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    03/29/2026 3:00 am

    Madagaskar - Tropisches Inselparadies

    Madagaskar ist für Biologen eine der interessantesten Inseln der Welt. Denn dort hat sich in Jahrmillionen der Abgeschiedenheit eine völlig einzigartige Tier- und Pflanzenwelt entwickelt. Sie entstand vor etwa 90 Millionen Jahren und bietet verschiedensten, nur dort vorkommenden Tierarten wie Lemuren, Tenreks, Fingertieren und Pelikan-Spinnen eine Heimat. Auch die Menschen auf der erst spät besiedelten Insel haben sich an die jeweilige Landschaft und ihr Klima angepasst. So kultivieren Bauern im regenreichen Osten Reisfelder, während die Bewohner der trockenen Westküste gelernt haben, mithilfe von Affenbrotbäumen riesige Wassermengen zu speichern, um die Trockenzeit zu überstehen.

    03/29/2026 3:50 am

    Davos - Vom Tuberkulose-Kurort zur Wissensstadt

    Europaweite Bekanntheit hat Davos gegen Ende des 19. Jahrhunderts erlangt. Wer es sich leisten konnte und an der Lungenkrankheit Tuberkulose erkrankt war, fuhr nach Graubünden, um zu kuren. Vor dem Zweiten Weltkrieg war Davos eine Nazi-Hochburg in der neutralen Schweiz. Erst heute stellt sich die Stadt ihrer Vergangenheit. Davos ist nicht nur Wintersportdestination, sondern auch Wissensstadt. Der Film erzählt Davos' wechselvolle Geschichte. Neben dem Weltwirtschaftsforum haben sich in Davos Forschungseinrichtungen angesiedelt: das Physikalisch-Meteorologische Observatorium, das Lawinenforschungsinstitut, die Kinder-Asthma-Höhenklinik und die AO Foundation, die sich mit der Behandlung von Knochenbrüchen und dem Einsatz von Implantaten beschäftigt. Film von Marion Flatz-Mäser Erstsendung 25.10.2025

    03/29/2026 4:30 am

    Afrika von oben: Äthiopien

    Die Reise aus der Luft führt diesmal über eins der bevölkerungsreichsten Länder Afrikas: Äthiopien. Das am Horn von Afrika gelegene Land wurde einst von Erdbeben und Vulkanen geprägt. Noch immer wirken gewaltige Naturkräfte: Der giftige Rauch des Erta Ale ist meilenweit zu sehen. In seiner Caldera liegt einer von nur wenigen aktiven Lavaseen weltweit. Unter der mörderischen Glut der Sonne gewinnen die Salzarbeiter in der Afar-Senke das weiße Gold. Kamelkarawanen transportieren das Salz tagelang durch die Wüste. In der Provinz Tigray finden sich uralte christliche Wurzeln. Die ersten Christen schufen einmalige Kulturdenkmäler im massiven Sandstein. Noch heute ist die Stadt Aksum Pilgerstätte für äthiopische Christen. Weiter im Süden ragen im Simien-Gebirge die meisten und höchsten Gipfel Äthiopiens auf. Im Hochland auf über 2200 Metern Höhe leben äußerst seltene Primaten: Die Dscheladas, auch Blutbrustpaviane genannt, ernähren sich ausschließlich von Gras, das es dort reichlich gibt. Der höchstgelegene See Afrikas und größte Äthiopiens ist der Tana-See. Sein Fischreichtum lockt große weiße Pelikane an. Wie seit Jahrhunderten fahren die Fischer mit ihren traditionellen Binsenbooten hinaus und werfen ihre Netze aus. Die Tis-Issat-Wasserfälle gelten als Ursprung des Blauen Nils. Nicht weit von der Hauptstadt Addis Abeba eröffnet sich das "Great Rift Valley", der "Große Afrikanische Grabenbruch". Diese Täler bilden eine eigene reiche Welt aus Savannen, Wald und sanften Hügeln von unübertroffenem Artenreichtum. Fast nur aus der Luft sind die seltenen und wenigen Elefanten am Horn von Afrika zu entdecken. Afrika von oben: Aus großer Höhe entsteht ein völlig neues Bild des für seine Wildnis berühmten Kontinents. Gesegnet mit einem reichen kulturellen Erbe und fantastischen Landschaften. Dokumentation von Tom Barton-Humphreys

    03/29/2026 5:15 am

    kinokino

    Dein Date mit der Filmwelt

    Hape Kerkeling hat seine urige Figur des Journalisten Horst Schlämmer wiederbelebt. Ein neuer Film gegen den Frust in der deutschen Gesellschaft - funktioniert das? Wir haben mit Hape Kerkeling über "Horst Schlämmer sucht das Glück" gesprochen.

    03/29/2026 5:30 am

    Alpenpanorama

    "Alpenpanorama" zeigt über zahlreiche Web- und Panoramakameras täglich Livebilder aus ausgewählten Urlaubsorten. Die Sendung informiert auch über Temperatur- und Wetterbedingungen vor Ort.

    03/29/2026 7:00 am

    ZIB

    Zeit im Bild

    Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

    03/29/2026 7:05 am

    Alles Klasse? - Wie Status unser Leben ordnet

    Moderation: Olivia Röllin

    Heute werde zwar viel über Rassismus und Sexismus gesprochen, aber viel zu wenig über Klasse. Das meint der Philosoph Hanno Sauer. Olivia Röllin spricht mit ihm über Statussignale.

