen. Über den Küstenkanal geht es nach Oldenburg. Wieso sind die Oldenburger Farben Mittelpunkt des Königswappens von Dänemark? Was ist die "Oldenburger Palme"? Und wie kommt Grünkohl in die Praline? Hunte und Weser bringen die Schiffer nach Bremen, die alte Hanse- und Kaffeestadt. Im dortigen Rathauskeller schlummern die ältesten und edelsten Tropfen weißen Weins. Die Weser aufwärts trifft man auf visionäre Stromproduzenten, traditionelle Glasbläser und Herren, die von einer verwunschenen Wassersägemühle begeistert sind. Und in der Nähe, in Wietze an der Aller, kam es zur ersten Erdölbohrung der Welt. Am Wasserstraßenkreuz Minden quert der Mittellandkanal die Weser, die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Nördlich davon, am Steinhuder Meer, rattern schon seit 250 Jahren die Leinenwebstühle. Dann kreuzt die Leine den Mittellandkanal. An ihrem Ufer steht ein wahres Märchenschloss: die Marienburg, das "Neuschwanstein des Nordens". Flussabwärts speist das Wasser der Leine in Hannover die Fontänen der zauberhaften Herrenhäusergärten. Vom Mittellandkanal geht es in den Elbe-Seitenkanal. Nach der deutschen Teilung, als die Elbe hinter dem Eisernen Vorhang verschwand, wurde er als Verbindung nordwärts zur Elbe gebaut. Mitten im Kanal steht eins der größten und beeindruckendsten technischen Bauwerke Europas: das Schiffshebewerk bei Lüneburg. Dort werden große Frachtschiffe im "Fahrstuhl" in die Höhe gehoben. Das märchenhafte Lüneburg ist nicht nur Spielort einer beliebten TV-Serie, es gab auch der Heidelandschaft vor ihren Toren den Namen. Berühmt für die Lüneburger Heide sind die lila blühenden Hügel und Täler mit Wacholder und Heidehonig. Sie ist aber auch Anbaugebiet für eine ungewöhnliche Pflanze: Ginseng, eine asiatische Heilwurzel. Dokumentation von Manfred Schulz | |||||
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03/11/2026 2:30 pm |
Land zwischen den Strömen (2/3) |
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| Willem und Gerrit Ruempler haben auf ihrer ungewöhnlichen Reise mit einem Plattbodenschiff durch Deutschlands Norden überraschende und berührende Erlebnisse. Schwebefähren, versunkene Dörfer, verschollenes Handwerk, weltberühmte Orgeln und ein Storchenvater, der den Tränen nahe ist - es ist eine Erlebnisfahrt, wie sie kontrastreicher und spannender kaum sein könnte. Mit dem Plattbodenschiff geht es über Flüsse und Kanäle, auf Elbe und Eider und deren verwunschene Nebenflüsse. Und zuletzt ein Stück durch den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Mal einsam segelnd auf fast vergessenen Wasseradern, mal mitten im Getümmel der Containerriesen, mal auf Routen, die schon die alten Wikinger nutzten. Eine Reise durch beeindruckende und vielfältige Landschaften. Alle haben ihre ganz eigenen Geschichten: In Hamburg, der Metropole am Elbstrom, spielen Sturmflutschutz und Wasserversorgung seit jeher eine lebenswichtige Rolle. Elbabwärts, auf schleswig-holsteinischer Seite, liegt die idyllische Haseldorfer Binnenelbe, Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, die es nur noch dort gibt, und Heimat der Bandreißer. Bandreißer stellen ein wichtiges Bauteil für Holzfässer her, eine Handwerkstradition, die speziell an der Unterelbe beheimatet ist und eine überraschende Renaissance erlebt. Eins der Dörfer, in dem viele Bandreißer lebten, Bishorst, wurde von einer Sturmflut verschlungen. Die einst viel befahrene Krückau, die die Elbe mit Elmshorn verbindet, ist fast versandet. Die Fahrt auf ihr ist ein kleines Wagnis. Dicht am Elbufer liegt das verträumte Städtchen Glückstadt, einst dänisch und berühmt für seinen Matjeshering. Weiter westlich führt die Stör nach Wilster und zur Wilsterau, wo der Norden Deutschlands am tiefsten ist, dreieinhalb Meter unter Null. Gäbe es