Schedules
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03/13/2026 4:00 am |
Rätselhaftes Stonehenge |
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| Mysterium Stonehenge: Wie ist der gigantische Steinkreis im Süden Englands entstanden? Nach jahrelanger Forschung präsentiert ein britisches Archäologenteam verblüffende Erkenntnisse. Demnach wurde die sagenumwobene Anlage gar nicht dort erbaut, wo sie heute steht, sondern in Wales, Hunderte Kilometer entfernt. Muss die Geschichte von Stonehenge neu geschrieben werden? Der Steinkreis von Stonehenge ist weltbekannt - doch um seine Entstehung ranken sich viele Rätsel. Britische Forscherinnen und Forscher brachten in langwieriger Kleinarbeit erstaunliche Erkenntnisse ans Licht. Das wichtigste Ergebnis: Stonehenge wurde anscheinend gar nicht in England erbaut. Ihrer Deutung zufolge gehörten die ältesten Steine des Monuments ursprünglich zu einem noch viel älteren Steinkreis, der weit entfernt vom heutigen Standort errichtet wurde, und zwar im Westen von Wales. Mit modernsten Hilfsmitteln sammelte das Archäologenteam unter der Leitung von Professor Mike Parker Pearson vom University College London die notwendigen Belege, um die Wissenslücke bezüglich der Blausteine zu füllen. Im Laufe ihrer Untersuchungen gingen die Fachleute jeder Spur nach: von den großen Legenden um den Zauberer Merlin bis hin zu den verschiedenen chemischen Signaturen mikroskopisch kleiner Felsstücke. Durch die Kombination innovativer 3D-Scans mit traditioneller archäologischer Feldforschung und neuartigen Laboranalysen entdeckten die Forscher den Ursprung der Steine. Höchstwahrscheinlich wurden sie bereits 400 Jahre vor ihrer Aufstellung in Stonehenge abgebaut. Für die Archäologen bedeutete es ein jahrelanges Unterfangen, dem Rätsel von Stonehenge auf die Spur zu kommen. Durch ihre Ergebnisse ergeben sich weitere, völlig neue Ansätze für die Erforschung des Monuments, das zum Weltkulturerbe zählt. | |||||
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03/13/2026 4:55 am |
GEO Reportage |
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| Mitten im Sommer findet im nordfinnischen Örtchen Pello ein ganz besonderes Autorennen statt. Vier Tage lang dröhnen dann die Motoren in der sonst eher stillen und friedlichen Landschaft. Wenn sich an den Starterfeldern hochmotorisierte, farbenfrohe Blechkisten voller Beulen und Schrammen versammeln, dann wetteifern 750 Rennfahrer um die Gunst des Publikums und um die Siegerpokale. Jeder kann teilnehmen, unabhängig von den eigenen Erfahrungen oder Möglichkeiten. Das Spektakel zieht massenhaft Besucher an und ist mittlerweile eine Instanz in Skandinavien. "GEO Reportage" war vor Ort. Wie in vielen Winkeln Finnlands beginnt auch in Pello mit der warmen Jahreszeit für viele Menschen die Lust am Autorennen. Timo ist einer dieser Rennbegeisterten, der sogenannten "Jokkis". Getreu den Idealen des Landes bedeutet der Begriff wörtlich "jedermanns Welt", denn jeder ist willkommen auf dem Renn-Fest. Die Form des nicht-exklusiven Rallycross stammt aus Finnland und ist heute in allen nordischen Ländern sehr beliebt. Pello ist das Mekka für alle Rallyfans. In dieser waldreichen Region sind die rund 3.600 Einwohner des Dorfes stolz darauf, jedes Jahr Rennfahrer aus dem ganzen Land willkommen zu heißen. Die Rennen finden auf einer Strecke durch den Wald statt. Jeden Sommer versammeln sich dort Tausende von Enthusiasten, um die spektakulären Rennen zu verfolgen. Sorgfältig werden die vielen Kurven und unterschiedlichen Bodenbeläge hergerichtet, um den Autofahrern die Strecke zu erschweren, und die Rennen dadurch möglichst spannend zu gestalten. Gemeinsam mit seinem Freund Mika hat Timo im vergangenen Herbst einen alten Volvo gekauft, der jetzt für die große Rally aufgemotzt werden soll. Timo ist auch Mitglied im "Pello Motor Sports Club", der die Veranstaltung seit über 30 Jahren organisiert. Mit an den Start gehen aber auch andere Einwohner von Pello. Vor allem auf Anne-Mari freuen sich viele. Sie ist ein ehemals sehr erfolgreicher Star in der Rally-Szene. Viele Jahre ließ sie alle Konkurrentinnen hinter sich. Nach längerer Pause will sie es nun wieder einmal wissen. Hoch motiviert geht auch sie an den Start. "GEO Reportage" präsentiert außergewöhnliche Menschen rund um den Globus. | |||||
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03/13/2026 5:50 am |
Küchen der Welt |
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| * Typischer Sandwich aus Nizza: Pan Bagnat Auch wenn es einem Burger ähnelt, ist das Pan Bagnat für die Einwohnerinnen und Einwohner Nizzas viel mehr: eine fischige Köstlichkeit mit sonnengereiftem Gemüse zwischen zwei knusprigen Brotscheiben. Clémence Fournival hat sich in die Gassen der Altstadt Nizzas gewagt, um dieses Sandwich zusammen mit Sara Issautier zu probieren. Die Küchenchefin setzt sich dafür ein, dass der Pan Bagnat von der Unesco als immaterielles Kulturerbe anerkannt wird. Pierre Raffard, Geograf und Ernährungswissenschaftler, erläutert die Ursprünge des Nissart, die Lamparo-Technik der örtlichen Fischerinnen und Fischer und den Pan-Bagnat-Skandal. * Ein Biss’chen Heimat: Alexia, eine Niçoise in England Alexia ist in Nizza geboren und lebt seit 17 Jahren in London. Für ihre Liebsten kocht sie Ratatouille. Sie spricht über ihre ersten selbstgekochten Gerichte, über die Bedeutung der Gewürze in ihren Speisen und über ihren Spitznamen ʺRatatouilleʺ, der sie an ihre Heimatstadt erinnert. * Ran an die Töpfe! Appetit bekommen? Hier gibt es ein einfaches Rezept für Pan Bagnat, das sich leicht zubereiten lässt. Also: Ab in die Küche! ------------------------ Rezept für Pan Bagnat Zutaten für 2 Sandwiches: 2 Sardellen 2 große saftige Tomaten 5 Radieschen 1 Knoblauchzehe 2 runde Brötchen 2 Lauchzwiebeln 1 grüne Paprika 1 Dose Thunfisch in Olivenöl 1 Poivrade-Artischocke 2 Eier 1 Glas schwarze Oliven frische Basilikumblätter Zubereitung: - Die runden Brötchen in zwei Hälften schneiden. - Eine Tomatenscheibe abschneiden und die Brötchen damit einreiben. - Die Brötchen mit Olivenöl beträufeln und mit der Knoblauchzehe einreiben. - Tomaten in mittelgroße Scheiben schneiden, Radieschen, Paprika und Frühlingszwiebeln in Scheiben und Artischocken in Streifen schneiden. - Die Eier zwölf Minuten lang hart kochen und dann in Scheiben schneiden. - Die Brötchen mit den Tomaten, dem Gemüse und den Eiern belegen, mit Olivenöl beträufeln und den Thunfisch, die Sardellen, die Oliven und das gehackte Basilikum darauf verteilen. Deckel drauf und genießen. | |||||
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03/13/2026 6:20 am |