    03/29/2026 8:05 am

    Kaminer Inside: Schloss Neuschwanstein

    Moderation: Wladimir Kaminer

    Der Schriftsteller wandelt auf den Spuren von König Ludwig II. von Bayern. Wladimir Kaminer ist unterwegs hinter den Kulissen des Märchenschlosses.

    03/29/2026 8:50 am

    Kaminer Inside: Deutsche Märchenstraße

    Wladimir Kaminer entdeckt die Deutsche Märchenstraße – voller Mythen, Märchenfiguren und überraschender Wahrheiten über unsere Kultur.

    03/29/2026 9:35 am

    Last Dance

    Spielfilm Schweiz 2022

    Nach dem Tod seiner Frau springt der 75-jährige Germain für sie in einem modernen Tanzensemble ein. Seine Kinder ahnen nichts von seinem Engagement, was zu manchem Missverständnis führt. Berührende Tragikomödie von Delphine Lehericey. Germain und Lise sind seit vielen Jahren verheiratet. Das Rentnerpaar genießt den Ruhestand und sieht seine beiden Kinder und deren Familien regelmäßig. Doch Lise hat neben der Familie eine andere große Leidenschaft: Sie widmet sich dem modernen Tanz in einem Ensemble der renommierten spanischen Choreografin La Ribot. Letztere arbeitet mit professionellen Tänzern und Amateuren zugleich. Eines Tages stirbt Lise unerwartet. Germaine ist erschüttert über den Verlust seiner großen Liebe. Doch die Eheleute haben sich einst ein Versprechen gegeben: Der überlebende Partner soll das Projekt weiterführen, das der Verstorbene nicht mehr beenden konnte. Germain beschließt, Lises Platz bei der Tanztruppe einzunehmen und wird bei Ribot vorstellig. Wie Germain um seine geliebte Frau trauert, berührt die Choreografin. Prompt stellt sie das Programm um und rückt den traurigen Witwer ins Zentrum ihrer Choreografie. Germain erfährt dabei Unterstützung des jungen Tänzers Samir. Derweil machen sich Germains Kinder Carole und Mathieu Sorgen um ihren Vater. Diesem aber wird die geradezu aufdringliche Fürsorge zu viel. Er verschweigt ihnen seine neue Beschäftigung. Seine Geheimniskrämerei aber führt zu einigen Missverständnissen und bringt sein Leben mehr durcheinander, als ihm lieb ist.

    03/29/2026 11:00 am

    ZIB

    Zeit im Bild

    Die Kurzausgaben der österreichischen Nachrichtensendung "Zeit im Bild" (ZIB) liefern neben klassischen Nachrichten Informationen über Entwicklungen auf den Finanzmärkten und Expertenanalysen.

    03/29/2026 11:15 am

    Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

    In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem - wenn auch in bescheidenerem Rahmen - bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen. Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/29/2026 11:15 am

    Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

    In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem - wenn auch in bescheidenerem Rahmen - bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen. Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/29/2026 12:05 pm

    Sehnsucht nach dem Küstenland

    Jahrhundertelang gehörte die Obere Adria zur Habsburgermonarchie und wurde zum Symbol des Vielvölkerreiches. Im Küstenland haben Deutsche, Italiener und Slawen friedlich zusammengelebt.1918 ging mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie auch die etwa ein halbes Jahrtausend währende Herrschaft Österreichs an der Oberen Adria zu Ende. Geblieben ist ein umfangreiches kulturelles Erbe. Prunkvolle Verwaltungsgebäude und Grandhotels, Straßen- und Eisenbahnverbindungen, die Triest oder Görz mit Wien und Budapest verbanden - und Erinnerungen an eine Zeit, die heute hier wieder positiv beurteilt wird. Die Dokumentation "Sehnsucht nach dem Küstenland" nimmt die Zuschauer mit auf eine (Zeit)-Reise entlang der heutigen italienischen, slowenischen und kroatischen Küsten, die einst ein illustres adeliges und bürgerliches Publikum aus allen Teilen der Donaumonarchie angelockt haben. Sie porträtiert Menschen, die diese gemeinsame Geschichte gewissermaßen in sich tragen, wie zum Bespiel Gräfin Carolina Lantieri aus Görz, in deren Stadtpalast einst Maria Theresia, Napoleon, Goethe, Kant oder die letzten französischen Könige zu Gast waren. Erika Auchentaller, die Enkelin des großen Wiener Sezessionisten Josef Maria Auchentaller, führt durch den beliebten Badeort Grado, den ihr Großvater in zahlreichen Gemälden festgehalten hat und der überhaupt erst durch ihn zu einem der mondänsten Seebäder der Monarchie wurde. Hans Kitzmüller, ein großer Kenner der Geschichte von Görz und des gesamten Küstenlandes und zugleich leidenschaftlicher Segler, stellt das malerische Inselstädtchen Mali Losinj vor. Einst wurde es Lussinpiccolo genannt und war ein beliebter Aufenthaltsort vieler Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses. Die Bauten aus der Monarchie prägen heute noch das Stadtbild des Kurortes. Außerdem begleitet der Film die österreichische Autorin Christine Casapicola bei ihren Recherchen über das Küstenland unter anderem zu den einst österreichischen Salinen von Piran oder zur Weinlese nach Cormons, der früheren österreichischen Grenzstadt. Von Cormons aus wurden jedes Frühjahr Kirschen für die Obstmärkte nach Wien geliefert. Film von Gernot Stadler