nicht Deiche und Schöpfmühlen, wäre dort zweimal am Tag Land unter. Auf der niedersächsischen Seite zweigt die Oste von der Elbe ab und schlängelt sich durch alte Kulturlandschaften, in der reiche Marschbauern und arme Moorkolonisten lebten. Und Künstlerinnen und Künstler: Die Künsterkolonie Worpswede mitten im Teufelsmoor ist weltberühmt. Die Elbe mündet ins Wattenmeer, ein UNESCO-Weltnaturerbe, wo sich Robben, Krabben und Gliebfischer mit ihren Schiebenetzen tummeln. Vor der Vogelinsel Trischen lässt die Crew des Plattbodenschiffs ihr Boot trockenfallen. Und bekommt Besuch. Die Vogelwartin erzählt, was ihr Leben ganz allein auf Trischen so besonders macht. Mit dem nächsten Hochwasser geht es weiter zur Eidermündung und von dort wieder landeinwärts, durch altes Siedlungsgebiet der Wikinger. Auch Dänen und Holländer haben dort Spuren hinterlassen, so wie auch im von Grachten durchzogenen Luftkurort Friedrichstadt. Den damals dänischen Eiderkanal zählte man einst zu den technischen Weltwundern. Die Flusslandschaften dort sind wieder anders: trockengelegtes Seenland, Refugium für bedrohte Wiesenvögel sowie Storchendörfer und uralte Feldsteinkirchen. Die alte Eisengießerei bei Rendsburg direkt am Nord-Ostsee-Kanal ist heute ein bedeutender Ausstellungsort für moderne Kunst. Von dort ist Kiel-Holtenau nicht mehr weit mit seinen gewaltigen Schleusen auf die Förde hinaus zur Ostsee, dem Ziel dieser Reise. Dokumentation von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |||||
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03/11/2026 4:00 pm |
Land zwischen den Strömen (3/3) |
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| Mit ihrem selbst gebauten Motorboot gehen Werner Svejda und Birgit Krause-Schmidt auf Entdeckungstour quer durch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Bootsfahrt zur Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte beginnt in der alten Festungsstadt Dömitz an der Elbe. Dort wacht ein Brückenzugkommando alter Herren über die fünfeckige Zitadelle. Nur einen Steinwurf entfernt mündet die Elde in die Elbe. Für die Crew des Motorboots "AlBi" ist die Mündung der Zugang zur Müritz-Elde-Wasserstraße. Die erste Etappe: 120 Kilometer und 17 Schleusen bis Plau am See mit einem Abstecher nach Ludwigslust. Die Stadt ist entstanden, weil ein Herzog aufs Land wollte. Da seine Familie nicht wohlhabend genug war, ihr Schloss mit Gold und Marmor auszuschmücken, nahm man Messing und Papier. So wurden die Ludwigsluster zu Pappmaschee-Künstlern und ihre "Cartons" europaweit zu Exportschlagern. Weiter nördlich zweigt der Störkanal ab nach Schwerin, der Stadt von Heinrich dem Löwen. Imposant thront dort auf einer Insel im Schweriner See das prachtvolle Schloss, jahrhundertelang Residenz mecklenburgischer Herzöge. Einem dieser Herren rettete der Fischer Cordt Prignitz vor 300 Jahren das Leben. Wohl als Dank erhielt er eine Erbpachtfischerei, die seine Familie noch heute betreibt. In Plau führt die Elde mitten durch die Stadt, deren Wahrzeichen die stählerne Hubbrücke ist, ein Industriedenkmal. Dahinter liegt der Plauer See, einer der schönsten der Mecklenburger Seenplatte. Die Drehbrücke vor der charmant restaurierten Inselstadt Malchow erweist sich als Nadelöhr für Sportschiffer. Noch zwei Seen, dann ist die Müritz erreicht, der größte deutsche Binnensee. An ihrem Nordufer liegt Waren, ein alter Handelsplatz. Heute werden dort Propeller für die großen Schiffe gegossen. Die Müritz ist das Herz der Seenlandschaft, der Nationalpark Müritz teilweise UNESCO-Weltnaturerbe. Einst von Slawen bevölkert, ist die Region Heimat illustrer deutscher Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Hans Fallada und Theodor Fontane und des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann. Dort entspringt die Havel, auf der die "AlBi" weiter über den Müritz-Havel-Wasserweg schippert. Er gehört zu den beliebtesten Wassersportrevieren Europas, früher bekannt für seine Ziegeleien. 