Stadt Land Kunst |
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| * Von Liebe und Freundschaft - Sally Rooneys Irland Sally Rooney ist mit 33 Jahren bereits Autorin von drei Romanen. „Gespräche mit Freunden“, „Normal People“ und „Schöne Welt, wo bist du“ machten die irische Autorin in kürzester Zeit zu einem Sprachrohr der hypervernetzten und engagierten irischen Jugend, die mit Sorge in die Zukunft blickt. Sally Rooney erzählt in ihren Büchern von einer desillusionierten Generation, die Halt in Liebe und Freundschaft sucht. Wie ihre Romanfiguren stellt sich auch Rooney den Herausforderungen unserer Zeit - und findet die nötige Ruhe und Kraft in ihrer irischen Heimat. * Kalabrien: Wunderfrucht Bergamotte Man sagt, in den Adern der Kalabresen fließe kein Blut, sondern ein kostbarer Nektar, der so golden leuchtet wie ihr sonnengeküsstes Land: das ätherische Bergamotte-Öl. Bei der Bergamotte handelt es sich um eine hybride Zitrusfrucht. Aus ihrer Schale gewinnt man in der Provinz Reggio ein ätherisches Öl, das als unverzichtbarer Rohstoff für die internationale Parfümindustrie der Region zu Reichtum verholfen hat. Gern erzählt man sich hier, dass Gott, als er die Erde verließ, Kalabrien noch rasch die Bergamotte zum Abschied schenkte. * Philippinen: Ryans Rindfleischeintopf In Iloilo City auf den Philippinen bereitet Ryan einen als „Balbacua“ bekannten Rindfleischeintopf zu. Das Fleisch wird gekocht und mit Zitronengras verfeinert. Ein wenig Chili, Ingwer und Sternanis machen Ryans Gericht perfekt. Köstliche Aromen ziehen durch seine Küche, und die Gäste sind begeistert! * Vincennes: Der unglückliche Marquis de Sade Hinter den hohen Mauern des zeitweise als Gefängnis dienenden Schlosses Vincennes sitzt der skandalumwitterte Marquis de Sade ein und widmet sich der Schriftstellerei. Für ihn ist es der einzige Weg, die zermürbende Gefangenschaft zu überstehen. Da kommt ihm die Idee für ein neues Werk, die ihn nicht mehr loslässt … Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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03/13/2026 7:05 am |
Stadt Land Kunst |
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| * Frankfurt: Ilse Bing, Königin der Leica In ihrer Heimatstadt Frankfurt erkundete, hinterfragte und durchbrach Ilse Bing die gängigen Konventionen. Ende der 1920er Jahre fing die "Königin der Leica" durch die Linse ihrer Kamera die rasanten Veränderungen der deutschen Wirtschaftsmetropole ein. In der intellektuellen und künstlerischen Avantgarde der Weimarer Republik avancierte sie zur Schlüsselfigur der modernistischen Fotografie. Ihre Werke begeistern durch Dynamik, Lichtführung und markante Abstraktion. * Aube: gläserne Schätze Im Département Aube findet sich eine der weltweit größten Sammlungen bunter Glasmalereien. Die insgesamt 9.000 Quadratmeter an Buntglasfenstern, 2.000 davon denkmalgeschützt, entstanden zwischen dem 13. Jahrhundert und der Gegenwart und lassen sowohl die profansten als auch die heiligsten Orte erstrahlen. Abseits großer Konflikte und bereichert durch florierende Märkte konnte die Region dieses Erbe bewahren. Die Motive der in Blei gefassten Glaskunstwerke sind hauptsächlich religiös, erzählen aber auch die Geschichte der lokalen Herrscher. * Italien: Giorgias Muschel-Gratin In Bari zaubert Giorgia ein für die Stadt typisches Gratin. In ihrer Terrakotta-Auflaufform schichtet sie abwechselnd feine Kartoffelscheiben, Muscheln, Reis und Pecorino-Käse übereinander, bis die Form vollständig gefüllt ist. Zum Schluss bestreut Giorgia das Gericht mit Paniermehl, beträufelt es mit Olivenöl und schiebt es in den Ofen. Jeder Bissen schmeckt nach italienischer Meeresluft! * Vereinigtes Königreich: der Hellfire Club West Wycombe, in der Nähe von London, wirkt wie eine ländliche Oase der Ruhe - doch der Schein trügt. Wer die dunklen Geheimnisse dieses Dörfchens lüften möchte, muss einen Hügel erklimmen und anschließend in die unterirdischen Gänge unter der St. Lawrence Kirche hinabsteigen. Dort erinnern mysteriöse Höhlen an die ausschweifenden Abende des Hellfire Clubs … Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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03/13/2026 7:55 am |
Meister der Jagd am Great Barrier Reef |
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| Das Great Barrier Reef ist eines der sieben Weltwunder der Natur und gehört zum Weltnaturerbe der UNESCO. Wie alle Korallenriffe bildet es ein einzigartiges Ökosystem, dessen Artenvielfalt für das Gleichgewicht der Ozeane - der anderen Lunge des Planeten - unerlässlich ist. Doch heute ist es aufgrund der Erderwärmung in Gefahr. Ein Team von engagierten australischen Wissenschaftlern setzt alles daran, dieses Naturparadies zu retten. Die Herausforderung ist riesig, und die Zeit drängt. Das Great Barrier Reef wird von kalten Strömungen durchzogen, die aus der Tiefe des Meeres kommen, das Wasser temperieren und allen Bewohnern dieses Ökosystems Nahrung liefern - vom kleinsten Seepolypen bis zum Wal, Walhai oder Riesenmanta. Die Wissenschaftler versuchen, diese Strömungen zu lokalisieren, denn dort sind die Korallen noch intakt und können als Samenbank für die Wiederbelebung der beschädigten Riffe dienen. Also bringen die Forscher Peilsender und anderen Messgeräte an den Meeresriesen an. Einfach ist dies nicht, denn die Tiere befinden sich die meiste Zeit unter Wasser. Der Augenblick, in dem sie auftauchen, ist umso bewegender und gibt die Gelegenheit zu unglaublichen Filmaufnahmen. Doch wird es den Wächtern des Great Barrier Reef gelingen, in so kurzer Zeit genügend Tiere für ihr Vorhaben auszurüsten? | |||||
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03/13/2026 8:35 am |
Meister der Jagd am Great Barrier Reef |
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| Im Nordosten Australiens, entlang der Küsten von Queensland, regieren Salzwasserkrokodile unangefochten über ein riesiges Gebiet - von den Mangrovensümpfen bis zu den Lagunen des Great Barrier Reefs. Die bis zu sieben Meter langen Reptilien sind Überlebende aus der Zeit der Dinosaurier und perfekt an ein Leben zwischen Süß- und Salzwasser, Land und Meer angepasst. Doch sie sind mehr als nur ein Relikt der Urzeit: Als Spitzenprädatoren prägen sie das Ökosystem und halten es im Gleichgewicht. Wo Krokodile und Menschen aufeinandertreffen, birgt dies jedoch Konfliktpotenzial. Australische Forscher untersuchen daher das Verhalten der Tiere, ihre Jagdstrategien und Wanderrouten entlang der Küste sowie die Herausforderungen eines geteilten Lebensraums. Mit Drohnen und Unterwasserkameras beobachten sie die Grenzgebiete, in denen sich die Reviere von Mensch und Krokodil überschneiden. Die Frage ist: Wie lässt sich ein friedliches Miteinander langfristig sichern? Die Dokumentation zeigt spektakuläre Aufnahmen und bisher kaum dokumentierte Verhaltensweisen der „Salties“, wie die Salzwasserkrokodile in Australien genannt werden. Dabei wird ihre ökologische Bedeutung deutlich: Als Hüter der Mündungsgebiete tragen sie entscheidend zum Erhalt des fragilen Ökosystems bei. Doch steigende Meeresspiegel, Tourismus und der Verlust von Feuchtgebieten bedrohen ihren Lebensraum - und damit auch die Zukunft der gesamten Region. | |||||