    03/29/2026 1:00 pm

    Oberitaliens vergessene Wasserwege

    Der Piave fließt von seiner Quelle am Monte Peralba in den Karnischen Alpen bis in den Golf von Venedig - die Stadt im Wasser, die es ohne den Piave so gar nicht gäbe. Denn Venedig brauchte Holz. Die Befestigung der Stadt, Brücken- und Hausbau, Gondeln und die Glasindustrie, all das verschlang Unmengen von Holz. Fichten und Lärchen von außerordentlicher Qualität kamen aus dem Gebirgsort Obertilliach. Transportiert wurde das Holz jahrhundertelang auf dem Piave. Ausgehend vom historischen Holzhandel mit Osttirol über das Tilliacher Joch und den Holztransporten auf dem Piave und über ein weitverzweigtes Kanalsystem, beleuchtet der Film die Geschichte und die bedeutendsten Wege des Holzes, die Orte, die Menschen und ihre Arbeitsbedingungen. Die kulturellen Besonderheiten entlang der Filmstrecke sind voller Überraschungen. Am Ursprung des Piave in der Region Venetien liegt auf 1250 Metern Höhe das Dorf Sappada, zu Deutsch Plodn, eine deutsche Sprachinsel mit 1300 Einwohnern. Die Plodner sind vor etwa 1000 Jahren aus dem Tiroler Pustertal hierhergekommen, und seitdem hat sich ihre mittelhochdeutsche Sprache praktisch nicht verändert. Nicht nur die Sprache, auch das Brauchtum wird in Plodn bewusst gepflegt, zum Beispiel im Fasching mit der "Plodner Vasenacht", bei der Umzüge mit selbst geschnitzten Zirbenholz-Masken durchs Dorf ziehen. Etwa 30 Kilometer weiter flussabwärts, in Pieve di Cadore, wurde Tiziano Vecellio geboren. Als Tizian - venezianischer Malerfürst und größter Porträtist seiner Zeit - ging er in die Kunstgeschichte ein. Wenig bekannt ist, dass Tiziano und sein Bruder Francesco Vecellio sich auch stark im Holzhandel mit Venedig engagierten. Tizian porträtierte unter anderen die Habsburger Monarchen Maximilian I., Karl V. und Ferdinand I. und ließ sich dafür auch mit Waldgebieten und Ernterechten entlohnen. Die Vecellios betrieben im nahen Perarolo an der Piave einige Sägewerke und Tischlereien. Die alten Venezianer hatten im Lauf der Jahrhunderte in gewaltigen technischen und wasserbaulichen Anstrengungen alle Flüsse, die früher in die Lagune mündeten, in die Adria umgeleitet. Sie sollten mit ihren großen Geschiebemengen und der von ihnen ausgehenden Hochwassergefahr von der Lagune ferngehalten werden. In Ufernähe zur Adria konnten die Flößer mit dem Holz den "Litoranea Veneta" nutzen. Er führt parallel zur Adriaküste immer im geschützten Binnenland durch Lagunen und Flüsse, die mit künstlichen Kanälen zu einem schiffbaren Wasserweg verbunden wurden. Die Anfänge dieses Wasserweges führen bis in die Antike zu den alten Römern zurück. Die Österreicher haben ihn im Ersten Weltkrieg, als sie nach der 12. Isonzoschlacht bis zum Piave durchbrachen, noch einmal ausgebaut. Der geschützte Binnenwasserweg sollte für den Transport von Truppen, Gerät und Nachschub verwendet werden. Der "Litoranea Veneta" wird bis heute erhalten. Er ist durchgehend befahrbar und wird lokal und touristisch genutzt. Film von Hermann Peseckas und Stefan Sternad

    03/29/2026 1:50 pm

    Wo die Zitronen blüh'n - Eine süßsaure Reise von den Alpen bis Sizilien

    Wenn Goethe von dem Land "wo die Zitronen blüh'n" schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zuhause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: großartige Landschaften und außergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte. Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/29/2026 2:35 pm

    Faszination Fluss - Der Tagliamento

    Der Tagliamento ist der letzte wilde Fluss in den Alpen. Ungezähmt bricht er sich durch die schroffen Berge im Nordosten Italiens und durch die friulanische Tiefebene bis zur Adria-Mündung. Die Inseln in seinem Flussbett und die Wälder an seinen Ufern gelten als die artenreichsten Ökosysteme Europas. Die Dokumentation führt entlang des Tagliamento und eröffnet ein tieferes Verständnis für die ökologischen Zusammenhänge zwischen Mensch und Fluss. Die Forschungsergebnisse des Gewässerökologen Klement Tockner und seiner Kolleginnen und Kollegen haben geholfen zu verstehen, wie andere, bereits veränderte Flüsse renaturiert werden können. Vor allem der verzweigte Mittellauf ist der am meisten gefährdete Gewässertypus. Denn am Übergang von den Alpen in das Tiefland haben sich die Menschen schon immer besonders gern angesiedelt. Zwar kann ein mächtiger Strom bei Hochwasser eine große Gefahr darstellen, aber je natürlicher er bleibt, desto mehr Rückhaltevermögen besitzt er auch. Die Bewohnerinnen und Bewohner im Umfeld des Tagliamento haben ihre Dörfer aus Respekt vor dem Hochwasserrisiko meist in sicherer Entfernung zum Fluss gebaut und dadurch größere Probleme fast immer vermieden. Seit Jahrhunderten bildet der Tagliamento in erster Linie die Lebensgrundlage für die Bewohner an seinen Ufern. Die gesamte Landwirtschaft der friulanischen Tiefebene ist von ihm abhängig. Nach einem Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/29/2026 2:55 pm