15 Milliarden Ziegelsteine wurden von dort aus in die damalige Reichshauptstadt Berlin verschifft. Die farbenprächtig blühende Strelitzie ist eine "Neustrelitzerin", benannt nach der Heimat der englischen Königin Charlotte, einer Prinzessin aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz. Eberswalde, weiter östlich, gilt als Wiege der preußischen Industrialisierung, möglich durch den vor 400 Jahren erbauten Finowkanal. Er ist die älteste noch aktive Wasserstraße Deutschlands, verwunschen und mit uralten, handbetriebenen Schleusen. Heute abgelöst vom Oder-Havel-Kanal, dessen Höhepunkt im wahrsten Sinn das Schiffshebewerk Niederfinow ist, ein technisches Meisterwerk. Kurz dahinter endet an der Oder die Reise über das Wasser quer durch den Nordosten Deutschlands, einem Land zwischen den Strömen: von der Elbe bis zur Oder. Dokumentation von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |||||
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03/11/2026 5:30 pm |
nano |
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| Das 3sat-Wissenschaftsmagazin berichtet ausführlich, verständlich und aktuell über Technik, Medizin, Wissenschaft und Forschung. "nano" macht Zukunftsvisionen sichtbar und erfahrbar. Durch eine unterhaltsame, spannende und informative Mischung von Wissenschaftsfilmen macht "nano" seine Zuschauer fit für die Welt von morgen. "nano" ist ein aktuelles Magazin und enthält Studio- und Schaltgespräche. Regelmäßig werden Schwerpunkte gesetzt und wissenschaftlich beleuchtet. | |||||
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03/11/2026 6:00 pm |
heute |
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| Die Nachrichten des Tages. Der relevante Überblick aus der Nachrichtenredaktion des ZDF mit Vertiefung und Einordnung zu den wichtigsten Ereignissen in Deutschland und der Welt. | |||||
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03/11/2026 6:18 pm |
3sat-Wetter |
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| 3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz. | |||||
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03/11/2026 6:20 pm |
Kulturzeit |
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| "Kulturzeit" mischt sich in kulturelle und gesellschaftspolitische Fragen ein. Das Magazin bietet Hintergrundinformationen, Porträts und Gespräche zu aktuellen und brisanten Fragen. | |||||
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03/11/2026 7:00 pm |
Tagesschau |
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| Die Nachrichten der ARD | |||||
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03/11/2026 7:15 pm |
Außer Kontrolle - Haben wir die KI noch im Griff? |
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| Künstliche Intelligenz verändert die Welt rasend schnell. Und in vielen Bereichen unberechenbar. Die Dokumentation zeigt, wie tief KI bereits in unser Leben eingreift. Zum Beispiel verlieben sich Menschen in KI-Partner, Roboter übernehmen Management-Entscheidungen oder militärische Systeme agieren autonom. Forscher berichten von KI-Lösungen, die funktionieren, aber nicht mehr verstanden werden. Gleichzeitig warnen internationale Experten vor einem Kontrollverlust, während Wirtschaftsführer KI als Rettung aus der Krise feiern. Die Dokumentation beleuchtet die Widersprüche, Risiken und Chancen der neuen Technologie. Und stellt die entscheidende Frage: Wer bestimmt künftig die Spielregeln, wir oder die Maschinen? Ein Doku-Magazin über Macht, Moral und die Zukunft der Menschheit im Zeitalter der künstlichen Intelligenz. | |||||