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03/13/2026 9:20 am |
Meister der Jagd am Great Barrier Reef |
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| Das Great Barrier Reef ist nicht nur ein Naturwunder - es ist auch das wahrscheinlich größte Giftlabor der Erde. Steinfische, Kegelschnecken, Seeschlangen, Quallen - so schön sie sind, so tödlich sind sie auch. Doch was für den Menschen lebensgefährlich ist, könnte die Medizin verändern. Der Biologe Jamie Seymour und der Kameramann Richard Fitzpatrick wagen sich in diese gefährliche Unterwasserwelt, um die Gifte zu sammeln und zu erforschen. Ihr Ziel: Moleküle zu isolieren, die betäuben, heilen oder sogar Gewebe regenerieren können. Von der Würfelqualle bis zur Schnabelseeschlange - jeder Tauchgang birgt Risiken, doch die Erkenntnisse könnten bahnbrechend sein. Die Dokumentation geht einem jahrtausendealten Evolutionsprozess auf den Grund, bei dem die Natur perfekte Waffen - und vielleicht auch die Medikamente von morgen - entwickelt hat. Eine packende Exkursion entlang neuer Forschungsfelder und den damit verbundenen Wagnissen und Perspektiven. | |||||
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03/13/2026 10:25 am |
Re: Mädchen-Power für ein uraltes Ritual |
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| In Viterbo, einer mittelitalienischen Stadt mit jahrhundertealter Tradition, wird jedes Jahr am 3. September die große Macchina di Santa Rosa, ein fast 30 Meter hoher Turm, von über hundert Männern durch die engen Gassen der Altstadt getragen. Für viele ist dieses Ritual ein identitätsstiftender Mittelpunkt ihres Lebens. Doch Viterbo verändert sich: Eine neue Generation stellt in Frage, wieso diese Tradition Männern vorbehalten ist. Im Zentrum der Entwicklung steht die 13-jährige Stella: Sie war das erste Mädchen, das in den Verein der Mini-Macchina aufgenommen wurde - jener Kindertradition, aus der später die Träger der großen Macchina hervorgehen. Nun bereitet sie sich auf ihre wichtigste Herausforderung vor: Zum ersten Mal darf sie die steile Etappe zum Santuario di Santa Rosa tragen, ein symbolisches Highlight des Rituals. Stellas Vater David ist selbst Träger und unterstützt den Traum seiner Tochter - auch wenn der Wunsch für Mädchen noch immer ungewöhnlich ist. Stellas Cousin Matteo erlebt die Tradition hingegen selbstverständlich aus der männlichen Perspektive - ein Kontrast, der zeigt, wie tief verwurzelt die Rollenbilder in Viterbo sind. Eine Schlüsselfigur dieser kleinen Revolution ist Gianni Baiocco, selbst Träger und Vorsitzender des Vereins der Mini-Macchina des historischen Zentrums. Er war einer der Initiatoren, die vor zwei Jahren die Aufnahme von Mädchen ermöglichten - ein mutiger Schritt, denn diese Entwicklung ist nicht nur auf Befürworter gestoßen. Doch er sichert auch die Zukunft der Tradition, denn die dünn besiedelte Gegend hat ein Nachwuchsproblem. Am Tag des Mini-Macchina-Umzugs wird sich zeigen, wieweit Wille und Kraft von Stella ausreichen. Und Viterbo fiebert mit. Die Frage bleibt, wie weit eine jahrhundertealte, männlich geprägte Tradition bereit ist, sich zu öffnen. Eine 30-minütige Reportage über Mut, kulturelles Erbe und den Wandel einer Stadt zwischen Glauben, Tradition und einer neuen Generation. Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. | |||||
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03/13/2026 10:55 am |
Zu Tisch mit Lucie: Kitchen Hacks |
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| Vom heißen brasilianischen Zuckerhut bis zu den beliebtesten Cocktails der Welt: Zuckerrohr hat einen prägenden Eindruck auf Kulturen und Gesellschaften weltweit hinterlassen. Die bis zu sechs Meter hohe Pflanze war einst so wertvoll wie Gold und trieb den Kolonialhandel an. Mit einer jährlichen Ernte von 1,92 Milliarden Tonnen zählt sie bis heute zu den wichtigsten Agrarrohstoffen weltweit. In Kuba erntet der „Machetero“ Argelio Marrero Perez seit 30 Jahren Zuckerrohr von Hand. Seine Familie verarbeitet die süßen Stangen zu köstlichen Desserts wie karamellisierter Papaya. In ihrer Küche zeigt Köchin Lucie Fischer-Chapalain, wie man Gurkensirup mit Sternanis verfeinert, Vanillezucker selbst herstellt und eine luftig-leichte Pavlova mit frischen Früchten kreiert. Seit vielen Jahren führt die Kulinarik-Reihe „Zu Tisch“ zu den Wurzeln europäischer Kochtraditionen. Dabei bleibt oft wenig Raum für ausführlichere kulturgeschichtliche oder ernährungswissenschaftliche Exkurse. Die Reihe „Zu Tisch mit Lucie“ will genau das ändern. Die Deutsch-Französin Lucie Fischer-Chapalain, ausgebildete Köchin, nimmt Obst und Gemüse genauer unter die Lupe. Mit ihrer unterhaltsamen und kurzweiligen Art vermittelt sie kulinarisch-wissenschaftliche Inhalte: Was sind Bergamotten? Wie schmecken Rosen? Und warum braucht man Salz in der Suppe? „Zu Tisch mit Lucie“ beleuchtet die kulturgeschichtliche Bedeutung von Regionen, vermittelt Wissen über traditionelle und moderne Anbaumethoden und erklärt die ernährungsphysiologischen sowie chemischen Eigenschaften von Lebensmitteln. "Zu Tisch" reist in die Regionen Europas und schaut bei der Zubereitung traditioneller Gerichte zu. Die Küchenkultur europäischer Landschaften offenbart ihren Reichtum und weckt Verständnis für eine vielleicht fremde Lebensart. | |||||
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03/13/2026 11:25 am |
Stadt Land Kunst |
Stevensons Frankreich und Belgien / Kalabrien / Massachusetts |