    Auf der anderen Seite ist das Gras viel grüner

    Fernsehfilm Deutschland 2017

    Eigentlich ist Kati mit ihrem Traummann Felix sehr glücklich. Doch der attraktive, treue und beruflich erfolgreiche Arzt arbeitet so viel, dass sich Kati zu oft alleine fühlt. Prompt verliebt sie sich in den gutaussehenden, charmanten Künstler Mathias. Kurz bevor ihre letzten Hemmungen fallen, mischt das Schicksal die Karten auf unglaubliche Weise neu: Nach einem Autounfall wacht Kati in der Vergangenheit auf - genau an jenem Tag vor fünf Jahren, an dem sie Felix durch einen Zufall kennenlernt. Kati will die unverhoffte zweite Chance nutzen und macht Mathias ausfindig, der sich auch dieses Mal in sie verliebt. Zwar versucht sie die Begegnung mit Felix zu vermeiden, doch irgendwie klappt das nicht. Ständig läuft er ihr über den Weg und ist dabei genauso betörend wie beim ersten Mal. Nun muss sie sich bei Felix zusammenreißen! Als Kati dahinterkommt, dass seine Freundin Lilian ihn mit seinem besten Kumpel Gereon betrügt, mischt sie sich doch in das Leben von Felix ein. Jessica Schwarz, Felix Klare und Christoph Letkowski spielen die Hauptrollen in der romantischen Komödie, die auch in den Nebenrollen unter anderem mit Juliane Köhler, Pheline Roggan, Elena Uhlig, Adnan Maral, Oliver Korittke und Judy Winter exzellent besetzt ist. Die Mainmetropole Frankfurt dient als Kulisse für die Verfilmung des gleichnamigen Bestsellers von Kerstin Gier.

    03/29/2026 4:30 pm

    SCHWEIZWEIT: Der Mann und die Schreibmaschine

    (Le ruban et les mots )

    Jacques Perrier aus Lausanne ist einer der letzten Schreibmaschinenreparateure. Schon als Kind haben ihn die raffinierten Mechanismen begeistert, als ihn sein Vater in das Handwerk einweihte.

    03/29/2026 5:00 pm

    heute

    Moderation: Barbara Hahlweg

    Mit folgenden Themen: Strukturelle Reformen gefordert; Iran greift erneut Golfstaaten an; weiteren Nachrichten, dem Sport und dem Wetter.

    03/29/2026 5:08 pm

    3sat-Wetter

    3sat zeigt das Wetter aus den 3sat-Ländern Deutschland, Österreich und der Schweiz.

    03/29/2026 5:10 pm

    Darf Mord verjähren? Von moderner Strafermittlung und Grenzen des Rechts

    Auch nach vier Jahrzehnten bleibt der Kristallhöhlenmord in St. Gallen unaufgeklärt. Heute ist der Doppelmord verjährt. Doch die Schweiz überlegt, das künftig zu ändern. Was würde es bedeuten, wenn Mord nicht mehr verjährt? Und welche neuen Ermittlungsmethoden können helfen, Cold Cases aufzuklären? Der Kristallhöhlenmord ist ein Fall, der Schweizer Kriminalgeschichte schrieb. Unvergessen auch nach vier Jahrzehnten. Doch der Doppelmord ist verjährt. Der Mörder könnte sich heute öffentlich hinstellen und sagen: "Ich war's". Der Rechtsstaat wäre machtlos. Denn nach 30 Jahren verjährt Mord in der Schweiz. Das wollen viele ändern. Mit knapper Mehrheit haben National- und Ständerat beschlossen, dass Mord künftig nicht mehr verjährt. Noch ist das Gesetz nicht verabschiedet. Fast die Hälfte hatte gegen die Gesetzesänderung gestimmt, und sie können noch immer das Gesetz zu Fall bringen. Zu viele Kräfte binden die Cold Cases, und die Chance der Aufklärung sinkt mit der Zeit. Befürworter entgegnen, dass DNA-Analyse und KI heute Mörder auch nach mehr als 30 Jahren überführen können. "NZZ Format" stellt zwei berühmte Schweizer Fälle vor und zwei aus Deutschland, wo Mord nicht verjährt. Im April 2025 verurteilte das Landgericht Dortmund zwei Täter in einem Mordfall zu lebenslanger Haft, 34 Jahre nach der Tat. Wie wird die Schweiz entscheiden? Und was bedeutet das für den Kristallhöhlenmord, die Angehörigen und die Schweiz? Film von Sebastian Günther Erstsendung 18.12.2025