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03/11/2026 8:00 pm |
Logik der Vielen - Das Prinzip Schwarm |
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| Ob Vogel- oder Fischschwarm: Tausende Tiere bewegen sich, ohne zusammenzustoßen, ohne Befehle - und doch perfekt koordiniert. Was können wir von solchen Schwärmen lernen? | |||||
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03/11/2026 8:50 pm |
Die Macht der Moore - Wie sie unser Klima beeinflussen |
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| Moore sind gigantische Kohlenstoff-Lager und können dadurch im gleichen Ausmaß entweder zum Segen oder zum Fluch werden. Schätzungen zufolge haben sie etwa doppelt so viel Kohlenstoff gespeichert wie alle Wälder der Erde. Werden Moore trockengelegt oder geschädigt, setzen sie ihn frei und wandeln sich zu Klimafeinden. Im sauren Moorwasser unter Sauerstoffabschluss werden abgestorbene Pflanzen nicht zersetzt. Ihr Kohlenstoff lagert über Jahrtausende im Torf. Aber wenn ein Moor trockengelegt oder abgebaut wird, kommt der gespeicherte Kohlenstoff mit Sauerstoff in Berührung und oxidiert. Es bildet sich CO2 oder das noch weitaus klimaschädlichere Lachgas. Die Dokumentation veranschaulicht diesen Vorgang und zeigt Versuche, Mooren ihre ursprüngliche Funktion als Kohlenstoffspeicher zurückzugeben und Ausgasungen zu verhindern. Dokumentation von Waltraud Paschinger | |||||
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03/11/2026 9:00 pm |
ZIB 2 |
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| Das tägliche Nachrichtenmagazin des ORF-Fernsehens. Von Montag bis Freitag liefert "ZIB 2" einen Überblick über die Ereignisse des Tages und bietet dabei vor allem vertiefende Hintergrundinformationen. | |||||
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03/11/2026 9:25 pm |
So laut du kannst |
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| Eine junge Frau versucht die Vergewaltigung ihrer Freundin aufzuklären und stößt überall auf Widerstand - auch beim Opfer selbst ... Die jungen Physiotherapeutinnen Kim und Maja jobben als Hostessen beim "Gentlemen's Evening", einer exklusiven, jährlichen Veranstaltung der Wirtschaftselite. Begeistert trifft Kim dort auf ihren alten Schulfreund Max. Doch der Abend nimmt einen tragischen Verlauf. Max bringt Kim nach Hause, während Maja noch auf einen Absacker an der Bar bleibt. Am nächsten Tag ist nichts mehr wie zuvor: Maja wacht orientierungslos und nackt in einem Hotelzimmer auf. Die Anzeige der Vergewaltigung läuft ins Leere. Während Maja am liebsten vergessen und ihr altes Leben zurückhaben möchte, will sich Kim nicht damit abfinden. Sie beginnt auf eigene Faust zu ermitteln. Inzwischen datet Kim Max, den Anwalt, und der ihr hilft, mehr herauszufinden. Im Umfeld des illustren Männer-Klubs stößt sie auf weitere Vorfälle und ein sich gegenseitig schützendes Geflecht aus Beziehungen und Mitwissern. Als Maja realisiert, dass Kim die Vorfälle nicht ruhen lässt, kommt es zum Zerwürfnis. Kim glaubt, ihre Aufklärung zum erfolgreichen Ende zu bringen - bis sie erkennen muss, welche Dimension Macht und Geld wirklich spielen. | |||||
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03/11/2026 10:55 pm |
10 vor 10 |
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| "10 vor 10" ist eine Informationssendung von Schweizer Radio und Fernsehen (SRF). Vertiefende Berichte, Reportagen, Porträts und Live-Gespräche informieren über die wichtigsten Themen des Tages aus der Schweiz und der Welt. Nachrichten | |||||
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03/11/2026 11:25 pm |
STÖCKL |