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| * Mit Stevenson im Kanu auf Sambre und Oise In den 1870er Jahren war Robert Louis Stevenson Mitte 20 und träumte vom großen Abenteuer. Mit einem Freund unternahm er eine Kanufahrt durch Frankreich und Belgien. Die Flussreise befeuerte die Fantasie des freiheitsliebenden Stevenson. Der junge Autor ließ sich inspirieren von rasanten Stromschnellen, tiefen Wäldern, spannenden Städten und Begegnungen mit Fremden. Stevensons Liebe zum Reisen sollte in seinem Leben noch eine bedeutende Rolle spielen. * Kalabrien: Das albanische Erbe der Arbëresh Im toskischen Dialekt Arbëresh verschmelzen Italienisch und mittelalterliches Albanisch. Gesprochen wird er von der gleichnamigen Bevölkerungsgruppe, die im 15. Jahrhundert vor der osmanischen Invasion Albaniens nach Süditalien flüchtete. Die Arbëresh spielten eine entscheidende Rolle bei der italienischen Einigung. Die Migration dieser Minderheit liegt zwar schon sechs Jahrhunderte zurück, aber ihre Verbindung zu Albanien haben die Arbëresh sich trotz ihrer erfolgreichen Integration in Italien bewahrt. Bis heute fühlen sie sich auf beiden Seiten der Adria zu Hause. * Ruanda: Lilianes grüne Bananen mit Gemüse In Musanze kocht Liliane Agatogo. Dieses proteinreiche Gericht ist in Ruanda sehr beliebt. Es besteht aus Gemüse, Rindfleisch und grünen Bananen. Liliane fügt eine Geheimzutat hinzu, die die Garzeit verringert und für noch mehr Geschmack sorgt: das Steinsalz Gikukuri. Ein Genuss! * Massachusetts: Von wegen harmloser Haferbrei! In vielen anglophonen Ländern ist Haferbrei - dort als „Porridge“ oder „Oatmeal“ bekannt - zum Frühstück sehr beliebt. In Massachusetts wurden die Haferflocken in den 1950er Jahren jedoch für ein schreckliches Experiment missbraucht. Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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03/13/2026 12:10 pm |
Stadt Land Kunst Spezial |
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| * Mabeye Demes Senegal in Sepia Ausgestattet mit dem Fotoapparat und einem mobilen Studio porträtiert Mabeye Deme seit mehr als 15 Jahren sein Heimatland Senegal. Auf den Straßen und an den Stränden von Dakar fängt der Autodidakt tags und nachts Szenen aus dem Alltag ein. Deme dokumentiert das Leben in den Stadtvierteln. Auch die Orte seiner Kindheit in der südsenegalesischen Region Casamance und Familienmitglieder sind Teil seiner beeindruckenden Fotogalerie. Über Demes Bildern liegt stets ein zarter Sepia-Schleier, was seine Kunst zu etwas ganz Besonderem macht. * Senegal: Nationalsport Ringen Im Senegal wurden bereits im Mittelalter Krieger durch Ringen auf den Kampf vorbereitet. Bis heute ist der Kraftsport, der für Werte wie Mut, Respekt und Gehorsam steht, im ganzen Land verbreitet. Ziel ist es, den Gegner zu Boden zu zwingen, wobei nicht nur Körpereinsatz, sondern auch glückbringende Rituale eine Rolle spielen. In den 1920er Jahren verhalf ein Angehöriger der französischen Kolonialmacht, Maurice Jacquin, dem sogenannten senegalesischen Wrestling zu kommerzieller Bedeutung. Seit der Unabhängigkeit ist der Sport vor allem für die senegalesische Jugend aus sozial schwachen Milieus ein Mittel zum gesellschaftlichen Aufstieg. * Senegal: Aidas Fisch-Yassa In der Küstenstadt Saint-Louis bereiten Aida und ihre Nachbarin ein typisch senegalesisches Fischragout zu. Kochen ist für die beiden Frauen gleichbedeutend mit guter Laune. Zuerst wird der Fisch gesäubert, filetiert und frittiert. Für den Extrageschmack gibt Aida Zwiebeln hinzu und stellt das Ganze auf den Holzkohlegrill. Dazu gibt es Reis und grüne Bohnen. Lecker! * Die Tagediebe von Dakar Im Westen von Dakar, am Atlantischen Ozean, liegt das Viertel Ouakam. Mit seinen niedrigen Häuschen und sandbedeckten Wegen wirkt es fast wie ein Dorf, das für den Hauptstadttumult nur wenig übrighat. Hier entstanden einst seltsame Wohnhäuser. Jeden Tag eine kleine Pause im Alltag: ARTE lädt täglich auf eine Reise an besondere Orte ein, die sich durch ihr künstlerisches, kulturelles oder landschaftliches Erbe auszeichnen. | |||||
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03/13/2026 1:00 pm |
Nur Fliegen ist schöner |
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| Grafikdesigner Michel ist alltagsmüde. Um seiner Routine zu entfliehen, bestellt sich der passionierte Flugzeugfan kurzerhand ein Kajak. Nach und nach baut er seine neue Errungenschaft zusammen und macht auf der Dachterrasse Trockenübungen. Als seine Frau Rachelle Wind davon bekommt, setzt sie ihn an einem Fluss aus und Michel eröffnet sich eine neue Welt jenseits des monotonen Alltagslebens. Eine charmante Anti-Stress-Komödie über Liebe und Leidenschaft, über Magie und Muße und über die befreiende Kraft des Paddelns. Michel, in den 50ern, verheiratet, die Kinder aus dem Haus, Nine-to-five-Job, steckt in seiner täglichen Routine fest. Wenn er nach der Arbeit auf sein Motorrad steigt, träumt er von einem anderen Leben. Wie gerne würde er wie sein Held, der Luftpost-Pionier Jean Mermoz, in einer Propellermaschine durch den Abendhimmel schweben. Eines Tages stößt Michel durch Zufall auf das Foto eines Kajaks - und ist begeistert von der formvollendeten Schönheit und Eleganz des Objekts. Es ist Liebe auf den ersten Blick! Ein Klick - und das Boot zum Selbstzusammenbauen liegt in seinem virtuellen Einkaufskorb. Einige Tage gelingt es Michel, den Kauf vor seiner Frau Rachelle zu verheimlichen. Voller Hingabe setzt er auf der Dachterrasse sein Kajak Stück für Stück zusammen und häuft immer mehr Expeditionsausrüstung an. Ganze Nachmittage verbringt er in seinem halbfertigen Gefährt und träumt sich davon. Schließlich entdeckt Rachelle das Ausrüstungslager, setzt den Trockenübungen ein Ende und ihren Mann an einem Fluss aus, damit er endlich in die Gänge und aufs Wasser kommt. Dass Michels Auszeit ihr gemeinsames Leben komplett auf den Kopf stellen könnte, ahnt Rachelle. Und wirklich: Schon bei seiner ersten Rast trifft Michel im Ausflugslokal mit der schönen Laëtitia auf eine ländliche, exzentrische Boheme. Er taucht ein in eine exotische Welt außerhalb von Raum und Zeit, die geprägt ist von Unbeschwertheit, Kirschen, Sinnlichkeit und eisgekühltem Absinth. Bruno Podalydès ist bekannt für seine feste „Filmfamilie“, die ihm auch für „Nur Fliegen ist schöner“ zur Seite stand. Alle haben bereits mit Alain Resnais gearbeitet, dessen Filmkunst ihr gemeinsamer Nenner ist. Noch heute wird Jean Mermoz (1901-1936) in Frankreich als legendärer Aéropostale-Flieger und Held gefeiert. Zu Mermoz’ Ruhm trugen maßgeblich die Veröffentlichungen des Schriftstellers Antoine de Saint-Exupéry bei, der sein Kollege bei der Luftpost war. | |||||
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03/13/2026 2:50 pm |
Leben mit Vulkanen |