    03/29/2026 5:40 pm

    Schätze der Welt - Erbe der Menschheit

    Die Tulou-Rundhäuser in Fujian (China) - Im Herzen der Hakka-Kultur

    Die Lehmrundbauten des Volkes der Hakka in Südost China bieten Lebensraum für mehrere Hundert Menschen. Kreisrund, bis zu fünf Stockwerke hoch, mit einem Durchmesser von über 100 Metern, kreist die Gruppen - Wohnanlage um einen runden Innenhof. Ein einzig

    03/29/2026 6:00 pm

    Tagesschau

    Die Nachrichten der ARD

    Iran-Krieg: Spekulationen über eine mögliche Bodenoffensive, In Thailand beeinträchtigen knappe Energiereserven Wirtschaft und Tourismus stark, Patientenverband und Gesetzliche Krankenkassen warnen vor Leistungskürzungen für Patienten, SPD verliert viele Stimmen aus dem Arbeiterlager an die AfD, Acht Millionen Menschen auf 3.000 "No Kings"-Demonstrationen in den USA, Tausende demonstrieren in München gegen digitale Gewalt, Vor WM-Testspiel Deutschland - Ghana, Das Wetter Hinweis: Der Beitrag zum "WM-Testspiel Deutschland - Ghana" darf aus rechtlichen Gründen nicht vollständig auf tagesschau.de gezeigt werden. Korrektur: Diese Sendung wurde nachträglich bearbeitet. In einer früheren Version der Meldung zur Demonstration in München konnte der Eindruck entstehen, dass Frau Fernandes ihrem Ex-Mann vorwirft, manipulierte Videos im Internet zu verbreiten. Der Vorwurf von Fernandes lautet richtig: Ulmen soll jahrelang im Internet Fakeprofile erstellt und darüber hinaus pornografische Darstellungen verbreitet haben.

    03/29/2026 6:15 pm

    Die Anstalt

    Politsatire mit Max Uthoff, Maike Kühl und Claus von Wagner

    Wortgewandt, unkonventionell und mit viel satirischer Schärfe: Maike Kühl und Max Uthoff klären aus der "Anstalt" über die Themen auf, die die Nation bewegen. Gemeinsam mit ihren Gästen Luisa Charlotte Schulz, Nektarios Vlachopoulos und Sebastian 23 wollen sie Stimme sein für "Ungehörtes und Unerhörtes". Erstsendung 17.03.2026

    03/29/2026 7:00 pm

    Nuhr im Ersten

    Nur aus Berlin

    Satire Deutschland 2026 +++ Es war und ist mal wieder viel los in Deutschland und der Welt. Zwei Wahlen sind vorbei, Ostern vor der Tür. Für die SPD eine Chance - sie kann nach neuen Wählern suchen. Nebenbei werden geschickt Haushaltslöcher gestopft, es wird lustig gestreikt oder gestritten, wie in der Kulturszene zum Beispiel. Langweilig wird es selten. Dafür umso lustiger mit Dieter und Bastian Bielendorfer, Barbara Ruscher und Michael Altinger. Moderation: Dieter Nuhr | Erstsendung: 26.03.2026/Das Erste

    03/29/2026 7:45 pm

    2 unter Millionen

    Fernsehfilm Deutschland 2022

    Spielfilm Deutschland 2022 Was tut mehr weh: Die Frau nach 21 Ehejahren an ihren jüngeren Liebhaber zu verlieren – oder mit ihr nach der Trennung einen Lotteriegewinn teilen zu müssen? Der Paketbote Henry (Oliver Mommsen) will von seinem unverhofften Reichtum auf keinen Fall die Hälfte bei der Scheidung abgeben. Während seine Frau Ellen (Jule Böwe) beim Neuanfang einen klaren Schnitt machen möchte, versucht er, die längst hoffnungslose Ehe zu retten – allerdings nur auf dem Papier. Zu sehr schmerzt die Enttäuschung, um fair teilen zu können! Von seinem Reichtum weiß die eigene Tochter, die Geld für eine Journalistenschule benötigt, ebenso wenig wie sein bester Freund Mehmet (Kailas Mahadevan). Dass Henry auch bei seiner Lieblingskollegin“ Mona (Nadeshda Brennicke) nicht mit offenen Karten spielt, kommt bei ihr nicht gut an. Sie erkennt Henry, für den sie mehr als nur Freundschaft empfindet, plötzlich nicht mehr wieder. Auch Ellen wundert sich, als sie erfährt, dass der chronisch abgebrannte Henry einen Traber aus einem professionellen Rennstall gekauft hat. Wo kommt das Geld her? Während es immer schwerer wird, sein Geheimnis zu bewahren, arbeitet er an seinem Traum. Sein Pferd soll den Großen Preis von Deutschland gewinnen. Und damit das klappt, setzt Henry auf seine Maxime: Auch an Loser glauben! Mit Oliver Mommsen, Nadeshda Brennicke, Jule Böwe, Kailas Mahadevan, Anne Schäfer u.a. | Buch: Lothar Kurzawa und Claudia Kratochvil | Regie: Matthias Tiefenbacher

    03/29/2026 9:15 pm

    No Turning Back

    Spielfilm USA/Großbritannien 2013 (Locke)