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| Die Moderatorin Barbara Stöckl steht für Kompetenz, Glaubwürdigkeit, Offenheit und Neugier. Sie sucht nicht die Konfrontation, sie entdeckt den Menschen hinter der Persönlichkeit. Bei "STÖCKL" trifft Erfahrung auf Neues, finden große Themen unserer Zeit und die privaten Ereignisse der Gäste zu einem interessanten Ganzen zusammen. | |||||
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03/12/2026 12:20 am |
Auf den Hund gekommen - Der Vorarlberger zweitliebstes Haustier |
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| Laut Statistik Austria lebt in jedem zehnten Vorarlberger Haushalt mindestens ein Hund - Tendenz steigend. Für die meisten Menschen in diesen Haushalten ist das Tier ein Familienmitglied. Bei manchen ist die Tierliebe besonders ausgeprägt, und sie haben ihr ganzes Leben um die Vierbeiner ausgerichtet. Die Dokumentation begleitet eine Züchterin, die die Rückzucht von Qualzucht praktiziert. Sie stellt einen Hundetrainer vor, der seit Jahrzehnten schon tausenden Hunden und ihren Herrchen und Frauchen weitergeholfen hat - auch nach einem massiven Beißvorfall. Eine Frau, die bei Tag und Nacht, Wind und Wetter ausrückt, wenn ein Hund ausreißt. Und einen Mann, der schwer kranke Menschen mit seinen Hunden begleitet und ihnen so neue Kraft und Hoffnung gibt. Film von Astrid Brun | |||||
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03/12/2026 12:50 am |
Land zwischen den Strömen (1/3) |
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| Mit einem ungewöhnlichen Wasserfahrzeug geht es auf die Reise: die Elbe hinab und über das Wattenmeer zum Jadebusen nach Wilhelmshaven, dann weiter hinein in die norddeutschen Flusslandschaften. Dazu braucht man ein Boot, das durch flaches Wasser kommt: ein historisches Plattbodenschiff, breit und behäbig. Mit dem Boot über Flüsse und Kanäle, kreuz und quer durch Niedersachsen und Bremen, lässt sich eine Welt voller Wunder entdecken. Als Entdecker am Ruder: Willem und Gerrit Ruempler, Vater und Sohn. Ideal für die romantische Fahrt auf dem schmalen Ems-Jade-Kanal, die quer durch Ostfriesland, das Alte Land der freien Friesen und mächtigen Häuptlinge führt. Von Torfbauern und Fehnschiffern urbar gemacht, liegt es oft unterhalb des Meeresspiegels. Ohne Entwässerungskanäle, Pumpen und Wasserschöpfmühlen wie die im Wynhamster Kolk würden viele Ostfriesen nasse Füße kriegen. In Emden gilt es, das Teegeheimnis der Ostfriesen zu lüften. Von dort führt die Reise über Ems und Leda hinein ins Fehngebiet, zum Elisabethfehnkanal. Eine ebenso spannende wie mühsame Etappe, wenn die Tide gegenan läuft. Nur einen Steinwurf entfernt lebt im Saterland eine alte Sprache wieder auf: das Saterfriesisch. Gesprochen in der kleinsten "Sprachinsel" Europas mitten im Moor, kam es sogar ins "Guinnessbuch der Rekorde". Auf den Torffeldern ringsum forscht ein Erdenproduzent nach klimafreundlichen Alternativen. Über den Küstenkanal geht es nach Oldenburg. Wieso sind die Oldenburger Farben Mittelpunkt des Königswappens von Dänemark? Was ist die "Oldenburger Palme"? Und wie kommt Grünkohl in die Praline? Hunte und Weser bringen die Schiffer nach Bremen, die alte Hanse- und Kaffeestadt. Im dortigen Rathauskeller schlummern die ältesten und edelsten Tropfen weißen Weins. Die Weser aufwärts trifft man auf visionäre Stromproduzenten, traditionelle Glasbläser und Herren, die von einer verwunschenen Wassersägemühle begeistert sind. Und in der Nähe, in Wietze an der Aller, kam es zur ersten Erdölbohrung der Welt. Am Wasserstraßenkreuz Minden quert der Mittellandkanal die Weser, die längste künstliche Wasserstraße Deutschlands. Nördlich davon, am Steinhuder Meer, rattern schon seit 250 Jahren die Leinenwebstühle. Dann kreuzt die Leine den Mittellandkanal. An ihrem Ufer steht ein wahres Märchenschloss: die Marienburg, das "Neuschwanstein des Nordens". Flussabwärts speist das Wasser der Leine in Hannover die