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| Ihre Lavaströme löschen Leben in einem Wimpernschlag aus, ihre Asche ist Quell außerordentlicher Fruchtbarkeit: Die Gegensätzlichkeit von Vulkanen fasziniert den Menschen seit jeher. Viele Kulturen vermuten in den feuerspeienden Riesen sogar den Sitz ihrer Götter. In der Dokumentationsreihe erkundet der Geologe Arnaud Guérin aktive Vulkane rund um den Globus. Er begegnet Menschen, die am Fuße der brodelnden Erdlungen zu Hause sind und einzigartige Beziehungen zu den Glutriesen geknüpft haben. In der heutigen Folge reist Arnaud zu einem der größten aktiven Vulkan der Welt, zum Mauna Loa auf Hawaii. Der Mauna Loa auf Hawaii ist einer der größten aktiven Vulkane der Welt. Seine gigantischen Ausmaße sind verantwortlich für eine oft unterschätzte Gefahr: Die instabilen Bergflanken können ins Meer abrutschen und einen Mega-Tsunami auslösen. Solche Erdrutsche kommen im Schnitt alle 50.000 Jahre vor. Allerdings liegt Hawaii auch auf dem Pazifischen Feuerring und so kommt es in der Gegend häufig zu schweren Erd- und Seebeben, die ebenfalls riesige Wellen auslösen können. Hilo gilt als die inoffizielle Welthauptstadt der Tsunamis - etwa alle sechs Jahre werden die Einwohner von Wasser heimgesucht, das alles mit sich reißt. 1946 kam es bislang zum schlimmsten Ereignis: In die Bucht von Hilo krachte eine zehn Meter hohe Wasserwand, die 96 Menschen in den Ozean riss. Alana hat die Naturgewalt überlebt, doch damals wurden die Menschen vor der Katastrophe nicht gewarnt und wussten nicht, was zu tun ist. Heute sieht das anders aus: Arnaud trifft den Geophysiker Gerard Fryer im Pacific Tsunami Warning Center, ein Überwachungs- und Frühwarnsystem, das Tag und Nacht über die seismischen Aktivitäten an den hawaiianischen Küsten wacht. Das oberste Ziel der hawaiianischen Behörden ist der Schutz der Bevölkerung. Die Menschen begegnen der ständigen Bedrohung fatalistisch: Jeder weiß, dass nichts, das von Menschenhand geschaffen wurde, ewig Bestand hat. Doch die Riesenhaftigkeit des Mauna Loa bietet auch Vorteile: Der Gipfel des Vulkans ragt so hoch in die Atmosphäre, dass Forscher dort einer ganz anderen Menschheitsbedrohung nachspüren können: der Klimaerwärmung. Somit verbindet dieser Riese Erde, Meer und Himmel - und seit Jahrhunderten erinnert er die Menschen daran, wie verletzlich sie sind. | |||||
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03/13/2026 3:20 pm |
Afrikas Schlangen - Giftig und gefährlich |
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| Die Schlangen Afrikas haben sich in erstaunlicher Weise angepasst, um jeden Winkel eines der wildesten Kontinente der Erde zu beherrschen. Afrika erstreckt sich über den Äquator und ist die tropischste aller Landmassen. Die Sahara ist die größte Trockenwüste der Erde. Angepasst an jedwede Umgebung, haben Schlangen die Herausforderungen der Wildnis auf unglaubliche Weise gemeistert. Sie sind widerstandsfähig, hinterhältig und tödlich. Präsentiert die Schwarze Mamba die tintenschwarze Innenseite ihres Mauls, ist das ein Signal, besser zurückzuweichen. Der Felsenpython ist die größte Schlange des Kontinents. Mit bis zu 90 Kilogramm Gewicht hat sie einen enormen Appetit. Die gemusterten Schuppen der Gabunviper bieten im Wald eine hervorragende Tarnung. Die Naturdokumentation beschäftigt sich mit äußerst flexiblen Überlebensstrategien der Schlangen in diesen extremen Umgebungen. In einzigartigen Aufnahmen sind Afrikas längste, stärkste, schwerste, tödlichste und giftigste Schlangen zu sehen sowie der Kontinent, der sie geprägt hat. Neue Entdeckungen entschlüsseln die Komplexität des Giftes, bringen Erkenntnisse über die Fortbewegung von Schlangen und darüber, wie Würgeschlangen töten. Einige Schlangen sind sogar in der Lage, sich mithilfe chemischer Stoffe zu tarnen. Mit erstklassigem Bildmaterial, einschließlich spezieller Hochgeschwindigkeits- und Makroaufnahmen von seltenen natürlichen Verhaltensweisen, zeigen sich die unglaubliche Physiologie und die extremen Überlebensstrategien dieser bemerkenswerten, ehrfurchtgebietenden Raubtiere. | |||||
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03/13/2026 4:05 pm |
Australiens Schlangen - Giftig und gefährlich |
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| Australien ist eine herausfordernde und extreme Umgebung. Ein riesiger Kontinent, der die Üppigkeit der Tropen bis hin zu uralten Regenwäldern und das trockene Outback umfasst. Er beherbergt eine große Bandbreite an Ökosystemen und eine Vielzahl von Schlangenarten, die sich auf einzigartige Weise angepasst haben, um in jedem dieser Lebensräume zu überleben. Sie entwickelten sich zu einigen der effektivsten und gefährlichsten Raubtieren der Welt. Der Inland-Taipan gilt als giftigste Schlange. Mit einem einzigen Biss kann er seine Beute in wenigen Sekunden lähmen - und töten. Im Gegensatz zu Australiens Wüstenschlangen sind Pythons ungiftig. Sie erwürgen ihre Mahlzeit. Mit einer Länge von bis zu 5,5 Metern übertrifft der Amethystpython sogar das australische Krokodil. Die Naturdokumentation beschäftigt sich mit äußerst flexiblen Überlebensstrategien der Schlangen in diesen extremen Umgebungen. In einzigartigen Aufnahmen sind Australiens längste, stärkste, schwerste, tödlichste und giftigste Schlangen zu sehen und der Kontinent, der sie geprägt hat. Neue Entdeckungen entschlüsseln die Würgekraft und den Stoffwechsel von Schlangen, gehen den Geheimnissen der Paarung und ihrer Jagdmethoden auf den Grund, die unser Verständnis der Evolutionsprozesse für immer verändern könnten. Mit erstklassigem Bildmaterial, einschließlich spezieller Hochgeschwindigkeits- und Makroaufnahmen von seltenen natürlichen Verhaltensweisen zeigen sich die unglaubliche Physiologie und die extremen Überlebensstrategien dieser bemerkenswerten, ehrfurchtgebietenden Raubtiere. | |||||
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03/13/2026 4:50 pm |
An den Ufern des Nil (3/3) |