    Ivan Locke hat alles, wovon er je geträumt hat: eine glückliche Ehe mit Katrina, zwei tolle Söhne und eine erfolgreiche Karriere als Bauingenieur. Doch am Abend vor seinem bislang größten Job bekommt er im Auto einen Anruf, der alles zu zerstören droht. Der sonst so gewissenhafte Mann hat sich einen Fehltritt geleistet. Und plötzlich steht alles auf dem Spiel, wofür er so lange und so hart gearbeitet hat. Denn die Frau, mit der Ivan auf einer Betriebsfeier schwer alkoholisiert einen Seitensprung hatte, wurde schwanger und steht jetzt kurz vor der Entbindung. Völlig konsterniert von dieser überraschenden Nachricht fährt Ivan Richtung London, um bei der Geburt seines dritten Kindes dabeizusein. Zu Hause aber erwartet ihn seine Familie bereits sehnlichst. Und auch seinen Großauftrag kann er nicht einfach so platzen lassen. Während Ivan weiter Richtung London fährt, versucht er, durch mehrere Telefonate mit seiner Familie, seinen Kollegen und Bekannten zu retten, was zu retten ist.

    03/29/2026 10:35 pm

    Wo die Zitronen blüh'n - Eine süßsaure Reise von den Alpen bis Sizilien

    Wenn Goethe von dem Land "wo die Zitronen blüh'n" schrieb, muss er an Sizilien gedacht haben. Nirgendwo ist Zitronenanbau so zuhause. Immer mehr Bauern besinnen sich auf ihre Tradition. Ihre Früchte gedeihen prächtig, auch ohne chemische Behandlung. Sizilien hat aber noch mehr zu bieten als Zitronenhaine: großartige Landschaften und außergewöhnliche Menschen, genussvolles Essen und eine reiche Geschichte. Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/29/2026 11:20 pm

    Oberitaliens vergessene Wasserwege

    Der Piave fließt von seiner Quelle am Monte Peralba in den Karnischen Alpen bis in den Golf von Venedig - die Stadt im Wasser, die es ohne den Piave so gar nicht gäbe. Denn Venedig brauchte Holz. Die Befestigung der Stadt, Brücken- und Hausbau, Gondeln und die Glasindustrie, all das verschlang Unmengen von Holz. Fichten und Lärchen von außerordentlicher Qualität kamen aus dem Gebirgsort Obertilliach. Transportiert wurde das Holz jahrhundertelang auf dem Piave. Ausgehend vom historischen Holzhandel mit Osttirol über das Tilliacher Joch und den Holztransporten auf dem Piave und über ein weitverzweigtes Kanalsystem, beleuchtet der Film die Geschichte und die bedeutendsten Wege des Holzes, die Orte, die Menschen und ihre Arbeitsbedingungen. Die kulturellen Besonderheiten entlang der Filmstrecke sind voller Überraschungen. Am Ursprung des Piave in der Region Venetien liegt auf 1250 Metern Höhe das Dorf Sappada, zu Deutsch Plodn, eine deutsche Sprachinsel mit 1300 Einwohnern. Die Plodner sind vor etwa 1000 Jahren aus dem Tiroler Pustertal hierhergekommen, und seitdem hat sich ihre mittelhochdeutsche Sprache praktisch nicht verändert. Nicht nur die Sprache, auch das Brauchtum wird in Plodn bewusst gepflegt, zum Beispiel im Fasching mit der "Plodner Vasenacht", bei der Umzüge mit selbst geschnitzten Zirbenholz-Masken durchs Dorf ziehen. Etwa 30 Kilometer weiter flussabwärts, in Pieve di Cadore, wurde Tiziano Vecellio geboren. Als Tizian - venezianischer Malerfürst und größter Porträtist seiner Zeit - ging er in die Kunstgeschichte ein. Wenig bekannt ist, dass Tiziano und sein Bruder Francesco Vecellio sich auch stark im Holzhandel mit Venedig engagierten. Tizian porträtierte unter anderen die Habsburger Monarchen Maximilian I., Karl V. und Ferdinand I. und ließ sich dafür auch mit Waldgebieten und Ernterechten entlohnen. Die Vecellios betrieben im nahen Perarolo an der Piave einige Sägewerke und Tischlereien. Die alten Venezianer hatten im Lauf der Jahrhunderte in gewaltigen technischen und wasserbaulichen Anstrengungen alle Flüsse, die früher in die Lagune mündeten, in die Adria umgeleitet. Sie sollten mit ihren großen Geschiebemengen und der von ihnen ausgehenden Hochwassergefahr von der Lagune ferngehalten werden. In Ufernähe zur Adria konnten die Flößer mit dem Holz den "Litoranea Veneta" nutzen. Er führt parallel zur Adriaküste immer im geschützten Binnenland durch Lagunen und Flüsse, die mit künstlichen Kanälen zu einem schiffbaren Wasserweg verbunden wurden. Die Anfänge dieses Wasserweges führen bis in die Antike zu den alten Römern zurück. Die Österreicher haben ihn im Ersten Weltkrieg, als sie nach der 12. Isonzoschlacht bis zum Piave durchbrachen, noch einmal ausgebaut. Der geschützte Binnenwasserweg sollte für den Transport von Truppen, Gerät und Nachschub verwendet werden. Der "Litoranea Veneta" wird bis heute erhalten. Er ist durchgehend befahrbar und wird lokal und touristisch genutzt. Film von Hermann Peseckas und Stefan Sternad