Fontänen der zauberhaften Herrenhäusergärten. Vom Mittellandkanal geht es in den Elbe-Seitenkanal. Nach der deutschen Teilung, als die Elbe hinter dem Eisernen Vorhang verschwand, wurde er als Verbindung nordwärts zur Elbe gebaut. Mitten im Kanal steht eins der größten und beeindruckendsten technischen Bauwerke Europas: das Schiffshebewerk bei Lüneburg. Dort werden große Frachtschiffe im "Fahrstuhl" in die Höhe gehoben. Das märchenhafte Lüneburg ist nicht nur Spielort einer beliebten TV-Serie, es gab auch der Heidelandschaft vor ihren Toren den Namen. Berühmt für die Lüneburger Heide sind die lila blühenden Hügel und Täler mit Wacholder und Heidehonig. Sie ist aber auch Anbaugebiet für eine ungewöhnliche Pflanze: Ginseng, eine asiatische Heilwurzel. Dokumentation von Manfred Schulz | |||||
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03/12/2026 2:15 am |
Land zwischen den Strömen (2/3) |
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| Willem und Gerrit Ruempler haben auf ihrer ungewöhnlichen Reise mit einem Plattbodenschiff durch Deutschlands Norden überraschende und berührende Erlebnisse. Schwebefähren, versunkene Dörfer, verschollenes Handwerk, weltberühmte Orgeln und ein Storchenvater, der den Tränen nahe ist - es ist eine Erlebnisfahrt, wie sie kontrastreicher und spannender kaum sein könnte. Mit dem Plattbodenschiff geht es über Flüsse und Kanäle, auf Elbe und Eider und deren verwunschene Nebenflüsse. Und zuletzt ein Stück durch den Nord-Ostsee-Kanal, die meistbefahrene künstliche Wasserstraße der Welt. Mal einsam segelnd auf fast vergessenen Wasseradern, mal mitten im Getümmel der Containerriesen, mal auf Routen, die schon die alten Wikinger nutzten. Eine Reise durch beeindruckende und vielfältige Landschaften. Alle haben ihre ganz eigenen Geschichten: In Hamburg, der Metropole am Elbstrom, spielen Sturmflutschutz und Wasserversorgung seit jeher eine lebenswichtige Rolle. Elbabwärts, auf schleswig-holsteinischer Seite, liegt die idyllische Haseldorfer Binnenelbe, Rückzugsort für Tiere und Pflanzen, die es nur noch dort gibt, und Heimat der Bandreißer. Bandreißer stellen ein wichtiges Bauteil für Holzfässer her, eine Handwerkstradition, die speziell an der Unterelbe beheimatet ist und eine überraschende Renaissance erlebt. Eins der Dörfer, in dem viele Bandreißer lebten, Bishorst, wurde von einer Sturmflut verschlungen. Die einst viel befahrene Krückau, die die Elbe mit Elmshorn verbindet, ist fast versandet. Die Fahrt auf ihr ist ein kleines Wagnis. Dicht am Elbufer liegt das verträumte Städtchen Glückstadt, einst dänisch und berühmt für seinen Matjeshering. Weiter westlich führt die Stör nach Wilster und zur Wilsterau, wo der Norden Deutschlands am tiefsten ist, dreieinhalb Meter unter Null. Gäbe es nicht Deiche und Schöpfmühlen, wäre dort zweimal am Tag Land unter. Auf der niedersächsischen Seite zweigt die Oste von der Elbe ab und schlängelt sich durch alte Kulturlandschaften, in der reiche Marschbauern und arme Moorkolonisten lebten. Und Künstlerinnen und Künstler: Die Künsterkolonie Worpswede mitten im Teufelsmoor ist weltberühmt. Die Elbe mündet ins Wattenmeer, ein UNESCO-Weltnaturerbe, wo sich Robben, Krabben und Gliebfischer mit ihren Schiebenetzen tummeln. Vor der Vogelinsel Trischen lässt die Crew des Plattbodenschiffs ihr Boot trockenfallen. Und bekommt Besuch. Die Vogelwartin erzählt, was ihr Leben ganz allein auf Trischen so besonders macht. Mit dem nächsten Hochwasser geht es weiter zur Eidermündung und von dort wieder landeinwärts, durch altes Siedlungsgebiet der Wikinger. Auch Dänen und Holländer haben dort Spuren hinterlassen, so wie auch im von Grachten durchzogenen Luftkurort Friedrichstadt. Den damals dänischen Eiderkanal zählte man einst zu den technischen Weltwundern. Die Flusslandschaften dort sind wieder anders: trockengelegtes Seenland, Refugium für bedrohte Wiesenvögel sowie Storchendörfer und uralte Feldsteinkirchen. Die alte Eisengießerei bei Rendsburg direkt am Nord-Ostsee-Kanal ist heute ein bedeutender Ausstellungsort für moderne Kunst. Von dort ist Kiel-Holtenau nicht mehr weit mit seinen gewaltigen Schleusen auf die Förde hinaus zur Ostsee, dem Ziel dieser Reise. Dokumentation von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |||||