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| In den letzten Jahren hat sich vieles am Nil verändert, gesellschaftlicher Aufbruch und religiöse Konflikte sind nicht spurlos an den Menschen vorübergegangen. Und die einzigartige Nillandschaft verwandelt sich durch die vorrückende Wüste und diverse Umweltsünden in einen bedrohten Paradiesgarten. Seine Bewohner beeindrucken durch ihren Optimismus, der sie jede Chance auf eine Verbesserung ihrer Lebensumstände ergreifen lässt. Besonders für Frauen waren die letzten Jahre zwischen den Verheißungen des Arabischen Frühlings und der neuen Repression durch religiöse Eiferer und autoritäre Militärs ein Wechselbad der Gefühle. Die jungen Töpferinnen in der Oase Al-Fajum können sich durch ihre Kreativität erstmals finanziell unabhängig machen. Ein eigenes Geschäft zu eröffnen, war für Frauen auf dem Land vor einigen Jahren noch undenkbar. Besonders Mutige wie die Bikerin Basma nutzen in der Hauptstadt Kairo das Internet, um nicht allein gegen Vorurteile und alltägliche Gewalt angehen zu müssen. Für die Flussfischerin Wagiha dagegen bleibt der Fortschritt unerreichbar, sie kann ihre Kinder nicht zur Schule schicken. Aber auch ihrer Familie ermöglicht der Nil das Überleben. Ohne sein Wasser könnten die Uferbewohner weder Felder noch Dattelpalmen bewässern. Auch die „beste Baumwolle der Welt“, wie Handwerker Emad stolz behauptet, würde nicht gedeihen, und Möbelmacher Mansur könnte nicht die „bequemsten Sofas überhaupt“ anfertigen. Der längste Fluss der Erde bleibt der Garant ihrer Zukunft. Kein Fluss ist so von Legenden umwoben wie der Nil, kein Fluss beherrscht so sehr das Land, durch das er fließt. Der längste Fluss der Erde zieht sich wie ein grünes Band von Süden nach Norden durch Ägypten, durch das Land, das allein durch das Wasser des mächtigen Stroms am Leben erhalten wird. In opulenten Bildern zeigt die dreiteilige Dokumentation die großartigen Landschaften und faszinierenden Menschen, die ihr Leben zwischen Aufbruch und Tradition gestalten. | |||||
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03/13/2026 5:35 pm |
Jäger und Gejagte |
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| Die Natur hat es so gewollt - in der Tierwelt gibt es einen ständigen Kampf zwischen Jägern und Gejagten. Für beide geht es dabei um Leben oder Tod. Dieses stetige Ringen ums Überleben verursacht seit Millionen von Jahren das Gleichgewicht in der Tierwelt. Jedes Tier hat also eine bedeutende Aufgabe in seiner Umwelt, dennoch haben alle das gleiche Ziel: Sie wollen überleben und ihre Jungen aufziehen. Der Film zeigt das Zusammenspiel aus Jägern und gejagten Tieren in einem besonderen Gebiet: Berrocal ist eine beispiellose Felsenlandschaft auf der Iberischen Halbinsel, die für viele verschiedene Tierarten einen Lebensraum darstellt. Die Dokumentation widmet sich einer einzigartigen Felsenlandschaft auf der Iberischen Halbinsel - sie heißt Berrocal und entstand vor mehr als 250 Millionen Jahren. Die dort zahllos vorhandenen Granitblöcke schaffen allen Tieren einen besonderen Lebensraum und damit besondere Herausforderungen für Raub- und Beutetiere. Die Jäger auf der Pirsch verstecken sich hinter den Felsblöcken, während wiederum ihre Beute die Granitblöcke nutzt, um etwa darunter Höhlen zu bauen, in denen sie absolut sicher sein können. In verschiedenen Bereichen der Iberischen Halbinsel konkurrieren Jäger und Gejagte zu jeder Jahreszeit und kämpfen Tag für Tag um ihr Leben. Aber nicht nur die Jäger - auch die Gejagten sind viel häufiger als vermutet die Gewinner des Tages. Sie lernen so, die Chancen zu nutzen, die ihnen die Natur bietet. Into the Wild Productions ist eine Filmproduktionsfirma, die sich auf Wildtiere und deren Umwelt spezialisierte und diesen Film gedreht hat. Durch ihr Fachwissen über das Verhalten der Tiere und deren Lebensräume auf der Iberischen Halbinsel gelang es ihr, seltene und spektakuläre Aufnahmen zu produzieren. Allein von Wildkatzen, Kaninchen, Uhus, Waldmäusen, Stülpnasenottern, Wieseln, Rothühnern, Habichten, Langohrfledermäusen, Motten und Zwergohreulen gibt es einzigartige Filmszenen. Es sind Jäger und Gejagte - die Tierwelt der Iberischen Halbinsel ... | |||||
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03/13/2026 6:20 pm |
ARTE Journal |
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| ARTE Journal, das europäische Nachrichtenmagazin, wirft einen aktuellen, weltoffenen und europäischen Blick auf Politik und Kultur. | |||||
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03/13/2026 6:35 pm |
Mit offenen Karten - Im Fokus |
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| "Mit offenen Karten im Fokus": Täglich drei Minuten Aktuelles und Analysen. | |||||
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03/13/2026 6:40 pm |
Re: Die Ärzte der Ägäis |
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| Griechenland hat über 200 bewohnte Inseln, von denen viele nicht über eine medizinische Versorgung verfügen. Glücklicherweise gibt es Ärzte, die solche entlegenen Ägäis-Inseln besuchen, um ehrenamtlich zu helfen. "Re:" begleitet die Mission eines Ärzteteams auf die Kykladen-Insel Serifos. Dort wird mit zwei LKW voll medizinischem Equipment für ein paar Tage ein provisorisches Krankenhaus errichtet. Die griechische Stavros-Niarchos-Stiftung hat vor zehn Jahren ein System von mobilen medizinischen Teams aufgebaut, die monatlich in Piräus auf die Fähre steigen, um kleine entlegene Inseln für jeweils eine knappe Woche medizinisch zu versorgen. Denn die Kosten für einen Arztbesuch auf dem Festland können sich viele Inselbewohner nicht leisten, und im Winter sind Überfahrten wegen schlechten Wetters oftmals ganz unmöglich. Der Augenarzt Christos Christoulakis ist von Anfang an bei diesen Einsätzen dabei: "Wir geben etwas. Aber wir bekommen auch sehr viel zurück". Zusammen mit Tasos Stamatiadis, dem technischen Leiter der Mission, ist er auf dem Weg nach Serifos. Auf der Fähre werden sie von zwei Lkws voll mit medizinischem Gerät begleitet, darunter ein tragbares Röntgengerät, ein digitales 3D-Mammographiegerät und ein Knochendichtescanner. Auf Serifos wird in wenigen Stunden ein Pop-Up Krankenhaus errichtet, mit dem die Insel vier Tage lang über die medizinische Infrastruktur einer kleinen Stadt verfügt - mit vielen verschiedenen Fachärzten und Krankenschwestern, die alle ehrenamtlich arbeiten. Auf der Insel wird das Medizinteam schon erwartet; viele der knapp 1.500 Einwohner kommen zu Untersuchungen vorbei, oft zu mehreren. Das "reisende Krankenhaus" hilft ihnen so, trotz der fehlenden Infrastruktur weiter auf Serifos zu leben. Manchen Patienten allerdings müssen die Ärzte zu einer Therapie auf dem Festland raten - so wie Susanna Diogou, die Lähmungserscheinungen in ihrem linken Fuß hat. Aber dafür müsste die Familie sich für längere Zeit trennen - ein Dilemma, das viele Menschen auf den Inseln fürchten. Nah dran, authentisch, echt - der Mensch im Mittelpunkt. In 30 Minuten taucht "Re:" in Lebenswelten ein und macht Europas Vielfalt erlebbar. | |||||
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03/13/2026 7:15 pm |
Katharina Tempel - Was wir fürchten |