    03/30/2026 12:15 am

    Sehnsucht nach dem Küstenland

    Jahrhundertelang gehörte die Obere Adria zur Habsburgermonarchie und wurde zum Symbol des Vielvölkerreiches. Im Küstenland haben Deutsche, Italiener und Slawen friedlich zusammengelebt.1918 ging mit dem Zerfall der Habsburgermonarchie auch die etwa ein halbes Jahrtausend währende Herrschaft Österreichs an der Oberen Adria zu Ende. Geblieben ist ein umfangreiches kulturelles Erbe. Prunkvolle Verwaltungsgebäude und Grandhotels, Straßen- und Eisenbahnverbindungen, die Triest oder Görz mit Wien und Budapest verbanden - und Erinnerungen an eine Zeit, die heute hier wieder positiv beurteilt wird. Die Dokumentation "Sehnsucht nach dem Küstenland" nimmt die Zuschauer mit auf eine (Zeit)-Reise entlang der heutigen italienischen, slowenischen und kroatischen Küsten, die einst ein illustres adeliges und bürgerliches Publikum aus allen Teilen der Donaumonarchie angelockt haben. Sie porträtiert Menschen, die diese gemeinsame Geschichte gewissermaßen in sich tragen, wie zum Bespiel Gräfin Carolina Lantieri aus Görz, in deren Stadtpalast einst Maria Theresia, Napoleon, Goethe, Kant oder die letzten französischen Könige zu Gast waren. Erika Auchentaller, die Enkelin des großen Wiener Sezessionisten Josef Maria Auchentaller, führt durch den beliebten Badeort Grado, den ihr Großvater in zahlreichen Gemälden festgehalten hat und der überhaupt erst durch ihn zu einem der mondänsten Seebäder der Monarchie wurde. Hans Kitzmüller, ein großer Kenner der Geschichte von Görz und des gesamten Küstenlandes und zugleich leidenschaftlicher Segler, stellt das malerische Inselstädtchen Mali Losinj vor. Einst wurde es Lussinpiccolo genannt und war ein beliebter Aufenthaltsort vieler Mitglieder des österreichischen Kaiserhauses. Die Bauten aus der Monarchie prägen heute noch das Stadtbild des Kurortes. Außerdem begleitet der Film die österreichische Autorin Christine Casapicola bei ihren Recherchen über das Küstenland unter anderem zu den einst österreichischen Salinen von Piran oder zur Weinlese nach Cormons, der früheren österreichischen Grenzstadt. Von Cormons aus wurden jedes Frühjahr Kirschen für die Obstmärkte nach Wien geliefert. Film von Gernot Stadler