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03/12/2026 3:45 am |
Land zwischen den Strömen (3/3) |
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| Mit ihrem selbst gebauten Motorboot gehen Werner Svejda und Birgit Krause-Schmidt auf Entdeckungstour quer durch Mecklenburg-Vorpommern und Brandenburg. Die Bootsfahrt zur Mecklenburgisch-Brandenburgischen Seenplatte beginnt in der alten Festungsstadt Dömitz an der Elbe. Dort wacht ein Brückenzugkommando alter Herren über die fünfeckige Zitadelle. Nur einen Steinwurf entfernt mündet die Elde in die Elbe. Für die Crew des Motorboots "AlBi" ist die Mündung der Zugang zur Müritz-Elde-Wasserstraße. Die erste Etappe: 120 Kilometer und 17 Schleusen bis Plau am See mit einem Abstecher nach Ludwigslust. Die Stadt ist entstanden, weil ein Herzog aufs Land wollte. Da seine Familie nicht wohlhabend genug war, ihr Schloss mit Gold und Marmor auszuschmücken, nahm man Messing und Papier. So wurden die Ludwigsluster zu Pappmaschee-Künstlern und ihre "Cartons" europaweit zu Exportschlagern. Weiter nördlich zweigt der Störkanal ab nach Schwerin, der Stadt von Heinrich dem Löwen. Imposant thront dort auf einer Insel im Schweriner See das prachtvolle Schloss, jahrhundertelang Residenz mecklenburgischer Herzöge. Einem dieser Herren rettete der Fischer Cordt Prignitz vor 300 Jahren das Leben. Wohl als Dank erhielt er eine Erbpachtfischerei, die seine Familie noch heute betreibt. In Plau führt die Elde mitten durch die Stadt, deren Wahrzeichen die stählerne Hubbrücke ist, ein Industriedenkmal. Dahinter liegt der Plauer See, einer der schönsten der Mecklenburger Seenplatte. Die Drehbrücke vor der charmant restaurierten Inselstadt Malchow erweist sich als Nadelöhr für Sportschiffer. Noch zwei Seen, dann ist die Müritz erreicht, der größte deutsche Binnensee. An ihrem Nordufer liegt Waren, ein alter Handelsplatz. Heute werden dort Propeller für die großen Schiffe gegossen. Die Müritz ist das Herz der Seenlandschaft, der Nationalpark Müritz teilweise UNESCO-Weltnaturerbe. Einst von Slawen bevölkert, ist die Region Heimat illustrer deutscher Persönlichkeiten wie der Schriftsteller Hans Fallada und Theodor Fontane und des Troja-Entdeckers Heinrich Schliemann. Dort entspringt die Havel, auf der die "AlBi" weiter über den Müritz-Havel-Wasserweg schippert. Er gehört zu den beliebtesten Wassersportrevieren Europas, früher bekannt für seine Ziegeleien. 15 Milliarden Ziegelsteine wurden von dort aus in die damalige Reichshauptstadt Berlin verschifft. Die farbenprächtig blühende Strelitzie ist eine "Neustrelitzerin", benannt nach der Heimat der englischen Königin Charlotte, einer Prinzessin aus dem Haus Mecklenburg-Strelitz. Eberswalde, weiter östlich, gilt als Wiege der preußischen Industrialisierung, möglich durch den vor 400 Jahren erbauten Finowkanal. Er ist die älteste noch aktive Wasserstraße Deutschlands, verwunschen und mit uralten, handbetriebenen Schleusen. Heute abgelöst vom Oder-Havel-Kanal, dessen Höhepunkt im wahrsten Sinn das Schiffshebewerk Niederfinow ist, ein technisches Meisterwerk. Kurz dahinter endet an der Oder die Reise über das Wasser quer durch den Nordosten Deutschlands, einem Land zwischen den Strömen: von der Elbe bis zur Oder. Dokumentation von Manfred Schulz und Andrea Dorschner | |||||