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| Ausgerechnet an dem Tag, an dem die erste Sitzung der Paartherapie stattfindet, zu der sich Kriminalkommissarin Katharina Tempel und ihr Mann Volker entschlossen haben, werden sie und ihr Chef, Hauptkommissar Georg König, zu einer Schießerei ins Gericht gerufen. Dem jungen Untersuchungshäftling Felix Brenner ist in Anwesenheit von Katharinas Freundin, Staatsanwältin Golda Hopkins, die Flucht gelungen. Ein JVA-Beamter schwebt im Krankenhaus zwischen Leben und Tod. Felix Brenner wird der Mord an der Lehrerin Patrizia Oelrich vorgeworfen, die vor einem halben Jahr in ihrem Haus getötet wurde. Für Katharina wird schnell klar, dass Georg, der die damaligen Ermittlungen geleitet hat, ihr in diesem Fall etwas verheimlicht. Felix Brenners Verteidigerin, seine Zwillingsschwester Moira Brenner, ist von der Unschuld ihres Bruders überzeugt und wirft Georg vor, zu einseitig ermittelt zu haben. Felix sei nicht geflohen, um unterzutauchen, sondern um seine Unschuld zu beweisen. Die Ermittlungen führen Katharina schließlich in die gemeinsame Vergangenheit von Patrizia Oelrich und Felix Brenner. Anscheinend liegt der Schlüssel zu diesem Fall in einem dunklen Familiengeheimnis, das sich um den mehr als 15 Jahre zurückliegenden Unfalltod von Patrizias ältestem Sohn Leon rankt. Felix war Leons bester Freund. Als gleichzeitig immer klarer wird, dass Georg damals bei der Festnahme von Felix einen schweren Fehler begangen hat, wird Katharinas Beziehung zu ihm auf eine harte Probe gestellt. In ihrem zweiten Fall jagt die Hamburger Kommissarin Katharina Tempel einen erklärten Mörder, dem bei seinem Haftprüfungstermin die Flucht gelungen ist. Die Hauptdarstellerin Franziska Hartmann arbeitete mit Regisseur Jens Wischnewski schon bei der mit dem Grimme-Preis ausgezeichneten Miniserie "Neuland" (2022) zusammen. | |||||
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03/13/2026 8:45 pm |
Joan Baez - Mit lauter Stimme |
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| Joan Baez singt mit außergewöhnlicher Stimme und ist bekannt dafür, sich mit lauter Stimme auch politisch zu äußern. Die außergewöhnliche Sängerin und unermüdliche Aktivistin öffnet in dem berührenden Dokumentarfilm die Türen zu ihrem Leben und Werk. Sie wurde 1941 geboren. Seit ihrem Debüt mit 18 Jahren steht Baez mehr als 60 Jahre als Sängerin auf der Bühne. Sie ist eine Ikone der Popkultur und gewährt in dem Film intime Einblicke in ihre privaten Archive, darunter auch Tagebücher, Therapieaufnahmen und Home-Movies. "Joan Baez - Mit lauter Stimme" begibt sich mit der Künstlerin auf ihre Abschiedstournee. Dabei reflektiert der Film ihre bewegte Lebensgeschichte - von den Kämpfen in der Bürgerrechtsbewegung an der Seite von Martin Luther King bis zu ihrer komplexen Beziehung mit Bob Dylan und den "Dämonen", die sie seit ihrer Kindheit in sich trägt. Regie führten die Filmemacherinnen Karen O'Connor, Miri Navasky und Maeve O'Boyle, die Baez über mehrere Jahre hinweg begleiteten und so eine tiefgreifende Bilanz ihres Lebens ziehen konnten. Mit bislang unveröffentlichten Archivaufnahmen und Zitaten entsteht das faszinierende Porträt einer Frau, die nicht nur mit ihrer Stimme, sondern auch mit Mut und Engagement Musik- und Weltgeschichte schrieb. Joan Baez spricht im Film selbstkritisch über ihre emotionalen Herausforderungen und inneren Motivationen, was diese Dokumentation auch zu einem einzigartigen Denkmal für eine Künstlerin macht, die mit Humor und Distanz zu sich selbst ihren eigenen Lebensweg betrachtet. Ihre ungefilterte Ehrlichkeit berührt, inspiriert und erlaubt einen besonderen Blick auf die Kraft der Musik und des Engagements. | |||||
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03/13/2026 10:35 pm |
Beirut |
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| Die US-amerikanische Band Beirut um Frontmann Zach Condon bringt die geballte emotionale Kraft ihrer Musik auf die Bühne des Berliner Tempodroms. Das Publikum erlebt eine starke Performance, die ganz im Zeichen des 2023 erschienenen Studioalbums „Hadsel“ steht. Beirut zu hören ist, als blättere man in einem lange verschollen geglaubten Familienalbum - eine unbeschreibliche Mischung aus Lachen, Tränen und Nostalgie. Hervorgerufen wird diese besondere Stimmung durch die subtile Verbindung slawischer Melodien mit amerikanischem Folk, getragen von der sanft klagenden Stimme Zach Condons. Gerade diese unverwechselbare Stimme hätte der Sänger aus Beirut beinahe verloren. Um sie zu retten, zog sich der Künstler nach Norwegen in das abgelegene Dorf Hadsel zurück. Dieser Zufluchtsort nördlich des Polarkreises inspirierte Zach Condon auch zu seinem siebten Studioalbum „Hadsel“. 2016 hatte das Team von „ARTE Concert“ das Glück, Beirut am Tag nach ihrem Konzert im Bataclan für eine Reihe von Wohnzimmerkonzerten in Paris filmen zu können. Acht Jahre später gibt es nun ein erneutes Treffen mit Zach Condon in Berlin. Dieses Mal allerdings nicht in Form eines Privatkonzerts im kleinen Kreis, sondern auf einer Bühne vor Tausenden von Fans, die sich über das Wiedersehen mit dem Ausnahmemusiker freuen. Aufzeichnung vom 17. Februar 2024 aus dem Berliner Tempodrom | |||||
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03/14/2026 12:00 am |
Globalisierung - Wie Krisen unsere Welt verändern |
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| Krisen, Kampf um Rohstoffe, Klimawandel und Digitalisierung - die Welt wandelt sich rasant und damit auch die globalisierte Wirtschaft. Wer gewinnt, wer verliert? Was kommt auf uns zu? Eine Spurensuche in sieben Weltregionen. Als Apple-Boss Steve Jobs 2007 das iPhone präsentiert, ahnt kaum jemand, wie es die Welt verändern wird. Heute trägt fast jeder sein digitales Leben in der Tasche. Smartphones verbinden die Welt, alle können fast alles überall mit ein paar Klicks erfahren. Länder und Firmen kooperieren erfolgreich, um Smartphones überhaupt produzieren zu können. Die Lieferkette ist so global wie die Kommunikation, die auf ihnen läuft. Alles greift ineinander und doch haben sich die Hoffnungen vom Anfang des Internet-Zeitalters nicht erfüllt: „Die Grenzen zwischen den Ländern würden verschwinden, die Kluft zwischen Arm und Reich würde sich verringern - aber all das ist nicht passiert”, sagt Mark Liu, CEO des global wichtigsten Chip-Herstellers TSMC. Stattdessen steigen die geopolitischen Spannungen zwischen den Supermächten USA und China. Das Denken in Blöcken und Einflusssphären kehrt zurück. Die globale Produktion ist nicht mehr allein die Suche nach den besten und günstigsten Produktionsbedingungen, sie wird auch zur Frage des besten Risiko-Managements und des erbitterten Wettbewerbs um die globale Führungsrolle. Ist die Globalisierung grundlegend in der Krise? Autor Kersten Schüßler reist auf der Spur der neuen Weltordnung, trifft auf neue Chancen, neue Konflikte und vor allem: neue Perspektiven auf die Globalisierung. Während im alten Europa die Entwicklung immer komplizierter scheint, sieht man auf anderen Erdteilen völlig andere Möglichkeiten. So verteilen sich die Rollen von Gewinnern und Verlierern neu. Und wer nicht mitspielt, der verliert. | |||||