    03/30/2026 1:05 am

    Sommerfrische - Reisen wie zu Kaisers Zeiten

    In der Habsburg-Monarchie machte man nicht einfach Urlaub, man fuhr zur Sommerfrische. Eine oft wochenlange Erholung auf dem Land, am See oder am Meer war damals keine Seltenheit. Adelige und wohlhabende Großbürger reisten mit den Annehmlichkeiten der Stadt aufs Land und verbanden die Vorzüge idyllischer Natur mit urbaner Geselligkeit. Das Salzkammergut, der Wörthersee, Triest und Abbazia sind nur einige der damaligen Traumziele. Das Vielvölkerreich der Habsburger stellte einen kulturell wie gesellschaftlich einzigartigen Kosmos dar. Die nostalgische Verklärung dieser Ära begann noch vor dem Ende des Habsburgerreichs und hält bis heute an, vor allem in Orten, die mit einer der schönsten Errungenschaften der Donaumonarchie verbunden sind - der Sommerfrische. Das vornehmlich adelige und großbürgerliche Sommervergnügen, dessen Wurzeln in der Biedermeierzeit liegen und dem - wenn auch in bescheidenerem Rahmen - bis in die Zwischenkriegszeit gefrönt wurde, wird in dieser Dokumentation in all seinen Facetten gezeigt: von den populärsten Reisezielen vergangener Tage über die spezielle Reisekultur bis zu Transportmitteln und -wegen. Das "Fin de siècle" wurde zum Höhepunkt der Sommerfrische. Man reiste aufs Land, um dort wie in einem Freiluftsalon eine gesellige Zeit miteinander zu verbringen. Man schwärmte von Triest, von der Riva in Pola und vom milden Klima Abbazias. Damals entdeckte man den Lago di Garda, den Wörthersee und eroberte die Gipfel der Alpen. Das Reisen im alten Österreich war untrennbar mit der verkehrstechnischen Erschließung des Großreichs verbunden. Das Salzkammergut gilt als Wiege der Sommerfrische. Der Kurbetrieb am Traunsee war zutiefst verbunden mit dem österreichischen Kaiserhaus und der Nähe zu Ischl, wo Kaiser Franz Joseph seine Sommer verbrachte. Bis heute konnten Orte wie Gmunden viel vom Flair vergangener Tage bewahren. Während am Traunsee überwiegend Mitglieder der nationalen und internationalen Aristokratie dominierten, wurde das restliche Salzkammergut bald durch das gehobene Bürgertum erschlossen. Mitte des 19. Jahrhunderts entdeckte man den Attersee, und die ersten Sommervillen der Bourgeoisie entstanden. Fasziniert vom Türkisblau des Wassers, mischten sich Fotografen, Maler, Komponisten und Dichter - von Gustav Mahler bis Gustav Klimt - unter das reiche Großbürgertum. In der 1890 erbauten Villa Langer in Steinbach am Attersee wird die Sommerfrische wiederbelebt, wie sie Adelige, Großbürger und berühmte Künstler genossen haben. Der 1886 gegründete "Union Yacht Club Attersee" zählt zu den ältesten und heute zu den größten Segelclubs Österreichs. Wenn Komponisten Urlaub machten, suchten sie meist nach Inspiration und Ruhe. Als kreative Refugien dienten ihnen gerne Seebäder, Komponier-Häuschen oder ein abgelegenes Waldhaus. Gerne bedienten sie dabei das Klischee des genialen Eremiten, auch wenn so mancher von ihnen den Freuden des Lebens nicht abgeneigt war. Johannes Brahms war einer jener Komponisten, die ihre produktivsten Zeiten während ihres Urlaubs hatten. Sommerfrische war für ihn niemals nur Amüsement. Einige seiner berühmtesten Werke komponierte er in Pörtschach am Wörthersee. Mit dem Anschluss der Bahnstrecke Wien-Klagenfurt an die "k.u.k. Südbahn" wurde der Aufenthalt am Wörthersee zu einer gut erreichbaren Attraktion und Pörtschach zu einem der edelsten Sommerfrische-Orte in der Donaumonarchie. Die "Johannes-Brahms-Gesellschaft Pörtschach" rief 1993 den "Brahms Musiksommer" ins Leben - mit Konzerten bekannter Interpreten, Festwochen und internationalem Wettbewerb. Das Programm dieser Veranstaltung, das Musikliebhaber aus ganz Europa anzieht, weist jährlich wechselnde Schwerpunkte auf. Mit dem Entstehen eines neuen Naturgefühls im 18. Jahrhundert wurden die Alpen zum Ausgangspunkt einer neuen Naturbewegung. Die bisher nur Angst erweckenden Berge wurden zu einer Art irdischem Paradies stilisiert. Auch hier fokussierte sich die Aufmerksamkeit rasch auf das Salzkammergut. Es war in der Nähe von Gößl, wo der bis heute als "Steirischer Prinz" hoch verehrte Erzherzog Johann beim Klettern im Toten Gebirge das Ausseerland entdeckte. Johann, der "Grüne Rebell aus dem Hause Habsburg", lebte seine Philosophie vom Bewahren und Erneuern. Der volksnahe Erzherzog vertrat das Motto "zurück zur Natur" lange bevor es zum Modetrend verkam. Mit den gesellschaftlichen Umbrüchen am Beginn des 20. Jahrhunderts wurde das Bergsteigen schließlich zur Massenbewegung. Es gibt sie noch, die Orte und Landschaften, wo trotz zeitgemäßer Technik versucht wird, das Flair vergangener Tage zu erhalten. Dieses Flair gilt es zu erspüren und zu ergründen, um den Mythos der Sommerfrische erfahrbar zu machen. Film von Björn Kölz und Gernot Stadler

    03/30/2026 1:55 am

    Almgeschichten aus Tirol

    Die Dokumentation stellt sechs unterschiedliche Almen in Tirol vor und gewährt einen einzigartigen Einblick in das Leben der Menschen vor Ort. So erzählt etwa Gabi Brunner von ihrem Leben. Sie führt auf der Alm Neuhögen-Molterfeld in der Kelchsau eine Yak-Zucht. Die Tiere stammen ursprünglich aus Zentralasien und haben sich aufgrund ihrer robusten Natur an das harte Leben dort angepasst. Franz Neuner, der auf der Rendlalm in den Kitzbüheler Alpen lebt, schildert die Auswirkungen des Klimawandels: weniger Schnee und unvorhersehbare Witterung. Trotz dieser Veränderungen bleibt die Alm für ihn ein Ort der Freiheit und Verbundenheit mit der Natur. Almbauer Elmar Monz auf der Tumpenalm im vorderen Ötztal spricht über die Herausforderungen des zunehmenden Tourismus, während Almhirtin Lisa Marx auf der Karalm die gemeinschaftliche Seite des Almlebens, fernab vom Handynetz, hervorhebt. Film von Holger Bruckschweiger

    03/30/2026 2:40 am

    Von Hirtinnen und Wölfen

    Mitten in der rauen Schönheit der Berge trotzen einige wenige Idealisten Wind, Wetter - und dem Wolf. "Land der Berge" begleitet moderne Hirtinnen, Jäger, Biobauern und Naturschützer im Alltag. Sie alle versuchen auf ihre Weise, ein uraltes Gleichgewicht wiederherzustellen: das zwischen Mensch, Tier und Natur. Der Film erzählt vom Mut, der Hingabe und der Suche nach neuen Wegen für ein Leben mit dem Wolf. Film von Leopold Fuchs Erstsendung 11.09.2025

    03/30/2026 3:25 am

    Winter im Wildpark Mautern

    Schläfrige Wildkatzen, dösende Bären, hellwache Wölfe - im steirischen Wildpark Mautern verbringen die Tiere den Winter höchst unterschiedlich.

    3sat

    Available schedules: 03/26/2022 - 06/11/2026 Time zone: Central European Summer Time (CEST) UTC +2 Country: Germany Language: German

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