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03/14/2026 1:30 am |
Beatrice Rana spielt Schumann |
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| Baden-Baden avancierte im 19. Jahrhundert zur Capitale d’été und zu einem Modebad, in dem das Kurieren eines Leidens oft nur noch Nebensache war. Das Konversationshaus - heute Kurhaus - war beliebter Treffpunkt der Gäste aus Literatur, Musik, Kunst, Wissenschaft und Adel. Auch Robert Schumann hat dreimal zusammen mit seiner Frau Clara Baden-Baden besucht. Clara Schumann entschloss sich 1862 - sechs Jahre nach dem Tode Robert Schumanns - sich und ihren Kindern im heutigen Baden-Badener Stadtteil Lichtental eine Heimat zu geben und kaufte dort ein Haus mit Hilfe ihrer Freundin, der berühmten Sängerin Pauline Viardot. Die berühmteste Pianistin ihres Jahrhunderts bereitete hier im Sommer ihre internationalen Konzertreisen der kommenden Saison vor, unterrichtete, traf sich mit Familie und internationalen Freunden und trat in Baden-Baden sowohl in Salons als auch in öffentlichen Konzerten häufig auf. Dies tat sie oft mit ihrem lebenslangen Freund Johannes Brahms, der ab 1865 nicht weit von ihrem Haus regelmäßig eine Sommerwohnung bezog und dort wesentliche Kompositionen schuf beziehungsweise vollendete. Der Dirigent und Pianist Yannick Nézet-Séguin, Musikdirektor der New Yorker Metropolitan Opera, das Chamber Orchestra of Europe und die fantastische Pianistin Beatrice Rana wollen diese Bezüge bei ihrer sommerlichen Residenz im Festspielhaus Baden-Baden herstellen. Zusammen mit dem Klavierkonzert a-Moll op. 54 von Robert Schumann werden Beatrice Rana und Yannick Nézet-Séguin Ausschnitte aus Werken für Klavier zu vier Händen, den „Bildern aus dem Osten“ von Robert Schumann, und aus den Walzern von Brahms spielen. | |||||
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03/14/2026 2:15 am |
Mit offenen Karten |
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| Seltene Erden haben sich zu hochstrategischen Rohstoffen entwickelt: aufgrund ihrer magnetischen und leuchtenden Eigenschaften spielen sie eine wichtige Rolle bei der Nutzung erneuerbarer Energien und der Herstellung von Bildschirmen. Heute werden auf der Welt fünfmal mehr Seltene Erden verbraucht als noch vor fünfzehn Jahren. Fast die Hälfte der weltweit bekannten Vorkommen liegt in China, gefolgt von Brasilien, Indien, Australien, Russland, Vietnam, den USA und Myanmar. In Peking begnügt man sich nicht mit den landeseigenen Ressourcen, sondern hat über Jahre hinweg die gesamte Wertschöpfungskette der Seltenen Erden unter Kontrolle gebracht. Inzwischen beherrscht das Land rund 85 Prozent des Weltmarkts - ein Vorteil, der sich im Kontext des von Donald Trump angeheizten Handelskonflikts als wirtschaftliches Druckmittel nutzen lässt. Gleichzeitig wecken die Vorkommen an Seltenen Erden in der Ukraine, Venezuela und Grönland die Aufmerksamkeit des US-Präsidenten. Seltene Erden stehen heute im Zentrum der internationalen Machtverhältnisse - auch für Europa, das unter anderem auf ein Vorkommen im schwedischen Per Geijer zurückgreifen kann und zugleich verstärkt auf Recycling setzt. Von der Globalisierung von Krankheiten über das Recht auf Bildung bis hin zum internationalen Terrorismus - wichtige Fragen und Konfliktlagen der Weltpolitik werden analysiert anhand von Landkarten. | |||||
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03/14/2026 2:30 am |
Bilder allein zuhaus |
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| J. Howard Millers "We Can Do It!"-Plakat aus dem Jahr 1943 sollte die Arbeitsmoral der Frauen stärken. So soll Rose in einer Rede Frauen dazu ermutigen, in den Fabriken arbeiten zu gehen, während ihre Männer an der Front kämpfen. Doch Rose, die mit dem hochgekrempelten blauen Hemd und dem rot-weiß gepunkteten Kopftuch zur Ikone wurde, hält sich nicht lange an den Text des Appells, denn sie ist überzeugte Feministin. ʺBilder allein zuhausʺ nimmt Meisterwerke der Malerei humorvoll unter die Lupe. Von Leonardo da Vincis "Mona Lisa" bis hin zu Boteros ʺBailarinesʺ werden in der 30-teiligen dritten Staffel der Kurzfilmserie Gemälde von Schauspielern zum Leben erweckt, die bei einem aufwendigen Casting wegen ihrer Ähnlichkeit mit den gemalten Figuren ausgewählt wurden. Auch Dekor und Kostüme sind dem jeweiligen Bildmotiv sorgfältig nachempfunden. Die sehr witzigen Dialoge spielen dabei mit dem Zeitgeist und vermitteln nebenbei Wissenswertes über die Geschichte der Gemälde. | |||||
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03/14/2026 2:35 am |
28 Minuten |
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| "28 Minuten" ist das Polit-Magazin bei ARTE, täglich frisch und frech aus Paris. Jede Sendung nimmt aktuelle Themen aus Gesellschaft, Politik, Wirtschaft oder Wissenschaft unter die Lupe. | |||||
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03/14/2026 4:05 am |
Kunst auf der Haut |
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| In Indien gehört die Körperbemalung mit Henna seit Jahrhunderten zum Alltag der Frauen - als kunstvolles Ritual vor Hochzeiten, Familienfesten, religiösen Zeremonien oder großen Festivals. Doch Kunst auf der Haut zeigt auch, dass hinter den filigranen Mustern weit mehr als nur Ästhetik steckt. Für junge Frauen wie Monica, Yuvi und Pratiksha ist die Kunstbemalung mit Henna ein Weg in die Unabhängigkeit. In einer kleinen Hennaschule in Udaipur lernen sie, mit den Pflanzenpigmenten kunstvolle Figuren und Geschichten zu zeichnen und damit ihr eigenes Leben neu zu schreiben. Meister Satish Nayak bringt den jungen Frauen traditionelle Formen und ihre Bedeutung bei und eröffnet ihnen so die Möglichkeit, selbstständig einen Beruf auszuüben. Auch Renu, Mutter von Zwillingen und Hausfrau, pflegt die Tradition aus Überzeugung. Beim Gangaur-Fest feiert sie mit ihren Freundinnen die Liebe zu ihren Ehemännern und zur Göttin Parvati. Zu den Festivitäten bemalen sich Freundinnen und Verwandte gegenseitig mit kunstvollen Hennamustern. Doch Renu weiß auch: Nicht jede Frau darf in Indien ihre Talente frei entfalten, die Entscheidung trifft ihre Familie oder ihr Ehemann. Der Film taucht ein in die bunte Welt der Traditionen und Rituale rund um Henna und verfolgt den Weg dreier jungen Frauen Monica, Yuvi und Pratiksha aus Udaipur in Rajasthan, von ihren ersten Zeichnungen in der Schule bis zu einem offiziellen Engagement bei einer Hochzeit. | |||||
